NoCRJ Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Bei allen Einkäufen im Duty Free am FLughafen MUC ist es mir passiert, dass die Verkäufer neben meiner Bordkarte auch meinen Pass sehen wollten. Wozu? Die Verkäufer erklärten mir, das hätte mit den Preisen zu tun: "für Deutsche sind die Preise höher". Aber das ist doch falsch! Sind die Verkäufer falsch informiert, falsch ausgebildet - oder verpasse ich da was?
T.Ferramenti Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Ein Fall von Bayrischer Daten-Sammel-Wut ? Die Kassenfrau registriert Deutsche Käufer bzw. Alienshopper separat, damit sich der Statt ärgern kann, was ihm an Steuern von seinen Bürgern durch die Lappen geht ?! Einen tieferen Sinn erkenne ich in der Massnahme, wie du sie beschreibst, nicht ... Die Begründung mit den höheren Preisen ist doch Murks !!!
aschem Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Ich hab den Verkäufer mal gefragt als ich da was geshoppt habe: Er meinte so irgendwas mit unterschiedlichen Steuern, die dann abgeführt werden müssen. Also für alle nicht-EU-Einkäufer muß der Laden dann wohl weniger Umsatzsteuer abführen als für EUler... Denke das ist so wie bei McDonalds mit dem unterschiedlichen Steuersatz für Essen zum Mitnehmen und im Restaurant essen...
BOAC Fan Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Bei allen Einkäufen im Duty Free am FLughafen MUC ist es mir passiert, dass die Verkäufer neben meiner Bordkarte auch meinen Pass sehen wollten. Wozu? Die Verkäufer erklärten mir, das hätte mit den Preisen zu tun: "für Deutsche sind die Preise höher". Aber das ist doch falsch! Sind die Verkäufer falsch informiert, falsch ausgebildet - oder verpasse ich da was? Hallo. Das ist völlig normal (Standart) auch zB.in Zürich. Man muss Bordingcard und Pass zeigen,ob du wirklich abfliegst?Derjenige bist? Nur zB als Bürger von ausserhalb der EU kann man die Steuern zurück erstatet bekommen. ZB. wir "armen" Schweizer usw. Warum dass? Damit ein EU Bürger besser merkt das er in der EU nur verarscht wird?Smile Ueberspitzt geschrieben! Sorry! Chris
NoCRJ Geschrieben 27. Februar 2009 Autor Melden Geschrieben 27. Februar 2009 OK, Ihr bestätigt meine Vermutung - nämlich die, das die Verkäufer die Sache nicht begreifen und falsch informiert sind. Es geht nämlich darum, dass man die niedrigeren Duty Free-Preise nur dann bekommt, wenn man - ins nicht-EU Ausland fliegt - nicht in einem EU-Staat wohnhaft ist. Für das erste Kriterium gibt's die Bordkarte. Für das zweite vertauschen die Verkäufer leider Nationalität mit Wohnsitz. Es soll ja durchaus auch EU-Staatsbürger (Deutsche, Franzosen, Italiener) geben, die ausserhalb der EU wohnen (Schweiz, USA, etc). In München zahlen die drauf, weil eben nicht der Wohnsitz hergenommen wird, sondern die Staatsangehörigkeit. Und das ist Käse. Genau so dürfte ein US-Bürger mit Wohnsitz in Deutschland auch nicht in den Genuss der niedrigeren Preise kommen. Nach der falschen Methode, die von den Verkäufern angewendet wird, klappt das bei denen aber wunderbar. Der Wohnsitz steht auch in den meisten Pässen (und da wo nicht gibt's andere Ausweispapiere), man bräuchte ja bloss mal nachzuschauen. Dass die Kenntnis der Zollvorschriften nicht zur Allgemeinbildung eines Verkäufers gehört ist normal, aber eine zehnminütige Einführung in die Materie bei der Einstellung wäre sinnvoll, dann würde man sich auch an die Gesetze halten.
