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U-Bahn in Berlin TEGEL?! Geisterbahnhof!


Gast clemenso

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Es gibt Gerüchte, dass es einen Geisterbahnhof unter dem Flughafen Tegel gibt?! Der Bahnhof soll soweit fertiggestellt sein(ca. unter dem Tower seit den 70er, 80er Jahren). Doch aus verkehrspolitschen Gründen nicht in Betrieb. Es sind zum nächsten aktiven U-Bahnhof nur ca. 1-2 Kilometer.

Wer weiß mehr?

 

Das hab ich eben noch gefunden: http://www.berliner-unterwelten.de/german/...n/fuehrung.html

 

"

Der "Blinde Tunnel" unter dem Westhafenkanal

(U-Bhf. Jungfernheide)

 

Ein als Bauvorleistung erbrachter 200 m langer U-Bahntunnel mit Wehrkammern zur Unterfahrung des Westhafenkanals. Der Tunnel sollte den Flughafen Tegel an die U-Bahn anbinden. Besichtigt wurde zudem der doppelstöckig ausgeführte U-Bahnhof Jungfernheide, der nur zur Hälfte genutzt wird."

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: clemenso am 2004-07-24 14:51 ]

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Der Flughafen Tegel wurde eigentlich nie fertiggestellt. Links neben dem Tower befindet sich ein sechseckiger Pier und rechts neben dem Tower sollte auch einer gebaut werden. Unter dem Pier, der nie gebaut wurde, sollte dann ein U-Bahnhof für die U5 entstehen.

 

Der sog. 200km-Plan von 1977 sah eine Führung der U5 über Pariser Platz, Lehrter (Stadt)Bahnhof, Turmstraße (U9) und Jungfernheide (U7) zum Flughafen Tegel vor. Entsprechende Anlagen für die U5 liegen in den Umsteigebahnhöfen Jungfernheide und Turmstraße vor. In Turmstraße müsste es sich übrigens um einen echten "Geisterbahnhof" handeln.

 

In Tegel selber befindet sich keine Anlagen.

 

Das ist übrigens interessant für alle, die Tempelhof als City-Airport erhalten wollen: Mittels U5 wäre Tegel eigentlich der bessere City-Airport geworden. icon_wink.gif

 

 

Noch eine Anmerkung: Den ungenutzten Tunnel in Jungfernheide nutzt die Berliner Feuerwehr heute für Katastrophenübungen.

 

 

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Manuel am 2004-07-24 15:16 ]

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Es muss abgesehen vom Bahnhof Jungfernheide noch zwei weitere Tunnelteile geben.

Laut Dokumenten der französischen Militärregierung welche sich im Archiv eines Museums befinden, existiert ein Teilstück unter dem Hohenzollernkanal paralel zur General Ganeval Brücke sowie der Bahnhof Flughafen Tegel selbst welcher in einer SW/NE Axe verläuft und etwas sw des Towers beginnt und bis zu der NW Ecke des nie verwirklichten zweiten Terminals reicht. Wohlgermerkt bassiert das noch auf Planungen aus den späten 60ér Jahren!

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Das ist ja interessant...die heutige U5 ist doch aber eine "Ost-Berliner"-Strecke?!

War da in diesem 200km-Plan also an eine einheitliche U-Bahn gedacht? die Streckenführung mit Pariser Platz(Brandenburger Tor) lässt sowas vermuten.

 

Laut Deinen Ausführungen müssten also die Positionen 53-55 als Fingerspositionen geplant sein und nicht als Außenpositionen wie sie es jetzt sind.

 

Es gibt doch bestimmt richtige Insider hier im Forum, die genau wissen wo sich Tunnel etc. befinden. Soll ja wohl Führungen dort geben.

 

Grüße

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Die 200km-Planungen haben die Mauer immer ignoriert. Die U5 (Alex-Tegel) war auch bereits 1977 so geplant. Man hätte aber alle Strecken immer nur bis zur Mauer gebaut.

 

Ich kann diese Seite sehr empfehlen. Dort wird auch der 200km Plan erklärt.

 

Hier kann man übrigens die freigehaltene Fläche für den zweiten Pier sehr deutlich sehen. Irgendwo da wäre dann wohl auch der U-Bahnhof gewesen:

 

Luftaufnahme_Tegel_pop.jpg

Foto: Lutz Schönfeld/Berliner Flughäfen

 

Ich habe übrigens gerüchteweise mal gehört, daß die Franzosen Tegel eigentlich als West-Berliner "Single-Airport" geplant hatten und die Amerikaner dagegen waren. Deswegen wäre Tegel wohl nicht fertig ausgebaut worden und Tempelhof blieb erhalten.

