s0801634 Geschrieben 6. April 2008 Melden Geschrieben 6. April 2008 Hallo... Auch in diesem Jahr ging es wieder (zum 9. Mal) in die USA. Zusammen mit meiner Frau sollte es an die Westküste gehen. Zeitraum: 16.03.08 bis 30.03.08 Unsere Wegpunkte: Routing: Von ---- Nach ---- Init. Head ---- Distanz ---- Carrier ---- Flug# ---- Reg ---- Typ AMS ATL 291* W 4.401 Mi DL 39 N1609 B763-ER ATL BNA 323* NW 214 Mi DL/ASA 4473 N752EV CRJ700 BNA ATL 142* SE 214 Mi DL/ASA 4407 N760EV CRJ700 ATL LAS 284*W 1.747 Mi DL 645 N139DL B763 LAS SFO 286* W 414 Mi WN 596 N420WN B737-700 SFO CVG 075* E 2.036 Mi DL 36 N380DA B737-800 CVG GSO 126* SE 330 Mi DL/ComA 5448 N374CA CRJ700 GSO ATL 237* SW 306 Mi DL/ComA 5517 N912CA CRJ100 ATL AMS 043* NE 4.401 Mi DL 38 N841MH B764-ER Total miles flown: 14.062 Mi Aber fangen wir vorne an... Bereits am Samstag fuhren wir von Herford mit dem Zug nach Amsterdam. Dort hatten wir uns im Hotel Ibis/Airport einquartiert, damit wir am Sonntag ganz entspannt zum Flughafen konnten. Das Einchecken bei Delta funktionierte wie immer ohne Probleme und auch recht zügig. Nach der Security musste ich mit Entsetzen feststellen, daß es die Raucherzonen im Terminal nicht mehr gibt :? Nachdem wir für mich Zigaretten und für meine Frau Parfum im DutyFree gekauft hatten, gab es noch lecker Frühstück bei Mc Donalds und dann ging es zum Gate. Auch die erneute Sicherheitskontrolle überstanden wir ohne Probleme. Der Flieger war komplett ausgebucht. Wir kamen pünktlich vom Gate weg und nachdem wir mit den modernen Mitteln der Technik die Schwerkraft überlistet hatten, konnten wir den Regen in Amsterdam hinter bzw. unter uns lassen. Hier einige Impressionen aus 33.000 Fuß Höhe: In Atlanta kamen wir pünktlich an. Der Weg führte uns zunächst durch die Immigration. Der Beamte war ganz nett. Dank der neuen (teuren) Reisepässe, war das Thema schnell erledigt: Ein Foto und unsere Fingerabdrücke sind ja auf dem Chip im Pass gespeichert, so daß wir nach der Beantwortung von ein paar Fragen unseren Stempel in den Pass bekamen und weiter zum Zoll konnten. Auch hier gab es erwartungsgemäß keine Probleme, so konnten wir unsere Koffer fix wieder auf den Weg zum Anschlußflug aufgeben. Endlich im Terminal angekommen die Erlösung: Nach knapp über 11 Stunden die erste Zigarette in der Terminal-eigenen "Smokers Lounge". Ein kleiner Raum mit ein paar Stühlen, einer guten Lüftungsanlage und einem herrlichen Blick auf das Vorfeld. Herz, was willst Du mehr :wink: Da wir etwas Zeit hatten, konnten wir zunächst noch die kulinarischen Raffinessen der amerikanischen (FastFood-)Küche probieren, bevor es zum Gate und somit Richtung Nashville ging. In Nashville haben wir uns fix unseren Mietwagen am Flughafen abgeholt und sind dann zum Hotel gefahren. Da es für unsere Verhältnisse schon ziemlich spät war, haben wir uns nur noch etwas zu essen und ein paar Getränke geholt und sind dann ziemlich müde -aber zufrieden- eingeschlafen... Am nächsten Tag waren wir dafür um so früher wieder top-fit und haben uns nach dem klassischen "free Continantal Breakfast" auf Entdeckungstour gemacht. Als erstes ging es zu einer der örtlichen Plantagen: Die Dame an der Kasse sagte uns, wir hätten Glück, in fünf Minuten würde eine Führung beginnen. Ob es nun an der frühen Stunde oder an dem Wochentag (Montag) lag, weiß ich nicht, aber es fand tatsächlich eine Führung für uns und noch ein anderes Pärchen statt. Danach fuhren wir etwas durch die