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camefromhell

[Vielleicht off topic] Flugangst

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Hallo allerseits,

 

ich weiß, ich bin neu hier und melde mich gleich mit einem Thema an, das hier vielleicht nicht 100pro hereinpasst.

 

Folgendes Problem: Ich leide schon seit Jahren unter Flugangst. Ich konnte zwar zwei Flüge in den letzten Jahren aushalten, aber ich hatte immer ein "flaues Gefühl" im Magen. Ich kann das nicht ganz auseianderhalten, irgendwie verursacht die Erinnerung an das flaue Gefühl im Magen jeder der Höhenänderung die Angst, oder doch umgekehrt? Ich weiß, das klingt verrückt, aber ich kann es nicht anders erklären. Noch ärger ist ja, dass ich ein totaler MS FlightSim-Fan bin und in dieser Umgebung alle möglichen Flüge absolviere, aber in Echt habe ich Bammel.

 

Nachdem ich bald beruflich eher viel fliegen muss, habe ich mich jetzt überwunden und gehe einfach aufs Ganze: Habe mir bei SkyEurope den günstigst möglichen Flug gebucht: (Graz --> Bratislava per Auto), Bratislava --> Bergamo Abendflug - Nächtigung - Bergamo --> Bratislava Morgenflug --> (Bratislava --> Graz per Auto). Also eben ein vollkommen sinnloser Ausflug zur Überwindung der Flugangst oder auch die teuerste denkbare original italienische Pizza *g*. Kosten der Tickets hin und retour: 40 Euro.

 

Meine große Hoffnung ist jetzt, wenn dieser Flug in Ordnung geht, dass ich auch weiterhin ohne größere Angst fliegen kann. Ist das so?

 

Ist die SkyEurope sicher? Man hört ja, dass deren 737-500, mit der auch dieser Flug bedient wird, eher schon altersschwach sein sollen...

 

Sollte ich einfach so losfliegen oder doch ein Medikament gegen Reisekrankheit nehmen? - In der Vergangenheit hatte ich immer Probleme beim Steig- bzw. Sinkflug und insbesondere wenn die Maschine in einer Turbulenz abgesackt ist.

 

And finally - kennt wer ein günstiges Hotel in der Nähe des Flughafens Bergamo? Wo dieses liegt ist mir komplett Schnuppe, ich fliege ja nur, um die Flugangst loszuwerden.

 

Sollte ich mich tatsächlich in die Maschine trauen, verspreche ich auch, die Digcam mitzunehmen und fleissig zu benutzen und dann einen Trip-Report für das Forum zu schreiben, es gibt ja noch nicht so viele NE-Reports...

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Wie sehr fürchtest du dich vor der Autofahrt nach Bratislava? Der Wechsel, die A23 und auch die Stadtautobahn durch Bratislava sind ja nicht gerade unfallfrei. Statistisch gesehen verunglückst du sicher 100x wahrscheinlicher auf der (langen) Anreise zum Flughafen!

 

Falls du dies nicht tust, kannst du auf Ryanair.com um 53.14 EUR ein Ticket am 11.10 nach Stansted und zurück einen Tag später buchen, alles inklusive natürlich. Du fliegst sogar mit einer neueren Boeing 737-800! Persönlich fliege ich mit einer 30 Jahre alten DC9 von NW lieber als mit einer B777 der PIA (die sogar nur geleast ist ;-))

 

Mandl macht seine Arbeit gut, die B735 ist ein toller Flieger und überhaupt würde ich mir bei einer EU-Airline nicht allzu große Sorgen machen.

 

Falls du dennoch nicht fliegen willst, ist ein Namechange für jeweils 25 EUR möglich.

 

Wie schaffst du es beruflich nicht zu fliegen, obwohl du viel fliegen musst? War der Flug innerhalb der letzten Jahre so turbulent, warst du verkühlt? Welcher Art waren deine Probleme? Denn ich bin auch schon mehrmals krank geflogen und das war wirklich kein Spaß, seither hab ich "leichte Flugangst bei HNO-Problemen"!

 

Wenn du weiter Fragen hast, stehe ich gerne zu Verfügung, da du schon in Sachen Flugzeugtype und Airlinecode als Nichtflieger überdurchschnittlich gebildet bist!

 

LG und guten Flug

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Hallo,

 

Schade wenn man mit sowas geplagt ist.Aber jeder Mensch ist anders.

