EDFW Geschrieben 4. Juni 2007 Melden Geschrieben 4. Juni 2007 Zum ersten Teil gehts hier: http://www.airliners.de/forum/viewtopic.php?t=37732 Am Ende von Teil 1 kam ich am nachmittag in Bariloche an, einem Skiort am Rande der Anden. Hier verbrachte ich nur eine Nacht, am nächsten Mittag ging es dann per Bus weiter nach Cordoba. Auf der Plaza von Bariloche Sonnenuntergang über dem Lago Nahuel Huapi Die Busfahrt nach Cordoba sollte fast 23 Stunden dauern, deshalb entschloss ich mich etwas mehr Geld für einen "Coche Cama" auszugeben, einem Bus mit bequemen Schlafsesseln. Während der Busfahrt wurden verschiedene Filme gezeigt, aber auch die Landschaft war Teil der Bordunterhaltung. In Cordoba blieb ich zwei Tage, schaute mir die diversen Sehenswürdigleiten an, zum Beispiel die Kathedrale und genoss das schöne Wetter in den Cafés an der Plaza. Eine weitere Marathonbusfahrt brachte mich anschließend nach Puerto Iguazu, im äußersten Nordosten Argentiniens, direkt an den Grenzen zu Paraguay und Brasilien. Dort verbrachte ich zwei Tage im Nationalpark von Iguazu und schaute mir die gleichnamigen Wasserfälle an, genoß das warme Wetter und die Ruhe in dem kleinen Urwaldnest. Der Nationalpark ist sehr gut mit Rundwanderwegen erschlossen, so dass man immer wieder atemberaubende Blicke auf dieses Naturspektakel genießen kann, aber seht selbst: Insgesamt bestehen die Wasserfälle aus 27 Einzelfällen und sind die breitesten Wasserfälle der Welt. Die Wochen zuvor hatte es stark geregnet, so dass der Fluss sehr viel Wasser führte, was die ganze Sache natürlich noch spektakulärer machte. Nach zwei Tagen ging dann mein Flug nach Buenos Aires, den ich einige Wochen vorher übers Internet gebucht hatte. IGR(Puerto Iguazu)-AEP(BsAs-Aeroparque Jorge Newberry) 05.05.2007 4M (LAN Argentina) 4031 Airbus A320-200; LV-BGI Sitz 20L STD: 13.55 Uhr; STA: 15.45 Uhr ATD: 13.55 Uhr; ATA: 16.00 Uhr Der Flughafen liegt mitten im Regenwald, einziges angeflogenes Ziel ist Buenos Aires, und zwar von LAN und Aerolineas Argentinas/ Austral, normalerweise zwischen drei- und viermal täglich. Ich war sehr zeitig da, musste noch kurz warten bis der Check-In-Schalter öffnete, und checkte nach einer japanischen Reisegruppe ein. Die Zeit bis zum Boarding verbrachte ich in der Cafeteria, dummerweise verpasste ich die Ankunft meines Fliegers. Das Boarding am Gate 1 begann um 13.25 Uhr, der Flieger war zu ca. 75% ausgelastet. Pushback war pünktlich um 13.55 Uhr, kurz darauf starteten wir schon von der Bahn 13. Die Verpflegung auf diesem Flug bestand aus einer Snackbox mit verschiedenen Keksen und einem Getränk. Kurz vor Beginn des Anfluges auf den Aeroparque Jorge Newberry, dem Stadtflughafen von Buenos Aires, von dem aus mit Ausnahme von Montevideo nur Inlandsziele angeflogen werden, meldete sich der Kapitän aus dem Cockpit und sagte uns einen turbulenten Anflug voraus. Damit sollte er mehr als Recht behalten, wir flogen durch riesige Wolkentürme, die Stewardessen verliessen ihre Plätze nicht einmal mehr für die obligatorischen Kontrollgänge vor der Landung. Kurz vor dem Landung überflogen wir noch das Stadion von River Plate Buenos Aires, dazu später aber mehr. Wir landeten überraschend weich auf der Bahn 13, rollten an diversen abgestellten Maschinen vorbei zum Gate 6, einem Fingergate. Während alle LAN Flüge die Fingergates nutzen, ist bei einem Flug mit Aerolineas Argentinas/Austral immer eine Busfahrt nötig. Nach kurzer Wartezeit am Gepäckband gings mit dem Taxi in 15 Minuten zu meinem Hostel, das zentral im Viertel Montserrat gelegen war. Leider hatte ich nur 4 Tage in dieser