aschem Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 aber man wird in München nicht nur beim Duty-Free gefragt sondern auch beim normalen Kiosk, wenn man sich n Snickers und ne Flasche Wasser kauft.
aaspere Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Ich hab den Verkäufer mal gefragt als ich da was geshoppt habe: Er meinte so irgendwas mit unterschiedlichen Steuern, die dann abgeführt werden müssen. Also für alle nicht-EU-Einkäufer muß der Laden dann wohl weniger Umsatzsteuer abführen als für EUler... Denke das ist so wie bei McDonalds mit dem unterschiedlichen Steuersatz für Essen zum Mitnehmen und im Restaurant essen... Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Wenn Du im Dutyfree-Shop als Reisender mit Ziel "Nicht EU-Land" einkaufst, dann befindest Du Dich im Sinne des Umsatzsteuergesetzes im Ausland. Wenn Du aber in ein "EU-Land" reist, dann befindest Du Dich nicht im Ausland. Also, der Pass ist dabei völlig unerheblich. Die unterschiedlichen Preise erscheinen mir daher nicht unlogisch, wenngleich unpraktisch, weil wiederum eigentlich nicht korrekt handhabbar. Ein Anruf bei dem Betreiber des Dutyfree-Shops könnte die Wissenslücke füllen. Der andere Fall mit McDonalds hat etwas mit den unterschiedlichen Steuersätzen in Deutschland auf Lebensmittel und Dienstleistungen zu tun. Wenn Du dort am Tisch sitzend bedient wirst, muß McDonalds 19% Mehrwertsteuer abführen. Die Dienstleistung am Tisch ist hier das Kriterium. Wenn Du aber den Burger nur kaufst, Dich in Dein Auto setzt, und dort verspeist, dann muß McDonalds nur 7% MwSt. abführen. Das ganze ist zwar auch unlogisch, weil m.M. nach die Dienstleistung ja auch in der Küche erfolgt, aber der Gesetzgeber hat das nun mal so festgelegt. Die abzugsfähige Vorsteuer auf die zu verarbeitenden Lebensmittel beträgt ja auch nur 7%. Zu weiteren Informationen frage Deinen Arzt, Apotheker oder Steuerberater.
JeZe Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 OK, Ihr bestätigt meine Vermutung - nämlich die, das die Verkäufer die Sache nicht begreifen und falsch informiert sind. Du kannst davon ausgehen, dass ein Verkäufer nicht nach Deinem AUsweis fragt, wenn er nicht ausdrücklich dazu angehalten wurde. Eher das Gegenteil wäre der Fall. Es geht nämlich darum, dass man die niedrigeren Duty Free-Preise nur dann bekommt, wenn man - ins nicht-EU Ausland fliegt - nicht in einem EU-Staat wohnhaft ist. Für das erste Kriterium gibt's die Bordkarte. Eben nicht. Um ins Flugzeug zu gelangen musst Du ja meistens auch einen entsprechenden Pass nochmal vorlegen - die Bordkarte könntest Du auch Deinem Nachbarn aus dem Rucksack gezogen haben oder im Falle eines DutyFree-Einkaufes könnte Dir jemand, der nichts einkaufen will, seine Bordkarte geben. Durch Vorlage des Ausweises verhindert man das. That's it. Dass die Kenntnis der Zollvorschriften nicht zur Allgemeinbildung eines Verkäufers gehört ist normal, aber eine zehnminütige Einführung in die Materie bei der Einstellung wäre sinnvoll, dann würde man sich auch an die Gesetze halten. Wie gesagt: wenn ein verkäufer kleine oder zu wenig Einweisung bekommt, dann wird er definitiv nicht zufällig nach dem Ausweis fragen, so nach dem Motto "mein Chef hat mir nicht gesagt was ich tun soll, also frage ich mal nach dem Ausweis"...
