Snappy Geschrieben 22. Mai 2008 Melden Geschrieben 22. Mai 2008 Hallo, wie im Kanada Tripreport schon angekündigt, hier nun der Bericht zu meinem kleinen Karibik-Kurztrip. :-) Wie kam es dazu? Ich habe lange überlegt, was ich in der einen Woche Kanada alles machen kann... bis mir dann die Idee kam das einfach mit einem Flug nach St. Maarten zu verbinden. Nach all den Bildern und auch Fernsehberichten war die Insel auf meiner ToVisit Liste ganz oben, erst recht da ich noch nie in der Karibik war. Mit Sicherheit gibt es schönere Inseln in der Karibik, aber St. Maarten hat halt diesen gewissen Flughafen. ;-) Ein weiterer Punkt der die Insel interessant macht, ist die Zweiteilung in die holländische und französische Seite. Sowas gibt es glaube ich nirgendwo anders auf so kleinem Raum. Die Insel ist nur ca. 13 x 10 km groß und somit noch kleiner als z.B. eine Stadt wie Osnabrück. Und auf dieser kleinen Fläche gibt es zwei verschiedene Nummernschilder, Währungen (Antillen-Gulden auf der holländischen Seite, Euro auf der französischen Seite) und auch Sprachen. Da Flüge ab Deutschland nach St. Maarten nicht günstig zu haben sind (erst ab ca. 700 Euro aufwärts) und ich auch eigentlich gar nicht so lange dort bleiben wollte, bot sich so ein Kurztrip natürlich an. Letztendlich habe ich mich für nur eine Übernachtung entschieden, bzw. einen Aufenthalt von ca. 26 Stunden. Den Hinflug habe ich bei Delta Airlines gebucht, den Rückflug bei US Airways. Da die Flüge von Kanada aus alle wesentlich teurer waren, habe ich ab Buffalo gebucht, was nicht weit von Toronto entfernt in den USA liegt. Montag, 19.05.2008 ----------------------- 06:00 - 08:09 Buffalo-Atlanta Delta Airlines, DL889, MD88 10:08 - 14:00 Atlanta-St. Maarten Delta Airlines, DL439, 757-200 Dienstag, 20.05.2008 ------------------------- 16:25 - 20:37 St. Maarten-Charlotte US Airways, US1422, 757-200 22:00 - 23:43 Charlotte-Buffalo US Airways, US1408, A321 Gesamtpreis für alle vier Flüge zusammen war ca. 260 Euro. Um 4:00 Uhr machte ich mich am Montag auf zum Flughafen nach Buffalo, der nur 5 km vom Hotel entfernt lag. Beim Blick auf die Abflugmonitore machten sich dann erste Zweifel breit ob ich denn mein Ziel noch erreichen würde... Die Umsteigezeit verkürzte sich somit auf nur noch 1 Stunde. Und da es keinen späteren Atlanta-St. Maarten Flug von Delta gibt, hätte ich im Falle des Falles den ganzen Trip vergessen können. Um 6:30 Uhr rollte dann endlich die MD-88 an den Finger... Das Boarding begann auch "pünktlich", nur dauerte es anschließend eine Ewigkeit bis es log ging, da noch kein Slot frei war. Ich sah meine Maschine in Atlanta schon ohne mich starten, doch um 7:30 Uhr ging es dann endlich los. Hmm, 90 Minuten Verspätung bei 120 Minuten Umsteigezeit... das wird eng. Aber erstmal den Flug geniessen, der Stress kommt nach der Landung noch ganz von allein. ;-) Echt schöne Gegend die da überflogen wurde, etwa 100 km lang nur solche Hügellandschaften. Die würde ich mir auch gerne mal von unten ansehen. Als Verpflegung gab es eine Tüte Erdnüsse und was zu trinken. Auch auf den restlichen Flügen war es das gleiche. Der Unterschied zwischen einem 90 Minuten Inlandsflug und >4 Std. Karibikflug bestand übrigens nur in der Menge der Erdnüsse/Brezeltüte/Käsekräcker. Inland = 1 Tüte, Mittelstrecke = 2 Tüten, sowohl bei Delta als auch US. Hier ein atlantisches ;) Wohngebiet im Anflug... ich hoffe die verirren sich da nicht. :) Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt, tatsächlich war das etwa 5 mal so groß. Und runter ging es auf den Flughafen Atlanta, welcher übrigens der größte Verkehrsflughafen der Welt ist. Und das merkte man deutlich... so ist dieser Flieger z.B. parallel auf der Nachbarbahn gelandet und flog minutenlang direkt neben uns. Nach der Landung musste es dann schnell gehen... und zwar von Terminal A nach Terminal E, viel weiter hätte es auch nicht sein können. Zu Fuß wäre man sicher fast eine Stunde unterwegs gewesen, aber zum Glück fährt da auch eine Bahn. Puh... geschafft, gerade noch rechtzeitig. :-) Hmm, die folgenden Bilder könnte man auch mit "Mami bringt den Kleinen das Fliegen bei" untertiteln. ;-) Auf dem folgenden Foto ist wieder