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[Tripreport] Gibraltar


HLX4U

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Geschrieben

Letzten Freitag stand für mich der vorletzte Trip des Jahres auf dem Flugplan. Gemeinsam mit Lukifly sollte es von Frankfurt nach Jerez de la Frontera gehen um von dort per Auto einen Abstecher nach Gibraltar zu machen.

 

Für mich ging es schon um 2:45 Uhr los, noch eben einen Kumpel aufgegabelt der an diesem Tag seinen Dienst für unsere liebe LH auf zwei innerdeutschen Routen ab Frankfurt versehen durfte und sich anstatt für die DB für eine Mitfahrt bei mir entschied.

Bereits auf der A3 folgte eine Nebelbank auf die Nächste, ein Vorgeschmack auf den Abflug wie sich später zeigen sollte. Ankunft am Frankfurter Stadion war dann gegen 4:45 Uhr, Parkplätze waren reichlich frei. Nur die knapp 15 Minuten Wartezeit wurden eine ziemlich kalte Angelegenheit. Mein Mitreisender spendierte dann zum Aufwärmen noch eine Runde bei Starbucks bevor ich mich in Richtung Terminal 2 begab.

Mal eine Frage an die Frankfurter unter uns: Waren die Kellerbusgates von Anfang an vorhanden? Ich flog jetzt das erste Mal vom Terminal 2 ab und fand das es dort unten nicht nur ziemlich dunkel ist sondern auch alles ziemlich zusammengewürfelt, sprich nachträglich umgebaut, ausschaut.

Etwa 40 Minuten vor Abflug trudelte dann auch Lukifly ein und sehr pünktlich startet dann auch schon bald das Boarding der 123 gebuchten Pax. Auf dem Vorfeld wartete dann die D-ATUH, welche uns an diesem Tag gleich 2x befördern sollte. Drumherum sehr dichter Nebel, welcher am Morgen auch zu einigen Ausweichlandungen in CGN führte wie man hier sehen kann: http://7594.goodboard.de/viewtopic.php?t=130606

 

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Auf der West ging es dann in den gemütlichen Steigflug Richtung Süden mit einer Flugroute über Basel, Lyon, Toulouse, Saragossa, südlich an Madrid und Sevilla vorbei nach XRY.

Der Service bestand aus einer Getränkerunde und einem Frühstück bestehend aus einem Sandwich und einem Joghurt. Die Flugzeit des ruhigen Fluges betrug mal eben 2h 15min.

 

Frühstück

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Hinflugroute

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Vorbeiflug an Sevilla

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Die Landung erfolgte von Süden, so dass wir während des 180-Grad Turns schon mal einen Blick auf das Meer bzw Cadiz erhaschen konnten.

 

Landung in Jerez:

 

Vor Ort stand dann schon die X3 aus HAJ sowie ein IB A320 aus MAD. Der Airport ist ansonsten sehr beschaulich aber sehr nett angelegt. Drei Gepäckbänder sind auch im Angebot. Noch eben schnell unseren Fiesta in Empfang genommen und schon konnte es losgehen.

 

Viel Grün rund um den Airport

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IB aus MAD und X3 aus HAJ waren schon da

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Nettes, kleines Terminal in Jerez

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Überraschenderweise befand sich im Wagen keine Karte der Umgebeung, was dazu führte das wir uns erstmal leicht verfahren haben. Kollege Redtail aus HAM half dann netterweise per Telefon den richtigen Weg zu finden .

Fahrtzeit von Jerez nach Gibraltar beträgt etwa eine Stunde. Erstaunlich dabei das auf der ganzen Strecke bis kurz vor dem Ziel auf keinem Schild ein Hinweis auf Gibraltar zu finden ist…! Vor Ort an der Grenze mussten wir uns dann in eine relativ kurze Schlange einfädeln. „Relativ“ deswegen weil die Vorrichtungen erahnen lassen das es dort im Sommer zu weitaus längeren Wartezeiten kommen kann. Auch sind viele Schilder mit „Gibraltar“ drauf verschmiert.

Eine nette interaktive Karte findet Ihr hier: http://www.dotcom.gi/map/

Für grundsätzliche Infos eignet sich natürlich wie immer auch die Wikipediaseite: http://en.wikipedia.org/wiki/Gibraltar

 

Da isser – der Felsen

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Keine Gibraltar-Schilder oder sie sind beschmiert

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Das erste Highlight kurz nach der Grenze war dann das Überqueren der Start- und Landebahn des Airports von Gibraltar! Bei den wenigen Starts und Landungen wird diese Straße dann kurzfristig dicht gemacht. Zu dem Zeitpunkt waren übrigens 2 Monarch A320 (Luton+Manchester) sowie ein EZY A319 ( Gatwick ) vor Ort, dessen Starts wir später noch bewundern konnten.

 

Die waren lieb..andere nicht!

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Priorität hatte bei uns natürlich so bald wie möglich den Weg hinauf auf den Felsen zu finden. Für die Einfahrt in das Naturschutzgebiet ist man mit 22 Euro für 2 Personen plus Auto dabei. Aber es lohnt sich.

Die erste Station war dann St. Michael’s Cave, eine Tropfsteinhöhle in der diverse Lichterspiele sowie wohl auch Konzerte stattfinden.

 

Höhle, klein aber fein

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Bereits an dieser Station trafen wir dann auf einige der berühmten Affen. Diese zwei waren auch ganz lieb und ließen sich ohne Probleme ablichten, andere Exemplare waren nicht ganz so nett, aber dazu gleich noch mehr.

