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[Tripreport] Cork/Cardiff/Montpellier (HHN-KIR-ORK-CWL-BRS..


Tecko747

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Geschrieben

Frankfurt, Abends gegen halb zwölf. Ich steige ein mein Auto und fahre im Eiltempo in Richtung Lautzenhausen. Eile war angesagt, schließlich war die Rezeption meines Hotel nur bis um ein Uhr geöffnet.

 

Doch alles klappte prima und eine Viertelstunde vor ein Uhr erreichte ich das Airport Inn-Hotel. Ein sehr schönes, kleines, gemütliches Hotel in einer ehemaligen Gaststättenruine, die sehr liebevoll zu einem kleinen Schmuckstück umgebaut wurde. Sehr zu empfehlen.

 

Besonders das Frühstück war sehr umfangreich und schmackhaft und überstieg deutlich meine Erwartungen an ein kleines Dreisternehaus.

 

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Sonnenaufgang über dem Hunsrück

 

Es ist immer interessant durch in regelmäßigen Abständen durch Lautzenhausen zu laufen um zu sehen wie sich das 392-Seelen-Dorf entwickelt und welche Auswirkungen der ernorme Aufschwung des Flughafens drauf hat. Der Hahn-Tales war zu diesen Tagen Gespächsstoff Nr. 1 - doch dies hat sich inzwischen ja schon wieder erledigt.

 

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Sehr beliebt ist es inzwischen bei den meisten Einwohnern ihre Grundstücke in günstige Parkplätze umzurüsten. Quasi an jeder Hautwand wird man zum Parken animiert – zu deutlich günstigeren Preisen als am Flughafen.

 

Auf dem Flugplan des heutigen Tages stand ein Ziel, dass schon recht lange im Flugplan von Hahn auftaucht – der irische Flughafen Kerry. Als ich vor vielen Jahren davon hörte, musste ich erstmal im Atlas schauen, wo dieses Ziel überhaupt liegen soll. Man mag von Ryanair halten was man will, aber was die Zielauswahl angeht waren sie schon immer für eine exotische Überraschung gut.

 

Hahn (HHN) – Kerry (KIR)

Ryanair FR5705

B737-800

EI-DPW

 

Der Flug verlief ohne besondere Vorkommnisse. An Bord war wieder viel: „Kaufen sie ainsss – erhalten sie szzwei. Aber bei dem Flugpreis bin ich da sehr tolerant was solche Aktionen angeht.

 

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Ankunft in Kerry. Der Flughafen dürfte so mit zum Kleinsten gehören, was Ryanair so im Angebot hat. Das Terminalhaus jedenfalls ist schon recht putzig.

 

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Ich denke für alle die mal Links fahren üben möchten, bittet der Flughafen optimale Vorraussetzungen. Keine verwirrenden Autobahnzubringer, sondern nur eine einfache Straße, die mitten in der Pampa in 2 Richtungen führt.

 

Ich hatte mich allerdings gegen die Mietwagen-Variante entschieden und wartete auf den Bus ins nahegelegene Killarney. Nach Dublin hat die Stadt die höchsten Übernachtungszahlen von Touristen in Irland vorzuweisen. Doch irgendwann kamen einige vor dem Terminalhaus wartende Passagiere auf die Idee gemeinsam ein Taxi zu nehmen um nicht 30 Minuten auf den Bus warten zu müssen. Jeder zahlte 5 Euro – eine recht akzeptable Sache.

 

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Typische irische Kirche

 

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Busbahnhof Killarney – hier hieß es umsteigen in den Bus nach Cork.

 

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Die Strecke führt durch landschaftlich recht reizvolle Gebiete. Dennoch ist sie für empfindliche Leute nur bedingt zu empfehlen. Die Straßen sind meist sehr holperig und für den Begegnungsverkehr von Bussen und LKWs schlecht ausgebaut. Durch die vielen Abbremsmanöver kann der ein oder andere Magen schon mal ein wenig in Unruhe kommen.

 

Cork ist die zweigrößte Stadt Irlands und hat etwa 120.000 Einwohner.

 

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Innenstadt

 

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Abendstimmung am Lee, der die Stadt durchfließt.

 

Als die letzen Sonnenstrahlen verwunden waren, fuhr ich mit dem Bus zum Flughafen. Dort hatte ich im Flughafenhotel in Zimmer reserviert.

 

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Das Hotel ist recht neu, hat sehr große, gut ausgestattete Zimmer und ist sehr schick eingerichtet. Viele Details erinnern an die Fliegerei. Man geht beispielsweise nicht an eine Rezeptionstheke sondern checkt an einem Schalter „ein“, der dem eines Flughafens ähnelt.

 

Am nächsten Morgen ging es dann bequem zu Fuß zum Terminal.

 

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Schick: Das im Jahr 2006 eröffnete Abfluggebäude am Flughafen Cork.

 

Nach langer Zeit stand für mich mal wieder eine europäische Airlinepremiere an. Für den Weiterflug über die irische See nach Wales hatte ich mich für die kleine Regionalgesellschaft Air Arann entschieden.

