touchdown99 Geschrieben 30. Juli 2008 Melden Geschrieben 30. Juli 2008 UFO, die Unabhängige Flugbegleiter Organisation e.V., hat ihren ersten Streik in der Gewerkschaftsgeschichte in Aussicht gestellt - man will von Lufhansa 15% mehr Lohn. Man hat noch bis Ende 2008 Friedenspflicht, im Janaur 2009 könnte es mit Streiks losgehen. UFO hält einen Arbeitskampf für sehr wahrscheinlich, LINK
APTSLOT Geschrieben 30. Juli 2008 Melden Geschrieben 30. Juli 2008 In Abwandlung eines Spruchs eines Altbundespräsidenten: "Dann streikt man schön...."
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Aber vorher müssen wir noch einen unbefristete Streik der EW und CL-Piloten irgendwie dazwischenklemmen, die den Abstand zu den Mainline-Kollegen verringern wollen. Dann kommt die UFO mit den Flugbegleitern dran, und anschließend wäre ein Streik der regulären LH-Piloten eigentlich ganz nett, die den alten Abstand zu den CL/EW-Kollegen selbstverständlich wiederhergestellt sehen wollen. Und auch sonst werden sich sicherlich noch ein paar kleinere Gewerkschaften finden, die das Unternehmen begleitet von markigen Forderungen an neuralgischen Punkten lahmlegen können. :)
Nieswurz380 Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Ich vermisse die manchmal durchaus angebrachte Methode der Aussperrung durch den Arbeitgeber. Manchmal halte ich doch die Forderungen die dort aufgestellt werden für sehr blauäugig. Ist denn Verdi und Co bewusst, wieviel in anderen Berufszweigen outsourcing und damit verbundene Lohnkürzungen betrieben wird? Wenn es der LH dank der ganzen Streiks erst richtig dreckig geht, dann werden wieder alle zusammensitzen und für die Erhaltung der Jobs über zeitweise Lohneinbußen reden und Verdi und die Arbeitnehmer werden wieder die Opferrolle gegenüber dem "Missmanagement" herausschreien.
Gast Flaps_full Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Na also, dann haben wir ja die Verursacher gefunden, wenn es dem Unternehmen mal wiedr schlecht geht: die Mitarbeiter sind an allem Schuld. Wenn das Unernehmen kränkelt, dann muß der MAB mal wieder Einbußen hinnehmen. Geht es dem Unternehmen gut, muß der MAB auf Forderungen verzichten, damit dem dem Unternehmen nicht wieder schlecht geht. Er soll aber hinnehmen, daß sich die Vorstandselite doch recht ansehnlich die Taschen füllt. Man kann nicht den Airlinebereich mit anderen Baranchen vergleichen! Was willst du denn "Outsourcen"? Den Check-In? Technik? Catering? Man hat sich scon einiges versucht, es war aber nie zufriedenstellend! Man kann nicht von seinen Mitarbeitern Höchsteinsatz/-quailifikation verlangen, aber nur soviel zu bezahlen, daß es zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel ist! Das Problem in diesen Bereichen ist doch, daß man an Großstädte wie HAM, FRA, MUC, DUS, STR oder TXL gebunden ist und dementsprechend die Ausgaben höher sind. Man verdient aber nicht enrsprechend mehr, nur weil man in MUC anstatt in Buxdehude wohnt! Man hat nach 9/11 genug hergegeben, hatte sich in allen Bereichen die letzten Jahre zurückgehalten um der Firma zu helfen. Damals war´s die schlechte Wirtschaft, SARS, H5N1 und die Auswanderungen der Unternehmen nach China, die nun langsam wieder zurück kommen ;), jetzt ist es der Spritpreis. Es wird immer was gehen, das man anführen kann, weshalb man auf Geld verzichten sollte. Irgendwann ist das halt einfach nicht mehr tragbar für die Mitarbeiter! (siehe CLH Piloten, 6 Jahre auf Erhöhungen verzichten und soagr Einbußen hingenommen um zu helfen) Das Einkommen stagnierte, die Inflation explodierte!
touchdown99 Geschrieben 31. Juli 2008 Autor Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Das Bemerkenswerte ist ja, dass die Arbeitnehmer faktisch Prügel dafür beziehen, dass sie vorher wiederholt auf Anpassungen verzichtet haben - denn wenn sie dann nach ein paar Jahren 0-Runden mal einen kräftigen Schluck aus der Pulle nehmen und ansatzweise einen Inflationsausgleich erreichen wollen, werden ihnen unflätige Forderungen vorgeworfen. Letztlich ist es ein Glaubwürdigkeitsproblem auf Seiten des Arbeitgebers - wer kann es einem Arbeitnehmer verdenken, höhere Löhne einzufordern, wenn der Arbeitgeber trotz jahrelang beschworenen Weltuntergangsszenarien ein Rekordergebnis nach dem anderen vermeldet. Der kleine Mitarbeiter am Schalter fragt sich dann irgendwann, um wie wenig Zukunftsoptimierung und um wieviel Gewinnmaximierung es bei den früheren Opferrunden gegangen ist.