 

Ich glaube so ein einzelner Flug, nur um die Flugangst zu überwinden wird nicht viel bringen.Dazu bedarf es, wenn es den funktionieren soll,mehrerer Flüge in kurzer Zeit um eine gewisse Gewöhnung zu erreichen.

 

Ich würde mich da professioneller Hilfe bedienen und ein Seminar gegen Fluganst in Betracht ziehen.

 

Wichtig ist auf jeden Fall, soviel wie möglich zu erfahren wie Fliegen funktioniert.

Wenn Du viel darüber weisst, wist Du mit Situationen die bei Dir Angst erzeugen besser umgehen können, da Du auf nichts unbekanntes triffst.

 

Das ist auch genau das Prinzip der Seminare.Viel Informationen vermitteln und Vertrauen schaffen.Und das alles von Profis die Ihren Job kennen.

 

Bei den Medikamenten auf jeden Fall vorher mit dem Hausarzt spechen und Die ganze Situation ausführlich besprechen.

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Die AUA bietet ganz tolle Flugseminare mit Führungen hinter die Kulissen, wo sie dir alles zeigen und Fragen beantworten.

 

Ganz billig ist das allerdings nicht. Beim ORF kannst du sicher den Mitschnitt der Vera-Aufzeichnung bestellen, bei der der Seminarleiter der AUA eingeladen war. Ich hab es damals live gesehen und fand es für einen Vera Beitrag sehr gut gelungen!

 

LG

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Guest

Ist eine richtig gute Idee, so viel am Stück zu fliegen. Viele merken erst dadurch, dass alles gar nicht schlimm ist. Viel Erfolg!

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Hallo camefromhell,

vielleicht hilft es Dir, wenn ich meine persönliche "Flugangstgeschichte" schildere. Ich hatte früher nämlich auch ziemliche Flugangst und ein wenig Höhenangst, eben dieses flaue Gefühl im Magen. Und das obwohl ich total Technik und Aviation begeistert bin und auch die physikalischen Zusammenhänge nachvollziehen kann. Zu allem Überfluss reise ich noch sehr gerne. Hatte zur Konsequenz, dass ich trotzdem ab und zu Kurz- und Mittelstrecke geflogen bin und während des Fluges immer total angespannt aus dem Fenster gestarrt habe und sämtliche Geräusche versucht habe zu deuten. An Entspannung war erst zu denken, wenn wir den Landeanflug eingeleitet haben. Dann ging es ganz plötzlich. Als ich dann meine Diplomarbeit in Australien plante war schließlich mein erster Langstreckenflug fällig. Da ich bei den Übernachtflügen zumindest ein wenig schlafen wollte (bin zudem noch 1.99 groß), bin ich zu meiner Hausärztin gegangen und habe sie gefragt, ob es nicht irgendein Mittel gebe, so dass ich auf den Langstreckenflügen nachts im Flieger schlafen könnte. Sie hat mir darauf zu Tropfen geraten, die beruhigend wirken (genauen Namen weiss ich nicht mehr). Mehr als Dösen war zwar trotzdem nicht drin, aber ich bin nach Australien gekommen. Und ich muss sagen, persönlich fand ich den Langstreckenflug halb so schlimm wie Kurzstreckenflüge, was aber meiner Meinung nicht nur an den Tropfen lag, sondern vor allem daran, dass ich darauf eingestellt war, dass der Flug lange dauert und ich daher nicht ständig auf die Uhr geguckt habe, wann wir endlich den Sinkflug starten...

 

Danach bin ich einiges in Australien geflogen, was aber nach wie vor nicht wirklich entspannt war. Auf dem Rückflug aus Australien habe ich die Tropfen trotzdem weggelassen und fand die Flüge trotz 21 Stunden im Flieger wieder wesentlich angenehmer als die kurzen in Australien.

 

Schließlich hatte ich durch persönliche Kontakte die Möglichkeit erst eine Landung und ein paar Tage später einen kompletten Kurzstreckenflug im Cockpit eines A319 mitmachen zu können. Seitdem ich gesehen habe, was dort vorne wirklich "abgeht", steige ich vollkommen ohne Angst ins Flugzeug und nutze die Zeit zum entspannen. Wirklich schlafen tue ich meist trotzdem nicht, was aber meiner Meinung nach am Platzangebot in der Economy liegt. Neulich hatte ich das Glück den Atlantik in 180 Grad-reclining Business-Class Sitzen überqueren zu dürfen und siehe da, ich musste das erste Mal zum Frühstück geweckt werden... Und so darf ich demnächst hoffentlich meinen 100sten Flug vollkommen genießen (ja, bin schon fast flugsüchtg geworden ;-) ). Fest vorgenommen habe ich mir übrigens, dass das Flugzeug trotz alledem arbeitsfreie Zone bleibt.