faszinierenden Stadt, doch dank einem vollen Programm schaffte ich es, die meisten Sehenswürdikeiten zu besichtigen. Barrio San Telmo Die Avenida 7 de Julio, die angeblich breiteste Strasse der Welt Der Cabildo, das alte Rathaus Die Casa Rosada, der Präsidentenpalast(links der Balkon von dem u.a. Evita ihre Reden an das argentinische Volk gehalten hat). Evitas Grabmal auf dem Recoleta-Friedhof Am zweiten Tag beuchte ich ein Fussballspiel von River Plate Buenos Aires gegen Indepediente, in eben dem Stadion über das ich im Anflug geflogen war. Stimmungstechnisch ist ein argentinisches Fussballspiel in keinster Weise mit einem Spiel der Bundesliga zu vergleichen. Das Hafenviertel La Boca, die Arbeiter nutzen damals Farbreste aus den Werften, um ihre Häuser zu streichen, heute ist das ganze aber ziemlich touristisch geworden. Mitten im Hafenviertel liegt auch das Stadion von den Boca Juniors, dem großen Rivalen von River Plate, und ehemaligen Club von Diego Maradona. Nach vier Tagen in Buenos Aires flog ich nach Santa Cruz in Bolivien um meine Freundin zu besuchen und mit ihr einige Tage zu verbringen. EZE(Buenos Aires-Ezeiza)-VVI(Santa Cruz, BOL) 09.05.2007 AR 1362 Boeing 737-500; LV-AZU Sitz 17A STD: 12.05 Uhr; STA: 14.10 Uhr; ATA: 12.05 Uhr; ATA; 14.00 Uhr; Mit dem Taxi fuhr ich zum 30 Kilometer auswärts gelegenen internationalen Flughafen von Buenos Aires, ich war ca. drei Stunden vor Abflug da, da die Autobahn dorthin grundsätzlich überfüllt ist und es keinen öffentlichen Nahverkehr zum Flughafen gibt. Check-In war innerhalb von Minuten erledigt, ich zahlte dann brav die Flughafensteuer und ging erst mal frühstücken. Der Flughafen ist teilweise renoviert, die Check-In Halle ist modern, hell, etc. in den Warteräumen an den Gates herrscht dann wieder 50er Jahre Charme. Das Boarding am Gate A, einem Busgate begann um 11. 35 Uhr, unser Flieger stand am Rand des Vorfelds neben einem A340-200 von Aerolineas. Der Flieger war zwar sauber, dennoch sah man ihm sein Alter an, gerade im Vergleich zum LAN A320, mit dem ich von Iguazu nach Buenos Aires geflogen war. Die Auslatung betrug ca. 90% und nachdem die Massen an Handgepäck verstaut waren, rollten wir püntklich um 12.05 Uhr in Richtung Startbahn. Unterwegs kamen wir an ein paar ex-Aerolineas 747-200 vorbei, die am Rande des Flughafens vor sich hin rosten. Nach einem TAM A320 starteten wir von der Startbahn 11, anschliessend flogen wir die ganze Strecke nach in einer gerade Linie nach Norden. Die Reiseflughöhe betrug 32000 Fuss, das war die einzige Information aus dem Cockpit zum Flug. Der Service bestand aus einem leckeren Roastbeef-Sandwich, Keksen und zwei Getränken. Da mein Nachbarplatz frei geblieben war, konnte ich es mir sogar einigermaßen bequem machen und genoss die verschiedenen Landschaftsformen. Der Landeanflug auf den "Viru Viru International Airport" führte uns direkt über Santa Cruz hinweg, man konnte unter anderem den alten Flughafen "El Trompillo" sehen, der mitten in der Stadt liegt. Wir landeten auf der Bahn 16 und rollten ans Gate 5. Das Terminalgebäude von Santa Cruz. Einziger anderer Flieger am Terminal war eine Aerosur 737-200 am Gate neben uns. Auf dem Vorfeld war eine Boing 727-200 von Lloyd Aereo Boliviano mit Winglets abgestellt, sowie die gemietete Tristar OD-ZEE von GlobeJet Airlines, mit der LAB die Flüge nach Madrid durchführte. Nachdem die Gesellschaft vor einigen Monaten den Flugbetrieb eingestellt hat, soll sie nun unter neuem Management wieder an den Start gehen. Allein schon um diese Schönheit wieder fliegen zu sehen, hoffe ich, dass das klappt