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Man kann nicht von seinen Mitarbeitern Höchsteinsatz/-quailifikation verlangen, aber nur soviel zu bezahlen, daß es zum Leben zu wenig, aber zum Sterben zu viel ist! Irgendwann ist das halt einfach nicht mehr tragbar für die Mitarbeiter! (siehe CLH Piloten, 6 Jahre auf Erhöhungen verzichten und soagr Einbußen hingenommen um zu helfen) Das Einkommen stagnierte, die Inflation explodierte! Wenn es bei der LH und ihren Töchtern so arg schlimm und eigentlich untragbar ist, hätte ich als "Mitarbeiter mit Höchsteinsatz und Topqualifikation" doch längst gekündigt und mich einer der zahllosen Konkurrenz-Airlines beworben, die ihre Mitarbeiter zweifellos nicht nur ungleich besser bezahlen sondern garantiert auch wesentlich besser behandeln. Der Arbeitsmarkt sollte von Angebot und Nachfrage geregelt werden, nicht von Erpressungsaktionen skrupelloser Gewerkschaften, die sich zu lasten der Unternehmen gegenseitig aufs Blut bekämpfen und Mitglieder abspenstig machen. Mitarbeiter mit "Höchsteinsatz und Topqualifikation" haben brauchen sich nun wirklich keine Sorgen darum machen, auf einem funktionierenden Arbeitsmarkt einen entsprechend bezahlten Job zu finden.
Gast Flaps_full Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Flysurfer, das sagt sich so leicht! Es ist leider nicht so, daß es soviele Airlines um´s Eck gibt. Wenn ich als Dipl. Ing in dieser Gegend mit meim Unternehmen unzufrieden bin, dann kann ich mich umschauen, da finden ich NUR im nähren Umkreis von 20 Km sicher 50 Unternehmen, davon ca. 10 Hochkarätige, die mich brauchen könnten! Wenn ich als Airlinemitarbeiter kündige, dann finde ich in ganze Deutschland genau 2 Unternehmen, bei dem einen bin ich dann beschäftigt, das andere ist noch schlechter als das Meinige. Alles andere führt zum Umzug in (micht mal) europäische Ausland! Außerdem führt jeder Arbeitgeberwechsel im Airlinebusiness wieder in die unterste Gehaltsstufe, was bei einem Dipl-Ing oder WiWi nicht der Fall ist, die verbessern sich gehaltstechnisch und auch meist in ihrer besetzten Position! Ich sage ja öfters: Man kann das Airlinebusiness NICHT mit anderen Bereichen vergleichen! Und allgemein schon wenn man von sich und seinem normalen Fußgänger- Job ausgeht.
Delfi Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 ... und ansatzweise einen Inflationsausgleich erreichen wollen, werden ihnen unflätige Forderungen vorgeworfen. LH hat nicht nur einen ansatzweisen, sondern einen vollen Inflationsausgleich + Einmalzahlung (sagen wir mal als aktuelle Gewinnbeteiligung) angeboten. Was haben Verdies knapp 10% mit einem "ansatzweisen" Inflationsausgleich, bei einer Inflationsrate von 3,xx % zu tun?
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Wenn ich als Airlinemitarbeiter kündige, dann finde ich in ganze Deutschland genau 2 Unternehmen, bei dem einen bin ich dann beschäftigt, das andere ist noch schlechter als das Meinige. Alles andere führt zum Umzug in (micht mal) europäische Ausland! Außerdem führt jeder Arbeitgeberwechsel im Airlinebusiness wieder in die unterste Gehaltsstufe, was bei einem Dipl-Ing oder WiWi nicht der Fall ist, die verbessern sich gehaltstechnisch und auch meist in ihrer besetzten Position! Ich sage ja öfters: Man kann das Airlinebusiness NICHT mit anderen Bereichen vergleichen! Dann wäre ich doch ausgesprochen dankbar für den Job, den ich habe (inkl. höherer Gehaltsstufe), und würde ihn unter keinen Umständen durch hohe Gehaltsforderungen und Streiks aufs Spiel setzen. Denn dass ein hoher Abschluss anschließend mit Arbeitsplatzabbau bzw. -verlagerung kompensiert werden muss, um gegenüber den globalen Mitbewerbern konkurrenzfähig zu bleiben, liegt doch auf der Hand. Insbesondere in einem so zyklischen Geschäft, wo auf jeden Aufschwung (den hatten wir gerade, ist vorbei) ein heftiger Abschwung folgt (geht gerade erst richtig los). Wenn das Airline-Business wirklich so unvergleichbar ist, dann säge ich doch nicht an dem exotischen, seltenen Ast, auf dem ich sitze - denn wenn er abbricht, finde ich so schnell keinen vergleichbaren.