 

Leider muss ich natürlich einschränken, dass das was mir entscheidend geholfen hat, nämlich das Mitfliegen im Cockpit ohne entsprechende Kontakte leider praktisch nicht mehr möglich ist. Insofern drück ich Dir die Daumen, dass Dir auch ein normaler Flug reicht um Deine Angst zu überwinden. Ansosnten lass Dir einfach mal nicht nur die technischen Vorgänge beim Fliegen von einem Piloten erklären, sondern auch was während eines Fluges wirklich im Cockit passiert. Als letzte Lösung gibt es natürlich auch noch professionelle Anti-Flugangstkurse. In wie weit diese ein Mitfliegen im Cockpit ermöglichen weiß ich allerdings auch nicht.

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Wie schaffst du es beruflich nicht zu fliegen, obwohl du viel fliegen musst?

 

Die neue Position kommt erst auf mich zu, sollte die ganze Sache bis dorthin im Griff haben....

 

 

Wichtig ist auf jeden Fall, soviel wie möglich zu erfahren wie Fliegen funktioniert.

Wenn Du viel darüber weisst, wist Du mit Situationen die bei Dir Angst erzeugen besser umgehen können, da Du auf nichts unbekanntes triffst.

 

Das sollte grundsätzlich nicht das Problem sein, fliege selber mit voller Begeisterung im MS Flight Simulator, also wozu Landeklappen, Speed Brakes, AP, Flight Director, VORs und ILS gut sind, weiß ich so ungefähr und @YP-Fan, dass die Visual Separation auf der A23 nicht immer sooo super funktioniert ist mir auch bewusst *g*.

 

Mein Problem ist nur, dass sich bei mir immer bei Höhenänderungen und vor allem bei plötzlichem Sinken ein absolutes Unwohlgefühl einstellt, und eigentlich vermute ich ja, dass sich die Flugangst durch dieses Unwohlsein begründet ist, aber ich weiß es nicht genau, daher auch meine Frage ob Medikamente gegen Reisekrankheithelfen könnten.... Oder hat einfach nur mein Gleichgewichtssinn ein Problem?

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Oder hat einfach nur mein Gleichgewichtssinn ein Problem?

 

 

waere auch eine variante. nur vermute ich, dass dann eher die gewoehnung an diese bewegungen des flugzeuges abhilfe schaffen koennte.

 

habe mal einen bericht im fernsehen verfolgt, in dem es um die bekaempfung von flugangst ging. es gab 3 personen mit fuer sie unterschiedlichen loesungsversuchen ihres problems. ich erinnere mich nur noch an 2: eine davon war das bereits erwaehnte flugangstseminar (in diesem beitrag bei hansens), die andere variante war mit einem fluglehrer, der alles erklaert hat, in einer kleinen maschine in die luft zugehen. da kannst du aktion/reaktion des fliegers gleichzeitig spueren, sehen (mit einem panoramablick, den du in der cabin eines airliners nie haben wirst) und an instrumenten verfolgen. du kannst ja in absprache mit dem fluglehrer selbst bestimmen, welche maneuver du erleben magst, bzw. diese abbrechen lassen, wenn dein unwohlsein zu gross ist. vielleicht ist das was fuer dich?

 

viel erfolg!

 

TriStar

 

p.s. ach ja, ich glaube der dritte hats mit einer "rosskur" versucht und ist mit jemandem k u n s t f l u g mitgeflogen. da braucht man zusaetzlich einen guten magen...

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Mein Problem ist nur, dass sich bei mir immer bei Höhenänderungen und vor allem bei plötzlichem Sinken ein absolutes Unwohlgefühl einstellt, und eigentlich vermute ich ja, dass sich die Flugangst durch dieses Unwohlsein begründet ist, aber ich weiß es nicht genau, daher auch meine Frage ob Medikamente gegen Reisekrankheithelfen könnten....