schön die Größe des Flughafens zu sehen... drei Starts fast zeitgleich und gelandet wurde währenddessen auch noch. Noch ein kurzer Blick auf die Skyline von Atlanta... Von den 4 gebuchten Flügen waren übrigens 3 fast bis auf den letzten Platz gefüllt... nur dieser hier nicht, wie man hier deutlich sehen kann. Von Florida aus ging es dann an den Bahamas vorbei in die Karibik, zum Glück sass ich auf der rechten Seite. Chicken-Brötchen für 8 Dollar... Und dann gings abwärts... :-) Hier werden anscheinend neue Hotels(?) gebaut - mit direktem Blick auf den Flughafen. Der Flughafen ist recht groß und vor allem modern, hätte ich nicht mit gerechnet. Witzig zu erwähnen wäre noch, das auf dem Gepäckband auf einmal ein Hahn krähte. Der drehte da gerade seine Runden auf dem Kofferband... eingesperrt, versteht sich. ;-) Die Temperaturen waren so ca. bei 30°C, jedoch sehr angenehm, da die Luftfeuchtigkeit nur bei etwa 50% lag. Die Übernahme des Mietwagens verlief dann nicht ganz problemlos, da der Mitarbeiter anscheinend nichts von mir wusste und erst noch rumtelefonieren musste. Zudem meinte er das ich 17 Dollar Flughafengebühren zahlen müsste, obwohl diese laut Voucher bereits inklusive waren. Der Wagen war dann zudem noch die reinste Schrottkarre, da bin ich von Alamo eigentlich besseres gewöhnt. Über 50.000 km auf dem Tacho, machte aber eher den Eindruck als wenn da noch ne "1" vorne fehlen würde. Hinten auf der Heckscheibe klebte sogar noch ein vergilbter "Baby an Bord" Sticker... naja, zumindest war der ein paar Klassen besser als gebucht. Als erstens ging es gleich zu dem berühmten Strand... gerade als ich meinen Wagen abgestellt hatte, rauschte diese American Airlines vorbei. Konnte dann aber noch den Start dieser Air France miterleben. Wer mutig ist, stellt sich genau hinter die Triebwerke und lässt sich ins Meer blasen. ;-) Da die Flugzeuge dort ja leider nicht im Minutentakt einschweben, sondern es durchaus mal 30-40 Minuten dauert bis das nächste kommt, hatte ich natürlich keine Lust die ganze Zeit dort rumzuhängen und den Rest der Insel zu verpassen. Also ging es dann erstmal ein wenig umher... viel kommentieren kann ich da leider nicht, aber ich denke die Bilder sprechen für sich. :-) Nach Sonnenuntergang fuhr ich dann gegen 19:00 Uhr zum Hotel. Am nächsten Tag bin ich noch vor dem Frühstück gegen 5:30 Uhr ein wenig umher gefahren, wo u.a. auch dieses Bild vom Sonnenaufgang entstanden ist. Das Hotel (Beach Plaza auf der französischen Seite) war eines der wenigen das noch im zweistelligen Bereich zu haben war. Nach dem Frühstück machte ich mich dann auf die Ecken der Insel zu erkunden die ich am Vortag vergessen hatte... dank GPS-Logger konnte ich dies bei Google Earth genau sehen. Das hier ist die Straße nach/zum(?) Pic Paradis, dem mit knapp über 400 Metern höchsten Berg der Insel, von dem aus man einen schönen Überblick hat. Oh oh, hoffentlich kommt mir da keiner entgegen (ja, das ist eine Straße!)... :-) Oben angekommen kann man den Wagen auf einen der wenigen Plätze am Straßenrand abstellen und zu Fuß weiter durchs Gestrüpp. Da es mir da oben aber zu wolkig war, bin ich wieder runter und in den Norden der Insel gefahren. Dann war es auch irgendwann Mittag und die restliche verbleibende Zeit des Tages musste es natürlich nochmal an *den* Strand gehen. :-) Leider etwas missglückt das Foto... Die Post ist da. :-) Allerdings übertreibt der Pilot es da auch ein wenig, soo tief muss man da nun auch nicht landen, schon gar nicht mit so einer kleinen Maschine. Nach knapp 3 Stunden die ich dort am Strand verbracht hatte, musste der Mietwagen dann wieder zurück zu Alamo, von wo aus mich der Mitarbeiter mit dem selben Wagen zum Flughafen fuhr (irgendwie sinnlos). Der Rückflug nach Charlotte war im Gegensatz zum Hinflug sehr gut gebucht, viele hatten nur Standby Bordkarten bekommen und mussten diese am Gate umtauschen. Ich hatte einen Platz in der allerletzten Reihe am Fenster, den ich schon bei der Buchung reserviert hatte. Nach pünktlichem Start ging es gleich in eine steile Rechtskurve in den Himmel, da ansonsten die Berge im Weg sind. Geht mal auf maps.google.de und tippt dort "SXM" als Suchbegriff ein, da ist