D-AIGR Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Es ist ja wirklich nett von den Kollegen bei der CL, daß man die letzten Jahre Einbußen hingenommen hat. In der Tat ist es nicht immer einfach, aber was hätte es denn gebracht, wenn man die Gehälter trotz problematischen Umfelds erhöht hätte und den Laden (also CL) dafür zugemacht hätte? Zugegeben, ich habe an dieser Stelle keinen genauen Einblick in die Gehaltssituation der Kollegen im Lenkradraum bei CL, es sei aber angemerkt, daß man den Regionalverkehr nur bedingt mit der Langstrecke oder dem übrigen Kontverkehr bei der Mainline vergleichen kann. Im übrigen hat LH in diesem Segment einige Möglichkeiten CL auf Sicht verzichtbar zu machen: Air Dolomiti, Contact Air und Cirrus äh Augsburg Airways (na ihr wißt schon wen ich meine) seien da genannt. Zurück zum Thema: ich habe da mal etwas von "Funktionseliten" im Zusammenhang mit den Flugbegleitern gehört. Sehr interessant die Aussage, immerhin benötigt man zur Ausbildung 6 Wochen oder wieviel waren es genau? Natürlich stimmt es, daß es ohne FBs keinen Passagierflug gibt, nur wieviele FBs sind haben inzwischen befristete oder Saisonverträge? Ich bin mir sicher, daß die UFO hier längst nicht alle und vermutlich auch keinen größeren Teil der FBs auf ihrer Seite hat. Nicht weil die Kollegen nicht gern mehr Gehalt bekämen, sondern einfach aufgrund ihrer befristeten Verträge. Ich habe noch nirgendwo gelesen, daß es aufgrund von Inflation irgendein Anspruch auf automatisch steigende Löhne gibt. Nicht das ich das nicht befürworten würde, aber Forderungen von 15 % sind einfach problematisch. Nicht ohne Grund steht LH heute besser da als viele Konkurrenten u. a. weil man die Kostenstruktur durch die Abschlüsse der letzten Jahre verbessert hat. Wenn man jetzt aufgrund hoher Gewinne, seinen Beitrag zurückfordert, führt das zwangsläufig in die nächste Krise. Hier hilft auch der Verweis auf üppige Vorstandsbezüge und Pilotengehälter bei der DLH nichts. Herrn Mayrhuber würde es persönlich vielleicht ärgern, wenn LH nicht mehr existieren würde, aber er würde daraus auch keine finanziellen Nachteile haben. Er ist für den Ruhestand gut ausgestattet, daß wird ihm der eine oder andere vielleicht neiden, aber Neid ist kein guter Berater bei Tarifrunden. Wenn sich die Gewerkschaften gegenseitig aufschaukeln, haben die Arbeitnehmer mittelfristig nichts davon, ganz einfach weil ihre Stellen eingespart werden. Übrigens ist es auch unsolidarisch gegenüber zukünftigen Kollegen, wenn man hohe Abschlüsse mit schlechteren Einstellungsbedingungen "erkauft". Natürlich würde es auch ohne überdurchschnittliche Lohnrunden Leiharbeiter bei LH geben, allerdings wird dieser Trend durch solche Forderungen wie die aktuellen mindestens beschleunigt.
touchdown99 Geschrieben 31. Juli 2008 Autor Melden Geschrieben 31. Juli 2008 LH hat nicht nur einen ansatzweisen, sondern einen vollen Inflationsausgleich + Einmalzahlung (sagen wir mal als aktuelle Gewinnbeteiligung) angeboten.Was haben Verdies knapp 10% mit einem "ansatzweisen" Inflationsausgleich, bei einer Inflationsrate von 3,xx % zu tun? Mein Beitrag bezog sich auf den vorangegangenen Beitrag von Flaps_Full, in dem von 6 Jahren Nullrunde die Rede war, und hat mit dem aktuellen Streik nur eingeschränkt zu tun. Deshalb vielleicht etwas abstrakter: Vor einiger Zeit sind die gesetzlichen Anwaltsgebühren um ca. 18% erhöht worden. Riesengeschrei allerorten. Warum 18%? Weil es vorher mehr als 10 Jahre keine Erhöhung gegeben hatte. Das hat natürich niemand erwähnt, fasziniert waren alle von der Zahl "18%". Es gibt im Übrigen auch kein Naturgesetz, dass Arbeitnehmer ausschließlich Inflationsausgleich verlagen dürfen. Selbstverständlich ist es ihr gutes Recht, auch auf reale Gehaltserhöhungen zu setzen und zu versuchen, diese durchzusetzen.
