Tecko747 Geschrieben 11. Oktober 2008 Melden Geschrieben 11. Oktober 2008 Es ist Sommer, es ist Open-Air-Zeit, es ist Partyzeit, es ist Loveparade. Viele Jahre feierten wir in Berlin, bis letztes Jahr die Parade ins Ruhrgebiet Umzog und seitdem jedes Jahr eine andere Stadt Gastgeber für die Parade sein darf. Nachdem letztes Jahr die Parade in Essen – zur Überraschung vieler – einen tollen Auftakt hatte, war dieses Jahr Dortmund an der Reihe. Die Parade in Essen war anders als in Berlin. Während man in Berlin auf der Prachtstraße des 17. Juni um die Siegessäule zog, fand die Abschlusskundgebung dieses in Essen auf großen Schotterfläche des Berliner Platzes statt, nebenan die Großbaustelle eines neuen Einkaufstempels. Eben anders. Man spührte förmlich dass die die meisten Besucher waren doch recht froh waren, dass es endlich wieder eine Loveparade gab. Mir gefällt, das Prinzip, die Parade jedes Jahr in einer anderen Stadt zu veranstalten sehr gut, das bringt Abwechslung und man lernt immer wieder neue Städte kennen. Dieses Jahr nun stand Dortmund aus ausrichtende Stadt auf dem Programm. Als Paradestrecke wurde die B1 – die alleenartig auf 4 Spuren die Stadt durchquert ausgesucht. Diesjähriges Motto: Highway to Love! Ich war also gespannt. Los ging es am Freitagabend ab München. Dank Germanwings konnte man Dortmund zu einem recht akzeptablen Preis direkt erreichen. Korean Air mit einer 777 in München. München (MUC) – Dortmund (DTM) Germanwings 4U2942 A319 D-AKNN Immer wieder ein recht seltenes Manöver – typisches „rückwarts Einparken“ auf dem Flughafen Dortmund. Nur so kann die nötige Hindernisfreiheit der Start- und Landebahn eingehalten werden. Zu Eurowings-Boomzeiten wurde das Terminal hauptsächlich für die Abfertigung von kleineren Turboprop-Maschinen geplant. Da die Hotelzimmerpreise in Dortmund für dieses Wochenende recht stolz in die Höhe kletterten, entschied ich mich in die Nachbarstadt Bochum auszuweichen. Verkehrsgünstig gelegen entschied ich mich für das IBIS direkt am Hauptbahnhof. Unser Zimmer war etwas „suboptimal“ gelegen. Ein Eisenbahnfreak hätte hier natürlich die traumhafte Möglichkeit von Zimmer aus den gesamten Zugverkehr im Bahnhof zu beobachten. Andererseits warten die die Bahnsteige am Samstagmorgen stehts prall gefüllt, sodass viele Hundert Leute am Bahnsteig einen wunderbaren Blick in unser Zimmer werfen konnten. Aber was soll’s – es ist Loveparade. Da sollte man nicht meckern sondern feiern. Während Berlin mit nur wenigen Problemen die bis zu 1,5 Millionen Besucher meist ohne ganz große Probleme aufnehmen konnte, gelangt die Infrastruktur der deutlich kleineren Ruhrgebietsstädte doch recht verhältnismäßig schnell an ihre Grenzen. Nach dem Ende der Loveparade letztes müsste der Hauptbahnhof in Essen führ längere Zeit wegen Überfüllung geschlossen werden. Auch die Straßen- und Stadtbahn waren teils hoffnungslos überlastet. Auch dieses Jahr war es recht schwer mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Dortmund zu kommen. Als diese in Bochum eintrafen, waren sie bereits von den anderen, weiter westlich gelegenen Großstädten proppevoll. Trotz des verstärkten Taktes. Irgendwann gelang es uns dann doch sich in einen Zug zu quetschen. Doch es war Loveparade und der überwiegende Teil der Fahrgäste sah es mit Humor und feierte. Einmal im Jahr nimmt man so was gerne in Kauf. Bahnhofsvorplatz in Dortmund Die Parade war richtig gut besucht. Laut Veranstalter kamen rund 1,6 Millionen Besucher nach Dortmund – neuer Loveparade-Rekord. Doch Rekorde hin oder her – für den Besucher ist das nicht wichtig. Viel wichtiger ist dass es eine gute Party mit toller Stimmung ist. Und die war es gewiss. Sunshine-Live-Truck: Deutschlands größter Musiksender für elektronische Musik. Reeperbahn goes Dortmund. Der Tunnel-Club auf dem Hamburger Kiez ist seit Jahren eine feste Größe in Sachen elektronischer Musik in Deutschland. Der Dortmunder Fernsehturm: Tapeziert mit Germanwings-Werbung. Stehts für Abwechslung sorgte das Wetter. Mal erstrahlte wechselweise die Sonne über dem Dortmunder Himmel, mal setzten keine 5 Minuten später sintflutartige Regenfälle ein. Doch der Stimmung tat dies natürlich keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil, getreu dem ehemaligen Loveparade-Motto von 1997: Let the sunshine in your heart. Ein wenig Spaß darf natürlich nicht fehlen. Die Abschlusskundgebung fand auf dem Parkplatz der Westfahlenhallen statt. Leider war die Fläche viel zu klein dimensioniert und nur einige tausend Menschen hatten die Möglichkeit direkt mit dabei zu sein. Glücklicherweise waren wir direkt mittendrin statt nur dabei. Je länger der Abend, desto besser wurde die Partystimmung. Das Line-Up war hochkarätig – und das ganze natürlich zum Nulltarif. Euphorisch gefeiert. Ein großartiger Künstler – Moby Herrliche elektronische Klänge aus Britannien: Underworld Finale mit Technolegende Westbam Die Nacht war noch jung doch nach dem Besuch einiger spontaner Partys in der Innenstadt machten wir uns gegen halb vier mit dem Zug auf den Weg nach Düsseldorf. Schließlich galt es den frühmorgendlichen Lufthansa-Flug nach München wieder zu erreichen. Währenddessen waren am Dortmunder Hauptbahnhof nicht mehr alle ganz so fit und genehmigten sich eine kleine Pause. Nach der Ankunft in Düsseldorf checkte ich ein und genehmige mir bei Starbucks noch ein kleines Frühstück um wieder einigermaßen fit zu werden. Danach ging es mit einigen weitern, deutlich sichtbaren Partyleichen zurück nach München. Düsseldorf (DUS) – München (MUC) Lufthansa LH829 Boeing 737-500 D-ABIC „Krefeld“ Polizeihubschrauber auf dem Flughafen München. Zurück in München. Schön war’s – ich freue mich schon auf Bochum 2008. Eine sicherlich große Herausforderung für die Stadt!
thaiflyer Geschrieben 13. Oktober 2008 Melden Geschrieben 13. Oktober 2008 Für mich alter Knochen ist das nichts, bei dem Gewusel bekomme ich Platzangst. Aber ein interessanter Report.
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