FR753 Geschrieben 18. April 2007 Melden Geschrieben 18. April 2007 Teil 1 und 2 (Australien) gibts hier und hier. Um von Bangkok nach Hong Kong zu kommen gibt es tausende Wege. Der günstigste ist Air Asia nach Macau und von dort aus die Fähre zu nehmen, diese Variante hab ich das letzte Mal genommen. Dieses Mal sollte es direkt nach Hong Kong gehen. Aber auch hier gibt’s die Qual der Wahl: Emirates und Gulf bieten die Strecke für 110€ an, aber das ist ja langweilig. Interessanter wird es mit Air Indias A310 oder Ethiopian für um die 130€, ich entschied mich jedoch für Finnair, wo man für 20€ mehr auch gleich Business Class fliegen kann. Außerdem ist es eine MD11, die leider immer rarer im Paxdienst wird und die Strecke wird im Juni eingestellt, da man, wie es im Bordmagazin werbetechnisch gut ausgedrückt heißt „CO2 durch unnötige Umwege einsparen möchte“. Als Lounge bekommt man Zugang zur Louis Tavern Business Lounge, wo es Sandwiches, Kuchen, Obst und allerlei Getränke gibt. Überlaufen ist sie auch nicht und es gibt kostenloses Internet. So ging die Zeit schnell vorbei und ich machte mich auf zur hl. MD11. In Bangkok kann man übrigens auch über den Level 3 durch die Sicherheitskontrolle kommen, wo die Schlangen weitaus kürzer sind. Die OH-LGE war in der Biz etwa zu 50% ausgelastet, zur Begrüßung gab es Champagner, O-Saft oder Wasser aus interessanten Gläsern, die wie Eiszapfen aussehen. Die Sitze lassen sich auch in eine (wie ich finde aber recht unbequeme) Liegeposition bringen, der Sitzabstand ist natürlich fantastisch. Nach dem Start begann dann auch gleich der Service, die Speise- und die Weinkarte wurde ausgeteilt. Die Weinkarte war sogar auf Deutsch und ich entschied mich für einen 2002er aus Kanada. Als Vorspeise gab es Shrimps und Thunfisch auf Pomelo. Vom Thunfisch war ich positiv überrascht, gehörte der bisher eigentlich zu den Fischsorten, die mir überhaupt nicht schmecken. Der Pomelosalat war im Thai-Style gewürzt und dementsprechend scharf, nicht wirklich überzeugend. Aber ansprechende Präsentation. Ich entschied mich für den gegrillten Lachs als Hauptgang, sehr lecker. Aber ehrlich gesagt hat das Eco-Essen bei Thai fast dieselbe Qualität, ist halt nur massentauglicher präsentiert. Mit Tee und Baileys schloss ich das Essen ab. Die Gulf Echo hat keine PTVs in den Sitzen installiert, man kann sich bei den Flugbegleitern DVD-Player und PSPs ausleihen. Mir reichte aber das Radioprogramm auf diesem 2:20h-Flug. Pünktlich und gut mit Alkohol gefüllt kam ich in Hong Kong an, wie gewohnt ging die Passkontrolle schnell und mein Gepäck war auch schon da. Mit dem Bus fuhr ich nach Kowloon, wo ich das schon oft im Forum erwähnte Cosmic Guest House gebucht hatte. Ich schlug mich durch die Massen von Indern, die einem gefälschte Rolex und Hotelzimmer andrehen wollen. Die Aufzüge im Mirador Mansion, einem riesen Wohn-/Geschäftskomplex bedienen nicht jedes Stockwerk, also musste ich um von dem 12. in den 15. Stock zu kommen erst ins EG, den Aufzug wechseln und wieder hoch. Das Zimmer selbst war halt Hong-Kong-Style eng, ich schätze mal 6m², aber mit Dusche, Toilette unter dieser, Klimaanlage und TV, wo der einzige englischsprachige Sender National Geographic war. Sauber war es auch, was will man für 20€ die Nacht mehr... Als Abendessen holte ich mir beim Bäcker um die Ecke noch etwas (nicht zu vergleichen mit den deutschen Bäckern, aber trotzdem lecker) und legte mich hin. Am nächsten Morgen erstmal bei Delifrance für knapp 3€ schön gefrühstückt und stilecht mit der Star Ferry nach Hong Kong Island gefahren. Mit umgerechnet 17ct ist