die Lage des Flughafens schön zu sehen. Nach abermals schönen Karibikausblicken wurde es dann Richtung Festland USA ziemlich wolkig mit Gewittern und es mussten über Charlotte so einige Warteschleifen geflogen werden. Die GPS-Logs werde ich evtl. noch nachreichen. Aber schön wars auf jeden Fall. :-) Nach der Landung blieben dann noch 1:20 Stunden für das Umsteigen nach Buffalo... sollte eigentlich reichen. Aber man darf nicht vergessen, das man in Charlotte schon in die USA einreisen muss, also die üblichen Formalitäten inkl. Fingerabdrücken etc. erledigen muss. Zudem muss man das Gepäck nochmal aufgeben (ich hatte ja keins) und ein weiteres mal durch die Sicherheitskontrolle, und zwar die ganz normale durch die jeder Passagier geht, man ist als Umsteigegast in keinster Weise bevorzugt. Bei der Immigration gab es zwei Schlangen, eine für US Bürger und eine für Ausländer und es wurde auch drauf geachtet das man sich daran hält... letztendlich kamen jedoch alle wieder gemischt an die einzelnen Schalter. Von daher sehe ich das ähnlich wie die Kanadier in meiner Schlange... das grenzt schon an Diskriminierung, da die Leute mit US Pässen viel schneller durch gelassen wurden. Insgesamt stand ich da über 1 Stunde bis ich durch war. An der Sicherheitskontrolle war ich genau zur geplanten Startzeit um 22:00 Uhr und da auf den Monitoren nichts von einer Verspätung stand, hatte ich die Hoffnung schon fast aufgegeben. Aber das Boarding hatte zum Glück noch nicht begonnen, genau bei meinem Eintreffen am Gate erfolgte die Durchsage und eine halbe Stunde später waren wir in der Luft. Geflogen ist ein A321... Hmm... was soll uns dieser Hinweis in der Sicherheitskarte sagen? Klingt irgendwie nach "Lesen Sie die Karte bitte gut durch, Sie könnten es brauchen" ;-) Zum Abschluss gab's noch einen letzten Blick auf Charlotte, von dessen Flughafen ich aufgrund der Hektik leider nicht viel mitbekommen habe. Abschließend kann ich nur sagen das sich der Trip mehr als gelohnt hat. Von der Länge her fand ich das genau richtig, da ich zum einen ohne Gepäck reisen konnte, keine hohen Hotelkosten auf St. Maarten hatte und eigentlich alles gesehen habe was ich mir vorgenommen hatte. Klar kann man auch einen ganzen Tag am Strand liegen und sich erholen (bzw. Flugzeuge gucken ;) ), aber das wäre mir dann doch zu eintönig. ------ Soviel zu St. Maarten... heute bin ich dann von Buffalo aus nach Smiths Falls/Kanada gefahren, die Fotos folgen wahrscheinlich morgen wieder im Kanada Thread. Fragen, Kommentare oder Kritiken sind natürlich wie immer erwünscht. :-)
jc Geschrieben 22. Mai 2008 Melden Geschrieben 22. Mai 2008 nicht schlecht... sieht ja ganz nett aus in St. Maarten! aber wohin fliegt denn AF mit einem A319 von dort?
UA 951 Geschrieben 22. Mai 2008 Melden Geschrieben 22. Mai 2008 nicht schlecht... sieht ja ganz nett aus in St. Maarten!aber wohin fliegt denn AF mit einem A319 von dort? MIA glaube ich ist eins der Ziele. Toller Report. :) Wie bekommt ihr bei so kurzen Umsteigezeiten eigentlich das mit eurem Gepäck hin? In den USA muss man sich das Gepäck doch erst abholen und beim Drop-Off für Weiterresiende wieder abgeben? :-)
Reifel Geschrieben 22. Mai 2008 Melden Geschrieben 22. Mai 2008 Wirklich schöner Bericht! Das Surfbrett mit den Ankunftszeiten fand ich spitze :) Warst Du auch auf der französischen Seite? Wie ist denn der Kabinenservice von DL/US so? Also nicht das Essen an sich, das ist schon klar, ich meinte eher die Freundlichkeit :) Die Hügel schauen von eben echt schön aus. Der Staat New York ist glaube ich landschaftlich allgemein reizvoll... Als ich mit dem Auto von New York zu den Niagarafällen gefahren bin sind wir durch eine hügelige Laubwaldlandschaft gefahren, die wirklich traumhaft war... Wenn meine verlorene (und vom Schiffspersonal wiedergefundene) Speicherkarte endlich wieder in Deutschland ist, kann ich vielleicht mal einen Bericht machen :) VG Reifel
Gast Badmax Geschrieben 22. Mai 2008 Melden Geschrieben 22. Mai 2008 Ganz einfach, in die Deutschen haben die Amerikaner viel mehr Vertrauen als in die Franzosen. Viele denken bei Airbus nur an Frankreich. Mit dem assembly in germany sollen nervöse Paxe beruhigt werden.
