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Tripreport: Reggio Calabria mit Alitalia (FRA-FCO-REG-LIN-FRA)


martin.stahl

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Als Werbeaktion bot Alitalia gesamt Italien ab Deutschland für 99 Euro an. Da sollte es natürlich ein Ziel sein, zu dem man sonst nicht so leicht und günstig hinkommt, am besten noch als Umsteigeverbindung. Gesucht und geschaut und schließlich landete ich in Reggio Calabria, ganz im Süden Italiens und quasi der große Zeh des Stiefels. Dorthin gab es bequeme Flüge bei Tageslicht, zu denen ich nicht in aller Frühe aufstehen musste und es gab eine schöne Auswahl interessanter Flugzeugtypen, in denen man nicht alle Tage landet. Also eine passende Woche in den Ferien gesucht und gebucht.

 

11.08.09 FRA-FCO AZ 403 (durchgeführt von Air One), geplant: 12:00 - 13:55

Canadair Regional Jet 900, EI-DRI, Sitz 7 A, Gate D 22

Startbahn 18, Landebahn 16 L

 

Da ich diverse Horrorgeschichten über verlorenes Gepäck beim Umsteigen in Rom gehört hatte, verteilte ich alle Flüssigkeiten incl. Sonnenmilch auf 100 ml-Flaschen, packte sie in den Plastikbeutel und reiste nur mit Handgepäck. An der Sicherheitskontrolle im Terminal 2 in Frankfurt die erste Überraschung - ich war weit und breit der einzige Passagier. Hatte ich etwas verpasst? Wurde das Terminal gerade geräumt? Nö, es war einfach nichts los. Dadurch war ich zeitig am Gate, sah unsere Maschine auf dem Vorfeld stehen und als der Flug pünktlich aufgerufen wurde, strömte die große Menschenmenge zur falschen Tür und wartete, dass diese sich öffnete, während wir durch die offene Tür nach unten zum Bus gingen. Die anderen hatten es dann wohl auch mitbekommen und kamen nach. Der CRJ900 war komplett ausgebucht und man saß ziemlich eng. Die Anordnung der Fenster war ziemlich bescheuert. Ich hatte das Glück, mit leichten Verrenkungen der Halswirbelsäule nach draußen blicken zu können, aber bei vielen Sitzen war das Fenster genau auf Höhe der Sitzlehne und ein Blick nach draußen war nicht möglich. Da die Gepäckfächer nicht so groß waren, musste ich den Trolley beim Einsteigen abgeben und hatte zum Glück die Sachen, die ich beim Flug benötigte (wie den Fotoapparat), in einer separaten Tasche. Überpünktlich rollten wir zur Startbahn West und warteten dort noch die Starts einiger Lufthansa-Maschinen sowie des A330 der Yemenia, die auch nach Rom flog, ab. Dabei fiel mir auf, dass die Aero Lloyd-Wartungshalle im Süden des Flughafens viele Jahre nach dem Ende dieser Airline nun mit „Condor“ beschriftet war. Da wir auf Höhe des Spotterhügels die Startbahn erreichten, stand uns nur die halbe Bahn zur Verfügung, was aber immer noch mehr als ausreichte. Daher war ich überrascht, als der Pilot bei angezogener Bremse vollen Schub gab und erst dann die Bremse löste, so dass wir einen kleinen Hopser nach vorne machten, losrollten und über Mörfelden schon in den Wolken verschwanden.

Die Route ging letztlich fast kerzengerade Richtung Süden: Bodensee, Zürich, Lugano, Como, Mailand, Parma, Pisa und schließlich Rom.

 

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Radolfzell am Bodensee

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Bellinzona im Tessin

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Ascona am Lago Maggiore

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Lugano am Luganer See

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Como am Comer See

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Poebene bei Parma

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Der Braccianosee, ein Kratersee in der Nähe von Rom

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Die Verpflegung bestand auf allen Flügen aus einigen Crackern oder einer Waffel und dem üblichen Getränkeservice, wobei ich den Ananassaft eine schöne Abwechslung fand.

