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Guest

? zu No-Show bei Interkontinental und Meldeschluss

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Guest

Ich bin grad nach ein paar netten Tagen aus Las Vegas zurück und habe mal an die Experten zwei Fragen, die sich mir am Check-In aufgedrängt haben:

1. Die Maschine war hoffnungslos überbucht, wurde mir gesagt. Wieviel Paxe kommen denn bei so einem Flug im Schnitt nicht? LAS ist ja jetzt kein Ziel für Geschäftsreisende und wer so ein Ticket bezahlt hat, will es doch wohl auch wahrnehmen, oder? Am Ende war übrigens sogar 1 Platz frei trotz Standby-Liste.

2. DE hatte einen Meldeschluss von 3 Stunden festgelegt für diesen Flug.

Was genau heißt eigentlich Meldeschluss? Muss ich 3 Stunden vorher eingecheckt sein? Oder in der Schlange stehen? Und vor allem: Wie verbindlich ist so was? Sonst könnte ja zB FR einen Meldeschluss von 6 Stunden einführen und im Zweifel künftig richtig Kasse machen.

Ich hatte mich dann für 2,5 Stunden vorher am AP entschieden, was Okay war. Aber ab wann wird es denn wirklich eng?

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In der Regel ist es bei Langstreckenflügen so dass eine Stunde vor Start das Check-in dicht macht.

Wenn jemand 5 minuten spaeter kommt, kann er vielleicht noch mitkommen. Falls er Gepäck hat, sieht es dann eher düster aus.

Das Gepäck braucht nämlich auch eine gewisse Zeit um zum Flieger zu kommen (Karoussel, Sicherheitscheck usw usw)

Hier in Paris ist also Eine Stunde vor start dicht gerade wegen Gepäck, um auch dafuer zu sorgen dass die Leute auch pünktlich beim Gate sind (je nachdem, gibts echt Passagiere die eine halbe Stunde brauchen fuer ne Strecke die man in 5 minuten machen kann....Schlange bei der Passkontrolle oder der Sicherheitskontrollen [hier in Paris chronisch] Duty Free, Einkaufen, Klopause usw usw).

 

60Minuten vor Abflug kann man auch technisch niemanden mehr nehmen denn der Flug ist dann geschlossen und nur noch an der Gate offen. Falls jemand spaet ist, kann man versuchen noch mal den Flug zu öffnen was nur (hier jendenfalls) der Duty Officer kann, aber ist immer umstaendlich.

 

Desweiteren hat man dann auch die genauen Zahlen und kann eine genaue Loadsheet berechnen.

 

Es gibt sicherlich noch viele andere Grûnde die Kollegen hier erläutern können.

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1. Die Maschine war hoffnungslos überbucht, wurde mir gesagt. Wieviel Paxe kommen denn bei so einem Flug im Schnitt nicht? LAS ist ja jetzt kein Ziel für Geschäftsreisende und wer so ein Ticket bezahlt hat, will es doch wohl auch wahrnehmen, oder? Am Ende war übrigens sogar 1 Platz frei trotz Standby-Liste.

 

Überbuchung ist ein gängiges Mittel zur Effizienzsteigerung, und hängt von mehreren Faktoren ab. Kurzfristige Stornos, verspätete Umsteigepassagiere , eventuell eine schlecht gebuchte Business Class - im Endeffekt zählen Erfahrungswerte. Sehr oft geht die Rechnung auf, manchmal tanzt jemand in die Statistik, und kippt die sonst so verläßliche Kalkulation. Ich hatte einmal die Ehre auf meinen Platz auf dem Flug IAD-VIE mit OS verzichten zu dürfen, bekam 600$, und wurde auf BA umgebucht. Ein Jahr später (JFK-VIE mit OS) wurde mir beim Checkin selbiges angeboten, jedoch konnten alle Passagiere ins Flugzeug (Auslastung 100%).

Als ich nach IAD geflogen war (OS), erzählte mir ein Freund im Vorfeld, der bei OS arbeitete, daß mein Flug mit 34 Passagieren überbucht war (A330-200). Letztendlich waren sogar einige Plätze unbesetzt gewsen.

