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airliners.de

LH 755 @ BLR am 9.8.2007 - mehrfach verschoben & gestric


Tongariro

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Geschrieben

Am letzten Mittwoch wollte ich eigentlich mit der LH aus Bangalore zurück nach Frankfurt fliegen.

 

Statt dessen wurde der Flug erst um 24 Stunden, dann um 10 Stunden verschoben und als es losgehen sollte, ganz gestrichen.

 

Das Management vor Ort hat total versagt, sämtliche Versuche, uns auf andere Flüge umzubuchen scheiterten, statt dessen lies man die Paxe hilflos und ohne Grundversorgung am Flughafen BLR stehen.

 

Ich konnte mit 48h Verspätung über DXB wieder nach FRA zurück.

 

Weiß jemand weitere Details zu diesem Vorfall? Es wird auf jeden Fall einiges für die Lufthansa nach sich ziehen. War vielleicht jemand von euch auch auf diesen Flug gebucht gewesen?

 

Ausführlich habe ich es hier auch nochmal beschrieben

Geschrieben

Als ich letzte Woche in FRA war habe ich den Flug aus Bangalore als >verspätet< angezeigt gesehen. Später war er gestrichen.

 

Du hast in dem verlinkten Foreneintrag geschrieben, ein großes Loch in der Außenwand durch Leiterwagen verursacht ?! In Indien geht wohl richtig die Post ab ?!

 

War offenbar die "Brandenburg" D-ABTB ?

Geschrieben
Als ich letzte Woche in FRA war habe ich den Flug aus Bangalore als >verspätet< angezeigt gesehen. Später war er gestrichen.

 

Du hast in dem verlinkten Foreneintrag geschrieben, ein großes Loch in der Außenwand durch Leiterwagen verursacht ?! In Indien geht wohl richtig die Post ab ?!

 

War offenbar die "Brandenburg" D-ABTB ?

 

 

Jup, in der Außenwand war ein Loch, daher wurde der Flug nach etwa 35h ganz gestrichen.

 

Das, was sich im Terminal dann abgespielt hatte, habe ich noch nie erlebt, obwohl ich nicht selten unterwegs bin.

 

Die Reg habe ich leider noch nicht, in einem Indischen Luftfahrtforum wird auch schon über diesen Vorfall gepostet, leider bisher auch ohne weitere Ergebnisse.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

hallo, ich kann nicht allzuviele details erzählen.

((aber ein bischen werd ich mal rausrücken))

 

es ist zu beachten, dass die maschine mit einem technischen defeckt (nichts flugsicherheitsrelevantes) in BLR ankam.

 

da dieser defeckt jedoch, wegen der sehr eng gehaltenen limits in der fliegerei, behoben werden musste, ergab sich die erste verspätung.

 

als die beschädigung behoben wahr und nurnoch abschliessende tests anstanden, ist der indische bodenangestellte mit dem leiterwagen in die tail (heck)-secktion hineingerast.

 

nachdem der schaden bewertet wurde, stand also fest, das der flieger nicht mehr ansatzweise flugfähig wahr.

 

nun hatten die ca. 15 in BLR stationierten lufthaseaten die hammerharte aufgabe, nahezu 300 passagiere, durch den indischen bürokratiedjungel aus den terminalbereich zu kriegen, für alle ein angemessenes hotel zu finden usw.

und noch viel schlimmer diese auf andere weise nach frankfurt zu transportieren.

 

lufthansa fliegt BLR mit nur einer maschiene täglich an, diese ist meistens ausgebucht.

jet-airways und co befinden sich in keinem bündnis mit der lufthansa, stellen plätze also nur nach sehr zähen verhandlungen und zu schwindelerregenden konditionen zur verfügung, und sind in der regel ebenfalls recht gut ausgebucht.

 

also ich kann nur den hut vor den indischen kollegen ziehen, die hatten in den vier tagen sicherlich nicht allzuviel schlaf.

 

nun nochmal zur lufhansa und weiteren rechtlichen schritten:

 

ich vermute das auch sie eine entschädigung für diesen vorfall erhalten haben, wenn sie nun von beinahe 300 paxen ausgehen, und das mit ihrer entschäödigung hochrechnen, dürfte ein netter btrag zusammen kommen.