 

Genau das ist der Punkt wo mir das Mitfliegen im Cockpit geholfen hat. Ich konnte im Voraus auf dem Bildschirm sehen, wo die Turbolenzen auftauchen würden, wo das Gewitter war, wo es blitzte sah ich aus dem Fenster, ich konnte beobachten, wie die Anschnallzeichen eingeschaltet wurden, dass die Geschwindigkeit etwas geändert wurde, dass es tierisch wackelte, aber dass die Piloten sich ansonsten ganz gemütlich weiter um ihr Abendessen kümmerten. Nur dadurch ist mir die Normalität wirklich bewusst geworden...

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Der erste Schritt zur Überwindung der Angst ist der, dazu zu stehen!

 

Dazu erstmal herzlichen Glückwunsch, das wichtigste hast Du bereits geschafft.

 

Etwa 10 % leiden an Flugangst, die wenigsten haben den Mut, es zuzugeben. Gerade unter den Vielfliegern sind etliche, die nicht zu ihrer Angst stehen.

Das sind oft diejenigen, die im Beruf das Sagen haben, die Probleme mit Kontrollverlust haben und uns Flugbegleiter dann an Bord anraunzen, um ihre Angst zu kompensieren.

Versuche, die Angst davor zu verlieren, dass Du Dich auslieferts und keine Kontrolle über das was geschieht hast.

Halte Dir immer vor Augen, dass sie Jungs (und Mädels :-) ) im Cockpit ihren Job verstehen und Profis sind.

Sie sind trainiert, mit Turbulenzen umzugehen. Ein Flugzeug ist robust, es hält mehr aus, als man glaubt.

Auch die Crew möchte heil wieder nach hause kommen und wird kein Risiko eingehen. Halte Dir das immer vor Augen!

 

Und das Allerwichtigste: Sprich über Deine Angst.

Sage wenn es geht bereits vor dem Start den Flugbegleitern, dass Du unter Flugangst leidest. Sie werden verständnisvoll reagieren und ein Auge auf Dich haben. Das hilft schon sehr vielen Leuten.

Bei manchen hilft auch Alkohol, obwohl natürlich Alkohol kein Patentrezept sein sollte (nicht dass es heisst, ich verführe die Leute zum Triinken :-)).

 

Baldriantabletten sollen auch hilfreich sein. Aber bitte nichts stärkeres nehmen.

 

Meistens ist es so, dass wenn einem die Technik erklärt wird, dass gewissen Geräusche vollkommen normal sind, und wie alles funktioniert, es einem sehr weiterhilft.

Früher haben wir solchen Passagieren immer einen Besuch im Cockpit angeboten, leider ist das während des Fluges aus Sicherheitsgründen nicht mehr gestattet.

 

Die Flugangstseminare sollen überaus hilfreich sein, aber leider auch teuer.

 

Viel Erfolg und guten Flug!

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@all:

 

Danke für die Vorschläge und die Aufmunterung, ich denke schon dass ich mich dazu überwinden werde, in das Ding einzusteigen.

 

Ich hoffe nur, dass der Flug nicht wieder so wird wie der letzte, bei dem ich einen Anflug auf Amsterdam erlebt habe, bei dem sich einige Passagiere die Seele aus dem Leib gekotzt haben. Mag aber daran gelegen sein, dass draussen ein Wind herrschte, der mich fast weggeblasen hätte - und ich habe doch über 100 Kilos...

 

Wenns geklappt hat, gibts dann den versprochenen Trip-Report.

 

Hat noch wer einen Tip für ein Hotel in Bergamo?

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Hi,

 

vielleicht hilft es dir oder jemand anders wenn ich mal meine Geschichte erzähle ....

 

Bin im übrigen sehr interessierter Laie in puncto Luftfahrt und fliege auch mit dem MS FS um die Welt herum :)

 

Aufgrund eines angeborenen Herzfehlers wurde mir bzw. meinen Eltern bis in meine Jugend hinein gesagt dass ich nie im Leben fliegen darf und ich habe mich zunächst damit auch abgefunden, Europa nie verlassen zu können, bis mir als ich 16 war eine junge Ärztin sagte dass es doch gehen sollte. Ich habe es aber nicht für voll genommen und mich beim Gedanken des Testens in die Hose gemacht. Hinzu kommt, dass ich seit einem recht unangenehmen Aufgang über die Freitreppe des Eiffelturms Höhenangst entwickelt habe, selbst beim hinunterschauen vom Balkon im dritten Stock bereitet mir auch heute noch Probleme. Und damit nicht genug, im Folge einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte habe ich auch etwas mehr mit Ohrdruck in grossen Höhen, heute auch beim Sinkflug und sogar auch beim Aufstieg zu tun.