 

 

 

2. DE hatte einen Meldeschluss von 3 Stunden festgelegt für diesen Flug.

Was genau heißt eigentlich Meldeschluss? Muss ich 3 Stunden vorher eingecheckt sein? Oder in der Schlange stehen? Und vor allem: Wie verbindlich ist so was? Sonst könnte ja zB FR einen Meldeschluss von 6 Stunden einführen und im Zweifel künftig richtig Kasse machen.

Ich hatte mich dann für 2,5 Stunden vorher am AP entschieden, was Okay war. Aber ab wann wird es denn wirklich eng?

 

Beim Meldeschluß muß (sollte) man eingecheckt sein, bei den meisten Fluglinien wird 60 Minuten vor Abflug das Einchecken beendet. Ich denke, daß DE 180 Minuten angibt, damit sie sicher sein können, daß eine Stunde vor Abflug nurmehr wenige Passagiere anstehen. RyanAir ist es jetzt schon egal, ob Du in der Schlange stehst oder nicht - wenn der Meldeschluß erreicht ist, werden die Schalter geschlossen.....

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Hallo.

Bei British Airways ist das so, das sie davon ausgehen, das 5% aller Passagiere nicht erscheinen (sog. "No-Shows"), was bei zig-Millionen von Passagieren pro Jahr eine ganze Menge ist (~50 Mio/Jahr = 2,5 Mio/No-Shows). Deshalb überbuchen die ihre Maschinen auch alle, um, wie vorher schon gesagt, nicht auf den Kosten für die nicht verkauften Plätze sitzen zu bleiben.

Gruß Sebastian

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Moment, wieso auf Kosten sitzen bleiben? No-Shows sind ja Leute, die ein Ticket gekauft (also auch bezahlt haben) und nicht zum Abflug erscheinen. Da bleibt die Airline doch auf keinen Kosten sitzen (es wird sogar minimal weniger Kerosin verbraucht, da weniger "Zuladung"). Das die Airlines das machen, weil man so mehr Tickets verkaufen kann, ist schon klar, aber auf Kosten sitzen bleiben würde eine Airline auch nicht, es sei denn es handelt sich um Tickets, die man noch nach Abflug stornieren kann...

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Moment, wieso auf Kosten sitzen bleiben? No-Shows sind ja Leute, die ein Ticket gekauft (also auch bezahlt haben) und nicht zum Abflug erscheinen. Da bleibt die Airline doch auf keinen Kosten sitzen (es wird sogar minimal weniger Kerosin verbraucht, da weniger "Zuladung"). Das die Airlines das machen, weil man so mehr Tickets verkaufen kann, ist schon klar, aber auf Kosten sitzen bleiben würde eine Airline auch nicht, es sei denn es handelt sich um Tickets, die man noch nach Abflug stornieren kann...

 

Bei vollflexiblen Tickets kommt die (kostenfreie) Stornierung häufig erst kurz vorher, so dass man kaum noch eine Chance hat das Ticket neu zu verkaufen. Das muss man dabei auch bedenken.

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Macht ja nichts, denn ich habe den Punkt, den seb angesprochen hat auch übersehen, zumindest bei vollflexiblen Tickets, kann es sein, dass man einen leeren Platz hat, aber auch kein Geld sieht (als Airline).

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Guest
Beim Meldeschluß muß (sollte) man eingecheckt sein, bei den meisten Fluglinien wird 60 Minuten vor Abflug das Einchecken beendet.

 

Ist es also ein definitives Muss oder nur ein Sollte?

Kann man also abgewiesen werden, wenn 3 Stunden angegeben sind und man nicht 3 Stunden vorher eine Bordkarte hat? Könnte man bei Überbuchung da sogar "Pech gehabt" sagen?

Ist ja durchaus interessant auch für künftige Buchungen.

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Es ist vielleicht weniger für ole interessant als allgemein als Erfahrung aus der Praxis:

 

In der Regel ist es bei Langstreckenflügen so dass eine Stunde vor Start das Check-in dicht macht.

