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[TRIPREPORT] Melbourne (FRA-BKK-MEL)


FR753

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Geschrieben

Ein langweiliger 9-Stunden-Flug von Sydney nach Bangkok am Tage, im Fernsehen und im Radio läuft nur Müll, was macht man da? Genau, einen Tripreport schreiben. Dieses Mal geht es 20000km nach Südosten, genauer gesagt nach Australien. Da ich nicht die (u.a. zzt. von Fly_777 ausgeführte) Methode des durchgängigen fast-24h-Langstreckenfluges mit anschließendem Mega-Jetlag bevorzugte, flog ich erstmal nach Bangkok.

Leider war die günstigste Möglichkeit der Non-Stop-Flug mit Thai in der ollen 744, da eine Freundin meiner Mutter dafür mir einen Ethnic-Fare einbuchen konnte. Zu Wideroe-Zeiten gabs ein schönes Routing mit AY zum gleichen Preis :(

Und so gings dann auf dem Abendflug los, sogar die Exitrow war frei. Am Anfang gabs nach dem Start erstmal einen kleinen Drink, die Thais mischen den Gin Tonic ganz schön stark...

Zur Auswahl standen dann zwei Essen: Ein mit drei Chillischoten markiertes Menü (das muss schon was heißen) und halt das Westliche. Ich entschied mich natürlich fürs Westliche, allerdings wurde schon in der ersten Eco-Reihe (in der ich saß) gesagt, dass dieses aus sei, warum auch immer. Man bot mir stattdessen das Business-Class-Essen an, bestehend aus einem Schweinebraten im Speckmantel und Gemüse. Lecker.

 

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Die HS-TGO, mit der ich schon 2003, damals noch in Sonderlackierung, das Vergnügen auf SIN-BKK hatte, hatte von außen und innen schon ein Redesign erfahren. Ich frage mich, warum nicht gleichzeitig auch PTVs eingebaut wurden. So hatte ich auf dem Mainscreen auch mal die Möglichkeit, den neuen James Bond anzuschauen. Sehr verwirrender Film, hat mir nicht gefallen.

Das Frühstück hatte ich fast verschlafen, da keine Ansagen gemacht wurden. Etwas trocken das ganze, aber wenigstens gabs dazu den thailändischen Orangensaft aus den Thai-Orangen, die irgendwie eine Mischung aus Mandarine und Limette sind. Sehr lecker.

Die Landung auf Suvarnabhumi klappte sogar ohne Warteschleife oder sonstige Verspätung, was man sonst so alles von dem Airport hört, konnte ich nicht bestätigen. Vielleicht lag es auch daran, dass ein Tag davor DMK wieder aufmachte. Die Wege sind nicht länger als in anderen Flughäfen dieser Größe, die Einreise ging superschnell, der einzige Kritikpunkt ist das Gepäckband. Auf anderen Flughäfen gibt es einen Stopper, wenn zu viele Gepäckstücke auf einmal auf das Band zurollen. Dies ist in BKK nicht der Fall, und so gabs dann größere Auffahrunfälle, die das Band anhalten ließen. Am Ende gab es drei Reihen Koffer auf dem Gepäckband.

Bangkok ist Smog pur, also fuhr ich raus aufs Land für die obligatorischen Familienbesuche und Jetlag-Auskurierung.

Weiter gings dann ein paar Tage später. Jetstar fliegt ja seit einigen Wochen auch Langstrecke zu recht akzeptablen Preisen, also wars mal Zeit, das zu testen. Da bot sich Bangkok-Melbourne an.

Während dem Warten lief ich erstmal bisschen am Flughafen herum. Hier und dort fallen schon mal Platten ab, aus den Klimaanlagen kommt Thai-Musik.

 

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Der 330-200 von Jetstar, die VH-EBD kam erst 2003 zu Qantas und fliegt nun seit kurzem für deren Billigableger. Auch hier hatte ich wieder Glück die Exit-Row zu erwischen. Die Crew bestand halb aus Thais und halb aus Australiern und machte teils einen noch recht unerfahrenen Eindruck. Dem Steward riss während der Safetydemo ein Teil von der Schwimmweste ab, da lief er erstmal rot an :D

Bei Jetstar muss man alles dazukaufen. Ich kaufte mir das Amenitykit für 9$, bestehend aus einer Decke, einer Schlafmaske, einer Zahnbürste, Ohrenstöpsel und Socken, alles im Jetstardesign und praktisch zusammenrollbar.

Ich hatte mir auch schon online Essen vorbestellt, es gab zwei Mahlzeiten, die beide etwa Condor-Qualität hatten. Es gab beim ersten Gang sogar drei Mahlzeiten zur Auswahl und schmecken tats auch. Ich entschied mich für Hähnchen mit Tagliatelle und Gemüse.

 

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Während dem Flug konnte man auch DVD-Player kaufen, es wurde aber auch auf den Hauptscreen ein Film gezeigt. Kopfhörer wurden kostenlos ausgeteilt, wobei im Bordmagazin stand, dass diese 3$ kosten würden. Auch gut.

Im Übrigen gibt’s bei Jetstar auch nichts zu trinken. Man kann es sich dazu kaufen oder muss sich halt am Wasserspender an der Galley bedienen.

Das Frühstück bestand aus einem Sandwich und einem Jogurt, dazu ein Getränk nach Wahl.

