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Flightreport " Nahe Osten, Asien ... Fortsetzung

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Flightreport " Nahe Osten, Asien und noch mehr "

 

Fortsetzung

 

17. April 2008

 

Da unser Abflug nach Cairo für den späten Nachmittag geplant war, ließen wir wieder einmal den Tag ganz

ruhig angehen. Als wir erwachten, stand die Sonne schon hoch am Himmel, die Temperaturen stiegen

bereits wieder locker über die 30 Grad.

Also Sachen gepackt, alles im Mitewagen verstaut und uns in den chaotischen Verkehr von Sharjah nach

Dubai gestürzt. Wir brauchten gut 90min bis zum Dubai International Airport, bei Avis sind wir schnell

unseren Wagen los geworden.

Bis der CheckInn der Egyptair öffnete, sollte es noch etwas dauern. Also suchten wir das Büro der GulfAir auf,

wir hatten ja noch das Ticket ( da wir ja nicht mehr nach Syrien wollten, buchten wir ja vor den Yemenia Abflug

ein GF Tic nach Frankfurt ) nach FRA und stornierten dieses. Mit dem Ausdruck wendete ich mich dann hier

in Deutschland an das GF-Büro in Frankfurt und wir bekamen von unseren 220 gezahlten Euro sage und

schreibe 215 Euro wieder zurück.

Zwei Stunden vor Abflug öffnete MS ihre Schalter, wir wurden gleich bis nach Johannesburg durchgecheckt.

Wir erhielten zwei Außenplätze und waren sehr zufrieden, der Flug sollte nahezu ausgebucht sein.

Für mich sollte heute der fünfte Kontinent seinen Status als weißer Fleck verlieren, meine Flugkarte erstreckte

sich bis jetzt von Argentinien / Uruguay über Nordamerika, Europa, Asien bis nach Australien / Neuseeland.

Ausreise verlief problemlos, trotz anderslautender Hinweise stellten Flüssigkeiten im Handgepäck in größerer

Menge kein Problem dar.

Um 15:30 Uhr begann das etwas chaotische Boarding, es wurde voller, sehr voll ....

Kurz vor 16:00Uhr Pushback, kurzes Taxing und Start Richtung persischen Golf ( 16:02 Uhr ).

 

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Der Flug ist nahezu ausgebucht, bei der Cabincrew herrscht eine klare Arbeitsteilung: die weiblichen

Begleiter arbeiten und die männlichen behalten den Überblick, und sie sehen dabei recht grimmig aus.

Das Essen hat sehr gut geschmeckt, es gab eine Art Gulasch mit Reis.

Die Gedanken kreisten auch schon etwas voraus, was würden wir in Kairo sehen, und viel schlimmer: wie

sollen wir die 7-8 Wartestunden rumbekommen ?

Der Anflug auf den Flughafen von Kairo führte uns über den Nil und die Altstadt ...

Um 17:39 Uhr, nach 3h37min setzte unsere A 330-200 SU-GCE auf ... und wir sahen viele abgestellte

Maschinen. Hervorzuheben ist dabei eine IL-62M der bankrotten Alim Airways, ein Canadair RegionalJet in

voller United Nations - Bemalung sowie eine " wie aus dem Ei " gepellte Boeing 727 der Yemenia.

Als wir unseren Standplatz nach einem längeren Taxing erreicht hatten, ging es mit dem Bus ins Terminal,

wo die Transitpaxe dann gesondert warten sollten. Wieder mit dem Bus ging es in den Transitraum, welcher

im ersten Augenblick etwas baufällig wirkte. Hier waren nun einige Schalter, wo wir uns nach Destination

getrennt anstellen sollten. Sie möchten nach Johannesburg, in sieben Stunden, und sie wollen ihren

Boardingpass ???? " Dann lassen sie mal ihren Pass hier und kommen so etwa zwei Stunden vor Abflug

wieder." Naja, was soll's. Hinter den einzelnen Schaltern lagen schätzungsweise einige hundert Pässe.

Wir hatten also den Eindruck, die Angestellten wissen was sie tun.

Also ab jetzt in den Transitraum. Zwei Etagen, die untere ist für die Abflüge, sieht etwas chaotisch aus.

