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[Tripreport] Spotten in Paris Orly (DUS-ORY-DUS-VIE-FRA)


martin.stahl

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Geschrieben

1997 flog ich mit der Lufthansa von Frankfurt nach Paris-Orly und wieder zurück. Wenig später wurde diese Verbindung eingestellt. Ich wollte gerne wieder einmal nach Orly, da im Gegensatz zu Charles de Gaulle hier Fotografieren problemlos möglich ist und allerlei Exoten Orly anfliegen, die man in Deutschland kaum antrifft. Also begann ich zu suchen, wie man denn am besten von Frankfurt nach Orly fliegt und landete bei Air Berlin, die eine Verbindung über Berlin-Tegel anbot. Also gebucht, und um etwas Abwechslung hineinzubringen, buchte ich den Rückflug nach Wien über Düsseldorf und von dort aus einen Flug nach Frankfurt mit Niki.

Ein relativ günstiges Flughafenhotel fand ich auch an der anderen Seite des Flughafens, das einen kostenlosen Zubringer anbot. Das „Orly Superior Hotel“ war für meine Zwecke perfekt, da man von dort aus zehn Minuten zu einem Park direkt neben einer der beiden Startbahnen laufen konnte.

Drei Wochen vor Abflug wurde mir von Air Berlin eine „Flugzeitenänderung“ gemailt: Statt des gebuchten Hinflugs ab Frankfurt via Berlin wurde ich auf einen Direktflug von Düsseldorf umgebucht. Air Berlin hatte ab Ende Juli den Nachmittagsflug nach Berlin gestrichen. Ich wollte auf den Morgenflug nach Berlin umgebucht werden und hätte auch nichts gegen den langen Aufenthalt in Berlin gehabt, doch Air Berlin machte nicht mit und schickte mir das Rail & Fly-Ticket für die Bahnfahrt nach Düsseldorf. Naja, in Düsseldorf war ich auch schon ewig nicht mehr gewesen und ich nahm einen frühen ICE und vertrieb mir einige interessante Stunden auf der Besucherterrasse.

 

05.08.09 DUS-ORY AB 8418, geplant: 19:10 - 20:30

A320 D-ABDT, Sitz 4 A, Gate B 80

Startbahn 23 L, Landebahn 06

 

Da der Internet-Check In nicht funktionierte, checkte ich gleich nach meiner Ankunft zeitig am Automaten in Düsseldorf ein und war überrascht, als ich den Sitzplan eines Airbus 320 oder einer B737 auf dem Bildschirm zu sehen bekam, denn laut Flugplan war eine Dash Turboprop vorgesehen. Als ich bei der Gepäckabgabe nach dem Flugzeugtyp fragte, bekam ich auch die Dash zur Antwort.

 

Die Düsseldorfer Besucherterrasse bei glühender Hitze:

Platzhirsch Air Berlin, hier mit A321

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Egypt Air mit A321 nach Kairo:

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Skywings mit B737:

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Am Abend machte ich mich dann auf den Weg zum Gate. An der Sicherheitskontrolle war nichts los und ich kämpfte mich durch diverse Geschäfte. Ich weiß, dass die Flughäfen mit den ganzen Geschäften für meistens teuren und unnötigen Kram mittlerweile das meiste Geld verdienen, finde es aber zunehmend nervig, dass der Weg zu den Gates immer häufiger zwischen den Verkaufsregalen durchführt. Wie erwartet, fuhren wir mit dem Bus zu unserem Flugzeug hin zur Außenposition, wo einige der Dash-Turboprops abgestellt waren. Und fuhren an denen vorbei zu einem A320, der recht einsam auf dem Vorfeld stand. Beim Einsteigen bestätigte die Stewardess einen kurzfristigen Flugzeugwechsel. Mir war es recht, da ich lieber mit einem A320 als mit einer Turboprop-Maschine fliege. Entsprechend gering war auch die Auslastung und jeder hatte eine ganze Reihe für sich alleine.

 

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Die Route führte zuerst nach Norden an Krefeld vorbei, dann Richtung Westen über Maastricht und Charleroi nach Frankreich Richtung Paris.

 

Flughafen Düsseldorf

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Über den Rhein hinweg

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Sonnenstrahlen über Frankreich oder doch ein Zeichen?

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Da wir von Orly von Westen aus anfliegen mussten, flogen wir einmal um ganz Paris herum.