Snappy Geschrieben 25. Mai 2008 Autor Melden Geschrieben 25. Mai 2008 Wie bereits angekündigt, hier die GPS-Daten... Hinflug/Rückflug: Fahrstrecke auf St. Maarten (keine Ahnung was der waagerechte Strich da im Wasser zu suchen hat, da war ich gar nicht und auch das Flugzeug ist dort nicht lang geflogen) Anflug auf Charlotte zwischen den Gewitterwolken...
Snappy Geschrieben 26. Mai 2008 Autor Melden Geschrieben 26. Mai 2008 Wie bekommt ihr bei so kurzen Umsteigezeiten eigentlich das mit eurem Gepäck hin? In den USA muss man sich das Gepäck doch erst abholen und beim Drop-Off für Weiterresiende wieder abgeben? :-) Genau, und das Problem ist ja das man den Koffer erst nach der Einreise überhaupt entgegegen nehmen kann. Und wenn man innerhalb 60 Minuten einreisen muss, Koffer neu aufgeben, wieder an die Sicherheitskontrolle anstellen und dann noch das Gate finden muss, könnte es recht knapp werden. Wäre nur mal interessant zu wissen, was dann in so einem Fall passiert... also ob die Fluggesellschaft dann Hotel etc. übernimmt. Warst Du auch auf der französischen Seite? Wie ist denn der Kabinenservice von DL/US so? Also nicht das Essen an sich, das ist schon klar, ich meinte eher die Freundlichkeit :) Das mit der französischen Seite lässst sich eigentlich nicht vermeiden wenn man dort ist. ;) Zudem war ja auch mein Hotel dort. Da man dort in Euro zahlt, hab ich gleich mal eine Hand voll deutscher 2 Euro Sondermünzen (Schweriner Schloss + Hamburger Michel) unters Volk gebracht, welche die Kassierer jeweils sehr interessiert angeschaut haben. :-) Eigentlich merkt man gar nicht wenn man die Grenze überschreitet, da ist höchstens mal ein kleines Schild oder ne Fahne am Straßenrand. Freundlichkeit war ok, kein großer Unterschied zu anderen. Btw, auf dem Rückflug mit US hat die Flugbegleiterin meinem Vordermann versehentlich Wasser über den Kopf und Oberkörper geschüttet. Entschuldigt hat sie sich nicht wirktlich, sondern sich eher noch drüber lustig gemacht... "Regnet es hier drinnen?" ;)
martin.stahl Geschrieben 26. Mai 2008 Melden Geschrieben 26. Mai 2008 Fahrstrecke auf St. Maarten (keine Ahnung was der waagerechte Strich da im Wasser zu suchen hat, da war ich gar nicht und auch das Flugzeug ist dort nicht lang geflogen) Wahrscheinlich hat da der Logger kein Signal erhalten. Ich bekomme in solchen Fällen auch immer wieder merkwürdige Daten und sehe mich an Stellen, an denen ich definitiv nicht war. Martin
Larsi Geschrieben 31. Mai 2008 Melden Geschrieben 31. Mai 2008 Geile Fotos, danke fürs Zeigen!! Larsi
Snappy Geschrieben 6. Juli 2008 Autor Melden Geschrieben 6. Juli 2008 Lange hat's gedauert, aber jetzt ist auch endlich der Tripreport in Videoform fertig... http://www.megaupload.com/?d=3Q010ZOU (knapp 52 MB, bzw. 8 Minuten .wmv-Video) Oder online bei Youtube... http://de.youtube.com/watch?v=lrA8ttho-0Y Da ist allerdings das Seitenverhältnis falsch, aus dem 16:9 Video wurde bei Youtube 4:3, sprich alles ist langgezogen. Würde also eher zum Runterladen raten, da ist die Qualität sowieso besser. Und sorry das es so wenig große Flugzeuge bei der Landung zu sehen gibt, aber ich war ja nur ein paar Stunden am Strand und konnte immer nur eins... filmen _oder_ fotografieren. :)
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