piasaphi Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Bei allem was einem LIEB und TEUER sein solle, nur wer denkt da nicht weiter? Erst die VerDi, im Anschluss UFO, und gibt es nicht noch eine dritte Interessenvertretung, welche folgen könnte? Und alle wollen die jeweilige erziehlte Erhöhung der anderen Vertretung dann auch noch toppen? Ich bin für eine Anhebung der Bezüge, jedoch erwarte ich von allen Beteiligten Gruppen ein gewisses Maß an Weitsicht. Sturheit bringt sich ALLEN nichts. Andererseits gibt es dann wohl einen, der vielleicht in absehbarer Zeit morgens in den Spiegel schaut und zu sich sagt: Achim, haste alles richtig gemacht, jetzt eben mehr Innerdeutsch und angrenzende Destinationen. Unsere Flotte steht ja bereit!
hh Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Ich kann die Situation der Arbeitnehmer gut verstehen. Freiwilliger Verzicht auf Lohnforderungen über Jahre im Interesse des Unternehmens; nun weist besagtes Unternehmen Jahr für Jahr Rekordgewinne aus - und nun fordert man seinen berechtigten Anteil daran ein. Zudem befindet sich die Inflationsrate auf einem bedenklich hohem Niveau. Alles gute und berechtigte Argumente. Aber 9,8% über eine Laufzeit von lediglich 12 Monaten. Für diese kurze Laufzeit ist das ein sehr grosser Brocken für die LH - Rekordgewinn hin oder her. Und was passiert dann nach nur 12 Monaten? Wieder eine Erhöhung? Wenn die LH sich darauf einlässt, dann gehören Rekordgewinne der Vergangenheit an. Und man darf nicht vergessen, dass starke Lohnerhöhungen indirekt der bereits hohen Inflation weiteren Auftrieb geben. Ich bin absolut dafür, dass die Arbeitnehmer einen Anteil am Erfolg des Unternehmens erhalten. Aber 9,8%/12M ist in der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situtation eindeutig zu viel. Jede Lohnforderung sollte im Kontext zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Situtation stehen. Und der Kontext ist, dass der globale Wettbewerb hart und schnelllebig ist, und selbst ein kerngesundes Rekordgewinne schreibendes Unternehmen sich diesem Wettbewerb nicht entziehen kann. Lufthansa mag gesund sein und Rekordgewinne schreiben. Aber wie die Vergangenheit und insbesondere die Gegenwart zeigt, kann sich das schnell ändern. Die LH steht wie viele andere Unternehmen im globalen Wettbewerb. Und im Luftfahrtgeschäft wird dieser Wettbewerb besonders hart ausgetragen. Eine Airline, die eine höhere Kostenstruktur als ihre globalen Konkurrenten aufweist, ist nicht mehr wettbewerbsfähig und wird mittelfristig und unvermeidlich vom Markt verdrängt. Das Argument und die Kritik, dass das Management sich selbst über satte Gehaltserhöhungen, Erfolgsprämien etc. freuen kann, während man gleichzeitg von den einfachen Mitarbeitern Bescheidenheit fordert, ist natürlich kritikwürdig. Aber es ist auch leider Arbeitsmarkt-Realität. Hochqualifizierte und fähige Manager haben ihren Preis. Und der Wettbewerb um die fähigsten Köpfe wird nun mal primär über den "Preis" geführt. Wer also keine attraktiven Verdienstmöglichkeiten anbietet, verliert die fähigsten Köpfe an die Konkurrenz. Und wenn nur zweitklassige Manager ein Unternehmen führen, dann helfen keine noch so zahlreichen Nullrunden gegen erstklassig besetzte Konkurrenz-Unternehmen. Je höher die Qualifikation, desto höher der Wettbewerbs- und "Preisdruck". Auch wenn es gegen die "political correctness" ist dies auszusprechen, aber ein hochqualifizierter Manager ist für ein Unternehmen wertvoller