das der ökonomischste Weg rüber. Auch diese kann man mit der Octopus Card, einer aufladbaren Geldkarte zahlen, mit der man auch z.B. bei 7-Eleven und Watsons einkaufen gehen kann. Ich erkundete die Gegend rund um den Western Market, da rund um die HSBC-Towers eine Demo stattfand und es dementsprechend voll war. Nach einem Rundgang in Sheung Wan fuhr ich mit der Metro zur Chi Lin Nunnery, einem großen Tempel außerhalb der Innenstadt. Natürlich soll man die Gottheiten nicht fotografieren. Gegenüber befindet sich ein chinesischer Garten, bei dem leider die Hälfte der Wege abgesperrt war, sodass man dem Strom nachgehen musste. An der Metrostation Diamond Hill, die auch die nächstgelegene vom Tempel ist, aß ich im Einkaufszentrum in den üblichen Food Courts lecker Curry Seafood Rice. Man merkt schon den Preis- und Qualitätsunterschied zwischen diesem, der hauptsächlich lokales Publikum ansteuert und deshalb leider das meiste auf Chinesisch ist und einem Food Court in Tsim Sha Shui. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, auf den Peak zu fahren, aber das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung. Also fuhr ich zur Avenue Of The Stars, quasi dem Hollywood Blvd der Hongkong-Chinesen. Auch hier haben sich Schauspieler und Musiker mit ihren Handabdrücken verewigt, außerdem hat man einen schönen Blick auf die Skyline. Am Abend besuchte ich dann noch die Lichtshow. Hier werden die Hochhäuser mittels Laser und Flutlicht in Szene gesetzt und „bewegen“ sich zur Musik. Frankfurt hat übrigens dieses Konzept zur WM06 adaptiert und wie ich finde besser und monumentalischer umgesetzt. Ich machte mich früh ins Bett, da es am nächsten Morgen früh aufstehen hieß. Ich hatte mir eine Bahnfahrkarte nach Guangzhou gekauft. Die Fahrt dauert knapp 2 Stunden mit dem Schnellzug und kostet je nach Klasse zwischen 13 und 26 Euro pro Fahrt. Ich fuhr mit dem Ktt, der um 08:20 Hong Kong verließ. Bedingt durch die Passkontrollen musste man jedoch schon früher am Bahnhof sein. Bei der Bahnfahrt merkt man sofort, dass man in China ist, leider. Rauchende Schornsteine, achtlos weggeworfener Müll, teilweise auf komplette Felder verteilt, verschmutzte Flüsse und heruntergekommende Wohnhäuser zieren die Landschaft. Der erste Eindruck von Guangzhou war, typische chinesische Großstadt. Kaum kommt man aus dem hektischen Bahnhof heraus, steht man vor einer riesigen Allee, gesäumt von Hochhäusern, von denen man vor lauter Smog kaum die Spitzen sieht. Eine Geldwechselstube gab es auch nicht, sodass ich meine HK$ irgendwo schwarz wechseln musste, um mit der Metro in die Stadt zu kommen. Das ganze erinnerte mich stark an Shanghai. Auch hier gibt es in der Innenstadt einen People's Square, einen Stadtpark und riesige, neue Einkaufszentren, die aufgrund ihrer Exklusivität eher von Verkäufern als von Kunden belagert werden. Ich frage mich, wo dies in 10-20 Jahren hinführen wird... Beijinglu ist die Einkaufsstraße, eine Fußgängerzone, bei denen auch die Funde der Stadtgründung ausgestellt sind. Während man in Hong Kong genau wusste, der dumme Inder da vorne, der dich schon so blöd anschaut, will dir eine gefälschte Rolex andrehen, also mach einen riesigen Bogen um den, wars in Guangzhou weitaus schwerer, da hier die Chinesen selbst einem die andrehen, die man natürlich nicht unterscheiden kann. Englische Speisekarten oder wenigstens Bilder waren leider den Restaurants fremd, sodass ich notgedrungen mein Mittagessen im Gasthof zum Goldenen M zu mir nehmen musste, was ich im Ausland sehr ungern mache. Aber selbst dort gibt es nichts in Englisch. Mit Händen