Nachbarschaft der Plantage und stießen auf diese interessante Wegführung: Da auf der anderen Seite eindeutig nasse Fahrspuren zu erkennen waren, wagten auch wir uns langsam aber sicher durch die "reißenden Fluten". Weiter ging es nach Downtown Nashville: Dort führte uns unser Weg zu unserem eigentlichen Grund, einen Abstecher nach Nashville zu machen --> Die Country Hall of Fame und das Museum: Schade, daß die amerikanische Country Musik in Deutschland weitestgehend unbekannt ist... Wer die Musik kennt und nicht gerade ein eingeschworener Heavy Metall oder Deutsch-Rock Fan ist, wird mir sicherlich zustimmen. Einige Bereiche des Museums wurden vor mehr oder weniger namhaften Personen gesponsert: In dem Museum wird quasi die Entwicklung der Country Musik dargestellt. Unter anderem gab es Webb Pierce`s Silver Dollar Convertibel zu sehen: Um auf andere Gedanken zu kommen, fuhren wir danach erst einmal in eine Shopping-Mall, um anschließend den Hunger zu bekämpfen. Beim örtlichen Hooters gab es schließlich die Rettung :lol: Von der St. Patrick`s Day Parade haben wir nur am Rande etwas mitbekommen. Leider waren wir dieses Jahr für den CMT Country Music Award genau vier Wochen zu früh in Nashville. Und auch für einen Ausflug nach Lynchburg zur bekannten Destillerie hat die Zeit nicht gereicht... Am nächsten Morgen ging es ziemlich früh von Nashville über Atlanta in die Stadt des Glücks: Las Vegas. Damit es uns nicht ganz so durchschüttelt, mussten wir eine kleine Gewitterfront umfliegen: Über New Mexico konnten wir einen Blick auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen werfen: Kurze Zeit später erreichten wir die Las Vegas-Area. Als der Lake Mead unter uns zu sehen war, befanden wir uns bereits im Endanflug... Wir sind gegen Mittag gelandet und zunächst fuhren wir mit einem Taxi zu unserem Hotel. Das Excalibur war mir schon vom letzten Jahr beaknnt. Die Zimmer und vor allem die Badezimmer sind sehr geräumig, die Lage ist optimal --> direkt am Strip. Zunächst machten wir uns auf Entdeckungsreise und ließen uns von den gewaltigen Hotelfassaden beeindrucken. Obwohl ich nun das zweite Mal in Las Vegas war, finde ich die Hotels nach wie vor schön anzusehen. Die wahren Ausmaße kommen auf den Fotos leider nicht annähernd zur Geltung. Hier das -wer hätte es geahnt- "New York New York": Auch in direkter Nachbarschaft, das Luxor: Und etwas weiter oberhalb das berühmte Bellagio: Der Brunnen spielt tagsüber alle 30 Minuten, abends alle 15 Minuten. Gerade an wärmeren Tagen sorgt der Brunnen für etwas Abkühlung. Die wechselnden "Aufführungen" sind natürlich mit Musik unterlegt und immer wieder schön anzuschauen. Auch nachts bzw. bei Dunkelheit ein echtes Highlight: Jedes Hotel hat seine eigene Themenwelt: Excalibur = Mittelalter, Luxor = Ägypten, New York New York = selbsterklärend und das Venetian sieht von innen so aus: Im Venetian haben wir uns auch die Blue Man Group angesehen. Wer also nicht weiß, was für ein kulturelles Highlight er genießen möchte ist hier bestens aufgehoben! In der Coca-Cola World wurden wir von "Knuts" großem Bruder begrüßt: Hier noch ein Blick in das Casino vom Excalibur. Die Stimmung in den Casinos ist schon faszinierend: Überall ist es am blinken und klackern. Ein Tagesumsatz von einem der Casinos auf mein Konto und alle (finanziellen) Probleme wären gelöst... Natürlich findet man auch alle anderen Spiele wie Roulette, Black Jack usw. in den Casinos, es ist also für jeden