Anflug ging es für einen kurzen Moment wieder nach oben, so dass ich schon dachte, wir würden durchstarten, waren dafür aber doch noch zu weit von der Landebahn entfernt, und es ging dann auch normal im Sinkflug weiter. Nach der Landung in Rom erreichten wir schnell die Parkposition auf dem Vorfeld und ich bekam beim Aussteigen meinen Trolley wieder.

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In Rom Fumicino hatte ich gut drei Stunden Aufenthalt bis zum Weiterflug. Ich durchstreifte erst ein wenig den Transitbereich und die große Einkaufsgalerie und suchte mir dann einen guten Platz an einem Fenster im Flugsteig A, möglichst weit vorne, und bekam so das Geschehen an der Startbahn 25 mit. Die meisten Flüge waren von der Alitalia und Air One, die auf einigen der Plakate im Terminal immer noch die Lufthansa zum Partner hat. Wirklich tolle Bilder waren durch die Scheiben leider nicht möglich.

 

A319 der Windjet

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FCO-REG AZ 1159, geplant: 17:15 - 18:30

MD82, I-DANF, Sitz 16 A, Gate A 19

Startbahn 25, Landebahn 33

 

Als ich zum Gate im Untergeschoss kam, standen die Leute schon Schlange, aber das Einsteigen hatte noch nicht begonnen. Die Maschine stand weit vom Terminal entfernt auf einer Vorfeldposition, so dass man bald das Gefühl bekam, man würde mit dem Bus nach Reggio Calabria fahren. Dafür war die Position gleich neben der Startbahn. Beim Einsteigen erfüllte ich mir einen alten Traum und stieg durch die Heckklappe ein. Mit der MD82 wollte ich schon lange fliegen und hatte es vor einigen Jahren einmal bei der Austrian geschafft und freute mich, jetzt noch einmal in ihr zu fliegen.

 

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Die Maschine war ausgebucht und ich hatte den Eindruck, der einzige Nicht-Italiener auf dem Flug zu sein. Ein älterer Herr diskutierte mit den Flugbegleitern und ich bekam so viel mit, dass er die Maschine wieder verlassen wollte. Den Grund dafür bekam ich dank meiner fehlenden Italienischkenntnisse nicht mit, aber anscheinend konnte er doch überzeugt werden, an Bord zu bleiben.

Von meinem Sitz aus gelang mir noch ein Foto der Mistral Air, die mit B737 Pilger- und Frachtflüge macht und ursprünglich von Bud Spencer gegründet wurde, mittlerweile aber zum größten Teil der Poste Italiane gehört.

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Die Route führte uns auf dem Meer parallel zur Küste nach Süden, und beim Landeanflug überquerten wir den Nordosten von Sizilien.

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Beim Abheben auf der Bahn 25 überquerten wir die 16 R, die für einige Landungen genutzt wurde, und waren schnell über dem Mittelmeer und bogen Richtung Süden ab.

 

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Der Ort Fiumicino

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Die Wolken beschränkten sich wieder auf das Festland, während es über dem Mittelmeer wolkenfrei blieb.

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Anflug auf Reggio Calabria

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Parallel zur Küste die Bahn 33, auf der wir gleich landen sollten. Auf der kurzen Querbahn sollte ich drei Tage später wieder starten. Wir waren zu diesem Zeitpunkt schon recht tief und waren immer noch im Gegenanflug.

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Gut eine Minute vor dem Aufsetzen flogen wir noch eine Linkskurve, die uns in den Anflug zur Bahn 33 brachte. Auch wenn der Anflug nicht dicht über die Häuser ging (das ist bei Anflügen auf die 05 der Fall), war unser Anflug mit dieser Kurve auch sehr spektakulär. Auf dem Foto sieht man rechts immer noch die Bahn, auf der wir landen sollten.

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Scharf abgebremst, auf der Bahn gewendet und zum Terminal gerollt, wo wir unter Palmen parkten und zu Fuß zum Terminal liefen.

