flieg wech Geschrieben 23. Juni 2011 Melden Geschrieben 23. Juni 2011 Das Ziel diesmal war Korea, genauer gesagt Seoul mit einem zusaetzlichen halbtaeglichen Ausflug an die Grenze. Die ganze Reise war auf 5 Tage terminiert und stellte eine besondere Herausforderung dar...weil ich naemlich mit einer schweren Bronchitis losgeflogen bin, die sich natuerlich auch nicht besserte. Kennzeichnend fuer diese Bronchitis waren vor allem staendige Hustenanfaelle und ausserdem Kopfschmerzen, was meine Aktivitaeten dann auf etwa 3-4 Stunden reduzierte. Wohl jetzt wirklich zum letzten Mal mit Emirates (zu umstaendlich, zu lang und dann immer nachts umsteigen und von Sued Ost Asien die Ankunft vor 5 Uhr morgens in Dubai, da lohnt dann auch kein Business class (upgrade), "meine Reiseziele" (Ghana, Simbawne Malavi) und zu wenig Meilen) Los ging es es diesmal los von London Gatwick. (verbucht, fuer mich, der in Maidenhead wohnt ist alles andere als Heathrow voelliger Quatsch ex London) und bereits waehrend der Busfahrt wurde man mit wichtigen Hinweisen "beglueckt". Schon die Fahrt mit Bus und Bahn gestaltete sich als Herausforderung, insbs. von Kings Cross mit dem Zug, da er gefuehlt stundenlang durch die suedlichen Vororte zuckelt, bis er dann ab East Crowdon Fahrt aufnimmt. Ich lebe ja nun schon mehr als 10 Jahre im Grossraum London, aber ich habe es immer vermieden, in der Stadt einen Job anzunehmen, denn der OEPNV in London ist eigentlich nur fuer touristische Ausfluege (= viel Zeit) geeignet. Der Airport in Gatwick ist eigentlich ansonsten recht angenehm, jedenfalls das North Terminal und man kann ggf. auch recht flott da wegkommen. Is wohl der einzige Fussgaengerkreisel der zu den Abfluggates fuehrt. Ich glaube, es gibt kein Land in Europa, wo die Mitarbeitermotivation hoeher ist und wo die Arbeitnehmer ihrer Arbeitsbegeisterung deutlicher zum Ausdruck bringen als eben im Vereinigten Koenigreich. "mein" Flieger, der uebrigens ausgebucht gewesen ist, was aber im Sommer auch nicht ueberraschend ist. LGW irgendwann kurz vor der Landung in Dubai. ein "schiefer" Blick in die Kabine. Wie immer startete der Flieger puenktlich und wie immer konnte ich mir nicht verkneipfen, den Start (und auch die Landung zu filmen). Der Start Die Landung habe ich auch gefilmt, aber leider sieht man davon nur den Fluegel und da gibt es bessere Videos. und das ist die Flugroute Deutlich zu sehen, welchen Umweg man von Europa nach Asien nehmen muss, wenn man unbedingt mit den Arabern fliegen will...in wiefern diese Airlines fuer euopaeische Kunden eine wirklich Reisealternative darstellen sollen, dass weiss ausser Lufthansa nur Gott allein. Nach der Landung habe ich dann tatsaechlich den Tag in Dubai und Abu Dhabi verbracht (eine Bekannte arbeitet dort und die habe ich abends besucht) und tja, im Hochsommer ist das nicht zu empfehlen. Die trockene Hitze, die auch nachts Temperaturen von mehr als 35 Grad garantiert, macht jede Bewegung zu einer Strapaze...letztlich endet das Ganze dann wieder in irgendwelchen schoenen, aber gesichtlosen Shopping Centre in einem Coffee shop. hier einige Impressionen von dem, was ich noch geschafft habe. hier wurde wenigstens noch gearbeitet. Das hoechste Gebaeude der Welt...aber ob da wirklich Bueros vermietet sind, wage ich zu bezweifeln. ein sehr eindrucksvolles Gebauede, dass aber leer steht. Ein Metro Station. Ein Bahnsteig und ein Blick auf die Strecke und ein entsprechendes Video tja Dubai ist schon ziemlich getroffen von der Weltwirtschaftskrise....unzaehlige Hochhausruinen, wo offenstichtlich kein Geld fuer die Fertigstellung mehr vorhanden ist. Das einzige, was wirklich waechst, ist wohl im Moment die Fluggesellschaft Emirates. Die Fortsetzung der Reise war dann am naechsten Morgen um 03:30 mit einem A380 (bei dem man aufgrund der