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[Tripreport] Japan Teil 1 (Nagoya, Tokyo, Nikko, Hiroshima)


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So, weiter gehts...

 

Nachdem wir ja den Tag in Dubai verbracht haben fuhren wir am Abend zum Flughafen, da beginn dann wieder mal der Spaß. Problem 1: Wir mussten ja das Auto wieder volltanken. Aber wo ist eine Tanke? Nach sehr vieleln Ecken hatten wir dann endlich eine gefunden. Volltanken für 5 Euro bitte :)

Problem 2: Wo ist diese verdammte Einfahrt für Mietwagen am Flughafen? Da ist ja immer alles sehr gut beschildert *hust* und der Verkehr ist ja auch nicht grad wenig... Jo war bisschen damit überfordert :) und er ließ mich ans Steuer oO

Irgendwann hatten wir auch das dann gemeistert und versuchten am EK-Automaten einzuchecken. Auf dem Pax Reciept gibts eigentlich einen Barcode der gelesen werden sollte, is aber nich. Also Ticketnummer eingeben.

Die Ausreise und die Kontrolle ging problemlos, nur das Security Screening kam früher als gedacht. Also musste die pisswarme Dose Bier aus Damakus noch schnell herhalten :)

Nachdem wir noch das WLAN vor der EK-Biz-Lounge nach 3 Tagen Abstinenz unsicher machten, verabschiedete ich mich und stieg in meinen Flug nach Nagoya. Das Boarding lief sehr gesittet ab, die Japaner sind da ein Vorbild...

Der Flug selbst war nicht wirklich aufregend. Erschreckend fand ich nur, dass EK in der 345 einen Sitzabstand hat, der mit einer Condor zu vergleichen ist. Und damit soll man nonstop Dubai-New York fliegen wollen? Das IFE-System ist aber nicht schlecht, die Filmauswahl ist aber so naja. Hab dann nur den Simpsons Movie geschaut und versucht zu pennen.

Es gab zwei Essensrunden, beide Male sehr lecker. In der ersten gab es dann Teriyaki Rind, innendrin medium (Und das im Flieger!) auf gebratenem Reis, sehr lecker. Die Zweite Runde kurz vor Ankunft bestand aus einem Frühstück mit der Auswahl Westlich für Omelette oder Japanisch für Lachs. Ich hab den Lachs genommen, der war auch sehr gut. In Sachen Catering ist EK sehr gut.

 

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Die Einreise in Nagoya verlief problemlos und selbst am ATM konnte ich dann auch ohne Probleme mein Geld ziehen. In Japan geht das ja nicht bei jedem... Ich kaufte mir für 820JPY + 300JPY Expresszuschlag die Bahnfahrte in die Innenstadt und versuchte dann mein Hotel zu finden. Ich hatte mir immer Comfort Hotels reserviert, weil die a) immer sehr preiswert B) bei Tripadvisor gute Kommentare und c) kostenloses Frühstück haben.

Hab auch das Hotel problemlos nach 20 Minuten laufen gefunden und endlich nach zwei Nächten im Flieger eine normale Dusche :)

Das Zimmer war recht basic, aber sehr sauber und mit allen Amenities die man hier von einem 3* Hotel erwartet, war aber in Japan nur ein einfaches Business Hotel... Das Klo mit tausenden Funktionen darf natürlich auch nicht fehlen :)

 

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Den Abend hab ich dann nicht viel gemacht, außer mir im 24h-Markt an der Ecke etwas essbares besorgt. Ich liebe diese Läden, dort gibt es alles was man zum Leben braucht. So gabs dann Oktopusbällchen mit Barbequesauce und Mayo und Sushi zum Abend, sehr lecker und auch noch recht günstig :)

 

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Am nächsten Morgen nach dem recht guten Frühstück hab ich dann Nagoya entdeckt.

 

 

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Das eigentliche Highlight ist das Nagoya Castle, allerdings ist dies ein Nachbau aus den 50ern da der ursprüngliche Bau ein paar Mal abgebrannt ist :) Die 500 JPY Eintritt lohnen sich.