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Ich hätte mit dem Bus fahren können, aber dazu hätte ich am Hauptbahnhof umsteigen müssen und die Busse fuhren nur jede Stunde und die Abfahrtszeiten waren auch eher unverbindliche Empfehlungen. Bis der nächste Bus vom kleinen Flughafen abgefahren wäre, hatte ich die Hälfte der Strecke zur Pension zu Fuß zurückgelegt und entschied mich daher, die 4,5 km zu laufen.

Reggio Calabria liegt in der Mitte des Mittelmeers, hat ungefähr 180000 Einwohner und erstreckt sich insgesamt 23 km entlang der kalabrischen Küste. Kalabrien wurde früher als Armenhaus Italiens bezeichnet und Reggio Calabria ist jetzt auch nicht als Touristenziel bekannt. Ich hatte das Gefühl, der einzige Ausländer zu sein, wobei ich es sehr interessant fand, Italien auch einmal abseits der typischen Touristenpfade zu erkunden.

Und was kam bei dieser Erkundung heraus? Gehsteige gibt es immer nur alle paar hundert Meter und genauso unvermittelt enden sie auch wieder. Ist einer vorhanden, kann man ihn nur teilweise nutzen, weil der Rest mit Autos zugeparkt ist. Verkehrszeichen haben vor allem empfehlende Bedeutung. Bisweilen schwankte ich zwischen der Überlegung, am Ende des Gehsteigs einfach am Straßenrand weiterzulaufen und mich durch die parkenden Autos am fließenden Verkehr vorbeizuschlängeln, oder doch die Straßenseite zu wechseln, weil auf der anderen Seite ein Gehsteig im Schatten lockte. Das Überqueren der Straße war häufig auch ein Abenteuer. Zebrastreifen waren zwar in Massen vorhanden, aber entweder war von ihnen kaum mehr etwas zu sehen oder die Autofahrer kümmerten sich einfach nicht darum. Das erste Auto, das tatsächlich einmal anhielt, tat dies auch nur, weil der Fahrer den Motor abgewürgt hatte. Also wurde ich im Lauf der Zeit wagemutiger und machte es wie die Italiener - nicht am Straßenrand warten, bis ein Auto hält, sondern sich durch den laufenden Verkehr durchschlängeln. Es gab vor allem kleine Geschäfte nach einem einheitlichen Muster: Im Erdgeschoss war eine große Maueröffnung zur Straße, die als Eingang oder Schaufenster diente, und im Erdgeschoss war auch das jeweilige Geschäft untergebracht, egal, ob Lebensmittelhandel, Autowerkstatt oder Schmuckgeschäft. Dazu noch allerlei Obst- und Gemüstestände an der Straße.

 

Das kalabrische Hinterland (und ja, es war sehr heiß und trocken…)

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Meine Unterkunft: Stephen’s Guest House

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Die Wohnung im Erdgeschoss war als Pension eingerichtet. Die Wohnküche mit Zugang zur Terrasse und dem Garten war der Frühstücks- und Aufenthaltsraum. Die drei Schlafzimmer wurden als Gästezimmer vermietet. Ich hatte ein Dreibettzimmer mit Bad für mich alleine, wobei aber nur ein Bett hergerichtet war. Auch wurde in den drei Tagen das Zimmer nie gemacht, so dass ich mir das Trinkgeld für das Zimmermädchen sparte. Aber es war insgesamt sauber und ordentlich und ich hatte alles, was ich brauchte.

 

Frühstücksraum

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Die Besitzer sprachen ein wenig Englisch und es gab ein ordentliches Frühstück mit Croissant und Crepes, Kaffee und Saft, Kuchen und die Besitzerin war sehr aufmerksam. Als ich ihr in einer Mischung aus Englisch und ein paar italienischen Brocken verständlich machte, dass ich gegen Nutella allergisch sei, bekam ich am nächsten Tag meinen Crepe mit Marmelade gefüllt. Generell sprachen die Italiener wenig bis gar kein Englisch. Die Verständigung erfolgte daher in einem Mischmasch aus Englisch, ein paar italienischen Brocken, die ich aufgeschnappt hatte, englischen Wörtern, die ich auf gut Glück italienisch aussprach und ansonsten Herumfuchteln mit den Händen. Insgesamt hat das gut geklappt.

