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[Tripreport] Auf Familienbesuch in Kanada Teil 1


HLX4U

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

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Nachdem ich den amerikanischen Teil meiner Familie 16 Jahre lang nicht gesehen hatte, verlief das erste Wiedersehen Ende 2008 in deren Winterresidenz in Fort Myers so herzlich, dass ich schon kurz danach eine Einladung zum Erstwohnsitz in die Nähe von Toronto erhielt.

 

Zum dritten Mal sollte mich British Airways über den Atlantik bringen. Nach 3x 744 und 1x 763 war nun die 772 dran. Mein erster Flug mit der Tripple Seven. Das Umsteigen in London LHR verlief wieder ohne jegliche Probleme. So eine volle 777 per Busboarding zu füllen dauert aber schon seine Zeit so das bereits eine Stunde vor Abflug der erste Bus incl mir gefüllt wurde. Leider hatten einige wenige Pax wohl Probleme sich in LHR zurechtzufinden. Gepäck schon drinne aber die Passagiere nicht....und woher kamen sie? Richtig, aus Deutschland;-). Nachdem nun alle Pax da waren, ich neben mir einen von nur 8 freien Sitzen in der Eco hatte und auch das Gepäck zum Start richtig verteilt wurde konnte es eigentlich losgehen.....leider wurde jedoch der ursprüngliche Slot verpasst und so rollten wir erst 50 Minuten nach unserer geplanten Zeit Richtung Startbahn.

 

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Extra für dich Flo 

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Die sehr bequeme Eco

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Kraftvoll ging es dann Richtung Westen in die Luft, durch einige dicke Wolken hindurch in den dann doch noch blauen Himmel.

 

Mein erster Start in einer 777

 

Der Service bei British war wie immer aus meiner Sicht sehr beachtlich was die Freundlichkeit der Crew sowie den Umfang angeht. Ich entschied mich wie beim letzten Flug für die Beeflasagne. Auch mit Getränkerunden wurde nicht gegeizt.

 

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Der Flug verlief bis auf einige kleinere Turbulenzzonen incl Anschnallen relativ ruhig. Ich schaute mir zwei Filme an und hörte etwas Musik.

Der Anflug erfolgte nördlich an Toronto, südlich am Lake Simcoe vorbei um dann von Westen her auf der Runway 05 zu landen.

 

Die Landung in Toronto

 

 

Von der Spitze des Terminals bis zum Ankunftsbereich sind es locker 10 Minuten Fußmarsch...kein Airport der kurzen Wege! Das Einreiseprozedere ist harmlos, kurze Frage nach der Vogelgrippe und gut wars. Draussen warteten dann auch schon Tante und Onkel um mich in Empfang zu nehmen  . Das Canada nicht so ganz ohne ist merkte ich dann erstmals am Ticketautomat im Parkhaus der es sich doch tatsächlich wagte zwei Dollar weniger auszugeben als er sollte.....aber nicht mit meiner Tante...da wurde dann erstmal der Supervisor gerufen und mit fetter Beschwerde gedroht ;-).

 

Die Fahrt hoch nach Orillia sollte dann etwa 1,5 Stunden dauern, mit einem kleinen Stop in Barrie um etwas Nahrung zum Abend aufzunehmen. Dabei habe ich eine neue Liebe entdeckt.... Swiss Chalet! Sehr leckere Salate und Variationen von Chicken in allen möglichen Varianten  . Danach waren es dann noch knapp 30 Minuten Fahrt welche ich aber nicht schaffte ohne das mir die Augen zufielen...ich war platt! Kurz noch meine "Wohnetage" für die paar Tage vorgestellt und ab ging es in die Koje!

 

Die Lage des Hauses, direkt am Bass Lake, konnte ich mir dann am nächsten Morgen erstmals zu Gemüte ziehen. Ursprünglich war mal geplant an diesem Samstag nach Niagara Falls zu fahren. Nicht nur wegen des miesen Wetters verzichteten wir aber darauf und setzten uns nach einem ausführlichen Frühstücks ins Auto um das direkte Umfeld zu erkunden bzw um es mir zu zeigen. Etwas Shopping in Barrie, etwas Citysightseeing in Orillia mit Besichtigung des Lake Couchiching sowie ein Besuch des naheliegenden Golfplatzes mitsamt Equipmentschulung ( beim nächsten Floridabesuch muss ich ran ;-) ) stand auf dem Programm.

 

Köln ist überall 

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Mein Reich für die Tage

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Eisbude auf Barrie-Art

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Bald bin ich reif

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Highlights of Germany…..aber wo ist das weltbekannte Düsseldorf lol

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Den sehr sehr windigen Abend verbrachten mir dann damit einige alte Fotoalben anzusehen, Erinnerungen aufzufrischen und über alte Zeiten zu reden. Bei der Gelegenheit bekam ich dann auch erstmals Bilder meiner Urgroßeltern zu sehen.