als ein Kabinenpersonal - und das schlägt sich in der Gehaltshöhe und der Anzahl von Prämien und Benefits nieder, die ein einfacherer Mitarbeiter nicht erhält. Ob das bei der LH auf einer berechtigten Verhältnismässigkeit basiert, sei dahingestellt, dürfte aber bei den LH Konkurrenten in vergleichbarer Form Realität sein. Und die Gewerkschaften: Es dürfte klar sein, dass die Gewerkschaften hier primär ihre eigenen Interessen vertreten, und nicht die der LH-Mitarbeiter. Ver.di kämpft im Airline-Bereich mit schwindendem Einfluss und Mitgliedern und nutzt den meiner Ansicht bewusst provozierten Streik als Marketing-Plattform für die Gewerkschaft. Forderungen nach Anteil am Erfolg ist berechtigt, aber 9,8%/12M ist einfach nur populistisch. Ich halte es für äusserst bedenklich, dass Ver.di ihre Mitglieder mit derartig selektiven Argumenten zum Streik aufputscht, aber die wirtschaftlichen Realitäten ausblendet. Ver.di's Ablehnung eines Schlichtungsverfahrens durch einen unabhängigen Ombudsmann, unterstreicht meiner Ansicht nach die von vornherein populistische Ausrichtung Ver.di's in diesem Streit, in der es weniger um Durschsetzung von Erfolgsanteilen der LH-MA geht, sondern um Profilierung für Ver.di selbst. Die UFO mit Ihrer 15% Forderung, falls die Forderung tatsächlich für 12 Monate gemeint ist, ist, denke ich, ein gutes Besispiel dafuer, was passiert, wenn eine Organisation von zweitklassigen "Managern" geführt wird. Für Ver.di geht es um Machterhalt in der Airline-Branche, UFO moechte nicht dahinterstehen und übertrumpft Ver.di's Forderungen, so dass es sich auf Gewerkschaftsseite um einen "pissing-contest" handelt. Eindeutiger Verlieferer in diesem Streit ist die LH, die machtlos zusehen muss, wie die Gewerkschaften ihre populistischen Muskeln spielen lassen, und dafür bluten muss. Also, gibt den LH-Mitarbeitern ihren verdienten Anteil am Erfolg. Aber einen sinnvollen Anteil, der den zukünftigen Erfolg des Unternehmens nicht in Gefahr bringt.
Shawn-Weeder Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Sehr schönes Posting HH, trifft eigentlich auch genau meine Meinung zu dem Thema ;-)
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Also, gibt den LH-Mitarbeitern ihren verdienten Anteil am Erfolg. Aber einen sinnvollen Anteil, der den zukünftigen Erfolg des Unternehmens nicht in Gefahr bringt. Dieses Angebot gab es ja schon, es wurde unwiderruflich ausgeschlagen. Demnach gibt es nun nur noch zwei Alternativen: Die Gewerkschaften gewinnen und LH erhöht das Angebot, man gibt den Mitarbeitern also einen unverdient hohen Anteil am Erfolg und zeigt damit allen, dass man die Firma kinderleicht erpressen kann. Zur Nachahmung empfohlen, siehe UFO. Oder aber LH bleibt hart, dann muss man eben sehen, wer zuerst Pleite geht: LH oder ver.di. Kurzum: LH hat die Wahl zwischen kurzfristigem Untergang durch nicht endenden Dauerstreik, oder langfristigem Untergang durch dauerhafte Erpressbarkeit. Zweifellos wird sich die Führung für Option 1 entscheiden, ist ja klar. Das Ende wäre dann aber so oder so vorprogrammiert, wenn es LH in der buchstäblich teuer erkauften Zeit nicht gelingt, den Betrieb durch Neustrukturierung soweit von gewerkschaftlich organisiertem Personal unabhängig zu machen, dass man in Zukunft auch bei einem unbefristeten Streik irgendwelcher Splittergewerkschaften keine untragbaren Zugeständnisse machen muss. Mitbestimmung (Betonung auf MIT) und Erpressung sind nämlich zwei unterschiedliche Dinge.