und Füßen bekam ich trotzdem das, was ich wollte. Durch die Seitenstraßen kämpfte ich mich Richtung Shamian Island, wo man die Gebäude der Kolonialmächte besichtigen konnte. Ein totaler Kontrast zur restlichen Stadt, ruhig und ausgeglichen. Hier kommt es einem vor, nicht in einer hektischen Großstadt zu sein. Guangzhou ist, man mag es kaum glauben, einer der grünsten chinesischen Städte. Der größte Park Chinas, der Yuexiu Park, befindet sich hier und ist die 5 Yuan Eintritt wert. Auch hier verliert sich das Hektische der restlichen Stadt und man befindet sich in einer Oase der Ruhe und Gelassenheit. Dass die Chinesen ein komisches Volk mit komischen Eigenschaften wie auf den Boden spucken und rülpsen sind, weiß man ja. Dass jedoch auf einem Kinderspielplatz Panzer und ein Militärbomber zum Spielen und Klettern herumstehen, ist jedoch irgendwie krank, zumindest aus westlicher Sicht betrachtet. Im Yuexiu-Park befindet sich auch das „Olympiastadion“ sowie die Statue der fünf Ziegen, dem Symbol der Stadt. Inzwischen wurde es langsam dunkel, ich machte mich in die Stadt, um mein Abendessen zusammenzukaufen, da ich nicht schon wieder bei den übliche Fast-Food-Ketten essen wollte. Im Park&Shop direkt am Mayflower Plaza in der City gibt es eine große Auswahl jeglicher Lebensmittel, aber keine Wurst oder Käse... Für 4RMB holte ich mir eine „Pizza“, bei der der Teig doppelt so dick wie bei einer Pan Pizza war... Dort gab es auch bezahlbares Obst, in Hong Kong irgendwie eine kleine Seltenheit. Die Äpfel sind genauso lecker wie in Deutschland. Für umgerechnet 1,50 für 250g deckte ich mich noch mit Tee ein und machte mich ab Richtung Bahnhof, der außerhalb der Stadt liegt. Der Ktt fuhr mit 30 Minuten Verspätung los und erreichte Hong Kong gegen 22 Uhr, wo ich mich auf ins Bettchen machte und erstmal meine 9 Stunden Schlaf brauchte. Guangzhou ist auf den ersten Blick, wie gesagt, eine typisch hässliche Chinesenstadt, aus der man am liebsten sofort wieder raus möchte, aber die Parks und Kolonialgebäude zeigen eine ganz andere, interessante Seite. Am letzten Tag Hong Kong war eher Einkaufen statt Sightseeing angesagt, da das Wetter noch schlechter wurde und es teilweise schauerte. Nach einem leckeren Coffee&Cream-Shake bei Pacific Coffee (ähnlich wie Starbucks, nur nicht so überlaufen) bemerkte ich, dass die meisten Shops erst gegen 12 Uhr aufmachen. Positiv ist aber, dass diese dann bis 22 Uhr oder länger aufhaben. Ich setzte mich in die Straßenbahn und fuhr herum, um mir die Gegend anzuschauen. Das schöne dabei ist, egal wie lange man fährt, man zahlt immer 2HK$. Günstiger geht es kaum, es sei denn, man findet die Rabattterminals von der Octopus-Card. Mit dieser Vergünstigung kommt man dann günstiger mit der Metro weiter. Der Hong Kong Park ist ein Beispiel von künstlicher Parkarchitektur, ob dies hässlich oder schön ist liegt im Auge des Betrachters. Durch diesen kommt man zum Zoologischen und Botanischen Garten, der nicht mit dem Sydneys zu vergleichen ist. Dafür sind beide kostenlos. Mich wundert es, dass Speicherkarten in Südostasien doppelt so teuer sind wie in Deutschland, selbst wenn man durch spezielle Elektronikmalls schlendert und handelt. Dafür ist anderes Kamerazubehör, wie z.B. Filter, teils um die Hälfte günstiger als bei uns. Am Abend bin ich dann nochmal durch den Night Market in Mong Kok gewandert, wo es die üblichen Made-In-China-Sachen gab. Illegale Sachen gab es nicht, da muss man glaube ich besser die indischen Freunde auf der Nathan Road ansprechen :D Am nächsten Morgen ging es dann wieder mit dem Airbus zum Flughafen, wo