 

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Nach 9h landete ich dann in Melbourne. Die Einreise verlief relativ schnell, die Grenzer waren freundlich, jedoch gefiel denen anscheinend nicht, dass ich als Occupation „Volunteer“ (wie soll man sonst Zivi übersetzen?) angegeben hab und auch aus Thailand kam. Also gings ins komplette Screening. Der Koffer wurde ausgeräumt, geröngt, selbst an meiner Kreditkarte wurden Sprengstofftests gemacht. Die Grenzer blieben jedoch die ganze Zeit freundlich, dieser Eindruck vom Land blieb auch die restliche Zeit.

Nachdem ich mein Hostel, das Guesthouse St Arnaud in South Yarra, ca. 10min mit der Tram vom Zentrum weg, bezogen hab, gings erstmal bisschen die Stadt erkunden. Die Nähe zum Botanischen Garten bot sich an, also fing ich hier an. Leider war das Wetter sehr wechselhaft, zwischendurch gab es auch kräftige Schauer.

 

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Die Innenstadt von Melbourne wirkt sehr europäisch, aber zum Glück gibt’s auch Chinatown, wo ich günstig Mittag aß.

 

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Danach meldete sich der Jetlag wieder und ich legte mich erstmal ein paar Stunden hin, bis ich dann am Abend eine Freundin traf, die in Australien gerade für 9 Monate Work&Travel macht. Zum Glück ging der Äppler durch die Einreise, sie hatte schon starke Entzugserscheinungen :D

Sie zeigte mir, dass es hier auch deutsche Geschäfte gibt und dann gings noch was trinken.

 

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Am nächsten Tag fuhr ich erstmal mit der Tram zur Bridge Road, dem Outlet Center Melbournes. Hier kann man einige gute Schnäppchen machen. Mir fiel auf, dass Bio-Lebensmittel in Australien kaum teurer sind als reguläre. Es ist also leicht, hier gesund zu leben.

 

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Direkt an dem Bahnhof Flinders Street wurde in den letzten Jahren massig gebaut, hier entstanden Museen und die Touristeninfo, alles in einem ansehnlichen Bau.

 

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Wir nahmen die Tram und fuhren nach St. Kilda, dem Strand- und Backpackerstadtteil. Hier gabs zum Mittag sehr gute Bio-Fish-and-Chips, sehr zu empfehlen. Der Strand selbst ist auch sehr schön, jedoch war es mit 21° zu kühl, um zu baden. Hier siehts eher wie in den USA aus. Maximal zweistöckige Gebäude und breite Straßen.

 

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Die Alkoholläden sind übrigens hier als Drive-In, fauler geht’s kaum...

 

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Was bei uns Tauben sind, sind für Australier die hier:

 

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St. Kilda hat auch einen botanischen Garten, der auch sehr schön ist. Die Aussies genossen den Samstag mit BBQs auf der Wiese. Hier lernte ich auch den nächsten Backpacker-Spartrick. Das Trinkwasser in Australien hat ähnlich hohe Qualität wie in Deutschland, überall gibt es Trinkbrunnen. Also füllt man dort sein Wasser ab.

Auf dem Stadtplan sah ich dann, dass dort in der Nähe ja die Formel-1-Rennstrecke ist. Als ich den Stadtplan mir anschaute, sprach mich zufällig ein Einheimischer an, ob er mir helfen könne und erklärte uns dann, wie wir dort hinkommen. Sowas ist mir oft dort aufgefallen. Wann steht man schon in Deutschland herum und ein Wildfremder kommt zu einem, um freiwillig Auskunft zu geben? Diese Lebenseinstellung fasziniert mich irgendwie.

Der Albert Park ist außerhalb der Rennzeiten eine ganz normale Straße, die Reste des GP, der eine Woche vorher stattfand, wurden gerade abgebaut. Es gibt sogar Behindertenparkplätze auf der Startgerade...

 

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Danach gingen wir noch ins Casino, ein riesiger Komplex, allerdings gibt es dort keine einarmigen Banditen, sondern meistens alles Automatenbasiert. Voll wars trotzdem, die Aussies scheinen ganz schön spielsüchtig zu sein.

Abends gabs dann einen sehr leckeres Gyros im Griechischen Viertel. Kaum zu glauben, aber in Melbourne schmeckte der besser als in Athen!

Den Abend ließen wir wieder im Pub ausklingen, da es am nächsten Tag für mich weiter nach Sydney ging. Ich hätte ruhig noch einen weiteren Tag in Melbourne bleiben können. Sie erinnert mich irgendwie an Birmingham. Wenig Sehenswürdigkeiten, aber dafür massig Flair und gute Einkaufsmöglichkeiten.

Da ich ab Avalon, dem australischen Hahn, abfliegen sollte, bestellte ich mir den Bustransport direkt vor die Haustür, was nur einige $ mehr kostete und sich mit den Kosten für die Straßenbahn abglich.

An diesem Tag war ein Marathon in der Stadt, was die Busfahrerin ganz schön stresste, da sie mit ihrem Doppeldecker kaum durchkam. Trotzdem kamen wir dann noch 1h vor Abflug am Flughafen an. Der CKI machte eh 30min vor Abflug dicht.

 

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Avalon ist wie Hahn vor 6-7 Jahren. Maximal können hier zwei Flieger der 320-Größe abgefertigt werden, allerdings gibt es nur ein Gate, dafür eine Qantas-Maintenance-Facility. Sehr familiär der Airport. Bordkarten sind wie bei AirAsia Kassenzettel.

 

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Pünktlich kam auch die Jetstar rein, allerdings hatte ich die Arschlochreihe, die 30. Diese ist die letzte und ohne Fenster, direkt neben der Toilette...

 

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To be continued... (Der Regen hier in Singapore grad wird schwächer, also kann ich wieder aus dem Haus in die Hitze :D)

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