mart Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Frankfurt, 16. Aug (Reuters) - Das Bundeskartellamt hat der Lufthansa ein Zwangsgeld angedroht, falls das Unternehmen nicht bis zum 21. August Start- und Landerechte an die Billigfluglinie Germania abgibt. Die Lufthansa müsse drei ihrer Slots am Frankfurter Flughafen dem Konkurrenten übertragen, bestätigte ein Sprecher des Bundeskartellamtes am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland". Dazu habe sich die Lufthansa verpflichtet, als sie 2001 eine knapp 25-prozentige Beteiligung an der Regionalfluggesellschaft Eurowings erwworben hatte. Falls die Lufthansa sich weigere, die Slots abzugeben, könne das Kartellamt ein Bußgeldverfahren gegen die Fluglinie einleiten oder im Extremfall die Fusionsfreigabe widerrufen, sagte der Sprecher. Zunächst habe die Behörde der Lufthansa jedoch ein Zwangsgeld in Höhe von 1000 Euro, der gesetzlichen Höchstsumme, angedroht. Die Lufthansa erklärte am Freitag, sie werde keinesfalls weitere Slots abgeben. Das Unternehmen habe Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundeskartellamtes eingelegt und werde alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, sagte ein Sprecher. Die Lufthansa habe die Auflagen der Behörde bereits erfüllt. Nach Aussage des Bundeskartellamtes hat die Fluglinie allerdings nur einen Teil der Verpflichtungen erfüllt. Germania macht der Lufthansa seit Ende 2001 auf deren einstiger Monopolstrecke zwischen der Bankenmetropole Frankfurt und der Hauptstadt Berlin Konkurrenz. Zwischen beiden Fluglinien ist ein heftiger Preiskampf entbrannt, in dem auch die Lufthansa ihre Preise zum Teil drastisch senkte. Das Kartellamt warf der Lufthansa daraufhin vor, den Konkurrenten mit Dumpingpreisen aus dem Markt drängen zu wollen. Außerdem untersagte die Behörde der Kranichlinie, ähnlich niedrige Preise wie Germania anzubieten
sk Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Hehehe - ich lach mich schief - 1000 Euro. Wow! Was für eine Drohung. Respekt... Jetzt mal ehrlich, hat man schon mal den Kasperln beim Bundeskartelamt mitgeteilt, dass wir einen globalisierten Markt haben. Fliegt die LH zu teuer, kommt's Bundeskartellamt und meckert, flight LH zu billig dito. Können die sich mal entscheiden oder die Klappe halten und die Arbeit denen überlassen, die dafür zuständig sind, nämlich die Kartellorgane der EU! So, Blutdruck ist wieder unten. Und um's gleich vorweg zu nehmen, ja ich bin ein wenig LH-minded, aber nicht aus Prinzip, sondern weil dieses Gemeckere absolute Ursuppe ist.
AvroRJX Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 @sk Sorry Dir widersprechen zu müsen, aber für eine innerdeutsche Flugverbindung ist das Bundeskartellamt zuständig. Du brauchst mit mir nicht zu diskutieren, daß auf so einer A300 zwischen TXL und FRA mehr Transfer- den O&D Passagiere an Bord sind. Aber die Strecke beginnt und endet in Deutschland und ist somit Sache des Bundeskartellamts.
sk Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Oops - jetzt wo Du's so schreibst fiel es mir auch wieder ein. Ich glaube ich hab' langsam Alzheimer oder so.... Ja aber wenn die Zuständig sind und LH wirklich gegen die Auflagen verstossen hätte, dann sind doch 1000 € ein Witz oder? Alles in allem bleiben die Kartellbehörden in Deutschland für mich ein wenig undurchsichtig. Wer überwacht eigentlich die Kartellbehörden (keine Andeutung!!!!!!!!)
AvroRJX Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 @sk Naja, die 1000€ Zwangsgeld (höher gehts ja nicht) sind halt symbolisch zu verstehen - gemeinerweise könnte man auch sagen symbolisch für die faktischen Möglichkeiten des Kartellamts. Obwohl, wenn die Fälle richtig gut aufgearbeitet sind, dann kann das schon eine menge kosten. VW hats mal gespürt. Dem Bundeskartellamt scheint die Luftveränderung (Rheinufer in Bonn statt Platz der Luftbrücke in Berlin) m.E: nicht gut bekommen zu sein. Seit dem Umzug kriegen die fast nichts mehr zu stande Vielleicht liegts auch am gegenwärtigen Wirtschaftsminister (siehe E.on)?!?!?!?!?