Die obere ist für die " länger Wartenden ". Und ist zu unserem Erstaunen sehr modern, große Sitzecken,

relativ ruhig, es gibt ein Cafe und auch ein McDonalds. Es gibt eine große Fensterfront mit Blick auf

das Vorfeld. Leider ist das Licht nun schon sehr fade, das Aufnahmen nicht mehr möglich sind.

Direkt vor dem Fenster steht eine Embraer 170 der Egyptair Express und soeben kommt die VIP-737-200

VP-CHK in einer tollen goldenen Bemalung.

Apropos Zeitrumkriegen: wir haben einen Zeitungsladen gefunden, und in diesem die neueste Ausgabe

des Spiegel sowie ein Sodoku-Heft, welches uns die nächsten Tage von Zeit zu Zeit immer mal wieder

beschäftigen sollte.

Gegen 23:00 Uhr versuchte ich, wieder an unsere Pässe zukommen, und es klappte auf Anhieb.

Wir hatten für unseren Weiterflug Zweierplätze bekommen, besser geht's nicht.

Gegen 1:00 Uhr wurden wir zur Sicherheitskontrolle gerufen, diese war schnell erledigt.

In einem kleinen Boardingroom versammelten sich mit uns rund 100 weitere Passagiere, es ging mit

einem Bus auf's Vorfeld hinaus, und wir hielten vor der SU-GBO, einer Airbus 340-200.

Für Gerrit war auch dies wieder ein neuer Flugzeugtyp, ich hatte schon einmal bei Sabena das Vergnügen.

Das heute eine 340 flog, war reiner Zufall, die nächsten Tage sahen wir in Johannesburg nur noch A 330

aus Kairo kommen.

Das unser Flug nicht einmal zur Hälfte gebucht war, blieben natürlich auch die meisten Mittelreihen frei,

für einen Nachtflug ein Glücksfall. Gerrit sicherte sich auch umgehend die naheliegende Dreierreihe.

Das Taxing zur SLB führte an vielen abgestellten Maschinen vorbei, ich kann mich nur noch an eine DC-8

erinnern. Um 1:57Uhr sagten wir Kairo " Bye, Bye " und die nächsten gut acht Stunden geht es stur gen

Süden. Kurz nach dem Start gab es eine kalte Mahlzeit, Hühnchen, danach konnte man besser schlafen

als nach so einem meist ekligen warmen Asietten-Essen.

 

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Gerrit hatte sich gleich unmittelbar nach dem Start eine Dreier-Reihe in der Mitte gesichert, also hatten

wir nach dem Essen genügend Platz zum Schlafen.

 

Es wurde schon hell, als ich wieder wach wurde, noch etwa drei Stunden bis Johannesburg.

 

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Eine Stunde vor der Landung gab es dann noch ein kleines Frühstück, zum Start in den Tag.

Um 10:00 Uhr setzte unsere A 340 SU-GBO sanft auf dem O.R.Tambo Airport von Johannesburg auf,

was bleibt: Egyptair kann ich ohne Probleme auch für die Langstrecke empfehlen, nette Crew,

Catering völlig ausreichend, bequem, wenn wenig Paxe sehr bequem. Also wirklich eine gute Alternative.

 

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Ein etwas längerer Weg durch das Terminal, teils Baustelle, zur Passkontrolle. Diese wirklich in nicht einmal

fünf Minuten erledigt, das Gepäck war auch schon da. Nach dem Verlassen der Einreise schnell noch Geld

getauscht, den Mietwagenschalter von First erreicht und einen nagelneuen Ford Focus übernommen.

Da Gerrit schon im November für ein paar Tage hier war, fanden wir relativ schnell die richtige Ausfahrt

Richtung Anflug, und jetzt hieß es nur noch: SPOTTEN, SPOTTEN, SPOTTEN ....

Den Anflug hatten wir im ersten Versuch in etwa 10min erreicht, die Sonne zeigte sich von ihrer besten

Seite, soll heißen, vorerst keine Wolken am Horizont.

 

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flog im Subcharter für eine südafrikanische Airline im Inland

 

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Nach einer kurzen Verpflegungspause in einem " SPAR " Supermarkt etwa 1 km vom Anflug entfernt,

machten wir uns in der Abenddämmerung auf zu unserer Unterkunft: die Africa Lodge.

Sie befindet sich etwa 10min von der Anflugstelle entfernt, mit dem Auto also sehr gut zu erreichen.

Vielen Dank an dieser Stelle an Stefan, der uns per Handy und Google Earth sehr gut geleitet hat.