hh Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Sehr schönes Posting HH, trifft eigentlich auch genau meine Meinung zu dem Thema ;-) Schön zu wissen, dass ich durch meinen Post, Dir eine Vieltipperei ersparen konnte. ;-)
hh Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Also, gibt den LH-Mitarbeitern ihren verdienten Anteil am Erfolg. Aber einen sinnvollen Anteil, der den zukünftigen Erfolg des Unternehmens nicht in Gefahr bringt. Dieses Angebot gab es ja schon, es wurde unwiderruflich ausgeschlagen.Demnach gibt es nun nur noch zwei Alternativen: Die Gewerkschaften gewinnen und LH erhöht das Angebot, man gibt den Mitarbeitern also einen unverdient hohen Anteil am Erfolg... "unverdient hohen Anteil am Erfolg" Diese Aussage halte ich gegenüber den LH-Mitarbeitern für unfair. 7,7% hört sich gut an, relativiert sich aber angesichts eines Verteilungs-Zeitraums von 21 Monaten. Zudem ist diese Aussage verfrüht, da es ja noch keinen Abschluss gibt. Es sei denn, Du haeltst das LH-Angebot von 7,7% über einen Zeitraum von 21 Monaten als Limit für einen "verdient hohen Anteil am Erfolg". Wenn dem so ist, wuerde ich gerne die Fakten und Zahlen wissen auf dem Du Deine Definition von "verdient" aufbaust. und zeigt damit allen, dass man die Firma kinderleicht erpressen kann. Zur Nachahmung empfohlen, siehe UFO. Oder aber LH bleibt hart, dann muss man eben sehen, wer zuerst Pleite geht: LH oder ver.di. Kurzum: LH hat die Wahl zwischen kurzfristigem Untergang durch nicht endenden Dauerstreik, oder langfristigem Untergang durch dauerhafte Erpressbarkeit. Zweifellos wird sich die Führung für Option 1 entscheiden, ist ja klar. Das Ende wäre dann aber so oder so vorprogrammiert, wenn es LH in der buchstäblich teuer erkauften Zeit nicht gelingt, den Betrieb durch Neustrukturierung soweit von gewerkschaftlich organisiertem Personal unabhängig zu machen, dass man in Zukunft auch bei einem unbefristeten Streik irgendwelcher Splittergewerkschaften keine untragbaren Zugeständnisse machen muss. Jeder Streik ist eine Form der Erpressung. Es ist das letzte Mittel der Arbeitnehmerseite ihre Interessen gegen den Arbeitgeber zu verteidigen. Und es ist ein gesetzlich legitimiertes Mittel. Grundsätzlich sehe ich die Funktion der Gewerkschaften positiv. Sie stellen ein Gegengewicht in der Machtbalance zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber dar. Sicher, für die Unternehmen ist das unangenehm, aber ohne Gewerkschaften würden Unternehmen nur für Unternehmen angenehme Verträge abschliessen. Und das ist für Arbeitnehmer immer unangenehm. Eine Wirtschaftslandschaft ohne Gewerkschaften bzw. Gegengewichten zu profit- und gewinnmaximum-orientierten Unternehmen... das halte ich für unverantwortlich. Ausserdem, LH sei wg. der Gewerkschaften dem Untergang geweiht. LH habe jetzt lediglich die Wahl zwischen kurz- und langfristigem Untergang. ...Aeh, ist klar. Hast Du auch Zahlen und Kalkulationen, die diese Aussage belegen? Und zu letzt: Ver.di's Forderung: 9,8%/12M - LH: 7,7%/21M Da ist noch eine Menge Platz, um einen Kompromiss zu finden. Und der wird kommen, wie nach jedem Streik. Der öffentliche Druck wird früher od. später zu gross. Und ich glaube nicht, dass LH dem Untergang geweiht ist, wenn ein höherer Abschluss als 7,7%/21M abgeschlossen wird. Genauso wie bei Ver.di muss man auch LH ("äusserstes Angebot") nicht alles glauben, was sie sagt. Verhandlungstaktik eben.
aaspere Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 In Abwandlung eines Spruchs eines Altbundespräsidenten: "Dann streikt man schön...." Theodor Heuß: Dann siegt mal schön.
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 "unverdient hohen Anteil am Erfolg"Diese Aussage halte ich gegenüber den LH-Mitarbeitern für unfair. 7,7% hört sich gut an, relativiert sich aber angesichts eines Verteilungs-Zeitraums von 21 Monaten. Zudem ist diese Aussage verfrüht, da es ja noch keinen Abschluss gibt. Es sei denn, Du haeltst das LH-Angebot von 7,7% über einen Zeitraum von 21 Monaten als Limit für einen "verdient hohen Anteil am Erfolg". Wenn dem so ist, wuerde ich gerne die Fakten und Zahlen wissen auf dem Du Deine Definition von "verdient" aufbaust. Was ich persönlich davon halte, ist nicht relevant, ich bin ja kein LH-Mitarbeiter und somit nicht direkt von diesem Angebot betroffen. Ich kenne allerdings mehr als ein Dutzend LH-Mitarbeiter, die das LH-Angebot in Foren wie diesem als sehr fair bezeichnet haben und dem Streik äußerst negativ gegenüberstehen. Die Gewerkschaft hielt das Angebot dagegen nicht einmal für verhandlungs- oder schlichtungswürdig. Genau wie die UFO, die im Januar bei jedem Angebot unter 15% in den unbefristeten Streik gehen