 

Cork (ORK) – Cardiff (CWL)

Aer Arann RE421

ATR 72

EI-CPT

 

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Unsere kleine ATR-42 wartet zum Abflug. Air Arann hat derzeit 3 Maschinen dieses Typs in der Flotte.

 

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Anflug auf Cardiff über das karge walisische Bergland.

 

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Eingemottete Langstreckenflieger von British Airways.

 

Mit dem Bus fuhr ich nach Cardiff, der Hauptstadt von Wales. Da der Bus an jeder Milchkanne hielt, benötigten wir eine knappe Stunde bis wir den Busbahnhof im Zentrum erreichten.

 

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Willkommen in Wales!

 

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Hauptbahnhof von Cardiff

 

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Das 1999 erbaute Millennium Stadium befindet sich direkt in der Innenstadt. Es fasst 74.500 Zuschauer und ist damit das zweitgrößte Stadion der Insel. Fussball wird dort zwar auch manchmal gespielt, jedoch mit deutlichem Abstand ist Rugby die Sportart Nr. 1 in dem kleinen Landesteil Großbritanniens.

 

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Rathaus

 

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Cardiff Castle

 

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Typische Häuserzeile in Cardiff

 

Nachdem ich meinen Rundgang beendet hatte suchte ich wieder den Busbahnhof auf. National Express bietet dort täglich einige Abfahrten nach London an, die auch über Bristol führen – meinem nächsten Zielort.

 

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Überfahrt über den Severn, dem längen Fluss Großbritanniens. Hier befindet sich die Grenze zwischen Wales und England.

 

Da ich Bristol bereits von einem vergangenen Besuch kannte, beschränke ich mich auf eine Übernachtung im Ramada-Hotel und einer kleinen Wanderung durch das recht gut gelungene Millenium-Viertel.

 

Nachdem ich gemütlich ausgeschlafen hatte, machte ich mich auf zum Bahnhof Temple Meads, dem Abfahrtspunkt der Flughafenbusse. Im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in Bristol fahren diese nun in einem deutlich dichteren Takt – der vielen neuen Flugverbindungen sei dank. Easyjet und Ryanair haben am Flughafen Maschinen stationiert, ganzer Stolz ist jedoch die Continental-Verbindung nach New York. Auch Lufthansa hat die Stadt seit kurzem in Ihr Streckennetz aufgenommen.

 

Am Flughafen dann ein kleines Ärgernis: Mangels Möglichkeiten müsste ich am Schalter einchecken, obwohl ich bei der Buchung meines Ryanair-Fluges Web-Check-In angegeben hatte. Ich rechnete mit ein paar Euros Aufschlag. Am Ende mußte 10 Pfund! extra zahlen – die wird richtig kassiert. Dies bestätigt mal wieder das typische Ryanair-Bild. Solange alles normal läuft, kann man mit Ryanair wunderbar verreisen. Aber gibt’s mal ein wenig Probleme, wird’s schnell ärgerlich.

 

Mein nun anstehender Flug war wiedermal ein Fall für den Atlas. Ich suchte eine Möglichkeit mit einem Zwischenstopp wieder zurück nach Hahn zu kommen. Möglichst natürlich über einen Ort, den ich bisher noch nicht erkundet hatte. Nachdem ich Beziers im Süden Frankreich gefunden hatte, das man recht gut mit dem schon recht lange im Hahn-Flugplan stehende Montpellier kombinieren konnte, war der Trip komplettiert.

 

Mit rund einer Stunde Verspätung starteten wir in Bristol. Grund wie so oft bei Flügen in diesen Tagen: Zeitaufwendige Enteisungsarbeiten die die Verspätung im Laufe des Tages immer weiter summieren.

 

Bristol (BRS) – Beziers (BZR)

Ryanair FR6022

B737-800

EI-DYK

 

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Überflug über die Altstadt von Béziers

 

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In Deutschland herrschten extreme Minustemperaturen – in Frankreich war Regen angesagt.

 

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Auf dem Flughafen geht es recht gemütlich zu. Der Flughafen Beziers könnte man die Kategorie „Kleinstflughafen“ stellen. Erst vor 2 Jahren wurde die Start- und Landebahn verlängert um den Platz auch für Flieger der 737/320er tauglich zu machen. Air France liegt im Propverkehr nach Paris.

 

Mit dem bereits bereitstehenden Shuttlebus fuhren wir in die Innenstadt. Schade ist, dass es keinen eigenen Bahnhof gibt. Die bedeutende Bahnstrecke Lyon-Barcelona mit TGV-Verkehr führt quasi direkt am Terminal vorbei.

 

Bezier zählt rund 70000 Einwohner und liegt am Canal du Midi, der das Mittelmehr mit Toulouse verbindet. Hier wird künftig auf die A75 enden, die im weiteren Verlauf über das Viaduc de Millau führt. Gerade wird hier noch kräftig gebaut, dass es sich recht häufig staut. Doch unser Busfahrer erkennte die Situation und brachte uns auf alternativer Strecke inklusive Stadtrundfahrt mit gutgelaunten Mitreisenden zum zentralen Busbahnhof.

