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[Tripreport] Japan Teil 2 - Himeji, Osaka, Nara, Kyoto, Koya


FR753

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Geschrieben

So, weiter gehts mit der Reise...

 

Am nächsten Morgen fuhr ich dann mit dem Shinkansen weiter nach Osaka, machte aber einen Zwischenstopp in Himeji. Das schöne an japanischen Bahnstationen ist, überall gibts massig Gepäckfächer. Für 600 Yen hatte ich somit meinen Ballast ab und konnte zum Schloss laufen, eines der wenigen was noch im Originalzustand ist. Der Eintritt lohnt sich, man sollte nur japanische Größe haben. Ich mit meinen 175 hatte schon in den ganzen Räumen Probleme...

 

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Nach den drei Stunden dort fuhr ich mit dem Shinkansen weiter nach Shin-Osaka. Die Station ist recht weit außerhalb, wir erinnern uns an diverse französische TGV-Stationen... Mit der Metro fuhr ich in der Stadt wo ich im Kern Shinsaibashi mein letztes Lager aufschlug.

 

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Am Abend fuhr ich dann mal kurz nach Kobe und stellte fest, dass die Japaner noch bürokratischer sind als Deutsche. Auf dem Rückweg stieg ich in einen Limited Express ein der neben Kobe nur noch halt in Osaka hielt. Ich setzte mich aber in den (leeren) reservierungspflichtigen Wagen. Prompt wurde ich gebeten, mich in den nichtreservierten Wagen zu setzen, der allerdings genauso leer war...

 

Kleiner Tipp für Sparfüchse: In den Kaufhäusern gibts Abends in der Lebensmittelabteilung alles günstiger, das perfekte Abendessen für nur 500 Yen statt dem doppelten :)

 

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Da Osaka relativ langweilig ist und ich das nur wegen der zentralen Lage für die Ausflüge ausgesucht hatte, fuhr ich am nächsten Tag mit der Bahn nach Nara. Eine Stunde entfernt ist man schon dem Großstadtmief entkommen und mitten im Wald. Alleine? Fast... Mitten im Wald, mitten in der Natur, ist, genau, eine öffentliche Toilette! Sowas gibts auch nur hier...

 

Achja, die Stadt ist auch für ihr zahmes Wild bekannt, das auch dort heilig ist. Ganz schöne Arschkriecher sind die :)

 

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Und Tempel gibts natürlich auch, sind sogar Weltkulturerbe.

 

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Am Abend bin ich dann noch bisschen in Osaka rumgelaufen. Schön mal wieder Speisekarten in Englisch und Automatenrestaurants zu sehen :) Fugu gabs auch, aber mir wurde von jemanden verboten das zu Essen :)

 

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Kyoto war am nächsten Tag dran. Wenns ein perfektes Bilderbuchjapan geben soll, dann hier. Auf den ersten Blick eine hässliche Industriestadt wie jede andere, muss man bisschen in die Vororte fahren um die Schönheit dieser Stadt zu sehen. Ein Tag hat mir nicht gereicht, ich bin dann nochmal ein zweites Mal dort hin. Aber dazu später.

 

Der Park war voller Kirschblüten, auf blauen Ikeatütenähnlichen Planen sitzenden Japanern und leckerer Essensstände. Lecker Tintenfisch in Soya-Ingwer-Knoblauch-Sesamsauce :)

 

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Bin danach zum Inari-Schrein gefahren, der bekannt für seine über Hundert Toriis ist. Sehr imposant.

 

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Natürlich musste ich in Japan auch mal eines dieser Sushi-Rollband-Restaurants ausprobieren, hab sogar eins mit All You Can Eat gefunden. Ich glaube, die waren froh, als der blöde Tourist nach geschätzten 25 Tellern endlich aufgab :D Ich hätte nie gedacht, dass ich von Sushi so satt werden konnte... Jetzt kann ich es monatelang nicht mehr sehen :)

 

Am nächsten Tag fuhr ich hoch auf den Koya-san, den heiligen Berg in der Region Kansai. Mit dem Zug braucht man ca. 90 Minuten, ich nahm einen bei dem ich in einem Kaff dessen Namen ich vergessen habe umsteigen musste. Allerdings sind die Verbindungen nich so dolle dort und ich hatte eine halbe Stunde totzuschlagen. Ich dachte, in jedem japanischen Dorf gibt es einen Supermarkt. Nixda. Was zu Essen hab ich trotzdem noch gefunden, sehr lecker das ganze und eines der besten Essen die ich dort hatte.

 

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Die letzten paar Kilometer schlängelt sich der Zug sehr schön durchs Tal, bevor man zur Bergbahn umsteigen muss, von der aus man dann in den Bus umsteigt. Hört sich kompliziert an, ist es aber überhaupt nicht da alles aufeinander abgestimmt ist. Auf dem Koya-san ist der größte und bedeutenste Friedhof Japans. Wer was im Leben geleistet hat, wird hier begraben. Das ganze ist gesäumt von hohen Bäumen und sehr imposant. In dieser Einsamkeit und dieser Stille hat man auch mal Zeit, über die ein oder andere Sache nachzudenken...