Glücksspielgeschmack etwas dabei. Abends hatten wir ein Erlebnis der besonderen Art: Wir wollten im Steakhaus des Excalibur essen gehen. Da gerade alle Tische belegt waren, haben wir bei einem kühlen Blonden in der Bar gewartet. Plötzlich ging das Licht aus und es war zappenduster. Nach ein paar Sekunden erhellte die Notbeleuchtung die Finsternis. Die Bedienung sagte uns, daß wir auf einen Tisch wohl nicht mehr warten müssten, da so ein Stromausfall erfahrungsgemäß 2 - 3Stunden dauern würde. Also machten wir uns auf den Weg nach draußen. Dort wurde das ganze Ausmaß der "Katastrophe" deutlich: Das Excalibur, das Luxor und das Mandalay Bay waren komplett dunkel. Ebenso die Ampel an der Kreuzung. Vierspurig in alle Richtungen und ein Verkehrschaos vom feinsten :shock: Am nächsten Tag fuhren wir mit unserem Mietwagen zum Hoover Dam. Leider kommen auch hier die tatsächlichen Ausmaße auf dem Bild nicht annähernd deutlich zur Geltung... http://img250.imageshack.us/img250/7056/cimg5763ik9.jpg Seit einigen Jahren ist der Wasserstand deutlich zurückgegangen. Der weiße Streifen ist ca. 14 Meter hoch. Die Amerikaner stehen ja total auf Gedenkstätten. Natürlich gibt es auch am Hoover Dam eine solche für die Erbauer des Dams. Die Fahne kann zusammen mit einem Zertifikat, welches bestätigt, daß die Fahne zu einer bestimmten Zeit am Dam gehisst war, für schlanke 35 $ gekauft werden. Links und rechts gibt es -schon seit längerer Zeit nicht mehr benötigte- Überläufe. Von dort fließt das Wasser an den Stromgeneratoren vorbei. Man kann sogar das rauschende Wasser aus der Tiefe hören... Damit der Hoover Dam nur noch den Touristenverkehr ertragen muß, wird fleißig an einer Umgehungsstraße gebaut. Brücken bauen können sie ja... Und so soll das ganze dann mal in fertig aussehen: Für Planespotter ist Las Vegas auf jeden Fall interessant. Man kann super Fotos von startenden und landenden Fliegern machen und das Flughafengelände ist von vielen Stellen sehr gut einsehbar. Und was in Deutschland streng verboten ist, wird hier der Öffentlichkeit sogar deutlich vor Augen geführt: Und zum Abschluß sei die Coyote Ugly Bar im New York New York empfohlen :D Da tanzen die Mädels auf der Theke und der Alkohol fließt in rauhen Mengen. Aber Vorsicht: KEIN Wasser bestellen... Da wir genug Geld gewonnen hatten, konnten wir unsere Reise beruhigt in Richtung San Francisco fortsetzen. Da ich im Vorfeld viel von SouthWest gehört habe, freute ich mich umso mehr auf den bevorstehen Flug. Endlich sollte es mir gegönnt sein, mit dieser "witzigen" und besonderen Airline zu fliegen. Um es kurz zu machen: Der Service bei Delta gefällt mir besser. Bei Southwest gibt es keine vorher reservierten Sitzplätze, dafür steht man beim Boarding in der Reihe: Wer zuerst kommt, malt zuerst. Daß es keine Getränke oder Snacks gab ist auf einem knapp 90-minütigem Flug dagegen gut zu überstehen. Dafür war der Flug mit 52 Euro pro Person immerhin günstig und ich kann endlich sagen, ich bin mit SouthWest geflogen... In San Francisco waren wir im Good Nite Inn in direkter Nähe zum Flughafen abgestiegen. Das Continental Breakfast war zwar sehr übersichtlich, aber dafür waren auch hier die Zimmer absolut okay. Am nächsten Morgen machten wir Sightseeing auf amerikanisch: Mit dem Auto.In San Francisco gibt es den Scenic Drive, 49 Meilen quer durch die Stadt und man sieht wirklich alles. Der Reiseführer gab als Dauer ca. 4 Stunden an, wir haben jedoch fast den