Diese Unterkunft war ein wahrer Glücksgriff: zweckmäßige Zimmer, mit allem ausgestattet, ein sehr

guter Zimmerservice, Swimmingpool und was natürlich sehr wichtig ist: sie liegt in einer sicheren

Gegend. Kurzum ... sehr empfehlenswert.

 

Wie gesagt, war hier hauptsächlich spotten angesagt, hier also ersteinmal eine Auswahl vom

18.04. bis 20.04.2008 ....

 

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21.April 2008

 

Für den heutigen Tag haben wir uns Flüge nach Kapstadt gebucht, Ziel war natürlich neben dem

Fliegen auch die Möglichkeit, ein wenig zu shoppen.

Aber nun der Reihenfolge nach. Für den Hinflug entschieden wir uns für Nationwide Airlines.

Wir suchten uns einen Flug aus, auf dem neben den " neuen " -500 noch eine Boeing 737-200 ein-

gesetzt werden sollte. Der Preis lag bei etwa 30 Euro.

Wir erschienen also gegen 09:00 Uhr im Inlandterminal von JNB, CheckInn umgehend erledigt und

noch etwas Zeit, die kleine verglaste Inlandterasse aufzusuchen.

 

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Als einzige -200 wurde gerade die ZS-PIW auf einen Flug vorbereitet, Hoffnung das es die unsere

wird. Im Transitraum angekommen, begaben wir uns auch schon zum Abfluggate.

Die PIW stand tatsächlich für uns bereit, Freude, wieder eine Maschine einer aussterbenden

Spezies fliegen zukönnen. Unsere Boeing hatte ihren Erstflug im Jahre 1980. Stationen in ihrem Leben

waren MaerskAir, Air Zimbabwe, Dragonair, Lacsa, TACA ( als N251LF habe ich sie auch schon in MIA

aufgenommen ), und schließlich hier bei den Südafrikanern. Acht Tage später, am 29.04. sollte sie

dank der Pleite dieser Airline arbeitslos werden.

Unser Flug war mit etwa 50 Paxen nicht einmal halb voll, machte sich kurz vor 10Uhr auf den Weg

zur Startbahn, 10:03Uhr waren wir wieder in der Luft.

 

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Die Crew war sehr freundlich, Snacks und Getränke gab es gegen Bares, ein großer Muffin und einen

Tee gab es für etwa 15Rand, 1,50 Euro. Ein sehr guter Preis.

Der Flug war dank der wechselnden Landschaften und des guten Sounds recht kurzweilig.

 

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Nach gut anderthalb Stunden ging es abwärts, Kapstadt rückte in die Nähe.

Im Anflug schön den Tafelberg in Sichtweite, erreichten wir um 11:50Uhr diese Stadt im Südwesten.

Geparkt wurden wir auf einer Außenposition, einige Aufnahmen waren dadurch auch möglich.

 

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Raus aus dem Terminal, mit einem Taxi ging es in rund 20 min zum Hafen, jetzt hieß es ein wenig

Shoppen.

 

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Gegen 16:00Uhr machten wir uns wieder mit dem Taxi auf den Weg zum Flughafen, für unseren

Rückweg nach JNB hatten wir uns für die South African-Tochter " Mango " entschieden.

Mit der Boeing 737-800 ja eher ein normales Fluggerät, aber die Colours sind doch mehr als

sehenswert. CheckInn mit fester Sitzplatz-Nummer, schnell erledigt, und dann auf in ein kleines

Bistro im zweiten Geschoss: von hier aus konnten wir noch ein wenig der südafrikanischen

Aviatik-Vielfalt beim Fliegen zusehen.

Pünktlich landete im letzten Tageslicht unsere -800, mit der ZS-SJK geht für uns wieder gen

" HomeBase ".

 

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Der Flug war bis unters Dach gefüllt, ist aber nicht ganz so eng wie eine Maschine der Iren.

Beim Taxing zur SLB noch eine Aufnahmen von dem schönen Abendhimmel gemacht, um

18:46Uhr hieß es für uns: Johannesburg wir kommen.

 

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Der Flug war ereignislos, wir haben die Zeit mit Schlafen rumgebracht. Nach 97min erreichten

wir JNB, wir bekamen ein Gate, also verlief das Deboarding recht zügig.