möchte, denn, so O-Ton, die Kassen sind ja prall gefüllt. Man streikt inzwischen also einfach, weil man es sich leisten kann, weil damit die halbe Firma lahmlegen und somit erpressen kann, und weil man sich davon dann letztlich mehr erhofft als durch jede Art von konventioneller Verhandlung. Das macht natürlich Schule, und so streikt dann jede Splittergewerkschaft jedes Jahr aufs Neue für ein paar Wochen, bloß um nicht schwächer zu erscheinen als die Konkurrenz. Und natürlich ist das Unternehmen dann irgendwann tot, weil es sich keine Firma leisten kann, dass in jedem Jahr irgendein unverzichtbarer Teil des Unternehmens insgesamt 3-4 Monate lang streikt. Entweder stecken also die Gewerkschaften zurück, sprich UFO und Co. überlassen der ver.di ihren sich abzeichnenden tollen Streikerfolg und eifern dem bei nächster Gelegenheit nicht nach (hahaha!), oder aber LH findet einen Weg, die gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter in einer Weise kaltzustellen, sodass sie der Firma selbst mit abwechselnden, insgesamt aber monatelangen Dauerstreiks nicht mehr so wie bisher schaden können. Langsam weiß ich echt nicht mehr, wann ich noch ein LH-Ticket kaufen soll. Bis Ende August blockiert jetzt erstmal Verdi, dann kommen die CL/EWler-Piloten dran, dann ist im Dezember über Weihnachten und Neujahr garantiert Ruhe (dummerweise bleibe ich da auch zuhause), aber Anfang Januar streikt dann mit großer Sicherheit die UFO für mehrere Wochen. Who's next? Darf man sich vielleicht an Ostern wieder sicher fühlen, oder kommt dann wieder Cockpit mit neuen Forderungen für die Mainline an, um den tollen Erfolg für CL/EW gleich nochmal zu wiederholen. Oder vielleicht irgendeine der Technikergewerkschaften, die auch mal einen "kräftigen Schluck aus der Pulle" haben möchte und dafür bereit ist, die Flieger für einige Wochen in den Wartungshallen stehen zu lassen?
flysurfer Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Jeder Streik ist eine Form der Erpressung. Nein, denn wenn man wirklich nur als letztes Mittel streikt und das Unternehmen es mit nur einer Gewerkschaft zu tun hat, mit der man auch verhandeln kann, sodass nach einer Einigung im Unternehmen wieder für 2 Jahre Frieden herrscht, ist so ein Ausstand durchaus kalkulierbar und verkraftbar. Anders ist es, wenn LH im Endeffekt nicht gewinnen kann. Bleibt LH hart, streikt ver.di bis zum bitteren Ende. Gibt LH nach und bis an die absolute Grenzen (oder auch darüber hinaus), freuen sich ver.di, UFO & Co. Letztere nehmen den Abschluss dann als Basis für noch höhere Forderungen, die LH gar nicht erfüllen kann - und streiken ebenfalls. Was soll LH dann bitte machen? Irgendwann ist es egal, denn das Geld ist sowieso weg: entweder über eine eskalierende Spirale von reihum von den Gewerkschaften erpressten Lohnerhöhungen, oder nach zusammen 100 Streiktagen diverser Gewerkschaften à 5 Mio. EUR Kosten. Macht dann 500 Mio. Miese, plus Kundenschwund und Image-Verlust, dann ist der Ofen ebenfalls aus. Am wahrscheinlichsten ist in solch einem Szenario freilich eine Mischung, also zB insgesamt "nur" 40 effektive Streiktage übers Jahr verteilt (200 Mio. Miese), wobei LH nach jedem Streik dann schön brav nachgeben muss, mit entsprechend steigenden Lohnkosten. Sowas hält man vielleicht in einem Staatsunternehmen eine Zeitlang durch, aber nicht in der umkämpften Airline-Branche.
touchdown99 Geschrieben 31. Juli 2008 Autor Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Tja, mit den Spartengewerkschaften ist das halt so eine Sache. Wenn es gerade passt, paktieren die Arbeitgeber mit denen allzu gerne und billigen deren wenigen Mitgliedern auch mal ein bissche mehr zu, weil es dann insgesamt ja nicht soviel kostet - bis dann mal wieder auffällt, dass es früher irgendwie einfacher war, als man sich nur mit der DAG und nicht wie heute neben ver.di auch mit VC und UFO herumschlagen musste, die jeweils als Vertreter von "Funktionseliten" (hust hust) den Laden zum Erliegen bringen können. Hat, wie im Leben so Vieles, seine Vor- und Nachteile....
sammler75 Geschrieben 31. Juli 2008 Melden Geschrieben 31. Juli 2008 Bei tendenziell sinkendem Organisationsgrad ist es aus Gewerkschaftssicht recht kurzsichtig, sich durch überschießende Forderungen gegenseitig die Mitglieder abgraben zu wollen. Verdi meint wohl, nicht wie bei der Bahn durch einen akzeptablen schnellen Abschluss Einfluß, Presse und Mitglieder an eine kleinere Gewerkschaft verlieren zu können. Ist dann nur blöd, wenn man nur 5 oder 10 Prozent der Belegschaft hinter sich hat, und die unterschiedlichen Gwerkschaften im Streikfall gegenseitig Streik"brecher" sind. Das hilft dann, wenn es überlebt, auf Dauer dem Unternehmen.