Chris99 Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Der andere Fall mit McDonalds hat etwas mit den unterschiedlichen Steuersätzen in Deutschland auf Lebensmittel und Dienstleistungen zu tun.Wenn Du dort am Tisch sitzend bedient wirst, muß McDonalds 19% Mehrwertsteuer abführen. Die Dienstleistung am Tisch ist hier das Kriterium. Wenn Du aber den Burger nur kaufst, Dich in Dein Auto setzt, und dort verspeist, dann muß McDonalds nur 7% MwSt. abführen. Das ganze ist zwar auch unlogisch, weil m.M. nach die Dienstleistung ja auch in der Küche erfolgt, aber der Gesetzgeber hat das nun mal so festgelegt. Die abzugsfähige Vorsteuer auf die zu verarbeitenden Lebensmittel beträgt ja auch nur 7%. Zu weiteren Informationen frage Deinen Arzt, Apotheker oder Steuerberater. Es gibt auch ganze wissenschaftliche Abhandlungen darüber, in welchem Stadium ein Esel mit welchem Steurersatz belegt ist.....
The man from MUC Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Nur zB als Bürger von ausserhalb der EU kann man die Steuern zurück erstatet bekommen.ZB. wir "armen" Schweizer usw. Wenn wir Deutsche an einem deutschen Flughafen im Duty-Free einkaufen, zahlen wir den gleichen Preis wie ihr. Die Differenz zahlt der Händler, nennt sich deshalb seit einigen Jahren auch Travel Value. Nur bei Tabakwaren und manchem Alkohol gibts das nicht.
The man from MUC Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 aber man wird in München nicht nur beim Duty-Free gefragt sondern auch beim normalen Kiosk, wenn man sich n Snickers und ne Flasche Wasser kauft. Da ich mehrmals im Monat ex-MUC fliege kann ich bestätigen, dass das Unsinn ist.
sammler75 Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Hier der wahre Grund: Det ham'wer immer schon so jemacht. Könnte ja jeder kommen. Sowat wie Sie hatten wa noch nie. Draußen jibts nur Kännchen, wa. Zugegeben, paßt von angedeuteten Akzent nicht nach München, aber Prizip ist überall Prinzip. Hauptsache sinnlos und bürokratisch.
aschem Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 aber man wird in München nicht nur beim Duty-Free gefragt sondern auch beim normalen Kiosk, wenn man sich n Snickers und ne Flasche Wasser kauft.. Korrigiere: man wird gefragt wohin man fliegt.
NoCRJ Geschrieben 27. Februar 2009 Autor Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Du kannst davon ausgehen, dass ein Verkäufer nicht nach Deinem AUsweis fragt, wenn er nicht ausdrücklich dazu angehalten wurde. Eher das Gegenteil wäre der Fall. Davon gehe ich ja aus, wie geschrieben. Die Verkäufer machen (leicht stur und unhinterfragt) genau das, was man ihnen sagt. Bloss dass man ihnen eben das falsche sagt. Ein paar andere Punkte: 1. Die Steuerantwort ist schon die richtige, wie oben beschrieben. Die Regel ist "Nicht in der EU wohnhaft und nach Nicht-EU abfliegend: keine MWSt. In der EU wohnhaft oder in die EU abfliegend: MWSt wird berechnet". Nur dass man in MUC (und woanders vielleicht auch) eben den Denkfehler macht "Deutscher Pass = muss Wehrwertsteuer zahlen". Und das ist falsch. Stattdessen sollte man einen Wohnsitznachweis bringen, von mir aus durch VOrzeigen des Passes. 2. Es ist ziemlich egal, ob der vor dem Verkäufer stehende Käufer auch der Inhaber der Bordkarte ist. Die Passkontrolle wird aus Zollgründen gemacht, nicht aus ID-Gründen. Deswegen gibt es ja auch Fälle wie: 3. in Zürich, wo man den Pass eben NICHT immer zeigen muss. Dort gelten nämlich Schweizer Regeln und nicht EU-Regeln. Für bestimmte Waren, die einen gewissen Betrag überschreiten, muss man nicht nur den Pass herzeigen, sondern auch eine schriftliche Erklärung abgeben, dass man keinen Wohnsitz in der Schweiz hat, sonst zahlt man die MWSt. Diese Erklärung müssen aber Schweizer und Nicht-Schweizer abgeben. Wenn man sich aber lediglich Truffes bei Sprüngli, einen elektronischen Fotorahmen, oder die Stange Gauloises kauft, dann braucht man den Pass nicht zu zeigen. Vielleicht hätte ich den Titel meiner Frage anders formulieren sollen: "wieso schaut man sich in MUC im Duty Free die Staatsbürgerschaft an, nicht den Wohnsitz des Käufers. Dadurch Diskrimination von EU-Bürgern mit WOhnsitz ausserhalb EU, und Bevorzugung von Nicht-EU-Bürgern mit Wohnsitz in der EU".