 

Dort war gerade eine GAZA-Demonstration in vollem Gange. Ich suchte schnell etwas abstand und marschierte durch die Innenstadt zum Bahnhof.

 

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Von hier aus nahm ich den Zug nach Montpellier, das ich eine gute Stunde später dann auch erreichte.

 

Montpellier gilt als eine der am schnellsten wachsenden Städte Frankreichs und hat mich sehr überrascht – so lebendig und frisch wirkt die Stadt. Wie in vielen französischen Städten wurde auch hier in den letzten ein Straßenbahnnetz aufgebaut. Sehr sehenswert. So sieht moderner Nahverkehr jenseits der U-Bahnwürdigen Stadtgröße aus.

 

Die Sehenwürdigkeiten der Stadt kann man in zwei Bereiche einordnen. Zum einen gibt es die typische französische Altstadt mit ihren engen Gassen und wunderschönen Häusern.

 

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Place de la Comédie

 

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Triumphbogen Montpellier

 

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Ein Weihnachtsbaum mal anders

 

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Altstadt

 

Zum anderen gibt es den neuen, modernen, ja schon fast für die Stadtgröße überdimensional wirkenden Stadtteil Antigone. Geplant wurde der vierzig Hektar große Stadtteil vom katalanischen Architekten Ricardo Bofill. Bei aller Größe wurde jedoch ein lebendiger Städtischer Lebensraum in neoklassischen Stil geschaffen, der beeindruckt und dennoch nicht erdrückend wirkt.

 

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Nach der Übernachtung im Hotel Kyriad fuhr ich am nächsten morgen mit dem Bus zum Flughafen. Achtung die Busse starten am Europaplatz in Antigone und nicht in der unmittelbaren Innenstadt. Der Takt ist ebenso nicht besonders dicht, d.h. nicht einmal jede Stunde fährt ein Bus.

 

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Flughafen Montpellier

 

Der letzte Flug meines sehr ausgedehnten Tipps über die Weihnachtsfeiertage stand an. Ich hatte viel erlebt und trotzdem freute ich mich auch wieder auf die Heimat. Ein wenig gesundes Heimweh kann ja manchmal auch gar nicht so verkehrt sein.

 

Mit Ryanair sollte es zurück nach Hahn gehen.

 

Montpellier (MPL) – Hahn (HHN)

Ryanair FR3343

B737-800

EI-DWM

 

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Wäre in Deutschland der Kalte Krieg ausgebrochen, wäre dies wohl einer der heißesten Orte gewesen: die ehemalige Raketenbasis Pydna nahe Kastellaun. Heute feiern jedes Jahr bis zu 60.000 Menschen auf dem Gelände eine der besten Partys für elektronische Musik überhaupt: Die Nature One.

 

25 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit landeten wir in Hahn. Über die etwas nervenden Jubelklänge, die über die Lautsprecher geschickt wurden nicht zu überhören.

 

Ich lief zu meinem Hotel, wo ich mein Auto abgestellt hatte. Teilweise herrschten bis zu -20° C. Die Wasserflasche in meinem Auto sah entsprechend aus – zum Glück hat das Glas gehalten.

 

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Die B50 zwischen Hahn und Simmern neigt sich immer mehr ihrer Vollendung entgegen. Seit meinem letzten Besuch im Hunsrück wurden neue Abschnitte fertiggestellt, weitere befinden sich nun im Bau.

 

Nach guten dreieinhalb Stunden fahrt war ich wieder dabei. Eine anstrengende, aber sehr eindrucksvolle Ausflugsserie über die Weihnachtsfeiertage ging zuende.

  • 6 Monate später...
Geschrieben
Auf dem Flugplan des heutigen Tages stand ein Ziel, dass schon recht lange im Flugplan von Hahn auftaucht – der irische Flughafen Kerry. Als ich vor vielen Jahren davon hörte, musste ich erstmal im Atlas schauen, wo dieses Ziel überhaupt liegen soll. Man mag von Ryanair halten was man will, aber was die Zielauswahl angeht waren sie schon immer für eine exotische Überraschung gut.

 

Hahn (HHN) – Kerry (KIR)

Ryanair FR5705

B737-800

EI-DPW

 

Ankunft in Kerry. Der Flughafen dürfte so mit zum Kleinsten gehören, was Ryanair so im Angebot hat. Das Terminalhaus jedenfalls ist schon recht putzig.

 

 

Wer auf dieser kurzen Piste schon gelandet bzw. gestartet ist, darf sich hier durchaus schon zum Establishment zählen. Meinen Rückflug von Kerry-Farranfore werde ich nie vergessen:

Die FR 738 positioniert sich im schrägen Winkel am äußersten Ende der Startbahn (Auftriebserhöhung ?), gibt Vollschub bei angezogenen Bremsen und dann gehts mörderisch ab.

Habs überlebt. War übrigens eine Pilotin, siehe auch dieses Video, was ich zufällig bei youtube gefunden habe:

http://www.youtube.com/watch?v=gCG2Bp026MM

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