 

Der Sonntag weckte mich in Form eines Waschbäres der an der Terrassentür kratze  ! Sonne pur, kein Wind, einfach herrlich! Eigentlich auch ein wunderbarer Tag um das Motorboot aus dem Schuppen zu holen, ich zog jedoch erstmal einen ausführlichen Ausflug in die City von Toronto vor. Auf der Fahrt dann das Feeling von einem blinkenden Polizeiwagen angehalten zu werden. Zu schnell oder was war der Grund? Nun, Onkel hatte vergessen nach der Rückkehr aus Florida eine Art neue Tüvplakette anzubringen...die Jungs von der Polizei sehen auch alles ;-).

 

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Zuerst machten wir einen Ausflug zur Casa Loma. Der Reiseführer schriebt da folgendes zu:

 

Seit 1911 verleihen die aufsteigenden Zinnen des Schlosses Casa Loma der Stadt einen gewissen Zauber. Das 98 Räume zählende Schloß wurde 1914 von Sir Henry Pellatt, einem charismatischen Finanzier, Industriellen und Philantropen, als sein Zuhause fertiggestellt. Einige Jahre später mußte das Schloß wegen finanziellen Ruins verkauft werden und wurde schließlich zu der Touristenattraktion von heute. Das Schloß ist mit seinem Mauerwerk im Stil des Mittelalters und der Einrichtung aus dem frühen 20. Jahrhundert eine bizarre Mischform. Die kleinen Türme und Festungsmauern locken den Besucher ins Innere zum Oak Room mit seinen geschnitzten Eichenholzpaneelen, Geheimgängen und einer pseudo-gotischen großen Halle mit einer 18 m hohen Decke. Die zwei Hektar großen Gärten sind zwischen Mai und Oktober geöffnet.

 

Casa Loma

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Meine Tante meinte aber "ausser alten Teppichen gibt’s da nix" ;-), also schauten wir uns das Gebäude von außen an bevor es in das eigentliche Downtown ging. Da dort eine sehr schlechte Parkplatzsituation herrscht, fanden wir bei Bekannten Unterschlupf, Ray und France, aus Quebec stammend. Zur Begrüßung mußte ich dann erstmal die noch herrschenden Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland erklären sowie unser Bildungssystem. Ich hab es auf Englisch sogar so hinbekommen das es verständlich war;-).

 

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Per Tageskarte für die Metro ging es dann Richtung CN Tower! Auch hier zitiere ich mal den Reiseführer:

 

Der CN Tower ist mit einer Höhe von 553 m das höchste freistehende Gebäude der Welt und das bekannteste Symbol dieser Stadt am Ontariosee. An klaren Tagen hat man einen fantastischen Blick, der bis zu 120 km über die umliegende Stadtlandschaft und den See reicht. Ein mit Glasfront versehener Aufzug führt zum Hauptteil der rund 114 Stockwerke hoch liegt wo Besucher durch den Glasboden schwindelerregende 342 m direkt nach unten schauen können. Einen angenehmeren Blick bekommt man vom sich drehenden 360 Restaurant, das ein Stockwerk höher liegt. Ein anderer Aufzug führt weitere 33 Stockwerke nach oben zum SkyPod. Im Erdgeschoß des Turms befinden sich außerdem mehrere Unterhaltungsstätten, wie z.B. die beiden Bewegungssimulatoren.

 

Der Ausblick von dort oben ist echt phantastisch, wenn auch nicht ganz billig! Interessant fand ich den Sicherheitscheck welcher mit einer Art Gebläse durchgeführt wird. Und die nach außen gerichteten, gläsernen Aufzüge sind auch so eine Sache für sich ;-)!!!!

 

Sehr zu empfehlen auch das erwähnte Restaurant, allerdings bei uns ohne Dreheffekt. Der von mir auserwählte "Toronto’s Best Hamburger" machte seinem Namen alle Ehre und von der Größe konnte man auch nicht meckern...vom Preis, ganz untypisch für eine solche Location, war ich auch angenehm überrascht.

 

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Direkt nebenan befindet sich auch der City-Airport von Toronto, welcher hauptsächlich von den Dash8 von Porter genutzt wird und mittels einer kleinen Fähre an das Festland angebunden ist.

 

Nach der Mahlzeit erfolgte dann ein Spaziergang durch das an diesem Sonntag wie ausgestorben wirkende Businesszentrum von Toronto mit seinen Hochhäusern.

Nett auch der im Bau befindliche Trump-Tower...aktuell drei Stockwerke hoch;-).