guten Abschirmung zumindest in der eco bei Emirates kein GPS tracken kann). Der Flug war wie uebrigens auch der Flug von London praktisch ausgebucht. Gate schon gefunden. Der Einheimische? wollte nicht nach Korea. Der Start es waren fast ausschliesslich Koreaner an Board. Nach der Landung dann in 20 Minuten eingereist, Koffer uebernommen und in die Stadt gefahren mit dem Zug. Aufgrund meiner Erkaeltung war der Tag dann folgerichtig auch beendet, nach dem ich gegen 19:00 das Hotel erreicht hatte und begann am naechsten Tag auch erst gegen 14:00. Seoul zu den letzten beiden Fotos: also, das finde ich schon nicht gut, der eine schlaeft und der andere sieht in meine Kamera...in London wuerde das den entsprechenden Wachsoldaten nicht passieren. So das ist dann aber auch genug Kultur fuer einen Tag, nunmehr war das geschaeftige Seoul von groesseren Interesse. Labskaus sieht aber irgendwie anders aus, habe das auch versucht, dem Koch deutlich zu machen, aber da waren die Sprachbarrieren zu hoch (Ganz zu schweigen von den Geschmacksnerven, die dann auch ueber Gebuehr strapaziert worden waeren.) Das sind ungefaehr 3 EURO und im Hintergrund kann mein schoenes Bein sehen. Am naechsten Tag ging es rauf auf den Seoul Tower, wobei ich den Huegel dahin trotz meiner Hustenanfaelle erklimmt habe, da die Warteschlange an der Seilbahn gefuehlt 100 Std, betrug. (war auch ein Sonntag) keine Ahnung, warum ich das fotographiert habe. Der guckt aber streng (ich habe auf dieser Reise uebrigens eine Nikon Snapshot Kamera genutzt, die auch meistens sehr gute Fotos produziert hat, aber bei Geischtern an die Grenzen ihrer Moeglichkeiten geraet.. Und hier einige naechtliche Eindruecke. 1 2 3 Diese Statue war vor einem Restaurant aufgestellt, da gehe ich aber nicht essen, da haette ich ja staendig ein schlechtes Gewissen. Seoul ist eine sehr moderne Stadt, die scheinbar auch kaum Armut oder gar slums kennt, das ist wohl in vor 25 Jahren noch ganz anders gewesen. Fuer die Olympischen Spiele hatte man noch ganze Viertel eingerissen. Am letzten Tag habe ich dann noch einen "Ausflug" an die Grenze zu Nord Korea gemacht, wobei ich mir in geistiger Umnachtung bzw. aus Gesundheitsgruenden den Ausflug zum Panmunjom "geschenkt" habe. Bzgl. der Innerkoreanischen Grenze, das ist wirklich kein Vergleich mit dem, was es zwischen den beiden deutschen Staaten bis 1989 gegeben hat. Auch von "westlicher" Seite gibt es kaum einen Zugang zur Grenze, was damals in Deutschland von Westen ohne weiteres moeglich gewesen ist. Interessant ist aber gewesen, dass die Suedkoreaner alle Infrastruktureinrichtungen bis zur Grenze schon auf den neusten Stand gebracht haben, damit man im Falle einer (Wieder)vereinigung alle Einrichtungen bereits hat. Die Tour beginnt mit einem Besuch eines Besucherzentrum, dass vor allem die Funktion hat, dass man dort eine Art Refugium hat, um seinen Angehoerigen in Nord Korea nahe zu sein. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass seit der Teilung, die ja auch viele Familien auseinandergerissen hat, es keine Moeglichkeit gibt, mit einander in Verbindung zu treten (was sich mittlerweile auch durch Zeitablauf erledigt hat) Ein Blick nach Nordkorea...die zu sehende Industrieanlage wurde uebrigens von Sued Koreanern erstellt, die dort etwa 4000 Arbeiter beschaeftigen (nur ein Schelm denkt sich boeses dabei, aber die Arbeitskosten spielen eine erhebliche Rolle dabei) Dieser Bahnhof wurde 2000 gebaut - damals dachte man, dass man innerhalb von 5 Jahren beide Staaten wiedervereinigen kann - der Bahnhof wird teilweise auch genutzt, weil an der Grenze zu Sued Korea auch eine Art Mustersiedlung aufgebaut wurde, von der die dort lebenden Koreaner nach Seoul zur Arbeit mit der Bahn fahren. Tja nach Abschluss der Tour habe ich dann noch ein wenig in der Stadt