ich für meinen Jetstar-Flug nach Singapore eincheckte. Wie immer gab es ein Busgate und dieses Mal hatte ich auch eine echte Jetstar-Maschine. Beim letzten Mal war es eine Valuair. Der Flug verlief unspektakulär, bis halt auf die Enge (180 Sitze ohne dünne Recaros und normaler Galley-Einrichtung). Für umgerechnet 6€ bestellte ich mir eine warme Mahlzeit. Diesmal gab es als nicht scharfes Essen den Hainanese Chicken Rice, quasi eines der Nationalgerichte Singapores. Lecker war es schon, es kam aber nicht an das Hähnchen beim letzten Mal heran, was sogar Meal of the Week bei airlinemeals.net wurde. Aufgrund der Hotelpreise hatte ich mir in Singapore wieder ein Hostel gesucht, aber eines der besseren Sorte. Ich fand bei Hostelworld eine 8-Zimmer-Herbege namens One Florence Close. Es ist zwar in Kovan, ca. 15min mit der Metro in die City, dafür war es richtig schön und individuell eingerichtet und es war vor allem sauber. Da ich nun schon zum dritten Mal in Singapore war, beschränkte ich mich größtenteils aufs Einkaufen, aber bisschen Sightseeing musste schon sein. Esplanade, auch „Durian“ genannt, riecht zum Glück nicht so wie sein fruchtiger Verwandter. Inzwischen mausert sich Singapore zu meiner Lieblingsstadt in Asien. Ich liebe diesen Kulturmix, in der Metro sitzt ein Malaie neben einem Chinesen, der wiederum sitzt neben einem Indier und alle leben friedlich zusammen. Was ich auch liebe, sind die Hawker Centres, die überall im Stadtstaat zu finden sind. Für umgerechnet 4€ bekommt man hier ein komplettes Essen ohne die üblichen Nachwirkungen wie in Thailand, die die Verwendung von Loperamid teils nötig machen. Man denkt immer, Singapore wäre so sauber und geordnet. Aber es geht auch anders, wie zum Beispiel hier im Tekka Centre mitten in Little India. Das Wetter ist wie immer in dieser Jahreszeit sehr wechselhaft, heftige und kurze Schauer gehören zur Tagesordnung. Vom letzten Besuch erinnern mich immer noch zwei Narben am Knie daran, dies nicht zu unterschätzen... Am zweiten Tag traf ich mich nachdem ich mich ersteinmal in Chinatown mit Tee für zuhause eingedeckt hatte mit dem Dominik aus dem Airlinesim-Forum, der mir Seiten von Singapore zeigte, die nicht wirklich im Lonely Planet & Co (der für Singapore ist übrigens super geschrieben) stehen. Und nein, das ist nicht Malaysia, das ist wirklich noch Singapore! Abends ging es wieder ins Hawker Centre, wo ich zum ersten Mal Rochen probierte. Schmeckt wirklich nicht schlecht. Mit einem Eiskaffee bei Coffee Bean, der ziemlich süchtig macht, beendeten wir den Abend, am nächsten Tag ging es schon weiter nach Bangkok. Air Asia erlaubt nur 15kg Gepäck, also musste ich 20€ draufzahlen. Gut dass die das Handgepäck nicht gewogen hatte, sonst wär noch viel mehr draufgekommen... Mich wundert es, dass so ein Superairport wie Singapore kein kostenloses Wi-Fi anbietet. Die Auslastung war etwa bei 60% und ich hatte eine Exitrow, die man bei FD als Europäer auch braucht, für mich alleine. Da es erst einen günstigten Rückflug paar Tage später gab, hatte ich noch 3 Tage einzuplanen. Ich hatte im Endeffekt die Wahl zwischen Phuket und Samui, da mir die Zeit für interessantere Ziele für Kambodscha oder Myanmar zu kurz erschien. Ich entschied mich für Samui und konnte am Airport noch auf einen früheren Flug umbuchen. Am Schalter guckte mich ersteinmal verdutzt an, als ich sagte, dass ich auf den ATR-Flug und nicht auf den 717-Flug wollte. Da musste erstmal telefoniert werden, komischerweise ging diese gleichzeitig mit der 717 heraus. Bangkok Airways hat im Domesticterminal auch eine Lounge, wo es die