 

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Zurück in Osaka war ich noch beim ehemals größten Riesenrad der Welt mit 110m, ist aber inzwischen ein ganz schön baufälliges Teil geworden, genauso wie das trashige Einkaufszentrum nebenan mit einem Foodcourt im Edo-Style der mich irgendwie nicht so ansprach.

 

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Da holte ich mir lieber eine leckere Nudelsuppe im Automatenrestaurant.

 

In den 100-Yen-Shops holte ich noch paar Sachen für zuhause (irgendwie hab ich jetzt 5kg mehr Gepäck als vorher...) und am letzten Tag fuhr ich nochmal nach Kyoto. Diesmal war mein Ziel die goldene Pagoda, die allerdings dann unter einem Baugerüst stand. Der Park um diese ist aber trotzdem sehenswert und ist das perfekte Bilderbuchjapan.

 

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Die Kyoto Station ist hingegen ein Monstrum der postmodernen Vergewaltigung, äh, Architektur aber trotzdem sehenswert. Haben auch leckere Bentos im Tiefgeschoss :)

 

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Und heiraten kann man dort im Hauptbahnhof auch noch...

 

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Nach einem Rundgang rund um den Imperial Palace, der nicht für die Öffentlichkeit zugängig ist, fuhr ich wieder ins Hotel, mein Gepäck abzuholen und ab zum Flughafen.

 

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Kranke Scheisse :)

 

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Der Kansaiairport liegt recht weit draußen, der schnellste Weg ist mit dem teuren Expresszug der die Strecke in 35 Minuten abfäht. Der Limited Express für die Pendler kostet aber den normalen Preis und braucht nur 10 Minuten länger :)

 

Am Flughafen hab ich dann noch meinen Universaladapter zerstört, da ich eine Steckdose am Boden gefunden hab die dann doch irgendwie keine war und der blöde Adapter ging nicht mehr rauszuziehen...

 

Mit der EK gings dann wieder zurück nach Dubai, der Flug war sehr gut gebucht und wieder einmal wunderte ich mich, wie man es in dem 340 die 15 Stunden nach New York aushalten kann bei nicht vorhandenem Sitzabstand... Neben mir hatte ich auch noch einer dieser Sorte Reisenden sitzen, die sich das Geld für Deo gespart hatten und natürlich dann aufs Klo müssen, wenn man grad schön eingeschlafen ist... Natürlich wollte der auch schon auf dem Rollfeld aufstehen und sein Gepäck holen, ich hab mir Zeit gelassen um ihn durchzulassen...

 

Es gab zwei Essensrunden, zunächst eine kleine Mahlzeit mit zwei Varianten, Japanisch und Europäisch. Ich entschied mich mal wieder für das Europäisches, Hähnchen mit Couscous, sehr lecker. Als Frühstück gabs dann das übliche Flugzeugomelette.

 

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In Dubai (wo ich den Dutyfree- und Umsteigehype gar nicht verstehen kann, es gibt weitaus komfortablere Flughäfen zum Umsteigen...) hab ich mir dann noch eine Wasserpfeife für zuhause geholt und meine 773 zurück nach FRA bestiegen. Die fehlende Sitzbreite scheint man wohl mit mehr Sitzabstand zu kompensieren... Zu Essen gab es erst ein Light Meal, bestehend aus einem Croissant und eine Muffin und dann später der Hauptgang, ich entschied mich fürs Hähnchencurry. Wie immer sehr lecker und nach bisschen mehr als sechs Stunden war ich wieder zurück in Frankfurt, wo jemand, die ich ganz besonders in Herz geschlossen hab, auf mich wartete und mir ein Grund gab, wieder nach Deutschland zurückzukehren :)

 

Japan ist ein optimales Reiseland mit guten Verbindungen, guten Schlaf- und Essensmöglichkeiten sowie sehr guter Disziplin. Hier würde ich jederzeit gerne wieder herkommen.

Geschrieben

Geniale Fotos, die ein Reisebedürfnis reizen!

 

Ich war schon mal kurz davor, nach Japan zu fliegen, musste aber aus beruflichen Gründen absagen. Aber wenn ich diese Fotos sehe, dann kommt der Wunsch wieder auf!

Geschrieben

Wow, auch der 2. Teil deines Berichtes gefällt mir sehr gut. Eins habe ich auch mitgenommen..... Und zwar das ich mir einen Flug in der Eco des A340 von EK ersparen werde.....

Gruß,

Michael

Geschrieben
Eins habe ich auch mitgenommen..... Und zwar das ich mir einen Flug in der Eco des A340 von EK ersparen werde.....

 

Die 777 ist weitaus komfortabler, hätte ich auch nicht gedacht. Die kannst du recht bedenkenlos nehmen.

Geschrieben

Schöner Japanbericht, der Erinnerungen an meine Reise im Oktober 2005 weckt. Aprospos Himeji: Wenn man sich den James Bond Film "Man lebt nur zweimal", ansieht, dann ist diese Burg im Hintergrund zu erkennen. Das ist die Szene, wo Bond (Connery) in die Geheimnisse der fernöstlichen Kampfkunst eingeweiht wird.

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