 

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Nur die Bedienung des Fahrkartenautomaten war mir im ersten Moment suspekt, da erstens alles in Japanisch und zweitens die Preise stationsbasiert sind. Irgendwann hat auch das geklappt und ich bin nach dem Besuch schnell zum Hauptbahnhof gefahren, um meinen Japan Rail Pass abzuholen und auch gleich mal meinen Zug nach Tokyo zu reservieren.

 

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Die Shinkansen fahren die Strecke quasi alle 15-20 Minuten und sind relativ komfortabel. Sitzabstand ist sehr gut, die Sitzbreite allerdings eher für schmale Japaner gemacht. Und alles pünktlich auf die Minute!

 

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Nach knapp zwei Stunden kam ich dann in Tokyo an, wo ich eine Station weiter mit der S-Bahn nach Kanda fuhr und dort mein Hotel aufsuchte. Dieses hat erst letztens aufgemacht und war dementsprechend sehr modern. Preis-Leistung auf jeden Fall gegeben.

Tokyo zu beschreiben fällt nicht leicht: Laut, Stressig, Freaky, einfach nur Tokyo. Man sollte es schonmal gesehen haben, aber zwei Tage reichen locker. Ich fuhr hoch auf den Tokyo Tower, einer Kopie vom Eiffelturm, leider sind alle Aussichtsmöglichkeiten verglast und selbst der Polfilter half da nichts...

 

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Am nächsten Morgen fuhr ich dann erstmal zum Imperial Palace, der leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Aber die Parkanlagen dort sind schon imposant. Da auch grad die Kirschblüte ist, sieht alles natürlich noch schöner aus.

 

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Weiter gings zum Asakusa-Schrein, den größten seiner Art in Tokyo. Braucht jemand zufällig eine Hitlerlaterne? :) (Ja, ich weiß was das Hakenkreuz in der asiatischen Kultur bedeutet...)

 

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Dort gabs dann auch lecker Mittagessen, Ramen und wieder die Fischbällchen, nur diesmal frisch und nicht aus dem Supermarkt :) Mein Magen fand das nicht so lecker oO

 

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Ginza und Shinjuku sind das, was man sich unter dem modernen Japan vorstellt. Volle Straßen, an jeder Ecke jemand der was anderes verkaufen möchte und Mädchen die aus einem Manga stammen könnten... Und ich dachte, Osteuropa wäre in Sachen Rockkürze schon schlimm :)

 

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Abends bin ich dann nochmal auf das Gebäude der Stadtverwaltung gefahren um auch von dort aus einen Blick auf die Stadt zu haben.

 

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Am nächsten Morgen ging es früh raus, da ich auf den Fischmarkt wollte. Die eigentlichen Thunfischauktionen beginnen um 5, sind aber inzwischen nicht mehr für die Öffentlichkeit offen. Hier gibts das wahrscheinlich frischste Sushi der Welt zu essen, allerdings war ich nicht der einzige mit dieser Idee und ich habs dann doch lieber gelassen.

 

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Ich finds nur schlimm dass die Fische lebendig auseinander genommen werden, da überleg ich mir ob ich nicht ganz auf die verzichten sollte... Da ich bisschen Abwechslung vom hektischen Stadtleben brauchte, setzte ich mich in den Shinkansen und fuhr zwei Stunden raus aufs Land nach Himeji, bekannt für ihre Tempel als Weltkulturerbe. Ein netter Ausflug für einen halben Tag. Die Tempel selbst kosten zwar 1000JPY Eintritt, von außen sind die jedoch kostenlos ansehbar und das reicht doch auch.

 

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Wieder zurück in Tokyo bin ich dann noch in Asakasa auf den Hügel mit den dutzenden Torjis gegangen, bevor ich mal in Shibuya schaute, was es so für die lieben Daheimgebliebenen gibt.

 

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Dort befindet sich auch eine der beschäftigsten Straßenkreuzungen, bei Grün beginnt hier das Lemmingverhalten...

