Zum Inhalt springen
airliners.de

Fluglotsen-Streik scheint vorerst abgewendet


Max_Tow

Empfohlene Beiträge

Geschrieben
Ein Angestellter mit zurzeit 50000 Euro Jahreslohn hat nach dem Vorschlag nächstes Jahr 53250 Euro Verdienst, das sind stolze 6,5 % mehr.
Um im Folgejahr gibt es dann mal hypothetisch angenommen eine weitere Erhöhung um 3%, aber keine Einmalzahlung. Das wäre dann ja sogar in dem Beispiel eine Gehaltskürzung. Whow!

 

Weihnachts- und Urlaubsgeld sind aber eben oft noch regelmäßiger Bestandteil des Entgeltes und eben keine einmalige Zahlung ohne vereinbarte Wiederholung, da hinkt der Vergleich, den so etwas ist eben keine einmalige Zahlung.

 

Das Gehalt der Fluglotsen (die eh nur eine kleineren Teil der Mitarbeiter ausmachen) ist ja eh nicht das Kernproblem, auch wenn die DFS das wohl gekonnt in den Vordergrund gespielt hat.

 

Die GdF macht aber auch keine besonders gute Figur, wenn man zunächst ab Mitternacht in Köln aus vorgeblicher Rücksicht auf die Passagiere streiken möchte, aber schon sechs Stunden später dann die zwei größten Flughäfen in D. sowie das Kontrollzentrum in Bremen zu bestreiken plant.

Geschrieben
Ein Angestellter mit zurzeit 50000 Euro Jahreslohn hat nach dem Vorschlag nächstes Jahr 53250 Euro Verdienst, das sind stolze 6,5 % mehr.
Um im Folgejahr gibt es dann mal hypothetisch angenommen eine weitere Erhöhung um 3%, aber keine Einmalzahlung. Das wäre dann ja sogar in dem Beispiel eine Gehaltskürzung. Whow!

 

Das Gehalt der Fluglotsen (die eh nur eine kleineren Teil der Mitarbeiter ausmachen) ist ja eh nicht das Kernproblem, auch wenn die DFS das wohl gekonnt in den Vordergrund gespielt hat.

 

Die GdF macht aber auch keine besonders gute Figur, wenn man zunächst ab Mitternacht in Köln aus vorgeblicher Rücksicht auf die Passagiere streiken möchte, aber schon sechs Stunden später dann die zwei größten Flughäfen in D. sowie das Kontrollzentrum in Bremen zu bestreiken plant.

 

Es wird jetzt aber nicht übers Folgejahr verhandelt sondern für den Zeitraum 01.11.2006 bis zum 31.10.2007. Was danach kommt werden wir sehen. Ich hoffe nur das es nicht wieder so ein Affentheater geben wird.

Geschrieben

das gleiche spielchen werden wir so lange weiter treiben bis endlich mal gestreikt wurde. dan wird die sache leichter weil keine der seiten sich dann noch etwas zu beweisen hat. die fronten wären geklärt. so befinden wir uns in jeden tarifverhandlungen auch immer in der situation das die arbeitgeber immer noch anzweifeln das wir streiken würden, und wir haben immer noch keine erfahrung mit einem streik. wobei die letzte entscheidung ob es zum streik kommt eigentlich bei den arbeitgebern liegt. aber wir werden das ja jetzt beobachten können und am schlichtungsergebnis (wenn es denn eines gibt) ablesen können, ob sich die DFS nur zeit und absicherung erkaufen wollte, oder ob sie ernsthaft an einer einigung interessiert sind. (ich befürchte erstes)

 

 

und was die debatte über 5,7 oder nicht 5,7 angeht, sollte man volumen nicht mit dauerhaft wirksamer lohnerhöhung verwechseln. das angebot mag ein volumen haben, das einer erhöhung von 5,7% entspricht, eine steigerung von 5,7% ist es nicht. zumal wie schon erwähnt die 3% frühestens ab März auf dem gehaltszettel wären, also eher 2% entsprechen, wenn man es auf 12 monate verteilt.

 

aber in anbetracht der strukturreform ist das eher von nachrangiger bedeutung, wenn auch nicht unbedeutend.