 

Flughafen CDG:

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Paris

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Pariser Innenstadt mit dem Eiffelturm links oben

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Nach der Landung rief ich im Hotel an und ließ mich abholen, nachdem einige Missverständnisse geklärt waren, wo ich auf den Hotelbus warten sollte. Vom Zimmer aus hatte ich einen schönen Blick auf die Lichter der landenden Maschinen. Der Lärm hielt sich in Grenzen, wobei mir das Nachtflugverbot zugute kam.

 

Am nächsten Tag ging ich zum Park in dem kleinen Ort Paray-Vielle-Poste, der von 9:30 - 19 Uhr geöffnet hat. Er ist schön angelegt mit Bäumen, Wegen und mehreren Kinderspielplätzen.

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Das Highlight des Parks sind zwei Hügel, die wie Amphitheater angeordnet sind. Von dort aus hat man einen hervorragenden Blick auf den Beginn der Bahn 08, und da den ganzen Tag Ostwind herrschte, starteten alle Maschinen auf dieser Bahn, was den Park zur perfekten Fotoposition machte.

 

Platzhirsch war natürlich Air France, die von Orly aus einen starken Inlandsverkehr betreibt. Es gibt auch einige Langstreckenflüge, vor allem in die Karibik, mit B777 und A340.

 

Air France A320

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Air France A340 nach Cayenne

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Air France B777

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Für den Chartermark und nach Nordafrika zuständig:

Air Mediterranee mit A321

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Und Aigle Azur mit A320

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Lat Charter fliegt diesen A320 für Aigle Azur

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Air Caraibes fliegt mit A330 in die Karibik

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Corsair B747-400 im TUI-Himmelblau

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Die französische Transavia mit B737-800

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CCM mit A319 nach Korsika

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Open Skies mit der B757 nach New York

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Auch Spanier waren reichlich vertreten: Neben Iberia und Clickair mit den kleineren Airbussen kam Air Europa mit einem bunten Flottenmix aus Madrid.

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Air Europa A330

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Mint Airways B757

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Privilege Style B757

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Der ungewöhnlichste Europäer war wohl diese B757 der Air Finland

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Paris-Orly bietet vor allem viele Verbindungen nach Nordafrika an. Maschinen aus Tunesien, Algerien und Marokko kommen fast im Stundentakt.

 

Karthago Airlines B737

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Tunis Air kommt mit B737, A320 und einmal täglich auch noch mit dem A300

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Air Algerie mit B767 nach Oran

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Air Algerie A330

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Für mich die schönste Bemalung hat dieser A319 der Air Burkina, der für Air Ivoire fliegt

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Mauritania Airways B737

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Neben regelmäßigen B737 der Royal Air Maroc kommt auch Atlas Blue mit der B737

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Ebenso wie Jet4you mit der B737

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Cubana mit einer ganz weißen B767 - zum Glück war immerhin eine Registrierung erkennbar.

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Der Tag war heiß und Schatten war nur sehr begrenzt vorhanden. Im Lauf des Tages begegnete ich zwei Spottern, die mit dem Auto aus Dresden gekommen waren, einer Kindergartentruppe und einer Mischung aus französischen Spottern und Familien auf einem Ausflug.

Als ich am Abend im Hotel den Bus für die Rückfahrt zum Flughafen am nächsten Morgen bestellte, wollte die Dame an der Rezeption unbedingt, dass ich zeitig losfahre, um zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Ich versicherte ihr mehrmals, dass bei meinem Flug eine Stunde auch ausreichen würde und fuhr dann gut 1 ½ Stunden vor Abflug zum Flughafen.

 

07.08.09 ORY-DUS AB 8019, geplant: 9:15 - 10:40

DH8 D-ABQF, Sitz 4 F, Gate B 20

Startbahn 24, Landebahn 23 R

 

Es gab mehrere Schalter für die Air Berlin-Flüge nach Düsseldorf und nach Berlin. Gerade bei dem einen Schalter für Non-Status-Passagiere nach Düsseldorf dauerte es ewig und schließlich durften wir auch an den Berlin-Schaltern, die leer waren, einchecken und das Gepäck für Düsseldorf an einem anderen Schalter abgeben. Da bis zum Abflug noch Zeit war, schaute ich mir noch die großzügige, aber verglaste Besucherterrasse an, verlor dort eine Kontaktlinse und fand sie zum Glück wieder. Als ich die Dash der Air Berlin landen sah, ging ich auch zum Gate. Die Maschine war praktisch ausgebucht und ich sah etwas beunruhigt zu, mit welcher Wucht das Gepäck auf das Förderband geworfen wurde.