 

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Verbindungsgänge durch die City

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Sehr interessant auch der Gegensatz zwischen altem und neuem Rathaus der Stadt. Bevor wir dann in das Eaton Center mit seinen zahlreichen Geschäften eintauchten, gönnten wir uns erstmal nen Kaffee  . In diesem riesigen Einkaufscenter können Einkaufswütige locker nen halben Tag verbringen. Wir begnügten uns mit einer guten Stunde bevor es wieder zurück zu Ray und France und zum Auto ging. Abends wurde dann der Barbecuegrill in use genommen bevor wir den Tag ausklingen ließen.

 

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Das wird mal der Trump-Tower

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Das alte Rathaus

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Das neue Rathaus

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Eaton Center

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Am Montag sollte es dann in die Wilderness von Kanada gehen...bzw in einen kleinen Teil davon. Wenn schon nicht die Niagara Fälle, so sollte es dann zumindest zu einer Nummer kleiner gehen, genauer zum Big Chute, zu dem Wikipedia auch einige Infos zu bieten hat:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Chute_Marine_Railway

 

Auf dem Weg dahin vorbei an Severn Falls und einfach tollen Landschaften mit Seen und Wäldern, so wie man sich teils Kanada vorstellt. So eine saubere, reine Luft kriegt man in unseren Breiten leider auch nicht mehr geboten. Die Hinweisschilder auf die vor Ort ansässigen Klapperschlangen sorgte dann bei mir für einige genaue Blicke in die Büsche nebenan ;-), aber nix bewegte sich!

 

Einige Bilder meiner „Unterkunft“

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Weiter ging die Fahrt ins Örtchen Midland, direkt an der Georgian Bay gelegen. Dort verkehren einige Ausflugsschiffchen und vor Ort befindet sich auch ein bekanntes Theater.

 

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Im Anschluß besuchten wir dann noch die ehemalige französische "Kolonie" , in dem damals französische Missionare und Indianer zusammengelebt hatten. Hat zwar sehr viel History was auch mit einem Film untermalt wird, wirkte jedoch alles sehr künstlich.

 

So ging auch dieser Tag zu Ende und meine Abreise am Dienstag näherte sich.

 

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Zum schwimmen war es eh zu kalt ;-)

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Auf der Fahrt nach Toronto machten wir dann nochmal einen Stopp in Barrie am dortigen Outlet um noch einige kanadische Dollar loszuwerden;-). 4,5 Stunden vor Abflug war ich dann wieder am YYZ und musste dann am checkin feststellen das ich ein Seafood-Menü bestellt hatte....bzw mein Travelagent aus Aachen;-))!! Sein Glück das es sich als sehr lecker erweisen sollte!

 

Terminal 3 Toronto

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Mit etwas Spotting des doch recht interessanten Verkehres vertrieb ich mir dann die Zeit bis zum Abflug, welcher diesmal mit einer 744 mit Oneworld-Titeln durchgeführt wurde. Der Flug verlief wieder ohne Besonderheiten und war so kurz das ich Mühe hatte die drei Filme Milk, Marley&Me und Taken unterzukriegen. Sehr interessant mal in einer 747 mit nur rund 30% Auslastung zu fliegen. Landung in LHR erfolgte dann überpünktlich ohne das zuvor angekündigte Holding.

 

Der Start mit der 744 in Toronto

 

 

Reichlich Platz in den letzten Reihen…

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Schwache Auslastung

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Das von Herrn G. gebuchte Seafood-Menü…sein Glück das es geschmeckt hat;-)

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Teil zwei gibt es dann im September, allerdings dann mit Niagara Falls, Ottawa, Montreal und Quebec City….und vielleicht auch mit HLX4U beim Golfspielen ;-).

 

Landung LHR bei schönsten Wetter mit schöner Aussicht

 

Für Fragen stehe ich zur Verfügung!

Geschrieben

Als Ergänzung auch noch die gesammelten Sottingergebnisse durch die Scheibe:

 

Alle Farben sind vertreten:

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Kleinstgerät

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Sonderbemalung schon aus der 744 abgelichtet:

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Westjet-mittlerweile fast Platzhirsch in Toronto, 600er:

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Und ne 700er:

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Auf dem Weg nach Prag

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Und der nach Karachi und Lahore:

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Mit nur etwa 30 Pax nach kiev:

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Und das Highlight zum Schluß:

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Geschrieben
Schöner Bericht! :) Hattest du auf den BA Flügen denn das neue "on demand entertainment system", oder das ältere, ohne "demand" Funktion?

 

Danke, hatte bisher bei BA immer on demand...egal ob 747, 767 oder 777...ab wann gabs das denn?

 

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