10min später saßen wir auch schon in unserem Auto und es ging heim in unsere Lodge.

 

22.April 2008

 

Heute früh zeigte das Termometer sage und schreibe 5 Grad an, es war sau kalt. Am Mittag

erreichte die Quecksilbersäule immerhin 30 Grad.

 

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Wir machten uns bei strahlendblauem Himmel

gegen 06:30Uhr wieder auf in den Anflug, wir wollten doch endlich mal die 767 der VirginNigeria

bekommen. Leider wie jeden Tag Fehlanzeige. Dafür hatten wir heute das einzige Mal die

767 der Nationwide vor das Objektiv bekommen.

 

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Gegen 10 Uhr entschieden wir uns dann, einen von Stefan aus Berlin kurzfristig per Net

organisierten Vorfeldbesuch in Lanseria, etwa 50 km von JNB entfernt, wahrzunehmen.

Und, der Abstecher hat sich wirklich sehr gelohnt.

 

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handbemalt

 

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wieder zurück in JNB

 

23.April 2008

 

Den Tag nutzten wir am Vormittag wieder zum Spotten in JNB.

 

Für den Nachmittag hatten wir uns am Vortag noch einen kurzen " Ausflug " nach Durban

gebucht.

Wieder soll uns eine Boeing 737-200 in die Lüfte bringen, diesmal eine der Comair /

British Airways. Nach CheckInn, Security stand für uns am Gate heute die ZS-NNG bereit.

Auch wieder ein kurzer Ausflug in die Historie: gebaut 1980, flog sie 15 Jahre als G-BGDD

bei British Airways, 1995 für einige Monate als PH-TSE bei Transavia und seit dem

13.09.1995 hier bei Comair.

Um 14:38Uhr befanden wir uns auf dem Weg nach Durban.

Die Maschine war nicht voll ausgebucht, wir saßen in der fünften Reihe und hatten einen

sehr comfortablen Sitzabstand.

An Service wurde ein Brötchen, Schokoriegel sowie ein Getränk gereicht.

 

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Dafür war der Flug auch mit etwa 60 Euro etwas teurer, aber was soll's, es ist eine -200 .

Nach 47min erreichten wir Durban, alle Airlines des Landes waren auf dem Vorfeld vertreten,

außerdem stand auch noch eine An-32, ähnlich der in Lanseria auf dem Vorfeld.

 

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Das Terminal wirkt sehr modern, es herrschte ein ansehnlicher Betrieb, wir checkten gleich

für unseren Rückflug am Abend ein, diesmal bei der Comair-Tochter " Kulula ".

Auf Nachfrage wurde uns auch ohne Probleme das Reg. unserer Maschine mitgeteilt.

Leider nicht die einzige -200, diese flog vor uns von hier nach Lanseria, es soll die

ZS-OAF sein. Aber welche Bemalung ? Schließlich flogen ja auch zwei ganz weiße -400

für Kulula / Comair quer durch's Land. Aber wir wurden beruhigt, es ist das CamoPlane.

Auch gut, das ZippyPlane hätte mit noch besser gefallen.

Im zweiten Stock befindet sich auch hier wieder eine verglaste Möglichkeit, das Vorfeld

einzusehen.

 

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Gegen 19:00Uhr begaben wir uns durch die Sicherheitskontrolle, unser Flieger soll

30min Verspätung haben. Kein Problem ...

Kurze Zeit später landete unser CamoPlane, niedlich der Spruch auf dem Rumpf:

" Niemand sah uns kommen ". Diese -400 ist auch schon 17 Jahre alt.

Der Flug war auch wieder komplett gebucht, hat uns rund 35 Euro gekostet.

 

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Die Crew war so locker drauf, ich habe soetwas noch nicht erlebt, im positiven.

Man scherzte, gab Kommentare, war sehr hilfsbereit.

Die Sicherheitsvorführung wurde etwas aufgelockert, durch Kommentare ergänzt, wie etwa:

" Auch auf den Toiletten ist das Rauchen untersagt, sollten sie es trotzdem tun, kostet dies

6000 Rand, für dieses Geld hätten Sie aber auch gleich bei South African buchen können. "

Geflogen wurde aber auch noch, Start 20:01Uhr Landung in JNB 20:50Uhr.