üblichen Snacks und Drinks gab. Ganz nett eingerichtet und die Chicken Rolls sind superlecker. PG ist halt eine typische Touristenfluglinie, auf dem Flug nach Samui war nicht ein Thai. Auf dem 1h-Flug gab es auch ein Tablett. Als Hotel hatte ich mir das Best Western Samui Bayview herausgesucht, welches überall super Bewertungen hatte und bei Asiarooms zu einem unschlagbaren Preis, verglichen zu den Raten auf der Seite selbst, angeboten wurde. Das Hotel selbst war auch super, das Frühstück super und aufgrund der Nebensaison hatte ich einen der drei Pools immer für mich alleine. Dort habe ich dann auch fast den kompletten Tag verbracht, da das inzwischen das dritte Mal Samui bei mir war und das Hotel auf einem Hügel liegt. Es gibt zwar Busshuttle nach Lamai zum Beach, dieser verkehrt aber zum letzten Mal um 1730 und eignet sich somit nicht zum Abendessen. Den Hügel bin ich einmal hochgelaufen, da die Taxifahrer sich oft weigern, hochzufahren. Ich bin zwar viel laufen gewohnt, allerdings war die Steigung selbst bei abendlichen Temperaturen sehr zu meistern. Leider musste ich feststellen, dass sich Samui immer weiter von dem ehemaligen Geheimtipp entfernt und auf den besten Weg Richtung Phuket ist. Lamai geht in dieser Hinsicht teilweise noch, aber in Chaweng haben schon längst Starbucks und Pizza Hut Einzug gehalten. Da auf den Frühmorgen- und Spätabendflügen von PG die Promotionfares gelten, hatte ich für den Rückflug mir die 0600-Departure ausgesucht. Um 0345 ging mein Wecker und um 5 war ich am Airport, Bangkok-Air-typisch im Thaistil gehalten. Eigentlich wäre es hier einfach, aufs Rollfeld zu kommen, da das ganze Terminal offen ist. Die Ventilatoren, die für die Kühlung sorgen, bringen nicht viel, man kann sich aber nach der „Sicherheitskontrolle“ mit Getränken und Snacks vollhauen. Hätte ich gewusst, dass hier so viele Katzen herumstreunen, hätte ich vorher im Tesco noch Katzenfutter besorgt, die Snacks (Kuchen und Bananen) sind leider nichts für die Vierbeiner. Der Morgenflug, durchgeführt von der HS-PGR war sehr gut auch mit Thais ausgelastet, zum ersten Mal seit langem gab es wieder eine Bordkarte im Nadeldruckerpapierstil und mit der 717 habe ich nun alle 7er-Baureihen von Boeing durch. Wie üblich gab es ein Tablett und nach 48 Minuten landete ich wieder in Bangkok. Das Gepäck wollte man mir gleich durchchecken, ich lehnte aus logistischen Gründen ab. Inzwischen ist man bei TG ganz schön streng mit dem Gepäck geworden. Genau 30kg (wegen dem Ethnicfare) waren erlaubt, kein Gramm mehr. Nach einigen Ein- und Ausräumen kam ich auf 33kg plus mindestens 15kg Handgepäck (was ja keiner von denen wissen muss :D), was durchging. Die restliche Zeit bis zum Frankfurtflug vertrieb ich mir mit Gepäckwagen-Wardriving durch den Transitbereich. Vor einigen Lounges wurde ich auch fündig, da das kostenlose Wi-Fi des Flughafens nur HTTP erlaubt und auch recht instabil ist. Der Flug mit der HS-TGH nach FRA war nichts außergewöhnliches, das Essen war wie gewohnt sehr gut. In der ersten Runde gab es Hähnchen in Masalasoße, beim zweiten Mal eine Art Kassler. Beides sehr lecker und sehr füllend. Zwischendurch wurden noch Sandwiches verteilt, die ich wiederum nicht so dolle fand. Nach knapp 12 Stunden landete ich wieder nach 3 1/2 Wochen in Deutschland, beim nächsten Mal Südostasien geht es dann nach Myanmar und Kambodscha. Der Lonely Planet South East Asia steht schon im Bücherregal :D
vincent Geschrieben 18. April 2007 Melden Geschrieben 18. April 2007 Sehr schön. Man möchte fast Zugabe schreien :-) Bin schon auf deinen Kambodscha Bericht gespannt.