 

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Wir starteten pünktlich in westliche Richtung und überflogen in einer Linkskurve St. Germain, die Partnerstadt von Aschaffenburg, während wir in den Wolken verschwanden. Quer durch die Champagne ging es nach Luxemburg, wo wir nach Norden abbogen und in der Eifel Deutschland erreichten. Wir flogen in das Ruhrgebiet, wendeten in einer Linkskurve und landeten auf der 23 R.

 

Die Ruhr und die Zeche Verlorener Sohn

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Essen

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In Düsseldorf hatte ich gut zwei Stunden Zeit und ging erneut auf die Besucherterrasse, um diesen A310 der Mahan Air beim Start nach Teheran abzulichten.

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DUS-VIE AB 8136, geplant: 13:10 - 14:40

B737-700 D-ABLA, Sitz 17 F, Gate B 73

Startbahn 23 L, Landebahn 34

 

Auch dieser Flug war praktisch ausgebucht und enthielt einige Urlauber, die einen Langstreckenflug mit Air Berlin hinter sich hatten. Wir starteten diesmal mit einer Viertelstunde Verspätung.

 

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Nach einer Linkskurve Richtung Leverkusen ging es weiter nach Frankfurt, den Spessart, Würzburg und Bamberg in die Tschechei und über Budweis hinweg nach Wien.

 

Düsseldorf-Lohausen

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Monheim am Rhein

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Leverkusen

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Frankfurt

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Flughafen Frankfurt

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Gerade als wir über meine Heimat Aschaffenburg flogen, standen die Flugbegleiter mit dem Getränkeservice neben mir und ich hatte ganz schön zu tun, gleichzeitig den Spessart zu fotografieren und mein Getränk und das Knäckebrot entgegenzuehmen.

 

Marktheidenfeld am Main

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Wien

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Wien-Schwechat. Wir gingen in den Gegenanflug zur Bahn 34, machten über dem Neusiedler See eine Kurve und landeten aus Süden kommend.

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Da es in Paris nicht möglich gewesen ist, den Koffer bis Frankfurt durchzuchecken, holte ich ihn am Gepäckband ab und gab ihn im Terminal 1a bei Niki ab und checkte dort auch für den letzten Flug ein. Die restliche Zeit machte ich es mir mit Blick auf die Startbahn bequem, bis es Zeit für das Einsteigen war.

 

VIE-FRA HG 8772, geplant: 17:05 - 18:30

A321 OE-LES, Sitz 27 F, Gate B 38

Startbahn 29, Landebahn 07 R

 

Wie immer ging es von einem dieser engen und unbequemen Gates im Erdgeschoss mit dem Bus zum Flieger. Es ist schon grenzwertig, in einem dieser Gates einen Flug mit gut 200 Passagieren abzufertigen. Unser A321 stand auf dem Vorfeld direkt neben der Air Berlin-Maschine, mit der ich aus Düsseldorf gekommen war.

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Die Flugroute führte über Wien hinweg, St. Pölten, Linz, parallel zur Donau entlang bis Regensburg, Ansbach, Würzburg, Aschaffenburg, über den Rhein hinweg, um auf der 07 R zu landen.

 

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Start in Wien

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Wien

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Passau

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Der Nürnberger Süden

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Würzburg

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Marktheidenfeld - ich kann sogar mein Elternhaus und meine Schule erkennen.

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Aschaffenburg, wo ich jetzt arbeite

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Glattbach - jenseits der A3 wohne ich

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Flughafen Frankfurt mit der Startbahn West

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Es war für mich ein wunderschöner Flug, da wir alle Städte überquerten, die bisher in meinem Leben eine Rolle gespielt haben: Fürth, Würzburg, Marktheidenfeld, Aschaffenburg und Glattbach. Alleine aus dem Grund bin ich froh, den Umweg über Wien genommen zu haben, da ich die Städte vorher nie so gut zu Gesicht bekommen habe. Meistens war es bewölkt oder Nacht.

 

Martin

 

Copyright aller Fotos: Martin Stahl

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