Wir landeten in JNB auf der terminalfernen Bahn, was dann ein etwas längeres Taxing

zum Terminal bedarf. Auch hier wieder eine Einlage der CabinCrew: Da dies ihr letzter

Flug des Tages sei, würden sie jetzt schon mal das Licht dimmen und ein kleines

Nachtständchen ( gegeben von der einzigen Stewardess an Bord ) geben : zuerst in Englisch und

für die " Einheimischen " jetzt auch noch in Afrikanns. Eine wirklich tolle Stimme, und

diese passte auch noch zu ihrem Aussehen ...

Allgemeines schmunzeln und Beifall in der Maschine ... es herrscht eben eine andere Mentalität,

den Vergleich hatte ich ja dann am 27.04. von FRA nach TXL bei LH, neben mir auch noch eine

mürrische gut 50jährige ... es ist einfach zum K ....

 

Gutgelaunt von diesen Erlebnissen ging es wieder in unsere Lodge, noch eine DvD schauen,

nur das Gute Nacht-Lied fehlte dann doch irgendwie ....

 

24.April 2008

 

Kurze Ansage: und heute wieder einmal Spotten in JNB. Und endlich mal einige Charter.

Juhu ....

 

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25.April 2008

 

Am Morgen hieß es GoodBye schöne Lodge, sie war eine Woche lang unser Zuhause. Wir werden

auf jeden Fall wiederkommen.

Spottermäßig war heute irgendwie der Wurm drin, der Wind drehte heute des öffteren, also entschieden

wir uns am frühen Nachmittag, die Terasse im Inlandterminal aufzusuchen.

Dann landete etwas unerwartet die 747-300 der TAAG, statt 777, also auf ins International Terminal.

Das Wetter war genial, und vor der Terasse stand zum Glück nur eine 737 der Air Malawi, also keine

Sichtfeldeinschränkungen. Diese Aufnahmne war der krönende Abschluss dieser Woche.

 

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Gegen 18:30Uhr gaben wir unseren Mietwagen zurück, holten unser Gepäck und machten uns

auf zum CheckInn der Etihad Airlines. Dieser beginnt hier vier Stunden vor Abflug. Wir hatten

reservierte Zweierplätze, klappte problemlos. Wir erfuhren, das der A 330-200 restlos ausgebucht war.

Also hieß es noch etwas Zeit im Terminal rumkriegen.

Da am Abend ein echter Run internationaler Abflüge einsetzt, ist die Security auch recht voll, also auf

ins Inlandterminal, dort durch die Internationale Transit-Security, wo wir die einzigen Arbeitgeber der

Anwesenden darstellten. An der Passkontrolle dahinter das gleiche Bild.

Nun im Transitraum noch ein paar Süßigkeiten für die Kinder eingekauft und dann ab zum Gate.

Unsere A 330 ist auch gerade angekommen, heute die A6-EYH. Die Bamalung dieser Airline finde

ich persönlich genial. Ich bin echt gespannt auf diesen Flug.

 

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Das Boarding verlief sehr gesittet und dadurch auch sehr zügig. Die Kabine wirkt sehr angenehm,

der Sitzabstand ist, wie wir auch merken sollten, mit der Zeit etwas unbequem.

Um 22:05Uhr hieß es bye bye Südafrika ....

Was micht absolut begeistert, ist das IFE der Etihad. Rund 80 Filme, die Hälfte davon in Deutsch.

Einfach genial. Ein besseres System habe ich persönlich noch nicht erlebt, es mag auch wohl daran

liegen, das die meisten Flüge, die ich sonst mache, einfach mit älteren Typen geflogen werden

bzw. die Airlines darauf nicht so einen Wert legen.

Zum Essen: mehr als ausreichend, geschmacksmäßig kann es aber auch etwas danebenliegen.

 

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Kann deshalb, weil es auf dem Weiterflug einfach spitze war.

 

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nachts um 2Uhr irgendwo über Afrika

 

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Sonnenaufgang

 

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Da der Flug ja über Nacht durchgeführt wurde, konnten wir gegen Morgen auch noch einen weiteren

Vorzug erleben. Die meisten Airlines dimmen ja nachts die Beleuchtung, gegen Morgen dann einfach

Licht an, und fertig ist der Schock !!! Bei Etihad ist es eine Art Lichtspiel, das sich die Augen wieder

langsam an die Helligkeit gewöhnen können.