 

Saigor

Geschrieben

Sei mir nicht böse, aber wenn ich dein Posting durchlese, werde ich auch beim 3. Mal das Gefühl nicht los, das ihr an einer Einigung überhaupt nicht interessiert seid. In erster Linie scheint der unbedingte Streikwille zu stehen. Also ich könnte auf "Streikerfahrung" verzichten. Zum Wohle aller.

 

Gruß Dieter

Geschrieben

ich bin nur der meinung das beide seiten in gewisser weise den streik wollen. und auch das es nicht so schlecht wäre wenn er hinter uns läge. (deswegen hätte ich mich dafür entschieden den streik anfangen zu lassen und dann nach ca 3-4 stunden per schlichtung beendet, wenn ich in der GF wäre. nahezu kein schaden und alles wäre geklärt, aber die denken halt nicht so)

aber dennoch wäre es mir lieber wenn wir bekommen was wir fordern, in der hauptsache die strukturreform (am besten die ganze wie ursprünglich gefordert) und es gibt etwas mehr geld. ob das 4% sind oder dann 3,5% und 70% der geforderten einmalzahlungen oder eine andere passende lösung (die ich auch parat hätte, die der GF aber selbst einfallen muß) wäre mir dann nicht so wichtig. aber es muß eine einigung her, so oder so. ich befürchte aber das wir anfang februar wieder hier sitzen, auf den beginn des streiks warten (weil schlichtung gescheitert) und dann als nächstes kurz vor dem streik es dann wieder zum spitzengespräch kommt. dann wird die GF plötzlich sagen das da etwas falsch verstanden wurde, weitere verhandlungen und am schluß eine einigung - oder aber kein spitzengespräch und doch streik. nur sorgen die arbeitgeber mit ihrer art zu verhandeln nunmal auch dafür das es in zukunft eher schneller zum streik kommen wird, weil sie den eindruck erwecken das es ohne streikdrohung bzw. ankündigung nicht mal zu verhandlungen kommt. und wenn man weiß wieviele ungelöste probleme im tarifbereich noch warten, - arme luftfahrt.

 

Saigor

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Zur Info:

 

Der erste Schlichtungstermin fand am 19.1 statt.

Somit muss Frau Däubler-Gmelin spätestens am 2.2.07 einen Termin für den Schlichterspruch nennen.

Wie in Schlichtungen üblich, wurde Stillschweigen vereinbart an das sich die Parteien bisher gehalten haben.

 

Gruß

M-T

Geschrieben
Auch sollte an dieser Stelle erneut erwähnt werden, dass die GdF für sämtliche 5300 Mitarbeiter der Deutschen Flugsicherung verhandelt.
Die Einigung mit einer Laufzeit von 24 Monaten (bis November 2008) sieht zwei Gehaltserhöhungen von jeweils drei Prozent vor. Zudem gibt es Einmalzahlungen zwischen 1500 und 8450 Euro pro Mitarbeiter. Eine Änderung bei der Vergütungsstruktur soll zusätzlich bei vielen Mitarbeitern zu höheren Einkommen führen. Nach Berechnungen beider Seiten liegen die Mehrkosten für die DFS durch den Abschluss bei gut 50 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre.
Die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaft hätten sogar Mehrkosten in Höhe von 230 Millionen Euro bedeutet.

50Mio/2Jahre bei 5.300MA = 9.434 EUR/MA

230Mio/2Jahre bei 5.300MA = 43.369 EUR/MA

Gewerkschafts-Sprecher Marek Kluzniak sagte: "Das ist ein gutes Ergebnis."
??????

 

Generell sehe ich die Einigung sehr positiv, diese Aussage kann ich aber trotzdem nicht nachvollziehen...

 

Gruß

M-T

Geschrieben
Die ursprünglichen Forderungen der Gewerkschaft hätten sogar Mehrkosten in Höhe von 230 Millionen Euro bedeutet.
...
Gewerkschafts-Sprecher Marek Kluzniak sagte: "Das ist ein gutes Ergebnis."
??????
Nun, vielleicht hilft ein Bilck in das urspüngliche Thema zu den Tarifforderungen der Arbeitnehmer:

http://www.airliners.de/forum/viewtopic.ph...13&start=47

Die Lufthoheit über den Stammtischen haben bei der Zahl immer noch die Arbeitgeber, auch wenn einem dabei vielleicht gewisse Zweifel kommen könnten.

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...