737-700 Geschrieben 8. November 2009 Melden Geschrieben 8. November 2009 Als im Frühjahr bekannt wurde, dass airberlin und TUIfly ihre Überkreuzbeteiligung planen und damit das City-Streckennetz der TUIfly an airberlin übertragen wird, habe ich schnell nochmal zugeschlagen. Ab Stuttgart ist die Auswahl an Zielen im Winter recht begrenzt, ebenso wie meine freien Termine im Kalender, und so wurde daraus einmal wieder Olbia. In den letzten beiden Jahren war ich - wie viele hier - zwar schon vier Mal hier, doch die billigen Preise und der seit drei Jahren immer im Winter existierende Daytrip samstags ab Stuttgart sind einfach zu gut, um nein zu sagen... Auch wenn der Trip immer wieder sehr schön war - Zu den AB-Preisen werde ich wohl so schnell nicht mehr wieder herkommen. Als dann im September die Mails von Air Berlin kamen, ging das große Kämpfen los. Die Flugzeiten wurden so gelegt, dass kein Daytrip ab STR mehr möglich war. Am liebsten hätte mir AB das Ticket einfach zurückerstattet (bei 20€ Ticketpreis kein Wunder), doch ich bestand auf meine Rechte. Eine Umbuchung auf einen anderen Daytrip nach PMI oder PMO wurde nicht genehmigt, sodass ich schließlich den Hinflug ab Köln vorschlug. airberlin war damit einverstanden, und der Kundenservice genehmigte mir sogar ein kostenloses Rail and Fly-Ticket dazu, weil ich die selbe Situation von einem Jahr bei TUIfly schon einmal hatte und mir damals von vorneherein das Ticket angeboten wurde. Der Flug in Köln sollte um 10:25 starten, sodass ich es knapp auch noch mit dem ersten Zug morgens ab Tübingen geschafft hätte. Das war mir dann aber doch zu hektisch und ich plane ohnehin immer recht viel Zeit vor dem Start ein, sodass ich mich in der Woche vor dem Flug für die Anreise schon am Freitag entschied. Lange kämpfte ich mit mir, ob ich nun am Flughafen oder in einem Hotel schlafen sollte, und am Mittwoch entschied ich mich dann fürs Hotel. Das Bed&Breakfast Köln-Porz hatte einen super Preis, außerdem war die Lage direkt an der S-Bahn-Haltestelle überzeugend für mich. Am Freitagmorgen beehrte ich noch die Uni mit meiner Anwesenheit, stieg direkt nach der Vorlesung in den Zug und fuhr nach Köln. Obwohl der ICE eine Stunde schneller gewesen wäre, wollte ich nach langer Zeit mal wieder durchs Rheintal fahren - Und das war die richtige Entscheidung. Vor allem wenn die Sonne zwischen den Wolken hervorschaute, bot sich ein wunderschöner Ausblick auf den Rhein und die herbstliche Natur. Richtig romantisch :) Der Schaffner beschwerte sich über das AB-Rail and Fly-Ticket, was ich gut nachvollziehen kann. Dieses Durchschlagspapier ist nun wirklich schon sehr out-fashioned. Ich verstehe nicht, warum die nicht einfach wie TUIfly eins zum selberausdrucken machen! In Köln durfte natürlich das obligatorische Bild vom Dom nicht fehlen, doch auf eine ausgedehntere Stadtbesichtigung hatte ich keine Lust, zumal die Sonne auch schon wieder am untergehen war. Also fuhr ich mit der S13 zur Frankfurter Straße, von wo es nur ein paar Schritte zum Hotel waren. Im direkt nebenan gelegenen KFC stärkte ich mich, checkte ein und bezog das Zimmer, wo ich noch ein paar Sachen für die Uni erledigen musste. Für den Preis war das Zimmer echt super, die Einrichtung war modern, es war sauber und das Doppelbett erfüllte alle meine Ansprüche ;) Die Nacht war mehr oder weniger ruhig. Meine Nachbarn waren im Bett sehr aktiv, sodass ich dann entnervt um halb 2 rüberbrüllte, wie lange sie denn noch brauchen würde, dann war endlich Schicht im Schacht... Um fünf Uhr weckte mich dann Krach auf dem Flur, der auch nicht aufhörte, als immer mehr Leute aus ihren Zimmern herausbrüllten und Ruhe forderten. Irgendwie sind diese Hotels ohne Rezeption auch nicht so das Optimum. Als ich mich gegen 7 Uhr aufmachte zur S-Bahn, zog sich eine frische Blutspur vom Gang die Treppe hinab bis zur Eingangstür. Ich will nicht wissen, was da nachts los war! Mit der S-Bahn sind es vom Hotel aus nur 5 Minuten bis zum Flughafen. Im Rewe kaufte ich mir schnell was zum Essen, leerte meine Flasche und ging durch die Security. Meine Maschine, die D-AHXF mit weißer Schnauze landete pünktlich aus Hamburg. Unser Boarding begann auch pünktlich, sodass es mit einer mickrigen Load (ca. 30%) losgehen konnte. 