 

Vor zwei Jahren, ich war 25, stand eigentlich New York bevor. Ich ging nochmal zu Kardiologen, ließ mich durchchecken mit der Frage, fliegen ja oder nein. Das JA war eindeutig, und so ging ich gleich in die vollen und flog mit meinem Vater + Bruder mit nach New York - ohne vorher noch mal Kurzstrecke zu testen.

 

Beim ersten Start HAM-LHR (B752) hatte ich schlicht und einfach nicht an der Beschleunigung gedacht, der Start sowie der gesamte Flug war ohnehin sehr sehr rauhbeinig. Aber ich hatte es von der Luft her und so prima überstanden, was mir aber erst in NY bewußt wurde. So stieg ich mit wackligen Knien in LHR aus dem Flieger raus. Wir hatten ein paar Stunden Zeit, ich schlief währenddessen eine Runde und wartete dann bei der Passkontrolle unruhig auf den Weiterflug nach JFK.

 

Die 744 war an einer Außenposition geparkt, so dass man sie nochmal in voller Pracht sah bevor man einsteigt, ich glaube das hat mir sehr geholfen, ich fasste sie noch kurz an der Außenhaut an und dann wusste ich dieses Baby würde mich heil über den Teich bringen :) beim Start und beim Aufstieg war ich unruhig, habe aber später angefangen das Gefühl des Fliegens zu geniessen, auch die recht deutlichen Turbulenzen haben mir nichts ausgemacht - das Vertrauen in die 747 war einfach sehr hoch und dieser Flug mit dem Vogel hat dafür gesorgt das ich keine richtige Flugangst mehr entwickelt habe. Vor den Rückflügen (B744 und A319) war ich auch noch etwas aufgeregt aber auch die waren kein Problem.

 

Seitdem bin nun insgesamt viermal geflogen (alle B737-NG) und mit dem jedem Flug war der Genuss des Fliegens grösser, auch mein Problem mit dem Ohrensausen beim Anstieg und Sinkflug ist erheblich weniger geworden. Auch wenn ich sage, ich fühle mich in einem Widebody wohler, ist das Fliegen schon um längen besser als die Bahnfahrt mit dem ICE, wo man sich auch noch mit Verspätungen herumärgern muss.

 

Das einzige was geblieben ist ist das leichte Bauchgrimmeln unmittelbar vor dem Einstieg in den Flieger und beim Rollen zur Runway, und ich hoffe dass ich dies eines Tages auf ein Minimum reduzieren kann.

 

Ich freue mich jedenfalls auf dem nächsten Flug, der möglicherweise wieder in die Staaten führen wird.

 

lg,

Ronaldinho

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Die 744 war an einer Außenposition geparkt, so dass man sie nochmal in voller Pracht sah bevor man einsteigt, ich glaube das hat mir sehr geholfen, ich fasste sie noch kurz an der Außenhaut an und dann wusste ich dieses Baby würde mich heil über den Teich bringen :) beim Start und beim Aufstieg war ich unruhig, habe aber später angefangen das Gefühl des Fliegens zu geniessen, auch die recht deutlichen Turbulenzen haben mir nichts ausgemacht - das Vertrauen in die 747 war einfach sehr hoch und dieser Flug mit dem Vogel hat dafür gesorgt das ich keine richtige Flugangst mehr entwickelt habe. Vor den Rückflügen (B744 und A319) war ich auch noch etwas aufgeregt aber auch die waren kein Problem.

 

Geniale Methode, die Flugangst zu überwinden, sollte ich die Gelegenheit bekommen, werde ich die 735, die mir die Angst nehmen soll, auch mal von aussen begrapschen *g*. Mal sehen, ob es auch mir hilft.... Ich hoffe nur, dass bei dem doch schon über 15 Jahre altem Fluggerät der Sky Europe dann nicht schon der Rost abblättert und mir entgegenfällt.

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Also wenn dir der Rost entgegenfällt, dann steig nicht ein! Und das sag ich dir als ein Mensch, der nie Probleme mit Flugangst hatte und schon in ziemlichem Schrott gesessen hat! ;-)

Ich wünsche dir auf jeden Fall auch alles Gute! Viel fliegen hilft bestimmt! Der beste Tipp ist glaube ich der mit dem Mitfliegen im Cockpit! Wenn du die Möglichkeit dazu hättest, mach es! Es ist absolut das Beste, was dir passieren kann!