 

Blick über das Mittelmeer nach Sizilien

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Der Ätna in der Ferne

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Abends war im touristischen Viertel an der Uferpromenade einiges los. Dieser Stadtteil war schachbrettartig angelegt und es gab einige Einkaufsstraßen mit teurer Mode und vielen Schmuckgeschäften. Um den Weg von den Berghängen etwas zu erleichtern, führen an einer Straße nach einigen Treppen überdachte Förderbänder Richtung Strandpromenade und zurück.

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Die Strandpromenade am Abend

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Eine der vielen Kirchen im Ort

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Statue von Guiseppe di Nava

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Strandpromenade

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Einen Tag machte ich es mir am öffentlichen Strand, dem Lido Comunale bequem. Der Strand war frei zugänglich, man musste weder Liegen noch Sonnenschirme mieten (dafür gab es einige Strandclubs) und es gab darin einen kleinen Park und Sitzgelegenheiten. Mein erster Strandurlaub in Italien seit 25 Jahren.

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Am zweiten Tag machte ich einen Ausflug nach Messina auf Sizilien.

Das Schnellboot fuhr alle zwei Stunden und brauchte für die Überfahrt eine gute halbe

Stunde.

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Im Boot selbst wurde man leider auf die Sitze im Inneren verbannt und durfte sich nicht draußen auf dem Deck aufhalten. Und die Scheiben waren so dreckig, dass Bilder von der Überfahrt nicht möglich waren.

Messina wirkte deutlich touristisch orientierter, imposanter und auch aufgeräumter als Reggio Calabria. Dafür waren auf den Straßen deutlich weniger Leute unterwegs. Hatte die Mafia am Ende gar Angst vor mir?

 

Der Dom mit dem Glockenturm

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Brunnen Falconieri

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Messina

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Hafeneinfahrt

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Hafen, Dom und Reggio Calabria auf der anderen Seite

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Kirche Madonna di Montalto

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Am Abend ging es nach Reggio Calabria zurück und ich machte mich auf die Suche nach einem Internetcafé, um für den Rückflug einzuchecken. Dabei stieß ich auf eine weitere Eisdiele und konnte wieder einmal nicht widerstehen.

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Das müsste das Theater gewesen sein.

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Die Abende verbrachte ich jeweils in einer Pizzeria bei einer großen Pizza und war abends so müde, dass mir beim Lesen die Augen zufielen und ich trotz der Hitze immer sehr gut schlief.

 

14.08.09 REG-LIN AZ 7104, geplant: 13:00 - 14:40

MD82, I-DANH, Sitz 16 L, Gate 2

Startbahn 20, Landebahn 36 L

 

Ich lief am Vormittag gemütlich (sofern es bei der Hitze möglich war) zum Flughafen zurück und kaufte unterwegs noch Käse, Schinken, Oliven, Tomaten und Zitronen und quetschte so viel davon wie möglich in meinen Koffer, den ich diesmal aufgab. Der Flughafen war sehr klein und bis auf einige Flüge nach Rom und Mailand gab es nur noch welche mit Air Malta nach Malta und nach Madrid.

 

Unsere Maschine, die I-DANH

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Der einzige Warteraum hatte drei Ausgänge auf das Vorfeld und hatte einen Betonwandcharme, dass es mich wundert, dass Ryanair diesen Flughafen noch nicht anfliegt. Die Maschine war gut gebucht und fast voll, aber ich hatte das Glück, eine komplette Dreierreihe für mich alleine zu haben. Auch in den kleineren Maschinen bezeichnet Alitalia die Sitze auf der rechten Seite mit G-H-L statt D-E-F.