 

die flugtickets bei den fremdcarriern kosten schnell mal das zehnfache des normalen preises.....

stand, und reperatur kosten, sowie der schaden durch ausfall des fliegers, übertreffen die vorher erwähnten kosten nochmal um ein vielfaches.....

 

ich nenne keine summe aber wenn man diese kosten mal überschlägt....

 

also ich denke die lufthansa ist ausreichend geschädigt durch diesen vorfall.

 

ich bin übrigens teil der crew, die diesen rumpfschaden vor ort behoben hat, und mir ging die arbeit auch ein wenig auf die knochen.

 

indien ist kein einfaches pflaster.

Geschrieben

Danke für deine offenen Worte ! War sehr interessant, es auch einmal aus dieser Perspektive geschildert zu bekommen.

 

 

ich bin übrigens teil der crew, die diesen rumpfschaden vor ort behoben hat, und mir ging die arbeit auch ein wenig auf die knochen.

Wegen dem feucht-warmen Klima, gell ? ;)

 

 

Wie muss man sich das vorstellen: werden bei so einem AOG schnell ein paar Mechaniker der LHT zusammen getrommelt oder sitzen da Leute schon vorsorglich auf gepackten Koffern (wie die Standby Crews bei der Passage) am Flughafen und sind bei einem etwaigen Ausfall eines LH Jets irgendwo auf der Welt sofort startklar ?

Geschrieben

@Tongariro: Mein Mitgefühl! BLR ist auch bei normalen Zuständen eine Zumutung. Ich kenne viele Flughäfen, aber BLR ist zusammen mit BOM die Nr. 1 auf meiner persönlichen schwarzen Liste. AF wird schon wissen, wieso sie die Biz-Paxe im Leela Palace eincheckt.

 

@Linkerarm: Ich kann Dein Posting nur begrüßen! Wären alle Airlines in Ihrer Kommunikation so offen, dann würde mancher Pax wohl bei der Beschwerde einen Gang zurückschalten. Die Hotel-Situation in Bangalore ist wirklich nicht einfach.

 

Gruß

FKB

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Also, für solch etreme Fälle kann keine Airline der welt ständig Personal bereithalten.

Es gibt die sogenannten Stationer (Station-engeneer), die sind ständig auf allen Stationen, die Lufthansa anfliegt, vertreten. Dort verfügen sie über die nötigen Kommunikationsmittel, Werkzeuge und Hilfspersonal, um routinemäßige geringe schäden zu bearbeiten und routinekontrollen durchzuführen. Schliesslich kann man keinen Flieger für mehrere Stunden in die Luft schicken ohne garantieren zu können, dass die nolralgischen Punkte eines Flugzeuges 100% ig funktionstüchtig sind.

Diese Stationer bearbeiten auch kleinere Schäden, die in ihrem Rahmen Machbar sind.

In solch einem Extremfall wie der in BLR werden Kollegen kontaktiert, die sich von vornherein bereiterklärt haben solche Einsätze durchzuführen. Dabei spielen persönliche Belange nurnoch eine sehr geringe Rolle.

Zum Beispiel wurde ich drei Stunden nachdem ich ins Bett ging (frühs um 10:00/nach der Nachtschicht), angerufen. Dafür hab ich dann auch immer einen gepackten Koffer für 5 Tage, mit Sämtlichen Visas, einigen Dollars, zweit-Reisepass und was man noch so brauchen kann.

Dann gibts noch einiges an Vorbereitungsarbeit zu leisten, Absprachen mit Flugzeughalter, Hersteller Engeneering, Matrialbeschaffung, verschickung usw. Ich bin ca. 40 Std. auf den Beinen gewesen ehe ich im Hotel in BLR ankam.... Natürlich ist das nicht der Regelfall hier wirkte ein urlaubsbedingter Personalmangel mit. Für solche Aufwändungen gibts dann auch entsprechende Entschädigungen seitens Der Firma;

Geschrieben
ich nenne keine summe aber wenn man diese kosten mal überschlägt....

 

also ich denke die lufthansa ist ausreichend geschädigt durch diesen vorfall.

 

Und war sie wirklich ausreichend geschädig hier? Dass die Lufthansa für die erste Verspätung geradestehen musste und die Kosten tragen ist klar. Nachdem aber Bodenpersonal für die weitaus grösseren Probleme verantwortlich gewesen ist, sollten die Kosten auch von deren Versicherung getragen worden sein...

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