ganzen Tag gebraucht, da wir oft (Foto-)Pausen gemacht haben. Die Möwe hat uns bis auf 2 Mal immer den richtigen Weg gezeigt... Das erste Mal waren wir sprachlos, als wir an der Bay Bridge standen. Der Scenic Drive führte uns durch das Hafenviertel Fisherman`s Wharf. Normalerweise fährt die Straßenbahn alle paar Minuten. Es kann aber auch passieren, daß man eine halbe Stunde vergeblich wartet und dafür kommen dann gleich vier Bahnen hintereinander... Die alte Del Monte Dosenfabrik wurde auf die touristischen Belange angepasst und schön restauriert. Im Inneren gibt es viele mehr oder weniger interessante Geschäfte, Restaurants und Live-Musik. Nach ein paar Meilen tauchte die wohl bekannteste Brücke der Welt vor unseren Augen auf. Und sie ist wirklich schön und GROSS :shock: Hier noch einmal in voller Länge: Die Nachtbeleuchtung hatte ich mir etwas aufwendiger vorgestellt, dennoch auch so immer noch schön: Am Coit Tower fiel uns dieses nette Vehikel auf: Von hier gab es einen schönen Blick auf Alcatraz. Auf die Insel selber kamen wir leider nicht, da die Tickets für die nächsten vier Tage bereits vergeben waren. Von den Twin Peaks gab es einen herrlichen Blick auf Downtown und die Market Street: Zum kurzfristigen Entspannen ein kleiner Stadtpark: Und dann war es soweit: Eine Fahrt mit dem CableCar darf natürlich nicht fehlen. Obwohl der Komfort an Board nicht wirklich luxuriös ist, macht die Fahrt einen riesen Spaß. Auf der Strecke machten wir natürlich auch einen kurzen Stop am Museum. Dort laufen sämtliche Cables zusammen und die Funktionsweise der CableCars wird einem erklärt. Am besten fand ich die Straßen. Egal ob da ein Berg im Weg ist, die Starße wird einfach gebaut. Manche Straßen sind so steil, daß nur quer zur Fahrtrichtung geparkt werden darf. Für jeden Fahranfänger mit Schaltwagen eine echte Herausforderung. Zum Schluß noch ein Blick auf die Market Street... Zum Abschluß verbrachten wir noch ein paar Tage bei einem Freund in Greensboro/North Carolina, bevor die Rückreise anstand. Die gezeigten Bilder geben nur einen kurzen Ausschnitt unserer Eindrücke wieder. Las Vegas ist zum Spaß haben immer eine Reise wert, aber auch San Francisco wird garantiert auf unserem Plan für zukünftige Trips einen Platz finden! Über Atlanta ging es zurück nach Amsterdam... Ich hoffe, der Tripreport hat euch gefallen und ist vielleicht Inspiration für eine eurer nächsten Reisen... Gruß aus Detmold, Mitch
fleckenmann Geschrieben 6. April 2008 Melden Geschrieben 6. April 2008 Hi, schöner Bericht und gute Bilder. Hab so einen ähnlichen Trip letzten Monat auch gemacht. Warum gab es denn auf deinem Southwest Flug keine Getränke ? Turbulenzen ? Ich fliege regelmäßig Southwest und finde deren Service besser als den der meisten US Flag-Carrier (außer Midwest Airlines, die heben sich doch deutlich ab).
enet Geschrieben 6. April 2008 Melden Geschrieben 6. April 2008 *seufz* SFO ist meine Lieblingsstadt, in die ich SOFORT auswandern könnte. :-) Danke für den schönen Bericht und wegen Alcatraz: Tja, da musst du wohl noch einmal hin. ;-)
HLX4U Geschrieben 6. April 2008 Melden Geschrieben 6. April 2008 Tolle Bilder. SFO steht auch auf meiner Watchlist...aber wohl erst 2009!
MySeattle Geschrieben 7. April 2008 Melden Geschrieben 7. April 2008 Wow, schöne Bilder und detaillierte Infos. Da ich auch absoluter Ami-Fan bin, hab ich deinen Bericht genossen. Gruß, Michael
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