 

Liebe Grüße

 

EDIT: Achja, wegen der 15 jahre brauchst du dir keine Sorge zu machen. Das ist nicht besonders alt für Flugzeuge. Das ist sogar noch relativ neu. Flugzeuge werden so gebaut, dass sie noch wesentlich länger sicher fliegen können!

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Ich hoffe nur, dass bei dem doch schon über 15 Jahre altem Fluggerät der Sky Europe dann nicht schon der Rost abblättert und mir entgegenfällt.

 

naja, in diesem fall wäre deine flugangst wohl nicht ganz unbegründet ;-))

 

sorry, wollte nicht weiter zu deiner flugangst beitragen, aber das war jetzt zu verlockend ;-))

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So, jetzt muss ich das alte Themal mal wieder aufwärmen.

 

Leider war ich aus persönlichen Gründen längere Zeit anderweitig beschäftigt und damit ist auch die ganze Fliegerei in den Hintergrund gerückt und auch der geplante Flug ausgefallen. Aber jetzt will ich es doch noch mal versuchen und habe bei HLX 9,99 Euro Tickets erstanden. Es soll von Klagenfurt nach Hannover gehen - hier die Details:

 

HLX(X3)4221 Klagenfurt 08:55 Hannover 10:20

HLX(X3)4220 Hannover 11:10 Klagenfurt 12:30

 

2 Fragen hätte ich dazu:

 

1.) Bin ich bei HLX sicherheitstechnisch gut aufgehoben?

 

2.) What the F*ck soll ich eigentlich in Hannover anstellen? Habe die Destination zufällig nach Ticketverfügbarkeit ausgewählt, Hamburg oder Berlin wären auch möglich gewesen. Ich bitte um Vorschläge *g*.

 

Danke!

 

lg

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Bei HLX brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Und der Anflug auf Klagenfurt ist schon, aber ob als Flugangstbewältigung zu gebrauchen???

 

In Hannover kann man einiges machen. Wie viele Tage und wann genau biste denn da?

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Ich denke in 50min kann man sowieso nicht so viel machen, oder? Oder fliegst du an zwei unterschiedlichen Tagen?

 

HLX ist sicherheitstechnisch denke ich genauso gut wie jede andere deutsche Airline. Ich bin auch schon mit denen geflogen - kein großer Komfort, aber was will man bei den Preisen erwarten. Und für das Geld, was man bezahlt, bekommt man schon alles was man braucht, um zufrieden zu sein.

 

Ich wünsche dir viel Spaß auf deinem Flug und viel Glück mit deinem Versuch die Flugangst in den Griff zu bekommen. Fliegst du alleine?

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So, jetzt muss ich das alte Themal mal wieder aufwärmen.

 

Leider war ich aus persönlichen Gründen längere Zeit anderweitig beschäftigt und damit ist auch die ganze Fliegerei in den Hintergrund gerückt und auch der geplante Flug ausgefallen. Aber jetzt will ich es doch noch mal versuchen und habe bei HLX 9,99 Euro Tickets erstanden. Es soll von Klagenfurt nach Hannover gehen - hier die Details:

 

HLX(X3)4221 Klagenfurt 08:55 Hannover 10:20

HLX(X3)4220 Hannover 11:10 Klagenfurt 12:30

 

2 Fragen hätte ich dazu:

 

1.) Bin ich bei HLX sicherheitstechnisch gut aufgehoben?

 

2.) What the F*ck soll ich eigentlich in Hannover anstellen? Habe die Destination zufällig nach Ticketverfügbarkeit ausgewählt, Hamburg oder Berlin wären auch möglich gewesen. Ich bitte um Vorschläge *g*.

 

Danke!

 

lg

 

 

Gruess Dich,

 

ist das Dein zweiter Flug nach dem SkyEurope-Flug nach Bergamo? Oder hattest Du dazu keine Gelegenheit gehabt? Wenn ja, dann duerftest Du Dich bei diesem Flug schon sehr viel sicherer fuehlen.

 

Um auf Deine Fragen einzugehen:

 

1. Bei HLX bist Du allerallerbestens aufgehoben. Das ist eine extrem serioese Fluggesellschaft, mit sehr viel sehr neuen Maschinen, die gruendlich-deutsch gewartet werden. Auch die sonstigen Anforderungen an die Besatzung in punkto Sicherheit entpsrechen den hoechsten Standards. Da machst Du ueberhaupt nichts falsch. HLX gehoert uebrigens dem TUI-Konzern.