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Manuel am 2004-07-24 18:43 ]

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@EO720

Weißt Du mehr darüber?

Es gibt doch Insider, die damals beim Bau von TXL dabei waren. bzw. Hintergrundwissen haben. ->Zeitzeugen.

 

Kennt Ihr da jemanden? Die Netzspinnen-Seite ist echt gut.

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Tegel wurde nicht nur von den Franzosen als Single-airport gedacht.

Tempelhof platzte in den 60érn aus allen Nähten (5Millionen Paxe pro Jahr!). Ab 1968 wurde dann der Charterverkehr nach Tegel verlegt. Das Viermächte Abkommen sorgte dann anfang der 70ér aber für den Rückgang im Berlinflugverkehr. Damit wurde das zweite Terminal erstmal zu den Akten gelegt (Und die U-Bahn). Erst mit der Berlin Initiative von US President Ronald Reagan vom 26 Juni 1987 sorgte in dessen Folge für die Überlegung das Zweite Terminal zunächst nur zu einem Drittel zu bauen.Dabei buddelte man auch wieder das Thema U-Bahn aus. Die Abwahl von Diepgen im Januar 1989 und der daraus folgende Wandel durch Rot-Grün in der Berliner Verkehrspolitik machte aber auch das zu nichte.

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Interessantes thread! Doch eine Sache wundert mich da sehr, nämlich warum man dann bei der Planung "Großflughafen" Berlin diese Pläne nicht wieder ausgegraben hat, es wäre so einfach gewesen und BBI wäre längst fertig.

Wenn ich dass hier lese merke ich dass der Flughafen doch sinnvoll geplant war, nur leider hat er dadurch dass er nicht fertig gestellt wurde den Anschein dass alles ein wenig planlos angeordnet ist.

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Wenn ihr mich fragt ist das ein sehr guter Plan dem man hätte ruhig Beachtung schenken können, hattest den Plan schon vor der Ausschreibungen?

 

Hast ihn auch an die BFS geschickt?

Vielleicht wäre noch eine direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Flughäfen angebracht?

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: Micha am 2004-07-25 20:22 ]

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Ich habe meinen Vorschlag (den Link) ins Gästebuch der Berliner Morgenpost gepostet und konnte mir den Hinweis darauf nicht verkneifen, dass sich niemand (auch seitens dieser Zeitung) auch nur im Ansatz dafür interessiert hat. Am nächsten Tag war mein Beitrag dann zusammengestrichen worden.

 

In seiner Antwort hat ein Leser meinen Vorschlag als "städtebaulich vernünftigste Lösung" bezeichnet. Auf der anderen Seite würde ich mich damit mit so ziemlich sämtlichen Interessengruppen der Stadt anlegen, weshalb der Vorschlag so auch nie umgesetzt werden könnte. - Die Politiker können seitens BBI eben keinen Rückzieher mehr machen (sind ja auch bald Landtagswahlen in Brandenburg) und die Berliner Flughäfen haben sich endgültig festgelegt. Sogar unser Bundeskanzler hat BBI zur "höchsten Priorität" erklärt.

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@Manuel

 

Ein sehr ausgewogener und nachvollziehbarer Vorschlag.

Aber leider ist er wie gesagt für die politische Führung der Stadt bzw. Brandenburgs politisch nicht mehrheitsfähig.

Denn dort glaubt man ja u.a. immer noch, dass ein neuer Flughafen auch den ach so geliebten Interkontverkehr macht (da gibts ja noch andere Flughäfen und Politiker in Ostdeutschland die das glauben icon_smile.gif ).

 

Die BFS ist dafür der falsche Ansprechpartner. Oder man sucht eine andere Zeitung - evtl. ND, Spiegel, TAZ, Focus. Die würden eher sowas abdrucken als die "üblichen Verdächtigen" die Pfründe zu verlieren haben. Ich würde es auch mal AB, LH oder auch dba zuschicken. Vielleicht solltest du doch mal kurz die Seiten wechseln und diesen Vorschlag den Leuten vom BVBB zuspielen.

Möglicherweise können sie das ganze dann im zu erwartenden Klageverfahren gegen den Planfeststellungsbeschluss mit einbringen. Nur so ein Gedanke... Vielleicht siegt ja doch noch die Vernunft.

 

 

[ Diese Nachricht wurde geändert von: LEJ_Flyer am 2004-07-26 14:46 ]

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