Wenn jemand 5 minuten spaeter kommt, kann er vielleicht noch mitkommen. Falls er Gepäck hat, sieht es dann eher düster aus.

Das Gepäck braucht nämlich auch eine gewisse Zeit um zum Flieger zu kommen (Karoussel, Sicherheitscheck usw usw)

Bei DE kann man in FRA auf jeden Fall noch eine gute halbe Stunde vor Abflug für die Langstrecke einchecken. Ich hatte schon dreimal das Vergnügen (einmal Motor unterwegs auf der Autobahn verreckt, einmal Zug verpasst und einmal Landung in CGN verspätet, dadurch erst 2 Std. später als geplant in FRA). Das ganze ist natürlich von Airline zu Airline und auch von Flughafen zu Flughafen unterschiedlich.

 

 

60Minuten vor Abflug kann man auch technisch niemanden mehr nehmen denn der Flug ist dann geschlossen und nur noch an der Gate offen. Falls jemand spaet ist, kann man versuchen noch mal den Flug zu öffnen was nur (hier jendenfalls) der Duty Officer kann, aber ist immer umstaendlich.

Wie gesagt: Bei DE in FRA kann man gut 30 Minuten vor Abflug noch ganz normal einchecken ohne Duty Officer, hektisches Telefonieren etc.

 

Es sei natürlich niemandem empfohlen so knapp zu planen.

 

 

RyanAir ist es jetzt schon egal, ob Du in der Schlange stehst oder nicht - wenn der Meldeschluß erreicht ist, werden die Schalter geschlossen.....

Nicht, dass ich diese Airline unbedingt verteidigen möchte, aber so ist es in der Regel nicht. Ich habe schon mehrfach gesehen, wie auch knapp 30 Minuten vor Abflug noch hektisch die anstehenden Leute eingecheckt wurden, nachdem die Check-In-Mitarbeiter zuvor ein sehr gemächliches Tempo angeschlagen hatten und es gar nicht vorwärts ging. Punktlich werden die Schalter aber auf jeden Fall dicht gemacht, wenn 40 Minuten vorher niemand mehr ansteht. Man sollte also bloß nicht versuchen, auf einem FR-Flug 39 Minuten vor Abflug noch um Gnade zu betteln... ;-)

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Im Allgemeinen werden die Flüge von den klassischen IATA-Gesellschaften überbucht. Bei LH gibts dafür wohl ein ganz ausgeklügeltes System, daß da im Hintergrund werkelt. Ich bin mir nicht sicher, da ich nicht in der Buchungssteuerung tätig bin, aber man hat Erfahrungswerte gesammelt, so daß da auf jeder Strecke und für bestimmte Tageszeiten die (Über-) Buchungszahlen errechnet werden. Damit wird eine optimierte Auslastung erreicht und in der Regel kommen auch alle mit. Im deutlich weniger Fällen bleibt wirklich jemand stehen und es muß ein DBC bzw. VDB ausgezahlt werden. Das ist auf alle mal besser für den Ertrag, als bei einem 50-Sitzer wirklich nur 50 Plätze zu verkaufen.

 

Meldeschluß: das variiert von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft sowie von Flughafen zu Flughafen und selbstverständlich auch zwischen Holzklasse und Business bzw. First. Meldeschluß 30 min vor Abflug bedeutet, daß man zu diesem Zeitpunkt eingecheckt sein muß. Aber da werden immer wieder Ausnahmen gemacht, deswegen nimmt das häufig niemand so wirklich ernst. Gerade Geschäftsreisende, so zumindest der Eindruck, planen häufig so, daß sie genau zum Meldeschluß und möglichst keine Minute früher am Schalter stehen. Bei Billigfliegern, wird der Meldeschluß in der Regel aber sehr strikt gehandhabt. Denn dort gibt es keine Erstattung der Tickets-bestenfalls der Steuern und Gebühren (nicht überall problemlos obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist). Wer da nicht fliegt bringt der Airline Geld und kostet nichts-anders als bei Netzcarrieren mit flexiblen (umbuchbar, erstattbar) Tarifen.

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