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[Tripreport] Daytrip zu den Heiden – TXL-MHG-TXL


joBER

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Geschrieben

Zum Jahresabschluss 2009 sollte es noch eine dreifache Neuerung für die Flugstatistik geben:

Neue Airline (Cirrus), neuer Flughafen (Mannheim) und neues Flugzeug (Do 328-1x0).

Das Ganze war durch Lufthansa Irland samt Gutschein im Oktober für erträgliche 73€ zu haben – bei C9 operierten Flügen ist netterweise auch in den billigen Klassen (T – 99€) kein Minimalaufenthalt vorgesehen, sodass mit den rar gesäten Billigtickets bisweilen ein mehrstündiger Aufenthalt vor Ort möglich ist.

Ein Check-In im Netz misslang übrigens am Vortag – es hieß also früh aufstehen uns so war ich gegen 7:25Uhr am Flughafen und damit der dritte am Check-In in TXL :)

TXL-MHG

8.15-9.30 (8.17-9.27)

D-CIRC Do 328-110

4F

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TXL am frühen Morgen - Schweinewetter

Cirrus wird im linken Anbau („Terminal D“) abgefertigt und interessanterweise gibt es langweilige Acciona-Bordkarten. Dort war allerdings sonst nicht viel los zu dieser Zeit – ein HF-Flug nach Luxor war eben am Einsteigen. Fix geht es also mit dem Bus zu unserem Schmuckstück – geparkt neben uns steht übrigens eine Atlant-Soyuz Tu-154M. Der Flug ist gut gefüllt (28 Leute – ich komme mir leicht underdressed vor). Pünktlich erheben wir uns in die Berliner Gräue – Richtung Osten. Erstaunlich finde ich dabei den Geräuschpegel. Da könnten sich Bombardier und ATR noch einiges abkupfern. Wir fliegen über Magdeburg, Erfurt, quer über den Thüringer Wald und Frankfurt (so zumindest die Ansage – gesehen hat man, von einigen Flecken in Thüringen abgesehen, ob der Wolkendecke nichts). Der Anflug bringt uns dicht über die Gipfel des Odenwalds und dann über Schriesheim in ansehnlicher Sinkrate nach unten.

Der Service an Bord ist übrigens ausgezeichnet: Ein großes Brötchen, Schokolade und einen Snack (Gummiflugzeuge, Erdnüsse) kurz vor der Landung. Dazu zwei Getränkeumläufe. Der Kaffee ist erstaunlicherweise kein Instantprodukt.

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Kurz vor der 27

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Nach der Landung kann ich noch einen Blick ins Cockpit werfen: Auch hier stellt man wieder fest, wie sehr Dornier seiner Zeit voraus war – ein volles Glascockpit hat man in den Neunziger Jahren wohl in den wenigsten Props gefunden.

Mein Plan für die gut 5 Stunden vor Ort sah eigentlich vor, vom Flughafen direkt mit der Straßenbahn nach Heidelberg zu fahren. Auf Grund einer etwas missverständlichen Anzeige im Digitaldisplay („Weinheim-Heidelberg“ – der geneigte Berliner weiß natürlich nicht, ob Weinheim nun der direkte Weg nach Heidelberg ist...) an der Haltestelle fand ich mich aber ungewollt in einem Zug Richtung MA HBF wieder. Nun, von dort ging es dann mit der S-Bahn weiter.

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Schloss Mannheim (aus der Straßenbahn)

Heidelberg selbst wird ja gerne als Perle deutscher Mittelalterstädte bezeichnet. Sicherlich nicht ganz zu Unrecht(auch wenn die Heerscharen amerikanischer und japanischer Touristen schon etwas abschreckend wirken...). Zunächst führt mich mein Weg vom Bismarckplatz einmal quer durch die Altstadt und dann über 300 Stufen hoch zum Schloss. Dort lässt es sich bei der Kälte eine Stunde lang aushalten. Anschließend steht ein zünftiges Mittag in – ja in der Mensa an. Denn auch die ist in einer alten Studentenstadt natürlich einigermaßen historisch (und bietet dem armen Studenten freilich auch ein günstiges Mahl :D).