Tecko747 Geschrieben 18. April 2007 Melden Geschrieben 18. April 2007 Wie gewohnt herrlich - danke dass du uns wieder mit auf eine deiner Reisen genommen hast!
asahi Geschrieben 21. April 2007 Melden Geschrieben 21. April 2007 Hi FR753, einfach nur GEIL Deine Berichte. Ich freu mich auch schon über die nächsten Stationen Deiner Reise. Wo hast Du Dir das Visum für China geholt. Direkt am Bahnhof / Grenze oder im Hotel? Oder schon hier in Deutschland. Und was hat die Zugfahrt gekostet. Bin in 3 Wochen für 3 tage in HKG und habe auch Lust auf nen Trip nach Kanton. Grüsse asahi
FR753 Geschrieben 21. April 2007 Autor Melden Geschrieben 21. April 2007 Da das Chinesische Konsulat hier in Frankfurt quasi direkt auf dem Weg bei mir auf die Arbeit ist, habe ich das damals direkt vor Ort geholt. Hat 5 Tage gedauert und 20€ gekostet. Du kannst es jedoch auch in Hong Kong beantragen, die Visaagenturen gibt es dort wie Sand am Meer. Kostet 220HK$, also nicht viel teurer und dauert 2-3 Tage. Die Zugfahrt mit dem Schnellzug hat in der ersten Klasse Hin und Rück 380HK$, also um die 37€ gekostet. Es gibt jedoch auch günstigere (und langsamere Methoden). Mit dem normalen Direktzug kostet es 26€, noch günstiger ist es, wenn du die normale KCR East Rail bis zur Grenze nimmst, über die Grenze läufst und dann von Shenzhen aus einen normalen Zug nimmst. Die Karten kannst du auch schon online vorbestellen, du bekommst dann eine Nummer und kannst diese dir dann in Hong Kong abholen.
CarstenS Geschrieben 22. April 2007 Melden Geschrieben 22. April 2007 Hallo, interessanter Bericht. Vielen Dank. Vorallem ist Guangzhou ein wohl eher seltenes Reiseziel. Man muss dabei bedenken, dass Guangzhou als Hauptstadt der Region Guangdong quasi das Produktionszentrum Chinas ist: Viel Industrie, vorallem Textil und Schuhindustrie, auch die ganzen falschen Uhren werden dort produziert. Und das merkt man an der Landschaft: ziemlich dreckig und grau und die Luft ist auch ziemlich smogig angehaucht. Vielen Dank für die Bilder, das weckt wieder Erinnerungen: bin damals bei 35 Grad und fast 90 Prozent Luftfeuchtigkeit über Shamian Dao gestapft, das schlauchte... Ich war dort mal vor 3 Jahren, habe Bekannte meiner Eltern besucht. Sind damals von Hongkong mit dem Bus zur chinesischen Grenze und wurden dort abgeholt. Und den Charakater der Industriestadt spürt man deutlich - es gibt kaum Sehenswürdigkeiten. Shamian Dao ist eine der wenigen Ausnahmen - diese Insel mit den Kolonialbauten ist der totale Kontrast zu der restlichen Stadt. Sehr schön ist auch die Tempelanlage Guangxiao Si: Eine wunderbar ruhige Ecke, in der der Trubel der Umgebung völlig weg ist. Und nicht zu Tode renoviert, sondern die Gebäude sind wie sie sind. Aber ich fand Guangzhou trotzdem interessant einfach weil es völlig anders ist. Es gibt den Fischmarkt am Perlfluss, wenn man da als Langnase drüber stapft, wird man mit großen Augen angeschaut und es wird einem freundlich alles gezeigt. Die Märkte und Warenhäuser sind krass: dort gibt es den ganzen falschen Krempel. Aber nicht in klassischer hochglanzpolierter Präsentation, sondern direkt aus den Kartons und vorzugsweise in 100er Stückzahlen. Nachfragen Einzelstücke verusachen Kopfschütteln. An Märkten gibt's den Jademarkt: Wahnsinnig viele Stände mit Unmengen an Jade - wunderbar anzuschauen. Oder der Qing-Ping Markt: Dort wurden sämtliche Pülverchen, Salben getrocknete Tierchen und -teile verkauft. Ob's den aber noch gibt? Keine Ahnung Sommer 2004 wurde in der Nachbarschaft bereits eifrig umgegraben. Dazu hat man damals sehr deutlich den Wandel gespürt: die alten, engen verwinkelten Viertel werden alle abgerissen, dafür sind die neuen modernen Häuser aus dem Boden geschossen. So steht in Guangzhou auch das zur Zeit 7. höchste Hochhaus der Welt: Das Citic Plaza mit 391 m Aber ich war dort auch länger, und wir waren auch etwas im Umland. Grüße, Carsten
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