Als Wendekreis der schmalen Straßen dient am südlichen Ende des Berges eine alte Geschützstellung. Diese machten wir uns zu nutzen um durch Erklimmen der selbigen einen tollen Ausblick über die Bucht und den Eingang zum Mittelmeer zu erhalten.

Hier kann man sich sehr gut vorstellen, dass Gibraltar früher das Tor zum Mittelmeer war, sprich wer Gibraltar kontrollierte, der kontrollierte faktisch das Mittelmeer!

Lukifly war dies noch nicht genug und so machte er sich durch das Unterholz noch eine ganze Ecke höher hinauf. Angesichts der teils sehr steilen Klippen konnte ich agrnicht hinsehen ;-)…aber es gab keinen zusätzlichen no-show auf dem Rückflug!

 

Rundumsicht über die Bucht – gegenüber Algeciras

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Der Eingang zum Mittelmeer – auf der anderen Seite Afrika

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Fast soviel Verkehr wie im Anflug auf LHR;-)

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Nächster Haltepunkt wäre die eigentliche Affenkolonie gewesen. Captain HLX4U machte vorher nicht nur die Anschnallzeichen an sondern sorgte auch für geschlossene Fenster, eine richtige Entscheidung wie sich zeigen sollte. Das Paar im Wagen vor uns hatte die Fenster weit auf und hatte so schneller einen Affen im Auto drinne als sie gucken konnten. So weit so gut, nur ließ sich das putzige Tierchen nicht so einfach aus dem Wagen entfernen und nach zeigen der Zähne stiegen die beiden erstmal aus dem Wagen aus, während der Kleine die halbe Rückbank auseinander nahm ;-). Nach einigen Minuten wurde es ihm aber dann doch zu langweilig und so wurde auch die Straße wieder frei um zum südlichen Ende des Berges zu gelangen, welcher einen tollen Blick von oben auf den Flughafen von Gibraltar bereithält.

 

Eher noch ein kleines Kaliber

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Hoher Besuch war auch schon genau hier!

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Airport von Gibraltar von Osten nach Westen

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Und ein Blick ins Innere

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Nachdem wir uns dann auf der spanischen Seite noch etwas stärkten, war unser nächstes Ziel Cadiz. Die Küstenstraße die dort hin führt eröffnet wirklich tolle Ausblicke auf die Küste und das Umland, zieht sich aber doch länger als ich dachte, so dass wir am Ende etwas unter Zeitdruck gerieten und leider nicht mehr Zeit blieb als vor Ort einige kurze Schnappschüsse zu machen.

 

Auf dem Weg nach Cadiz

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In Cadiz

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Unser Auto

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Ein letzter Blick – Zeit für uns für den Rückweg

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Kurz vor dem Airport tankten wir dann noch voll ( der Liter Super für 95 Cent ), bevor ich am Airport vergeblich einen Vertreter unseres Autovermieters suchte…beide Büros waren nicht besetzt. Naja, so landete der Schlüssel des geparkten Autos halt auf dem Schriebtisch, während sich Lukifly schon mal in die lange lange Schlange unseres Rückfluges einreihte. Bezüglich des Sonnenunterganges wollten wir gerne auf der linken Seite sitzen….ging auch..eihe 11 A und B. Zuerst dämmerte es Lukifly das dies eine Reihe ohne Fenster sein könnte! Nachdem die X3 nach HAJ geboardet war, folgte auch das überpünktliche Boarding unserer D-ATUH, welche in der Zwischenzeit Düsseldorf besucht hatte.

Taktisch bestiegen wir als Letzte die Maschine um zu sehen wo noch etwas frei war. Bei immerhin 157 Passagieren hatten wir Glück mit freundlicher Unterstützung eines FB die letzte Reihe links für uns zu bekommen, ein fensterloser Flug hätte nun wirklich nicht sein müssen.

Entgegen dem Hinflug dauerte der Rückflug dank eines starken Gegenwindes mal eben 3h und 5Min. Flugroute auch etwas nördlicher, Madrid, Bordeaux, Paris und Luxemburg um dann in Frankfurt aus Richtung Westen zu landen. Zum Essen gab es diesmal sogar etwas Warmes, bestehend aus Hähnchengeschnetzelten mit Kartoffeln und etwas Gemüse sowie wieder einem Joghurt, durchaus essbar wie wir fanden ;-).

 

So endete ein gelungener, harmonischer Daytrip für uns Zwei um jeweils etwa Mitternacht daheim. Optimaler wären zwei Stunden länger beim Aufenthalt gewesen um auch noch Cadiz gebührend zu besichtigen.

 

Falls Fragen vorhanden sind stellt sie bitte.

Geschrieben

Schöner Report, Ihr hattet ja super Wetter! Ich hatte ja bei meinem letzten Jerez-Besuch kurzerhand entschlossen - nachdem ich mein Hotel nicht gefunden hatte - mit dem Mietwagen Nachts nach Cadiz und Gibraltar zu fahren. War zwar ganz lustig, viel hab ich aber nicht gesehen :) Aber günstig getankt... Der Flughafen von Jerez ist echt überschaubar, wobei der erweitert werden soll, zudem soll eine Rollbahn parallel zur Startbahn gebaut werden... Ich hatte bei Hertz meinen Wagen angemietet, deren ihr Büro bestand aus einem Transporter auf dem Parkplatz (so wie die Polizeibullis bei den Kontrollen, meit Schreibtisch und allem drin), und das musste man erstmal wissen :)

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