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*g* REISERECHT: Wenn der Australienflug in Florida endet...

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REISERECHT

 

Wenn der Australien-Flug in Florida endet

 

Gebucht war ein Flug nach Melbourne, doch am Ziel angekommen setzte die Kundin ihren Fuß statt wie geplant auf australischen auf US-amerikanischen Boden - in Melbourne, Florida. Sie verklagte ihr Reiseunternehmen und bekam Recht

 

Berlin/Wiesbaden - Besonders bei einer Flugbuchung per Internet sollten Reisende genau auf den angegebenen Zielflughafen achten. Bei Städten gleichen Namens kann es schnell zu Verwechslungen mit schwerwiegenden Folgen kommen. Ein Beispiel dafür ist ein vom Landgericht Berlin entschiedener Fall, auf den die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in ihrer Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell" hinweist.

 

Die Klägerin hatte für insgesamt drei Personen Flüge nach Melbourne in Australien buchen wollen. Tatsächlich kaufte sie auf der Internetseite eines Reiseunternehmens jedoch Flüge nach Melbourne im US-Bundesstaat Florida. Erst nach ihrer Ankunft in den USA bemerkten die Reisenden diesen Irrtum. Von Florida aus flog das Trio weiter nach Australien und verlangte die zusätzlichen Kosten vom Betreiber der Webseite zurück - und zwar zu Recht, wie das Gericht entschied. Denn das Unternehmen hatte versäumt, der Frau eine Bestätigung zu schicken, aus der die gebuchten Flüge hätten abgelesen werden können.

 

Bei jedem über das Internet abgeschlossenen Vertrag bestehe für den Verbraucher "ein besonderes Interesse (...) den Inhalt des zustande gekommenen Geschäfts nachgewiesen zu bekommen", befand das Gericht. Es könne im Web leicht zu Fehlbedienungen durch den Anwender kommen, so dass ein Bestätigungsschreiben im Interesse beider Seiten sei. Zudem hätte der Firma klar sein müssen, dass Laien nicht unbedingt wissen, dass es neben Melbourne in Australien auch eine Stadt dieses Namens in Florida gibt. Daher liege grobe Fahrlässigkeit vor.

 

Landgericht Berlin, Aktenzeichen 33 O 130/03

 

Quelle: SpOn

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,392437,00.html

 

 

bucht gleich einen Flug nach Athens, Manchester oder Birmingham....:-)

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Ein Beispiel dafür ist ein vom Landgericht Berlin entschiedener Fall, auf den die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden in ihrer Fachzeitschrift "ReiseRecht aktuell" hinweist.

 

Die Klägerin hatte für insgesamt drei Personen Flüge nach Melbourne in Australien buchen wollen. Tatsächlich kaufte sie auf der Internetseite eines Reiseunternehmens jedoch Flüge nach Melbourne im US-Bundesstaat Florida. Erst nach ihrer Ankunft in den USA bemerkten die Reisenden diesen Irrtum.

 

Ich weiß nicht, worüber ich mehr den Kopf schütteln soll: Daß 3 (!) Personen in FRA oder wo auch immer in Europa nichtr merken, daß sie zu einem völlig falschen Kontinent fliegen oder daß deutsche (!!!!) Gerichte so eine Blödheit auch noch unterstützen.

 

Ich dachte, nur das Ami-Recht ist so realitätsfremd...

 

*Kopfschüttel und grins*

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..nicht schlecht, wann haben die wohl bemerkt, dass sie in Florida waren.

Aber immer noch besser als statt in Martinique in Mozambique zu landen. Obacht, wenn Ihr das nächste mal einen LCC Flug nach Vienna bucht, da gibts ja gleich mehrere in USA.

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gemach, gemach...zunaechst einmal hat das Gericht deshalb so entschieden, weil die Reisenden keine aussagekraeftige Reisebestaetigung erhalten haben...Hinsichtlich der Tatsache, dass die Leute umsteigen muessen, um nach Melbourne (AUS) zu kommen...nun ja auch eastbound muss einmal umgestiegen werden.

 

Und wer nicht aviation related ist, dem ist halt nicht bekannt, dass der (Ost)weg einfach kuerzer ist nach Melbourne, ganz zu schweigen davon, das man von US Umsteigeflughaefen in Florida nicht nach Australien fliegen kann.

 

allerdings, irgendwie ist das ganze aber sehr merkwuerdig....Melbourne(Aus) ist schliesslich kein klassisches Charterziel, wo die Leute schon durchdrehen, wenn ihr Bus nicht rechtzeitig da ist, um sie zum Hotel zu bringen

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Ich weiß nicht, worüber ich mehr den Kopf schütteln soll: Daß 3 (!) Personen in FRA oder wo auch immer in Europa nichtr merken, daß sie zu einem völlig falschen Kontinent fliegen oder daß deutsche (!!!!) Gerichte so eine Blödheit auch noch unterstützen.

 

Ich dachte, nur das Ami-Recht ist so realitätsfremd...

 

*Kopfschüttel und grins*

 

Moment mal. Man kann ja auch über die USA nach Australien fliegen. Keine Ahnung, wo die Leute umgestiegen sind. Aber woher soll ein Nicht-Touristiker wissen, dass es z.B. keinen Nonstop-Flug von New York nach Melbourne in Australien gibt.

Wenn ein Internetportal nicht in der Lage ist, dem Passagier eine eindeutige Bestätiung zu schicken, dann sind sie selber schuld.

 

Mein Favorit ist übrigens San Jose: SJO (Costa Rica), SJC (USA) und SJD (Mexico). Und alles auf dem gleichen Kontinent.

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Den Brüller fand ich mit HAJ und HAN. Unsere Sekretärin hat damals bei iherer Buchung MUC-HAJ HAN eingegeben. Nur hat sie sich über die lange Flugzeit und den etwas hohen Preis gewundert und dann doch per Telefon im Reisebüro gebucht. Wäre aber sicher cool gewesen, Hanoi ist sicher interssanter als Hannover. Die TSC der Reisebüros sind wohl für die meißten, die in diesem Board lesen überflüssig, ein großer Teil ist aber - auch bei Linienflügen auf Beratung angewiesen: Liebe Reisebüros – das ist Eure Chance!!!

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