hh Geschrieben 1. August 2008 Melden Geschrieben 1. August 2008 "unverdient hohen Anteil am Erfolg" Diese Aussage halte ich gegenüber den LH-Mitarbeitern für unfair. 7' date='7% hört sich gut an, relativiert sich aber angesichts eines Verteilungs-Zeitraums von 21 Monaten. Zudem ist diese Aussage verfrüht, da es ja noch keinen Abschluss gibt. Es sei denn, Du haeltst das LH-Angebot von 7,7% über einen Zeitraum von 21 Monaten als Limit für einen "verdient hohen Anteil am Erfolg". Wenn dem so ist, wuerde ich gerne die Fakten und Zahlen wissen auf dem Du Deine Definition von "verdient" aufbaust.[/quote'] Was ich persönlich davon halte, ist nicht relevant... Wenn dem so ist, dann solltest Du es aber vermeiden, persönlich bewertende Begriffe wie "unverdient" zu verwenden... ;-) Ich kenne allerdings mehr als ein Dutzend LH-Mitarbeiter, die das LH-Angebot in Foren wie diesem als sehr fair bezeichnet haben und dem Streik äußerst negativ gegenüberstehen Demgegenüber stehen 90,7% die das LH-Angebot als nicht fair ansehen und daher für einen Streik gestimmt haben Die Gewerkschaft hielt das Angebot dagegen nicht einmal für verhandlungs- oder schlichtungswürdig Ver.di und LH haben doch über mehrere Wochen verhandelt, konnten sich aber nicht einigen. Ergo, die Ur-Abstimmung und nun Streik. Es ist aber in der Tat sehr bedauerlich, dass sich Ver.di einem Schlichtungsverfahren verschlossen hat. Das macht natürlich Schule, und so streikt dann jede Splittergewerkschaft jedes Jahr aufs Neue für ein paar Wochen, bloß um nicht schwächer zu erscheinen als die Konkurrenz.... Entweder stecken also die Gewerkschaften zurück, sprich UFO und Co. überlassen der ver.di ihren sich abzeichnenden tollen Streikerfolg und eifern dem bei nächster Gelegenheit nicht nach (hahaha!) Die Folgen der Zersplitterung der Gewerkschaft-Landschaft sind in der Tat bedenklich. Aber wie kann man von den LH-MA gesamtwirtschaftliches und betriebswirtschaftliches Verantwortungsbewusstsein fordern, wenn diese gleichzeitig die steigenden Gehaltskurven und Erfolgsprämien-Ausschüttungen des LH-Managements mitansehen müssen. Nach Jahren freiwillliger Nullrunden ist das für die einfachen LH-MA wohl kaum zu vermitteln. Solidarität ist nun mal keine Einbahnstrasse. Es ist eine bedauerliche wie auch bedenkliche Entwicklung, die sich in den Unternehmen etabliert. Die Hochqualifizierten partizipieren stetig und mit stark wachsenden Anteil am Unternehmenserfolg, während einfache MA selbst bei Rekordgewinnen um 3-4% Erhöhungen per anno kämpfen müssen. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht mögen 7,7%/21Monate als "fair" zu bewerten sein, aus menschlicher Sicht ist es - nach freiwilligen Nullrunden, Rekordgewinnen und -ausschüttungen an Manager - ein Schlag ins Gesicht. Es ist ein Teufelskreislauf. Um die fähigsten Manager zu rekrutieren bzw. zu binden, müssen die Verdienstmöglichkeiten nun mal attraktiv sein. "Gespart" wird dann bei den einfachen MA. Dass bei denen irgendwann das Fass überläuft, kann man nicht verdenken. LH stehen noch schwierige Zeiten mit den Gewerkschaften bevor. Auch wenn ich Ver.di's überzogene Forderungen aus wirtschaftlichen Gründen kritisch gegenüberstehe; besonders bei den einfachen MA kann ich aber die Beweggründe zu kämpfen, aus menschlicher Sicht gut nachvollziehen.
flysurfer Geschrieben 1. August 2008 Melden Geschrieben 1. August 2008 Demgegenüber stehen 90,7% die das LH-Angebot als nicht fair ansehen EDIT MOD Nicht 90,7% der LH-Angestellten waren für den Streik, sondern 90,7% der Verdi-Mitglieder, die bei LH arbeiten und zur Abstimmung gegangen sind. Faszinierend, mit welchen primitiven Mitteln hier argumentiert wird, fast schon wie in einer dieser TV-Talkshows, wo die immergleichen Laberköpfe sich reflexartig die immergleichen Worthülsen gegenseitig an den Kopf werfen. Interessant wäre, wie viel Prozent der gesamten LH-Belegschaft für den Streik gestimmt hat. Seltsamerweise wird diese Zahl aber nie genannt, oder übersehe ich das ständig?
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