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Fragen zu FR 8546 von stn-sxf


STN-EBJ

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Mein Flug FR 8546 STN-SXF wurde nach LBC umgeleitet, nachdem die Maschine eine gefühte halbe Stunde über Berlin gekreist hatte. Der Ärger ist recht groß, weil FR in bekannter Weise jede Hilfestellung verweigert hat. Letztlich ging es in überfüllten Linienbussen nach zweieinhalb Stunden Wartezeit durch die Nacht nach Berlin. Ankunft gegen 5:00 Uhr, was sicher nicht optimal ist, wenn man mit seiner zweijährigen Tochter reist.

 

Egal. In der Confirmation, die LBC ausgesellt hat, heißt es, dass unser Flug -ebenso wie der fast zeitgleiche FR 1638 - "aufgrund von teilweisem Ausfall der Landebahnbefeuerung" nach LBC umgeleitet wurde. Den Abholern in SXF wurde gesagt, dass sich die beiden FR-Flüge wegen schlechten Wetters zur Umleitung entschlossen hätten, was dort für Erheiterung sorgte, da der Himmel über Berlin zu diesem Zeitpunkt komplett frei von Wolken war.

 

Im fraglichen Zeitraum landeten fünf Maschinen von 4U, EZY und SN. Betoffen waren also nur die beiden FR-Maschinen.

 

Fragen: Lässt dieser Sachverhalt irgendwelche verwertbare Rückschlüsse zu auf das, was die beiden Besatzungen zur Umleitung nach LBC veranlasst hat?

 

Und ist der Ausweichflughafen LBC aus fliegerischer Sicht nachvollziehbar, angesichts von TXL in unmittelbarer Nachbarschaft und dem einen oder anderen Airport, der räumlich näher als LBC liegt?

 

Danke für mögliche Antworten!

Geschrieben
Im fraglichen Zeitraum landeten fünf Maschinen von 4U, EZY und SN. Betoffen waren also nur die beiden FR-Maschinen.

 

SN in SXF?

 

Und ist der Ausweichflughafen LBC aus fliegerischer Sicht nachvollziehbar, angesichts von TXL in unmittelbarer Nachbarschaft und dem einen oder anderen Airport, der räumlich näher als LBC liegt?

 

Naja, in LBC ist eine FR-Station (mit eigenen Leuten?), die einen Transfer sicher aus Sicht von FR einfacher arrangieren können als Fremdfirmen z.B. in AOC oder sonst wo. Wohlgemerkt: Spekulatius meinerseits.

Geschrieben
SN in SXF?

 

Das sind die alten Virgin Express-Fluege, die jetzt mit SN-Livery geflogen werden.

 

Generell: Die Umleitung nach Luebeck ist doch absurd, ob das wirklich finanziell guenstiger fuer FR war?

Geschrieben
Naja, in LBC ist eine FR-Station (mit eigenen Leuten?), die einen Transfer sicher aus Sicht von FR einfacher arrangieren können als Fremdfirmen z.B. in AOC oder sonst wo. Wohlgemerkt: Spekulatius meinerseits.

 

Laut Auskunft Airport-Manager hat FR in LBC überhaupt keine Mitarbeiter. Der Rücktransport wurde komplett vom Flughafen organisiert.

 

Auch war der Flughafen zum fraglichen Zeitpunkt wohl bereits geschlossen.

 

Hat jemand eine Erklärung, wieso angesichts der geschilderten Umstände die Maschinen der drei anderen Unternehmen landen konnten und die beiden von FR nicht?

Geschrieben
Naja, in LBC ist eine FR-Station (mit eigenen Leuten?), die einen Transfer sicher aus Sicht von FR einfacher arrangieren können als Fremdfirmen z.B. in AOC oder sonst wo. Wohlgemerkt: Spekulatius meinerseits.

 

die Abfertigung in LBC wird vom Flughafen gemacht, einzig die Fbs die ans Gate müssen sind "irisch" ;-)

Geschrieben
Was ist denn mit den Paxen passiert, die von SXF nach STN wollten? Sind die in Hotels fuer den Morgenflug untergebracht worden?

 

Das glaubst Du doch bei FR selber nicht...

 

Natuerlich glaube ich das nicht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt!

Geschrieben

Hm, sehe gerade, dass gestern (11/7) genau das gleiche Szenario war. Diesmal zusätzlich noch eine dritte FR-Maschine. Alle umgeleitet nach Lübeck. Betroffen alle FR-Landungen bei Dunkelheit. Alle anderen Gesellschaften landen.

 

Was ist denn da los?

Geschrieben

Ganz einfach: Landungen bei Nacht kosten eine Landebahnbefeuerungsgebühr von 7 € pro Passagier / Strecke, Kinder zahlen 10 €, online-eingecheckte-Priority-Reisende mit ELV und 13 kg Übergepäck nur 3,49 €, an Feiertagen natürlich 4,49 € - und einer wollte nicht zahlen, nur weil er meinte, der 7.11. sei kein Feiertag! Also, zur Strafe ab nach Lübeck.