aaspere Geschrieben 27. Februar 2009 Melden Geschrieben 27. Februar 2009 Es gibt auch ganze wissenschaftliche Abhandlungen darüber, in welchem Stadium ein Esel mit welchem Steurersatz belegt ist..... ......und die Hälfte der weltweiten Steuerliteratur ist auf Deutsch geschrieben, und damit meine ich Deutsch und nicht Österreichisch oder Schwyzerdütsch.
JeZe Geschrieben 28. Februar 2009 Melden Geschrieben 28. Februar 2009 Vielleicht hätte ich den Titel meiner Frage anders formulieren sollen: "wieso schaut man sich in MUC im Duty Free die Staatsbürgerschaft an, nicht den Wohnsitz des Käufers. Dadurch Diskrimination von EU-Bürgern mit WOhnsitz ausserhalb EU, und Bevorzugung von Nicht-EU-Bürgern mit Wohnsitz in der EU". Weil es Verkäufer sind und keine Zollbeamten. EU-Bürger mit Wohnsitz außerhalb der EU können den Verkäufer ja darauf aufmerksam machen und den umgekehrten Fall nimmt man halt in Kauf. Sehe da jetzt nicht so ein großes Probelm.
NoCRJ Geschrieben 28. Februar 2009 Autor Melden Geschrieben 28. Februar 2009 Vielleicht hätte ich den Titel meiner Frage anders formulieren sollen: "wieso schaut man sich in MUC im Duty Free die Staatsbürgerschaft an, nicht den Wohnsitz des Käufers. Dadurch Diskrimination von EU-Bürgern mit WOhnsitz ausserhalb EU, und Bevorzugung von Nicht-EU-Bürgern mit Wohnsitz in der EU". Weil es Verkäufer sind und keine Zollbeamten. EU-Bürger mit Wohnsitz außerhalb der EU können den Verkäufer ja darauf aufmerksam machen und den umgekehrten Fall nimmt man halt in Kauf. Sehe da jetzt nicht so ein großes Probelm. Haargenau da liegt das Problem: "aufmerksam machen" zieht nicht, da die Verkäufer stur ihre (leider falschen) Regeln anwenden. Hätte man ihnen die ja wirklich nicht besonders komplexe Regel richtig erklärt, wäre alles ok. Dazu müssen Sie keine Zollbeamten sein.
Charliebravo Geschrieben 1. März 2009 Melden Geschrieben 1. März 2009 Bei allen Einkäufen im Duty Free am FLughafen MUC ist es mir passiert, dass die Verkäufer neben meiner Bordkarte auch meinen Pass sehen wollten. Wozu? Wollte die nur den Pass sehen oder haben die auch den Namen mit dem der Bordkarte verglichen? Letzteres macht schon Sinn, da die von den Shops zu erhebenden Steuersätze je nach Flugziel unterschiedlich sein können.
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