FR753 Geschrieben 12. September 2008 Melden Geschrieben 12. September 2008 Eigentlich wollt der Max den Tripreport hier schreiben, aber mir war grad langweilig, also hab ich mich mal da drangesetzt :D Vor einiger Zeit hatten wir die Idee, mal paar Exoten innerhalb Europas zu fliegen. Da kam uns die Let der Manx2 in den Sinn, die wir dann in ein schönes Routing eingebaut haben. Das war aber viel zu langweilig und es gab grad passend einen Flug nach Norwegen, also kam folgendes Routing zustande: FRA-MAN-BHD-IOM-LCY;STN-BGO;SVG-FRA Bei Hansels waren grad Streiktage, daher gabs ein etwas anderes Catering, was jedoch mehr war als das, was es sonst an Bord gibt. Der Flug war übrigens überpünktlich, im Falle einer Flugstreichung hatte ich aber schon einen Ausdruck mit meinem Wunschrouting via ZRH dabei ;) Manchester war nur eine Zwischenstation, die wir uns natürlich näher anschauten. Die Stadt ist recht kompakt und gut zu Fuß durchqueren. Für Kunstliebhaber gibts das URBIS, ein Museum für moderne Kunst wo u.a. grad eine Manga-Ausstellung zu Gange war. Gleich nebenan ist die Kathedrale, typisch britisch im Innenraum. Ansonsten besteht die Stadt aus vielen Einkaufszentren und anderen Einkaufsmöglichkeiten. Ein weiteres kostenloses Museum ist das für Technik, leider war grad die Flugzeughalle geschlossen... So gingen die vier Stunden Aufenthalt in Manchester gut rum, für einen Zwischenstop zu empfehlen! Für längere Aufenthalte gibts hier doch wenig zu tun... Am Flughafen gingen wir hoch zum Parkhaus, im T2 ist Mittags gähnende Leere. Der Anflug war auch eher langweilig, viele Thomsonfly und paar irre Iren und zwischendurch immer wieder mal BE-Kleinkram. Und mit so einem BE-Kleinkram ging es für uns nun weiter nach Nordirland, genauer gesagt nach Belfast. Die Dash 8 hatte 1h Delay wegen Birdstrike, irgendwie roch es im Inneren der Kabine noch nach Brathähnchen :D Die 40 Minuten Flug gingen schnell vorbei und schon waren wir in Belfast, bekannt durch seine religiösen Ausschreitungen wo ausnahmsweise mal niemand aus dem Nahen Osten beteiligt ist, sowas solls auch noch geben... Als Hotel hatte ich in der Hotelclub-Aktion paar Tage zuvor für sehr sehr wenig Geld (wie übrigens alle Hotels auf dem Trip) die Travelodge direkt in der City geholt. Lage top, Ausstattung okay. Frühstück war nicht dabei, aber für was gibts an jeder Ecke in UK Sandwichshops... Nachdem wir unsere Sachen abgelegt hattenl, gingen wir durch die Katholiken- und Protestantenviertel. Die Mauermalereien sind weltbekannt, es gibt übrigens keinen direkten Weg zwischen den beiden Lagern, es sei denn, man schafft es über den ca. 5m hohen Zaun... Wieder zurück in der Innenstadt suchten wir uns ein schönes kleines Pub und ich ließ mich sogar dazu ab, ein Guinness in mich reinzukippen. Dort trafen wir dann auch jemanden, der in Deutschland studiert hatte und die einzigen Wörter, an die er sich noch erinnert, vulgärer Herkunft sind... Das Preisniveau dort ist aber echt okay, ich habe ca. 2,50 für ein Pint gezahlt. Am nächsten Morgen (nachdem Max es verpeilt hatte den TV nachts auszuschalten und der die ganze Nacht lief...) ging es mit dem Bus wieder zum Airport und zum nächsten Flughighlight: Die Let410! Für Manx2 fliegen zwei Stück dieser Sorte, der Pilot war sogar ein Deutscher. Die Arbeitszeiten sind traumhaft, morgens bisschen fliegen und dann nachmittags erst wieder eine Runde. Die Auslastung der Maschine lässt drauf schließen, dass der Staat auch seinen Obolus hier zugibt... Nach nur 25 Minuten war das Spektakel zu Ende und wir landeten auf der Isle of Man, wo ich mir einen Mietwagen reserviert hatte. Im Linksverkehr zu fahren ist eine Erfahrung wert, aber es klappte doch ganz gut... Den Fiesta hab ich heil wieder zurückgebracht :D Die nächsten fünf Stunden kurvten wir auf der Insel rum, vom Flughafen aus ging es zunächst nach Peel, weiter nach Douglas und wieder zurück zum Flughafen. Auf der Isle of Man herrschen übrigens (außer in Ortschaften) keine Geschwindigkeitslimits. Wer sich das hier zutraut, viel Spaß... Natürlich gehört hier auch richtiges Fish&Chips, frisch gemacht, dazu. Und wo kann man das besser genießen als direkt am Strand? Und nun wars