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  • airliners.de Team
Geschrieben
Fast jeder Sitzplatzwunsch bei der Lufthansa kostet inzwischen Aufpreis, vorne wie hinten. In der Economy ist die Reservierung außerhalb der Flex-Tarife nicht mehr beim Check-in inklusive, in der neuen A380-Business kommen drei weitere Sitzkategorien hinzu, und selbst die erste Reihe der Business auf der Kurzstrecke ist zuschlagspflichtig.

Alexander Fink kann den Ancillary-Kurs angesichts der angespannten Ertragslage nachvollziehen, hält ihn aber für wenig kundenfreundlich und vor allem undurchsichtig. Immerhin: Hinten in der Economy wird die Reservierung günstiger als vorn, und die erste Reihe in der A380 bietet mit mehr Fuß- und Stauraum tatsächlich Mehrwert.

Entspannter blickt er auf die Konzernstruktur. Das breite Portfolio zwischen Passage, Technik und Cargo federt Schwächephasen ab, dazu kommen Ita und Swiss mit vielversprechenden Zahlen. Beim Streckennetz formuliert er dagegen eine unbequeme These: Dass Verbindungen wie Wien–Graz aus Kostengründen wegfallen, sei nachvollziehbar, komme dem Konzern bei unrentablen Kurzstrecken aber gelegen. Zurückkehren dürften sie kaum.

Teil unseres aktuellen airliners Magazins 32/2026 „Vater der A220, Geschäftsreisen in die USA, BER-Lehren".

Ist die neue Sitzplatz-Logik legitimes Ertragsmanagement oder verspielt die Lufthansa damit Vertrauen?

Bedenken beim Sitz, Wohlgefühl beim Portfolio

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