 

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Achja, das kränkeste gibs auch in Tokyo zu sehen: Ein Streichelzoo für Hauskatzen! Für paar hundert Yen kann man für eine halbe Stunde Katzen streicheln, krank...

Das Abendessen bestand aus dem Vergleich günstigen Supermarktsushi vs. teurem Kaufhaussushi, da hab ich dann auch gleich mal den Fat Belly Tuna probiert. Fazit: Der schmeckt nach nichts und auf dem Kaufhaussushi ist viel zu viel Wasabi drauf :)

 

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Das wars dann mit der Tokyo Experience, am nächsten Tag bin ich dann in den Shinkansen nach Hiroshima gestiegen.

Da ich ja mit dem Japan Rail Pass nicht den schnellen Nozomi nehmen durfte, musste ich in Shin-osaka umsteigen. Kam mir auch ganz gelegen, ich hatte Hunger und hab mir da so ein Bento geholt. Ich will lieber nicht wissen, was das alles war...

 

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Nach ungefähr fünf Stunden Bahnfahrt kam ich dann in Hiroshima an und fuhr mit der Straßenbahn zu meinem Hotel. Ging erstaunlich einfach, innerhalb der Stadt zahlt man 150JPY, egal wohin und man zahlt beim Aussteigen.

 

Die Stadt erlangte traurige Berühmtheit durch ein ungewolltes Geschenk der Amerikaner vor mehr als 50 Jahren, mehr als 140 000 Menschen gingen damals zugrunde. Entlang des Peace Boulevards findet sich hierzu das Museum über den Bombenabwurf.

 

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Eigentlich bin ich relativ hart im Nehmen (Buchenwald hat mich gar nicht geschockt...), aber Exponate wie die Hauswand auf der sich der Schatten von jemanden, der dort während des Abwurfes saß eingebrannt hat, lassen einen nicht so einfach los und nach dem Museumsbesuch braucht man erstmal seine zwei Stunden um über alles gesehene nachzudenken. Der Peace Dome, die ehemalige Handelskammer, steht als stummer Zeitzeuge am Flussufer und ist Weltkulturerbe. Das Epizentrum war von diesem Ort nur gute 100 Meter entfernt.

 

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Mehr konnte ich dann an dem Tag auch nicht mehr machen, am nächsten Tag bin ich raus nach Miyajima zum Floating Torii, der eines der markantesten Symbole Japans ist, gefahren. Das Wild hier ist auch sehr zahm und wartet nur darauf von den Touristenhorden gefüttert zu werden. Achja, Papier wird auch gerne angenommen :)

 

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Wieder zurück in der Stadt nach einem kleinen Mittagstief das mit lecker Hiroshima-yaki und Kaffee ausgebügelt werden konnte ging ich nochmal in den Peace Park. Seit einigen Jahren gibt es auch eine Memorial Hall, im Zentrum befindet sich eine Halle die zum Nachdenken anregt. An den Wänden ist ein Mosaik der zerstörten Stadt, jede Kachel stellt ein Opfer dar.

In einem anderen Raum sind alle mit Bild und einer Geschichte dazu verewigt, in der Bibliothek gibt es noch bei Bedarf mehr Informationsmaterial.

 

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Danach klapperte ich in der Stadt die sich sehr gut zum Einkaufen eignet und weitaus preiswerter als Tokyo ist noch ein paar 100 Yen-Läden für ein paar Mitbringsel ab :)

 

Hiroshima und insbesondere das Museum dort sollte jeder einmal gesehen haben, aber für die Stadt ansich reichen zwei Tage locker.

 

Am nächsten Morgen fuhr ich dann mit dem Shinkansen weiter... Wohin, das erfährt hier im nächsten Teil ;)

Geschrieben

Schade dass du deine Berichte immer in Teilen schreibst. Ich würde lieber eine ganze Nacht einen kompletten Bericht lesen, als vereinzelt immer mal wieder 15 Minuten. Aber trotzdem, auch dieser Bericht ist dir wirklich gut gelungen.

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