 

2. Was du in Hannover machen kannst? Am besten gleich wieder zurueckfliegen. Ehrlich, Hannover ist die trostloseste und bedrueckendste Stadt, die Du Dir vorstellen kannst. Grau und langweilig. Sogar die Leute sind dort grau und fad, so langweilig sogar, die haben noch nicht einmal einen Akzent beim Sprechen. Biederer und spiessiger findest Du in deutschen Grossstaedten kaum. Es gibt noch nicht einmal richtige Reisefuehrer ueber hannover, da will ja auch kaum einer hin. Mir ist voellig unklar, wie man als Homo sapiens ueberhaupt dort leben kann. Wenn Du fuer selbes Geld und zur selben Zeit auch nach Hamburg oder Berlin haettest fliegen koennen, haettest Du das machen sollen. Hamburg ist wunderschoen und hat viel zu bieten, und Berlin ist einfach ein einmaliger Fall fuer sich, eine super-interessante Stadt. Was Du natuerlich machen kannst, wenn Du in Hannover ankommst: setze Dich in den ICE nach Berlin, dauert 1h30min, schau Dir Berlin an und flieg dann von Hannover wieder zurueck.

 

Was mir ansonsten noch zu Deinem Flugangst-Problem einfaellt: fliege oft, und fliege die selbe Strecke. Ich habe einen Fruend, der auch Flugangst hat(te), es aber inzwischen problemlos schafft, alle paar Tage MUC-PMI-MUC zu fliegen. Damit hat er Zutrauen in die Fliegerei gewonnen, und tut sich damit auch auf anderen Strecken viel leichter.

 

Viel Glueck und viel Spass (in Berlin ;-) )

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Hinflug = Samstag

Rückflug = Sonntag

 

50 Minuten wären doch etwas wenig *g*. Einen Tag Aufenthalt will ich mir schon gönnen.

 

Was ist das Problem mit dem Anflug Klagenfurt? Warum ist der für Angsthasen nicht so geeignet?

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So schlimm ist es in Hannover auch nicht, insbesondere Abends kann man da gut mal ein Bierchen trinken.

 

Auch der Flughafen ist für Aviatik Freaks durchaus interessant. Viel Verkehr aus dem ehemaligen Ostblock.

 

Allerdings, und da hat NoCRJ recht, viele Sehenswürdigkeiten gibt es nicht

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2. Was du in Hannover machen kannst? Am besten gleich wieder zurueckfliegen. Ehrlich, Hannover ist die trostloseste und bedrueckendste Stadt, die Du Dir vorstellen kannst. Grau und langweilig. Sogar die Leute sind dort grau und fad, so langweilig sogar, die haben noch nicht einmal einen Akzent beim Sprechen. Biederer und spiessiger findest Du in deutschen Grossstaedten kaum. Es gibt noch nicht einmal richtige Reisefuehrer ueber hannover, da will ja auch kaum einer hin. Mir ist voellig unklar, wie man als Homo sapiens ueberhaupt dort leben kann. Wenn Du fuer selbes Geld und zur selben Zeit auch nach Hamburg oder Berlin haettest fliegen koennen, haettest Du das machen sollen. Hamburg ist wunderschoen und hat viel zu bieten, und Berlin ist einfach ein einmaliger Fall fuer sich, eine super-interessante Stadt. Was Du natuerlich machen kannst, wenn Du in Hannover ankommst: setze Dich in den ICE nach Berlin, dauert 1h30min, schau Dir Berlin an und flieg dann von Hannover wieder zurueck.

 

Naja wie sagte ein von Bremen zwecks Studium nach Hannover verzogener Bekannter: "Hannover ist halt funktional!"

Und ehrlich gesagt, das ist bisher auch die treffendste Beschreibung, die ich je zu Hannover gehört habe! Ein bissel Shoppen wird da wohl auch drin sein und 24 Stunden wird man schon totschlagen können (zur Not mit den Pay-TV-Kanälen im Hotel). Ansonsten als kostengünstigere Alternative zu Berlin, könnte man vielleicht den Samstag Nachmittag für einen Trip nach Bremen nutzen, das könnte man dann mit dem Wochenendticket und dem Regional-Express machen. ;-)

 

Anosonsten Hannover muss doch auch was haben, was man sich anschauen kann, auch wenn ich es bisher noch nicht gefunfen habe...