rumgehangen. Und bin dann zum Flughafen. Fuer den Flug nach Dubai habe ich mir per meilen ein upgrade in die business class gegoennt, was auch eigentlich ok gewesen ist, nur dass insgesamt nur 60 Passagiere auf den Flug gebucht waren und somit jeder Passagier einen Business class seat hatte (bzw. eine Dreiher - bzw. Viererreihe in der eco). Die Flugroute (in der Businessclass funktioniert das GPS auch im A380, endlich weiss ich, wozu diese Klasse gut ist. Die Lounge, die Emirates in Seoul im "Angebot" hat. Sehr nett und sehr ruhig eigentlich, nur etwas zu hell fuer meinen Geschmack...ein Nickerchen wird dadurch ein wenig erschwert. ein Blick in die Business class, viel heisse Luft. sieht durch das Verschwommene viel dramatischer aus als es wirklich war. Der Flug war dann auch ganz nett, etwas bloed war nur, dass ich der einzige Gast an der Bar war, was dann die Unterhaltung auf die FA beschraenkte, was wiederum sehr nett gewesen ist. man kann nicht immer lachen. und ausserdem bin ich ja auch noch da (nur trinken konnte ich das Zeug nicht, da ich zuviele Antibiotika im Koerper hatte) eine andere Farbe, nur zu verschwommen. Das Business class Produkt von Emirates im A380 ist ansonsten wirklich nicht zu toppen, aber ich nehme mal an, dass eine weniger komfortable Loesung (=Flachbett) eh von keiner Airline mehr auf Langstreckenfluegen konkurrenzfaehig betrieben werden kann. Die Landung in Dubai war dann bereits um 03:30, was gleichzeitig ein Problem mit dem Drehkreuz "Naher Osten" beschreibt, wenn ich schon Business class fliege, dann will ich eigentlich nicht mitten in der Nacht durch eine Sicherheitskontrolle und dann noch in eine ueberfuellte Lounge...aproppo Lounge, die am Gate 121 ist eigentlich ganz ok, weil weniger ueberfuellt und auch ruhiger, aber hinsichtlich der Stromanschluesse fuer laptops etc. sollte man da dringen etwas machen. Viele Abdeckungen waren locker bzw. fehlten ganz, andere Stromstecker funktionierten ueberhaupt nicht usw. Das muss doch nicht sein. Internet ist in DXB immer ein Problem, wenn Rush hour ist und das wird sich wohl auch nicht mehr aendern. Der Weiterflug war dann mit Emirates 029, einer Boeing 773, weil ich endlich einmal den Flug von London nach Dubai bzw. umgekehrt tracken wollte. mein Flieger nach London Der Start irgendwo ueber der Tuerkei. und abschliessend das Video von der Landung, das ziemlich gut geworden ist, wie ich finde. Fazit...krankheitsbedingt habe ich kein wirkliches "Reisegefuehl" bekommen, von daher kann ich auch reflektieren, ob diese Reise wirklich ein Gewinnertrip gewesen ist. Ob man Seoul wirklich gesehen haben "muss", weiss ich auch nicht, da diese Stadt mir vielleicht doch etwas zu konventionell ist....die Koreaner selber sind supernett und sehr hilfsbereit und etwas weniger zurueckhaltend als die Japaner nach meinem Eindruck.
Sickbag Geschrieben 23. Juni 2011 Melden Geschrieben 23. Juni 2011 >>>Ob man Seoul wirklich gesehen haben "muss", weiss ich auch nicht Zusammen mit der DMZ - dann ja. Seoul allein faellt in meinen Augen eher in die Kategorie "sehr nett, muss aber nicht".
Burma Geschrieben 23. Juni 2011 Melden Geschrieben 23. Juni 2011 Schöner Bericht. Ich bin zwar nicht zur Grenze gekommen, dafür neben Seoul (mit den Tempel-/Palastanlagen doch eine sehr schöne Stadt) noch nach Busan. Für einen Abstecher ebenfalls zu empfehlen.
asahi Geschrieben 23. Juni 2011 Melden Geschrieben 23. Juni 2011 Danke für den schönen Bericht. Schade das du Probleme mit der Gesundheit hattest. Mir kam vieles bekannt vor. Seoul hat mir recht gut gefallen. Werde bestimmt wieder Korea besuchen. PS: Irgendwie kommt mir der Dunkin Donuts Schuppen bekannt vor. Hast wohl in der nähe der Sungkyunkwan Universität / Hyehwa U-Bahn dein Hotel gehabt?
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