 

Die Route führte wieder parallel zur Küste über das Mittelmeer, war aber diesmal näher an der Küste als auf dem Hinflug, so dass man eine bessere Sicht auf das Land hatte.

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Wir starteten pünktlich und fuhren diesmal auf die nur 1700 m lange Querbahn. In den Datenbanken ist die Bahn mit 19 angegeben, doch auf die Bahn selbst war eine große „20“ gepinselt.

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Am Anfang der Bahn wendeten wir und der Pilot gab wieder mit angezogener Bremse vollen Schub, so dass die kurze Startstrecke reichte und wir auf das Meer hinaus starteten.

 

Das war ich alles zu Fuß gelaufen…

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Reggio Calabria mit dem Bahnhof. Unten sieht man das schachbrettartig angelegte touristische Viertel und von dort aus geht es stetig bergauf.

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Hinter dem großen Gebäude, an der Pfeilspitze, war meine Pension.

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Lido Comunale, der öffentliche Strand

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Der Hafen

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Die Straße von Messina zwischen Sizilien (links) und dem italienischen Stiefel

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Ischia

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Der Flughafen Rom Fiumicino aus 10000 m Höhe

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Lagune von Orbetello (auf der Halbinsel in der Mitte ist die Ortschaft Orbetello)

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La Spezia nahe Genua - hier verabschiedeten wir uns vom Mittelmeer und flogen Mailand an.

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Anstrengend waren die beiden kleinen Kinder in der Reihe hinter mir, die vor lauter Aufregung die ganze Zeit herumtobten und schrien. Als ich sah, dass irgendwann die Sonnenschutzblende vor dem Fenster geschlossen war, musste ich an einen Vogelkäfig denken, über den man abends eine Decke gelegt hat, damit der Vogel ruhig ist.

Nach Reggio Calabria war Mailand Linate mein nächster neuer Flughafen. Wir landeten auf der Bahn 36 und erreichten ohne weitere Umwege die Parkposition direkt am Terminal. Von den Gates aus hatte man einen guten Ausblick auf das Vorfeld und die einzige Start- und Landebahn und es war sehr eindrucksvoll, wie die Flugzeuge beim Start auf einen zukamen und der immer größer werdende Schatten genau das Terminal streifte. Leider waren Fotos wieder nur durch die Scheibe möglich.

 

MD82 der Meridiana

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Diese MD82 der ItAli Airways wurde nach der Landung auf der anderen Seite des Flughafens abgestellt.

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Die I-DANH, mit der ich gekommen war, beim Start nach Rom.

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LIN-FRA AZ 410, geplant: 17:45 - 19:10

Embraer 170, EI-DFG, Sitz 16 L, Gate A 2

Startbahn 36, Landebahn 25 R

 

Auch dieser Flug war voll und startete pünktlich von der Vorfeldposition.

Nach dem Start in nördlicher Richtung ging es an Monza vorbei, über den Comer See und die Alpen hinweg, den Tessin und Graubünden, quer über den Bodensee, Tübingen, Stuttgart, den Spessart, an Aschaffenburg und Gelnhausen vorbei nach Frankfurt.

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Flughafen Mailand-Linate

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Villa Reale im königlichen Park von Monza

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Comer See und kleinere Seen im südlichen Voralpenland

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Konstanz

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Blumeninsel Mainau im Bodensee

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Flughafen Stuttgart-Echterdingen

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Stuttgart mit Gottlieb-Daimler-Stadion

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Neckarsulm und Heilbronn

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Und schließlich Frankfurt

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Fazit: Reggio Calabria ist nicht der touristische Brüller, aber ich fand es schön, das Eck auch einmal gesehen zu haben und Italien außerhalb der Hotelburgen kennengelernt zu haben. Der Anflug auf Reggio Calabria war umso schöner und Alitalia hat auf den vier Flügen auch ein solides Produkt geliefert und sich nicht großartig von den anderen europäischen Fluglinien unterschieden.

 

Martin

 

Copyright aller Fotos: Martin Stahl

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