und nicht nur heisse Luft ist. Die nächsten Tage gingen leider viel zu schnell um, übers Wochenende fuhr ich mit meiner Freundin nach Samaipata einem kleinem Dorf im Urwald am Rande des Amboro-Nationalparks. Danach hiess es schon wieder Abschied nehmen, denn mein Rückflug nach Buenos Aires stand an. VVI-EZE 14.05.2007 AR 1363 Boeing 737-500; LV-BDD Sitz 16A STD: 14.50 Uhr; STA: 18.30 Uhr ATA: 15.05 Uhr; ATA: 18.40 Uhr Ich war wieder frühzeitig am Airport, das Check-in ging wiederum sehr schnell, und ich stärkte mich erst mal mit einem Subway-Sandwich, bevor ich durch die Sicherheitskontrolle ging. Check-in Bereich VVI Neben der abgestellten LAB 727 und der GlobeJet Tristar kam ich diesmal auch in den Genuss einer Aerosur 727-200, die von SantaCruz nach Cochabamba, weiter nach La Paz und Tarija flog. (Sorry für die Spiegelung) Mein Flieger kam etwas verspätet an und rollte zum Gate 5, alle 737 und MD80 von Aerolineas Argentinas und ihrer Inlandstochter Austral haben übrigens eine Mischbemalung, auf der linken Seite den Aerolineas Schriftzug, rechts Austral. Das Boarding begann dann um 14.45 Uhr und war trotz der Auslastung von ca. 85% relativ zügig beendet, so dass wir um 15.05 Uhr zur Startbahn 34 rollten. Kurz nach dem Start bot sich noch einmal ein Blick auf den Flughafen sowie kurz darauf später auch auf Santa Cruz selber. Der Service bestand auch diesmal aus einem Sandwich, zur Abwechslung diesmal aber mit Schinken-Käse Belag, sowie den selben Keksen und wiederum zwei Getränken. Sonnenuntergang über Argentinien Die Route führte uns auf einer Flughöhe von 33000 Fuss gen Süden, zur bolivianisch-argentinischen Grenze, weiter parallel zur Grenze zu Paraguay schliesslich nach Buenos Aires, wo wir auf der Bahn 35 landeten und wieder auf einer Vorfeldposition zum Stehen kamen. Der Bus brachte uns zum Gate 13, nach der Einreiseprozedur brachte mich ein Taxi wieder zu meinem Hostel, wo ich noch einmal übernachtete, ehe ich am nächsten Tag meine Rundreise fortsetzte. Davon dann aber im dritten Teil des Tripreports. Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind wie immer herzlich willkommen!! Jonas
jc Geschrieben 4. Juni 2007 Melden Geschrieben 4. Juni 2007 wow.... ich will auch! :-) Was meinst du mit "ist mit der Stimmung bei einem Bundesligaspiel nicht zu vergleichen" ? Besser, schlechter... ?!?
f0zzyNUE Geschrieben 4. Juni 2007 Melden Geschrieben 4. Juni 2007 *schwärm'* - ich war anfang des jahres zweieinhalb wochen in südamerika - u.a. auch in BA und SCL und tolle erinnerungen kommen hoch ... *weiterschwärm* merci für den tollen bericht und die schönen bilder. (anfang februar wurde das "rosa haus" noch renoviert und fast vollständig mit einem baugerüst umstellt ...) und in la boca - so schön die häuser dort auch sind - hat es mich nicht lang halten können ... ich glaub' dort wird jeder BA-tourist hingekarrt :-) der CHris p.s. bei den busfahrten - werden die filme da auch in voller raumlautstärke abgespielt oder gibt es im gegensatz zu den peruanischen bussen kopfhörer? ich fand die ständige laute beschallung beim busfahren in peru extremst störend :-)
Fergie Geschrieben 5. Juni 2007 Melden Geschrieben 5. Juni 2007 Ich bin begeistert. Der zweite Teil ist genauso toll geworden wie der erste. Das Warten hat sich gelohnt. Die Bilder sind einfach Klasse. Interessant finde ich, dass man in Südamerika noch einiges an "altem " Flugerät sehen und fliegen kann. Wo die Lan z. B. ja eigentlich nur neuere Muster fliegt. Die LAB 727 mit den Winglets finde ich besonders interessant.
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