 

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Frühstück

 

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Nach gut sieben Stunden befanden wir uns im Anflug auf den Abu Dhabi Intl. Airport.

Es ist 07:17loc. als wir auf der Runway ausrollen. Das ganze Terminal quoll förmlich über.

Viele Langstrecken sind in den letzten Minuten angekommen, Und die meisten Paxe warten jetzt auf

ihren Weiterflug. Die ConnectingTimes liegen bei Etihad zw. 3-6 Stunden. Also hieß es für uns,

möglichst eine ruhige Ecke zufinden.

 

Irgendwann geht aber jede Warterei zuEnde, etwa eine Stunde vor unserem Weiterflug wurden wir

in unserem Boardingroom gebeten, wo noch einmal eine kurze Sicherheitskontrolle stattfand.

Am Gate stand für uns die A6-EYN bereit, der Raum füllte sich, die Anzahl der Personen im Raum

stellte aber eine gewisse Differenz zur Anzahl der verfügbaren Sitzplätze des Airbus dar.

Ergebnis des Zählens: 60 Paxe auf dem Weg mit uns nach Frankfurt.

Es wird also ein entspannter, bequemer Flug.

 

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Um 13:10Uhr verließen wir AbuDhabi, IFE natürlich wieder spitze, sehr zuvorkommende Crew,

und diesmal ein sehr leckeres Essen.

 

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Um 17:10loc erreichten wir über die 25L wieder Frankfurt, ehrlich gesagt, endlich .....

Willkommen in der Heimat.

 

Am 27.04.2008 ging es für mich dann noch schlussendlich mittels Lufthansa Airbus A 321 D-AIRD

in 48min zurück nach Berlin-Tegel.

 

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Was die Reise in meinem Flugbuch hinterlassen hat, stand am Anfang des Reports.

Was sie in meinem Kopf hinterlassen hat, könnt ihr, so hoffe ich, jetzt etwas nachfühlen.

Es hat mich ganz schön gestresst, besonders Syrien, das Erlebte hier aufzuschreiben.

Es war, als erlebte ich diese zwei Tage noch einmal.

 

Ich hoffe, auch dieser Report hat euch mein Hobby wieder etwas näher gebracht.

Ich bin für alle Meinungen, Anregungen, Tipps wie immer dankbar.

 

IFL / JPT-SXF / Jens-Peter

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Allergrößten Respekt und ein herzliches DANKESCHÖN!

 

Ich weiß was es bedeutet so lange Reports zu schreiben, deswegen meine Hochachtung. Aber die auch für den Mut, diese Reise durchzuziehen, in so einer fremden Kultur mit dem Wissen, dass es zu den erlebten Problemen kommen könnte.

 

Klar, für manche Flugzeugtypen muss man heutzutage eben sich den A**** aufreißen, aber das wäre mir persönlich ne Spur zu arg.

Aber schön, dass es jemand macht und vor allem noch davon in dieser Ausführlichkeit berichtet!

 

Nochmals Danke!

 

Frank

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Guest Fly_777

Vielen Dank für diesen sensationellen Bericht! Ganz nach meinem Geschmack und immer schön zu sehen, dass nicht nur ich den Spleen entwickelt habe, für gewisse Airlines und Airports einen kleinen Umweg zu machen ;) Weiter so!!

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Ich bin platt.

Toller Bericht und interessante Reise, die ich persönlich aber nicht machen wollte. In Syrien hätte ich Muffensausen bekommen und mich nur noch unter dem Kissen verkrochen.

Es ist auch interessant, wie unterschiedlich das Fotografierverbot gehandhabt wird. Schade, dass (fast) keine Fotos aus Syrien/Dubai/Bangladesh möglich waren, die wären sehr interessant geworden.

Ich hätte nie den Mut gehabt, auf eigene Faust in all diese Länder zu reisen und fand den Bericht daher um so faszinierender.

 

Martin

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Danke für den tollen Bericht. Habe gebannt am Bildschirm geklebt.

 

Wie habt ihr den Flug mit Mango gebucht und bezahlt? Wenn ich die Webside richtig verstehe, kann man nur mit südafrikanischer Kreditkarte bezahlen.

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Wie sagt man? Monumental - oder so. Habe jetzt auch 1-2 Stunden vor dem Bildschirm geklebt, es hat sich sehr gelohnt. Auch von mir Respekt sich das alles zu trauen, vielleicht ist es in der Bruderkombination genau richtig so. Da hat man jemanden, auf den man voll vertrauen und sich verlassen kann.

