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airliners.de

SAA während und nach der Apartheid


CX777

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Geschrieben

Hallo,

 

ich hoffe mit meiner Frage im richtigen Forum gelandet zu sein. Nachdem mein neuestes Modell seinen Weg in die Vitrine gefunden hat (BB 1:500 SAA/SAL 747-400, 1980s colors "flying Springbok" , ZS-SAW, "Bloemfontein"), würde mich konkret interessieren, ob jemand von euch in der Zeit der Apartheid in Südafrika mal eine Reise mit der SAA / SAL unternommen hat. Die Apartheid kenne ich nur von Berichten aus dem Internet und einigen interessanten Gesprächen mit zwei weißen Austauschschülerinnen aus Südafrika während meiner Schulzeit.

 

Gab es farbiges Kabinenpersonal, wurden farbige Reisende anders behandelt als Weiße und wie gestaltete sich die Ein-/Ausreise für Farbige in dieser Zeit? Man findet leider wenige echte Berichte hierzu und noch weniger Bildmaterial von den Inneneinrichtungen der Flughäfen und Flugzeuge. Da die SAA ja bekanntermaßen einen "Bogen" durch fehlende Überflugrechte auf ihrem Weg nach Europa machen musste, natürlich auch die Frage nach dem Service. Die längere Flugzeit gegenüber anderen, Südafrika anfliegenden Carriern, musste ja irgendwie kompensiert werden.

 

Und wie gestaltete sich das Ganze nach dem Ende der Apartheid? Gab es Quotenregelungen für das Kabinenpersonal, wurde vielleicht ein Teil der weißen Belegschaft geschasst und packten vielleicht einige gut-ausgebildete Piloten ihre Sachen und heuerten bei anderen Gesellschaften an? Änderte sich also das angebotene Produkt der SAA grundlegend?

 

Ich würde mich freuen, wenn jemand von euch eventuelle Erfahrungen aus dieser Zeit den Mitlesern und mir darstellen könnte. ;)

Geschrieben

bin mitte der siebziger mit saa lhr jnb bzw syd per mru geflogen. ist zwar schon eine weile her, kann mich aber nicht an

farbiges kabinenpersonal erinnern. stewardessen und im cockpit waren alle "slegs blank" wie es damals hiess. unter den

reisenden waren, ich glaube auch nur weisse. der flug von lhr nach jnb ging über sal, dort musste die maschine verlassen

werden, wegen tanken. man brachte uns in eine open air halle, dort gab es getränke. kann mich noch erinnern daß

wir von schwer bewaffneten soldaten/polizisten bewacht wurden. der service war soweit in ordnung. es gab ja seinerzeit

nur first und economy class, hinten wurden sogar gedruckte menue-karten ausgegeben. aircraft type b707, lang ist´s her.

weiterhin viel erfolg bei der recherche

  • 1 Monat später...
Geschrieben
bin mitte der siebziger mit saa lhr jnb bzw syd per mru geflogen. ist zwar schon eine weile her, kann mich aber nicht an

farbiges kabinenpersonal erinnern. stewardessen und im cockpit waren alle "slegs blank" wie es damals hiess. unter den

reisenden waren, ich glaube auch nur weisse. der flug von lhr nach jnb ging über sal, dort musste die maschine verlassen

werden, wegen tanken. man brachte uns in eine open air halle, dort gab es getränke. kann mich noch erinnern daß

wir von schwer bewaffneten soldaten/polizisten bewacht wurden. der service war soweit in ordnung. es gab ja seinerzeit

nur first und economy class, hinten wurden sogar gedruckte menue-karten ausgegeben. aircraft type b707, lang ist´s her.

weiterhin viel erfolg bei der recherche

 

 

Ja, lang ist´s her. Für alle Jüngeren erlaube ich mir den Hinweis, daß die Tankstops in Sal (Kapverdische Inseln) notwendig waren, weil fast alle afrikanischen Staaten der SAA seinerzeit den Überflug ihrer Länder untersagt hatten (wegen der Apartheidspolitik). So mußten die Flugzeuge der SAA Afrika umständlich und zeitraubend quasi westlich umfliegen, um nach Südafrika zu gelangen. Nonstop war die Strecke somit nicht mehr zu schaffen.

Ich bin irgendwann in der 80er Jahren einmal mit Transkei Airways mit einer HS 748 von Johannesburg nach Umtata (der Ort heißt wirklich so..) und zurück geflogen. Die Piloten waren weiß, die Flugbegleiterinnen farbig. Von Apartheid war zumindest dort nichts zu spüren.

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