07.11.2009 CGN-OLB AB8944 geplant: 1025-1230 tatsächlich: 1021-1219 D-AHXF 73W op by TUIfly Der Flieger war innen schon komplett auf Air Berlin umgestellt. Die FAs hatten alle die AB-Uniform an und das Inflight-System war auch schon auf airberlin. Zum Essen gab es ein Sandwich; entweder Wurst oder Käse. Also wie bei TUIfly - denkste. Das Sandwich war grade mal halbsoviel wie das TUIfly-Sandwich. Es schmeckte zwar, aber die Menge war echt zu mickrig. Ich will hier nicht schon wieder die Brötchen-Diskussion eröffnen, aber da hatte TUIfly echt das bessere Angebot. Was ich aber positiv hervorheben muss, ist, dass nach der ersten Getränkerunde sogar noch eine zweite durchgeführt wurde, also fast so wie auf Kanaren-Flügen! Für "meine" FA war dieser der erste Flug als airberlin, sodass sie bei den alkoholischen Getränken immer noch die Karte brauchte und auch sonst merkte man ihr noch an, dass sie sich erst noch umgewöhnen musste. In einer Ansage hat sie sich dann auch unbemerkt versprochen^^ Das obligatorische Alpen-Foto Die beiden Piloten machten beide ziemlich ausführliche und gute Ansagen. Fürs Wetter in Olbia konnten sie schon in Köln Sonnenschein voraussagen, und vor der Landung war die Temperatur bei 17°. Dabei kündigte der F/O an, dass starke Windböen für einen turbulenten Anflug sorgen würden. Ich freute mich schon, doch letztendlich war das dann alles nur halbso stark und mehr als ein paar Wackler waren dann leider nicht drin. Superpünktlich waren wir in Olbia, wo ich offenbar nicht der einzige wichtige war, der heute hier landete: Der Regierungsairbus war gerade angekommen und die wichtigen Leute wurden mit Limousinen abgeholt. Um 17 Uhr machte er sich dann wieder auf den Heimweg. Wer weiß - Vielleicht hat der Herr Minister wieder eine neue Ladung hübsche Frauen gebraucht... Wie immer in Olbia stattete ich erst dem Auchan-Supermarkt einen Besuch ab, wo ich Getränke und Focaccia kaufte. Von dessen Parkplatz beobachtete ich noch die Maschine bei ihrem Start zurück nach Köln, dann schlenderte ich an der Küste entlang und genoss die Sonne :))) Ich war richtig erstaunt, wie viel sich in Olbia seit Januar getan hatte. So wurde die bescheurte Kreuzung, an der es zum Flughafen abgeht, durch einen übersichtlichen Kreisel ersetzt und die nicht funktionierenden Fußgängerampeln durch Zebrastreifen - Die bei den Italienern zwar nicht beachtet werden, aber egal ;) Das war einmal... Nach meinem Spaziergang lief ich zurück zum Flughafen, wo ich mich in die Sonne setzte und die vorhin mitgenommenen Zeitschriften und Zeitungen durcharbeitete. Vom Flugbetrieb her war heute total tote Hose, lediglich 2 Dreckschleudern der Meridiana und eine Easyjet nach Berlin. Als die Sonne untergegangen war, fing es an, leicht zu regnen. Drei Stunden vor Abflug zog ich mich deshalb ins Terminal zurück - und traute meinen Augen nicht. Da saß doch tatsächlich schon ein Mensch am Schalter unter einem Monitor, der AB8943 nach Stoccarda anzeigte. Obwohl ich keine Hoffnung hatte, dass der mich jetzt schon einchecken würde, machte er das ohne Probleme. Mit der Nummer 001 konnte ich mir sogar noch den Sitzplatz aussuchen. Außerdem verriet er mir, dass der Flieger nicht besonders voll sei (wieviele Paxe genau wollte er aber nicht sagen). 07.11.2009 OLB-STR AB8943 geplant: 2035-2215 tatsächlich: 2030-2205 D-AHXH 73W op by TUIfly Mit meiner Bordkarte ging ich gleich durch die Security. Dort herrschte pures Chaos, da um 19 Uhr gleich drei Meridiana-Flüge gehen sollten, die alle eine halbe Stunde verspätet waren. Nachdem diese dann aber endlich alle abgefertigt waren und unter ohrenbetäubendem Krach in den verregneten Nachthimmer verschwunden waren, wurde es seeeehr ruhig im Terminal. Vielleicht 40 Passagiere nach Stuttgart waren noch da, die Geschäfte schlossen alle und die Security machte auch Feierabend. Die Putzfrauen fingen an, zwischen unseren Füßen durchzuwischen; und dass sie uns das Licht noch angelassen haben ist echt noch großzügig! Die D-AHXH landete pünktlich aus Stuttgart, die paar Passagiere waren schnell deboarded und kurz darauf konnten wir boarden. Dieser Flug war der mit Abstand leerste Flug, den ich bisher erlebt habe. Und was ich auch mal wieder festgestellt habe: Der Checkin besetzt den Flieger in OLB von vorne nach hinten. Das wissen aber mittlerweile die ganzen Leute, die ein Haus in Sardinien haben und oft nach Deutschland zu besuch fliegen. Deshalb sind die dann immer ganz stolz und verlangen am Ceckin einen Platz ganz hinten. Dementsprechend sah der Flieger dann auch aus: Reihen 1-5 waren locker besetzt, dann kam ganz lange fast nix mehr, bis es aber Reihe 20 wieder losging... Gut, dass ich Reihe 10 hatte! Pünktlich machten wir uns auf den Heimweg. Den Start in Olbia finde ich auch immer wieder genial, weil die Bahn mit 2400m ja nicht die längste ist. Dieses Gefühl, wenn der Flieger fast einen Satz nach vorne macht, wenn bei vollem Schub die Bremsen gelöst werden :) Gleich nach dem Abheben bis zur Reiseflughöhe durchflogen wir ziemlich heftige Turbulenzen, sodass der Service erst verzögert beginnen konnte. Das Sandwich war wieder ganz gut, aber auch viel zu wenig für mich... Die Landung in Stuttgart erfolgte mal wieder 10 Minuten früher als vom Bordcomputer berechnet. Außerdem bekamen wir einen Finger (im Terminal 1 - Wo gibts denn sowas?), sodass ich glücklicherweise noch den letzten Bus nach Hause bekam.
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