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Das große Fass im Schloss

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Alte Brücke

Anschließend muss ich auch schon wieder zurück zum Bismarckplatz. Diesmal steige ich in die richtige Straßenbahn und bin nach 40 Minuten wieder in Neuostheim am Flugplatz und halte kurz darauf meine Bordkarte in der Hand – diesmal Lufthansa-Style. Zu meinem Erstaunen erfolgt der Rückflug mit anderer Crew in einem anderen Flugzeug – das wird wohl morgens nach HAM geflogen sein.

MHG-TXL

14.45-16.00 (14.47-16.03)

D-CPRP Do328-100

Der Start in Mannheim ist auf Grund der beschränkten Bahnlänge ziemlich LCY-mäßig: Mit angezogenen Bremsen wird volle Schub gefahren und auf einmal setzt sich das Flugzeug katapultmäßig in Bewegung. Nach dem Start gibt es noch einen kurzen Blick auf Mannheim und Ludwigshafens Schornsteine und dann bis Berlin-Pankow nichts mehr zu sehen.

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An Bord gibt es wiederum das bekannte Brötchen in der Pappbox zu knabbern. Der bestellte Weißwein ist kalt – entgegen LH-Standards gibt’s ihn sogar in kleiner Flasche. Dafür ist es allerdings südafrikanischer. Eine - zumal bei Weißwein - für eine deutsche Airline irgendwie etwas merkwürdige Wahl – AB ist da innerdeutsch auch kaum besser(man stelle sich nur vor, AF servierte südafrikanischen Wein...).

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Pankow Heinersdorf

 

Etwas nach der Zeit – in TXL gab es starken Schnee – landen wir wieder und nehmen wieder neben der TU-154 Platz.

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Insgesamt ein netter Tagesausflug und ein gelungener Abschluss meines Flugjahres 2009.

 

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit ;)

Geschrieben

Freut mich, daß es mal jemand geschafft hat MHG nicht zu "ignorieren" und sogar einen netten kleinen Tripreport zu machen ... !!!

 

Hab selber vorletzten Samstag MHG-TXL-MHG mal wieder geflogen (über LH UK gebucht - nochmals Danke an Monsterl für den Gutschein-Code !).

Monsterl müsste letzten Samstag den gleichen Trip gemacht haben ...

 

Ja, die Do 328 ist schon ein feines Gerät. Die Beschleunigung "unten raus" beim Start in MHG ist gelinde gesagt "beeindruckend" und die Steigrate auch !

Es dürfte nicht viele Props mit der Leistungsentfaltung geben ... ;)

(die Dash´s und ATR´s kommen da nicht mal in die Nähe)

Auch der Geräuschpegel ist Rekordverdächtig niedrig !

 

Übrigens finde ich den Inflight-Service von Cirrus deutlich besser, als was von LH/AB/etc. auf vergleichbaren Strecken insbesondere aus Eco-Pax Sicht geboten wird !

 

joBER ich kann Dich beruhigen - Du bist nicht der erste, der sich bei der Linie 5 als Fremder mal "vertan" hat. Das ist eine Ringlinie wie bei Euch die S41/42, nur hat man bei uns nicht für jede Richtung eine separate Nummer vergeben :rolleyes:

Wärest Du drin sitzen geblieben, dann wärst Du auch in HD angekommen ...

(vielleicht 15-20 Min später, als via MA Hbf mit Umsteigen in die S-Bahn und dann wieder in die Strassenbahn ...)

 

Hmm, tja - und Heidelberg ist im Sommer natürlich etwas leichter zu "erlaufen"/erkunden. Aber das gilt wohl für fast alle Städte in unseren Breitengraden ...

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