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@all: Erstmal vielen Dank für die motivierenden Antworten. Ich werd das schon hinkriegen.

 

@United B777: Ich fliege alleine, aber das ist mir allemal lieber als meine zukünftige Ex neben mir zu haben und ich wüsste nicht wen ich sonst mitnehmen sollte...

 

@NoCRJ: Nein, es ist mein erster Flug nach dem Amsterdam Flug, der mir die Flugangst erst so richtig eingejagt hat (Anflug bei einem Wind, der mir nach der Landung den Koffer davongeblasen hat). Den SkyEurope Flug habe ich nicht nehmen mögen wegen persönlicher - soll heißen Familienprobleme, die mir jede Motivation genommen haben.

 

Für Hannover habe ich mich entschieden weil es der nächst erreichbare Flugtermin war. Aber bei den günstigen Preisen von HLX werde ich, wenn mir dieser Flug gefällt, sicher noch andere deutsche Städte besuchen. Mal sehen.

 

@ME86: Der Gedanke mit dem deutschen Bier gefällt mir seeehr gut, bin eh Gerne-Bier-Trinker und das deutsche Bier soll ja extra gut sein. Mal schauen wie es im Vergleich zu unserem Murauer schmeckt...

 

@BRE: Worst case scenario nehme ich mein Notebook mit ein paar frischen Filmen mit, ist noch immer günstiger als pay tv.

 

@all: Was hält ihr denn vom Tiergarten Hannover? Ist der einen Ausflug wert? Finde ich dort einen Pinguin der wie der Linux-Tux aussieht?

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@all: Erstmal vielen Dank für die motivierenden Antworten. Ich werd das schon hinkriegen.

 

Für Hannover habe ich mich entschieden weil es der nächst erreichbare Flugtermin war. Aber bei den günstigen Preisen von HLX werde ich, wenn mir dieser Flug gefällt, sicher noch andere deutsche Städte besuchen. Mal sehen.

 

@all: Was hält ihr denn vom Tiergarten Hannover? Ist der einen Ausflug wert? Finde ich dort einen Pinguin der wie der Linux-Tux aussieht?

 

Der Hannover Zoo ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dort ist vor ein paar Jahren ne Menge gemacht worden in Bezug auf artgerechte Tierhaltung. Auch den Pinguin findest Du dort (auch wenn ausgerechnet hier die Modernisierung noch fehlt). Im Tiergarten (Achtung das ist was anderes und auch wo anders) findest Du eher Rehe und Wildschweine also einheimische Tiere. Ansonsten kann ich auf jeden Fall noch zu einem Besuch im großen Garten der Herrenhäuser Gärten raten. Oder auch ins neue Rathaus mal reingehen, mit dem Schrägaufzug in die Kuppel fahren und anschließend durch den Maschpark zum Maschsee spazieren und ein wenig erholen. Wenn es regnet und Interesse an moderner Kunst besteht, ist auch das direkt am Maschpark/Maschsee liegende Sprengel-Museum einen Besuch wert. Und wie schon geschrieben, Hannover hat eine riesige Fußgängerzone wo der "Kulturbanause" auch sehr gut shoppen kann.

 

Ein wirklich in Hannover gebrautes Bier findest Du noch im Brauhaus (ob das nun besser ist, musst Du selber entscheiden), ansonsten gibt es in der Altstadt (von der Innenstadt kommend hinter der Marktkirche) aber auch noch ne ganze Menge weitere ganz nette Kneipen.

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Mhhhh jetzt habe ich mit AB ein Wochenendausflug im Dezember (ZRH-HAN) gebucht und frage mich wirklich ob das ne gute Idee war?

 

Fand eingentlich in jeder deutschen Stadt etwas spannendes zu entdecken. Neben Hamburg, Berlin etc. hat mir zum Beispiel auch Düsseldorf (sehr) und Frankfurt (weniger) gut gefallen.... Nun gibt es in Hannover wirklich gar nichts zu machen (2 Nächte Aufenthalt)??

 

Noch eine ander Frage: Kennt jemand das Hotel Dorint Novotel Hannover(hab ich gebucht) ist das OK?

 

Danke schon im voraus für jede Antwort!

Gruss aus der Schweiz

Mike

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