wieder Zeit zurück zum Flughafen zu fahren. Auf diese Insel komm ich aber gerne wieder! Für den VLM-Flug hab ich mir zum Spaß noch mal ein Papierticket ausgestellt, diese Zeit ist leider nun vorbei :( Die Maschine kommt morgens aus London City, steht den ganzen Tag herum und fliegt nachmittags wieder zurück nach City. Noch ein Fall von schöner Slotblockierung... Zu Essen gab es auch eine Kleinigkeit und den Tee gab es sogar aus richtigen Porzellantassen... VLM ist eine recht nette Airline, der Fokker 50 sieht man aber ihr Alter schon an. Beim Anflug auf City gabs leider keine Seitenwinde und wir hatten keinen Swiss-mäßigen Anflug, schade eigentlich :D Mit der DLR fuhren wir zu unserem Hotel direkt am Tower. Das war übrigens unser Ausblick: (Noch nie bei einer solchen Aussicht gepennt :D) Zum Abendessen fuhren wir dann in die Brick Lane und uns bei einem der tausenden Inder hier vollzuschlagen. Für 10GBP pro Person gab es ein Dreigangmenü mit massig Auswahl, superviel und superlecker. Nur zu empfehlen! Am nächsten Morgen nach einem (kalorien)reichhaltigen Full English Breakfast was eigentlich schon Dreiviertel des Zimmerpreises ausmachte fuhren wir weiter mit dem Stansted Express, natürlich gebucht mit einem alten Ryanair-Filekey, nach, genau, Stansted! Die Norwegian nach Bergen war komplett ausgebucht, wir ergatterten aber trotzdem noch eine Notausgangsreihe. Der Anflug nach Bergen ist übrigens sehr kurvenreich und nur zu empfehlen, besonders wenn vor einem eine SAS sich nicht entscheiden kann ob sie nun landen oder durchstarten will... Unser Comfort Hotel war überbucht und wir wurden ins Scandic verfrachtet. Keine Klimaanlage und die Zimmer recht klein. Schlechter Tausch, aber das Frühstück war super. Komischerweise wollte niemand mir eine Rechnung geben, zu schade dass ich bei der Buchung meine Kreditkarte angegeben hatte... Bergen hat in der Regel um die 300 Tage Regen im Jahr. Heute war einer der restlichen 65. Reiner Sonnenschein bei 30°, was will man mehr? Jedem empfehle ich eine Fahrt hoch auf den Floyen, die Aussicht hier ist einfach traumhaft. Den Weg runter sind wir gelaufen, die Strecke ist gut beschildert und gut zu laufen. Am Abend genossen wir noch unser im Duty Free gekauftes Bier an der Hurtigrutenausfahrt bei Sonnenuntergang gegen 23 Uhr. So lässt sichs leben... Am nächsten Tag war nicht mehr viel, wir liefen im strömenden Regen zum Hafen und bestiegen unser Schiff der Flaggruten Richtung Stavanger. Direkt vor Ort zahlt man 60€, online gebucht weniger als die Hälfte. Die Schiffe haben sogar Wi-Fi :D Die ganze Fahrt dauert mit 1x umsteigen knappe fünf Stunden. Man kanns auch in 30 Minuten fliegen, wer die wunderschöne Landschaft verpassen will, sehr gerne... Dem Rest empfehle ich die Schifffahrt. In unserer letzten Station, Stavanger, hatten wir das Skagen Brygge Hotel, ein sehr nettes Hotel direkt am alten Hafen gelegen mit sehr nett eingerichteten Zimmern und einem noch genialerem Frühstück. Nur zu empfehlen! Die Stadt selbst hat nicht so viel zu bieten, eine schöne Altstadt und das Ölmuseum. Man sollte sich jedoch klar sein, dass dies durch die ansässigen Ölfirmen gesponsort ist und Propaganda an der Tagesordnung ist. Trotzdem ist es interessant anzuschauen, es gibt auch viele interaktive Tätigkeiten. Am Abend gingen noch die letzten Dosen Ringnes die Speiseröhre runter, bevor ein größeres Gewitter aufzog und ich mich vor meinem PC setzte. Direkt am Flughafen Sola ist ein Strand, zu dem wir eigentlich hingehen wollten. Wir sind früh genug losgefahren, noch war es trocken. Nun, am Flughafen angekommen, regnete es in Strömen und der blöde Flughafen hat noch nicht mal Wi-Fi... Nunja, die drei Stunden dort gingen auch rum und wir nahmen unsere Eurowings BAe wieder zurück nach Deutschland. Das Catering bestand immer noch aus Streikschonkost und der Flug ging ohne weitere Vorkommnisse voran. So gingen paar schöne Tage in Nord- und Westeuropa zu Ende. Norwegen ist immer ein Besuch wert, auch wenn das Wetter nicht mitspielt und Belfast und Isle of Man sind sehr schöne Ziele, die nicht auf der üblichen Agenda stehen und trotzdem nett anzusehen sind.
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