Geschrieben

Nachtrag: SXF hat nunmehr klargestellt:

 

- Bauarbeiten auf Hauptstart- und Landebahn Süd

- Daher Landung auf Landebahn Nord

- Airlines vorab darüber informiert

- KEINE Beanstandungen der Landebahnbefeuerung

- Landefreigabe durch SXF

- weder technisch noch witterungsbedingt Veranlassung zu einer Empfehlung, nicht in SXF zu landen

- FR hätte Anflug wegen zu hoher Windgeschwindigkeiten in der vorgegebenen landerichtung 25R ab.

- objektive Gründe, nicht nach Tegel auszuweichen, gab es aus Sicht der Berliner Flughäfen ebenfalls nicht

 

Verstehe nur Bahnhof. Warum landet FR dann nicht? Und warum weicht FR 350 KM nach Lübeck aus, statt in TXL zu landen? Ist das wegen des zusätzlichen Kerosinverbrauchs nicht teurer als ggf. Landegebühren in TXL zu entrichten?

 

Vielleicht fällt dazu ja noch jemandem was ein...

Geschrieben
Nachtrag: SXF hat nunmehr klargestellt:

 

- Bauarbeiten auf Hauptstart- und Landebahn Süd

- Daher Landung auf Landebahn Nord

- Airlines vorab darüber informiert

- KEINE Beanstandungen der Landebahnbefeuerung

- Landefreigabe durch SXF

- weder technisch noch witterungsbedingt Veranlassung zu einer Empfehlung, nicht in SXF zu landen

- FR hätte Anflug wegen zu hoher Windgeschwindigkeiten in der vorgegebenen landerichtung 25R ab.

- objektive Gründe, nicht nach Tegel auszuweichen, gab es aus Sicht der Berliner Flughäfen ebenfalls nicht

 

Verstehe nur Bahnhof. Warum landet FR dann nicht? Und warum weicht FR 350 KM nach Lübeck aus, statt in TXL zu landen? Ist das wegen des zusätzlichen Kerosinverbrauchs nicht teurer als ggf. Landegebühren in TXL zu entrichten?

 

Vielleicht fällt dazu ja noch jemandem was ein...

 

Das sieht doch sehr nach interne Gründe bei FR aus.

Vielleicht sieht FR durch die Bauarbeiten in SXF eine Gefahr darin, morgens nicht rechtzeitig wieder weg zu kommen, und dann den kompletten Umlauf am nächsten Tag von Anfang an zu verspäten.

Nur eine Vermutung. Oder wurden die Maschinen am nächsten tag sowiso in LBC gebraucht.

 

Sollten es jedoch interene Entscheidungsprozesse sein, so wird es schwer diese auch nur annähernd schlüssig darzulegen. Da es ja zu einem Transfer kam, welcher Art auch immer, wird es nochmal schwerer FR einen Vorsatz nachzuweisen.

Geschrieben
Das sieht doch sehr nach interne Gründe bei FR aus.

Vielleicht sieht FR durch die Bauarbeiten in SXF eine Gefahr darin, morgens nicht rechtzeitig wieder weg zu kommen, und dann den kompletten Umlauf am nächsten Tag von Anfang an zu verspäten.

Nur eine Vermutung. Oder wurden die Maschinen am nächsten tag sowiso in LBC gebraucht.

 

Sollten es jedoch interene Entscheidungsprozesse sein, so wird es schwer diese auch nur annähernd schlüssig darzulegen. Da es ja zu einem Transfer kam, welcher Art auch immer, wird es nochmal schwerer FR einen Vorsatz nachzuweisen.

 

Genau einen solchen Fall hatte ich mit Wizzair auchmal. Flug von Luton ewig verschoben, irgendwann kam dann eine Maschine, aber dieses brachte uns statt nach Warschau nach Kattowitz (über 3 Busstunden entfernt). In Luton wurde uns noch was von einem Nachtflugverbot in Warschau erzählt. Der wahre Grund war wohl, dass die Maschine am nächsten morgen in Kattowitz gebraucht wurde und es so für die Airline wirtschaftlicher war.

  • 2 Jahre später...
Geschrieben

Das Ende der Geschichte: Einigung mit FR im Termin auf 400 Euro.

 

Wesentlich wichtiger wäre es mir gewesen, die "Wahrheit" über den Flug zu erfahren. Aber das war von Anfang an unrealistisch, da FR bei seiner Version blieb, die Anflugbefeuerung sei defekt gewesen. Das AG zeigte wenig Interesse (vorsichtig formuliert), sich näher mit der Materie zu befassen, und betrieb Understatement.

 

 

Schade eigentlich. Urteile darüber, ob Flugabbrüche rechtlich Annullierungen sind, gibt es nicht so viele...

Geschrieben

Die freuen sich dort schon mächtig auf BBI. Dann kommt dort erst Stimmung auf. Vor allem, wenn personell nicht nachgesteuert wird.

 

Ist ja nicht nur das Fluggastrecht. Man denke an die Abschiebungen!

 

Das Gericht wird allerdings langfristig mit Understatement kaum weiterkommen. Es wird sich eine fluggastrechtliche Kompetenz erarbeiten müssen. Das darf der "geneigte Kunde" schon erwarten für seine Gebühren.

 

 

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