 

Viel Dank für soviel Mühe!

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Wahnsinn! Hut ab vor diesem Trip ins "Unbekannte" und vielen Dank für den Einblick in eine andere Welt. Auch wenn vom ersten Teil der Reise nur wenig Bilder vorhanden sind, Deine ausführlichen Beschreibungen und etwas Phantasie - schon kann man ansatzweise fühlen wie es Euch in mancher Situation wohl ergangen sein mag. Nochmals danke für die Mühe!

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super Bericht, ich habe zwar nicht ganz nachvolziehen koennen, wo Ihr eigentlich uberall wart, mich wuerde aber mal interessieren, was die ganzen Fluege gekostet haben und wie lange ihr eigentlich unterwegs gewesen seid.

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Absolute Spitzenklasse der Bericht !!

Vielen Dank für die doch recht mühsame Arbeit den in's Netz zu stellen. Solche Berichte entschädigen auf airliners.de für den vielen Schrott im eigentlichen Diskussions-forum.Mit solchen Beiträgen macht man Internet wieder lesenswert !

Tut mir echt leid für die schlechte Behandlung die Ihr in Damaskus erfuhrt -die Flughafen-security lebt geistig leider noch z.Teil im kalten Krieg und kann sich Fun-reisen mit extrem kurzen Aufenthalts-zeiten geistig nicht vorstellen.Glaube mir dass die "normalen" Syrier sehr gastfreundlich sind...

(Ich fühle mich den Syrern gegenüber sehr aufgeschlossen, da mein bester Freund in Damaskus lebt..)

Das mit Euren Tickets in Dhaka (der Kuli der Eure Tickets aus dem Stoss wieder raussucht ) wâre in Europe nicht passiert !Da merkt man dann halt doch das der Orient dem Occident in vielen Bereichen haushoch überlegen ist ..;-) ;-)

Deine Beurteilung bezüglich Egypt Air kann ich eigentlich nur bestâtigen- wir haben ja einige Jahre in Cairo gelebt und ich bin viel mit Denen von Cairo nach Australien geflogen (z.Teil Jumpseat ..!!!!),da mein Arbeits-geber in Sydney war. Auf den Australien Flügen gab's allerding auf Egypt-air Alkohol-sonst wâren die Aussies nie in einen Langstreckenflug mit denen gestiegen !!! (wâre sicher ein Verbesserungs-vorschlag für's Egyptair Management,da die Flüge ja trocken sind..)

Was hat Euch denn der ganze Spass gekostet ?

Nochmals-klasse Bericht und Entschuldigung für Damaskus !!!

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Danke auch von mir für den tollen Bericht!

Mit Syrien habe ich bis dato eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht, allerdings war mein Flugverhalten da auch meistens weniger "verdächtig".

 

Bei Flügem nach Kamishli ist das insgesamt aber auch nicht sonderlich verwunderlich, da dort hauptsächliche Kurden leben, und diese nicht eben im ständigen Einklang mit der Regierung in Damaskus stehen. Dass es euch so krass trifft, hätte ich aber nicht gedacht.

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Vielen Dank, ein wirklich sehr schöner Bericht, der einem direkt Lust macht, nach vielen Jahren der "Abstinenz" wieder einmal die Spotterausrüstung zu entstauben.

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Danke für den interessanten Bericht :D

 

nach dem Erlebnis in Syrien könnte jetzt eigentlich nur eines das Ganze noch steigern. Du willst nicht zufällig in nächster Zeit mit selben Pass mal in die USA einreisen? ;)

 

 

Huey

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...da würden aber noch Einreisestempel aus dem Iran und Pakistan fehlen..

(...I did some research on tribal affairs in Waziristan ..) ;-)

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Einfach nur gigantisch!

 

Das nenn ich mal Abenteuerurlaub!In FRA wegfliegen und nicht zu wissen wo man überall hinkommt.Und dann noch solch Fluggeräte dazu!Alle Achtung so etwas auch wirklich durchzuziehen und dazu noch das Erlebte in einen sehr fesselnden Reisebericht umzuwandeln.Respekt!

 

Vielen Dank!

 

Gruss Dominik.

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Vielen Dank die Ihr Euch gemacht habt diesen großartigen Bericht zu schreiben. Ich habe zwar auch schon einige komplexe Touren unternommen, aber Eure spontanität mal eben nach Südafrika statt in den Iran zu jetten finde ich schon faszinierend.

 

Hut ab!

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Wow, hab den Report erst jetzt gesehn.

Da habt ihr ja was erlebt :).

Das, was ich in 3 Reisen gemacht habe wolltet ihr in eine packen? Respekt :).

 

Zumindest hatet ihr ja dann 'Glück' mit den Flügen in Bangladesh und dann spätestens beim Aufenthalt in Südafrika.

Ich hätte aber das geplante Programm eiskalt durchgezogen :)

 

Mir gings aber auch schon ähnlich:

Kuba: 2 Minuten draußen gestanden, ein Foto gemacht und schon kam Polizei an und hat Pässe eingesammelt

Moskau DME: 3 Fotos ausm Terminal von unserer Bac 1-11 gemacht, mit der wir gerade gelandet sind und schon kam eine Aufpasserin und ich musste die Fotos unter Aufsicht löschen. Gut, dass ich die am PC wieder herstellen konnte :)

Iran: 2 Fotos von mir und Kumpel in der 707 gemacht und sofort wurde Kumpel nach vorne zum Verhör noch während des Fluges abgeführt. Nach der Landung wurde er weiter verhört und die Speicherkarte einkassiert. Dann wurde er aber wieder laufen gelassen.

In Syrien und Jordanien hatten wir diesmal Glück.

 

Ist schon traurig, dass man sich immer wie ein Krimineller in solchen Ländern fühlen muss.

 

Naja, aber das muss man wohl durch.

 

Danke jedenfalls für den Report!

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@IFL

 

Bin leider gerade erst auf deinen trip report aufmerksam geworden. Wirklich super !!!

 

Da du nach eigenem bekunden ja ein log book deiner Fluege erstellst, hiermal paar Zusatzinfos bzgl. deinem Flug Z5091 DAC-DXB, da er ja in gewisser Weise eine kleine "Besonderheit" war & du leider nur kurz an Bord unseres Fliegers ( TF-AMK / Air Atlanta Icelandic ) warst :)

 

( in denglisch ):

Beim climb through flight level 150 ( speed 328 kts ) out of Dhaka hat das engine pos.2 einen compressor stall gehabt. Throttle wurde umgehend retarded und in die "severe damage seperation check list" abgearbeitet. Es wurde dann entschieden nach Dhaka zurueckzukehren. Bei ATC wurden dann noch radar vectors zum fuel dumping angefordert. Ingesammt wurden 8 Tonnen Kraftstoff abgelassen, bevor es zu einem standard 3 engine approach/landing kam.

 

Es ist nichts ungewoehnliches das bei "single" Triebwerksausfall an einer 747 ein ganz normale Landung durchgefuehrt wird, sprich keine urgency oder Anfoderung von Rettungsmittel erklaert wird. Daher nur ein Feuerwehrfahrzeug auf stand-by.

 

Die cockpit crew waren sehr erfahrene Kollegen :)

Mit dir & deinem Bruder waren noch 469 weitere pax im Flieger.

 

Die TF-AMK war anschliessend 3 Tage AOG ( engine change ). Als Ersatzflieger kam am naechsten Tag die TF-AMJ zum Einsatz.

 

Die investigation des engines hatte ergeben, das ein FOD ( foreign object damage ) event die Ursache fuer den compressor stall war. Hoechstwahrscheinlich angesaugt waehrend dem taxi bzw. take off in Dhaka.

Das engine wurde bis jetzt noch nicht wieder aufgebaut, da der Schaden so immens ist, das die Kosten hierfuer die $3mio Marke uebersteigen wuerde ( daher BER / beyond economical repair ).

 

Ca. 2 Monate nach Deinem Flug haben wir den wet lease Vertrag mit GMG gekuendigt.

Die TF-AMK wird momentan fuer die Hajj Fluege eingesetzt.

 

Ich wuensche dir weiterhin viel Spass bei deinen Reisen und hoffe das dieser engine failure / air turn back eine Ausnahme auf deinen Reisen bleibt und du weiterhin gesund & munter nach Hause kehrst.

 

Gruesse

AAI

P.s: freut mich zu lesen das unsere cabin crew freundlich zu euch war und euch in die "business" gesetzt hat :)))

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