AC1984 Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 also ich muss mal sagen kartellamt hin oder her sie zerstoeren eigentlich nur den freien markt ! siehe canada air canada hat ein fast monopol in canada und fliegen nicht billig nciht teuer aber die bevoelkerung beschwert sich hier wenns zu teuer wird , dann kommt sowas wie westjet alle fliegen damit und aircanada wird billiger .... und hier geht der markt auch ohne amt weil ein amt , wenn man das an den steuern spart kann man teurer fliegen , und der markt gleicht sich schon von selbst aus ... ich weiss nicht wieso da immer welche drin rumpfuschen muessen was firmen machen ! und dann wundern sie sich wenn eine nach der anderen airline doch pleite geht weil sie zu billig fliegen muss oder zu teuer und keine mitfliegt , usw .... naja unsere professinellen schlaefer vom staat eben 3 in einem raum einer arbeitet was ists ? na ist doch klar .... zwei beamte und ein ventilator [ Diese Nachricht wurde geändert von: AC1984 am 2002-08-16 16:25 ]
Airmech Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 @AC1984, mit den 2 beamten und den prop, hast du recht...... aber bei dem rest muss ich dir wiedersprechen. LH hat ST im preis unterboten, was eindeutig dumping war/ist, und zwar kann es nicht sein, das LH mit VOLLEM SERVICE und MEILEN SAMMELN billiger fliegen kann als ST, wo es absolut keinen service gibt, mal ganz zu schweigen von den operationellen kosten, die bei der LH ja um ein vielfaches höher sind. was die LH in deutschland macht, ist eine absolute frechheit, wie kann es sein, das auf einer strecke wie FRA-TXL ein ticket ca. DM 800,- kostet, während auf der strecke MUC-TXL ein ticket ca. DM 400,- kostet, nur weil auf der strecke MUC-TXL die DBA fliegt und auf FRA-TXL die Hansa alleine (bevor ST kam..). entweder ist die strecke FRA-TXL absolut überteuert (was ich glaube..), oder LH macht auf MUC-TXL einen wahnsinnigen verlust (was ich mir beim besten willen nicht vorstellen kann)......das hat in meinen augen NICHTS mit freie marktwirtschaft/freier marktregulierung zu tun, sondern ist ein absolutes ausnutzen des monopoles, und somit eine bodenlose frechheit von LH.....
AC1984 Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 @airmech nochmal zum verstaendniss ...ja ich stimme dir zu das LH sich da ein bisschen viel erlaubt ...aber ... wieso ist dazu ein kartellamnt noetig ?in anderen laendern geht das eben mit protesten ! z.b. wenn dann germania ublilliger fliegt fliegt man mit germania und wenn dann LH auch billiger wird bleibt man eben bei germania auf dieser strecke:) in anderen laendern klappts doch auch und so schwer von begriff sind wir deutschen doch nciht , oder?
Airmech Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 ich denkemal, das wir deutschen das einfach brauchen, das uns die behörden "helfen", da bei uns ja alles geregelt ist....... trotzallem, find es nicht schlecht, das es das kartellamt gibt, um die LH in die schranken zu weisen, den der "deutsche" kann es ja nicht selber. ich fände es auch schön, wenn es in deutschland so laufen würde, wie in anderen ländern. achja, aus genau den von mir oben genannten gründen bin ich ein überzeugter "nicht Hansa flieger"......... nachtrag: noch dazu gibt es deutschland einen spruch, der sich auch in der fliegerrei anwenden lässt: was der bauer nicht kenn frisst er nicht.... oder, wen der bauer nicht kennt, mit dem fliegt er nicht.......... [ Diese Nachricht wurde geändert von: Airmech am 2002-08-16 17:56 ]
Andie007 Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Hello an Alle, die Position gegen das Bundeskartellamt beziehen! Natürlich machen die das einzigst Richtige! Viele BWLer und VWLer können mir da nur Recht geben. Der Einkauf der Lufthansa bei Eurowings wurde nur durch Auflagen genehmigt - eine davon ist, dass Lufthansa den Markt mehr Konkurrenten öffnet. Wenn Lufthansa nun den Expansionsmarkt dadurch blockiert, dass diese keine Slots abgeben, führt es dazu, dass Lufthansa sich Monopolstellungen auf einigen Routen sichern will. Sollte die Strategie aufgehen, wäre Lufthansa praktisch Konkurrenzlos. Das bedeuten, dass Lufthansa längerfristig einen Cournot-Preis für diese Strecken fordern will, was heißt, dass die Monopolstellung mit einem entsprechend hohen Preis ausgenutzt werden soll. Also greift in diesem Fall das Bundeskartellamt ein, die eine Regulierung des Marktes vornimmt, was völlig legitim ist. (Vgl. Vahlen's Kompendium der Volkswirtschaftslehre (Prof.Cassel,Prof.Berg,Prof.Thieme u.a.) [ Diese Nachricht wurde geändert von: Andie007 am 2002-08-16 18:23 ]
Airbus330_200 Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Álso, ich wüßte gerne mal, was bei euch los wär, wenn die LH innerdeutsch tatsächlich ein Monopol hätte. Auf einigen Strecken hat sies und haut da (abgesehen von einigen Specials) auch richtig rein...
Gast Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 Damit es bei einigen Pappnasen aus LH's Chefetage mal wirkt, sollte man am besten noch 3 Nullen dranhängen. Auf alle Fälle kann die Entscheidung nur richtig sein, da man grade in FRA versucht, jeden freien Slot sofort mit den eigenen Maschinen zu besetzen, anstatt einen fairen Wettbewerb vorherrschen zu lassen. LH hat mit MUC genügend Wachstumspotenzial und sollte FRA eher belassen, was man im übrigen auch ohne Ausbau plant. Dazu habe sich die Lufthansa verpflichtet, als sie 2001 eine knapp 25-prozentige Beteiligung an der Regionalfluggesellschaft Eurowings erworben hatte. Vor kurzem meckerte man über MOL, als er der glücklichen Gewinnerin den lebenslangen Freiflugschein weggenommen hat und somit sein Versprechen nicht gehalten hat, dafür wurde FR bestraft. Warum sollte es in diesem Falle anders sein??? Weil es LH ist, nein!
sk Geschrieben 16. August 2002 Melden Geschrieben 16. August 2002 @Paddy: Natürlich soll eine LH nicht anders behandelt werden als FR, aber FR auch nicht als LH Die Diskussion gab's ja schon öfters Natürlich soll LH die Slots freigeben nd wenn sie es nicht tun dafür entsprechend bestraft werden. ABER in der Preispolitik bin ich auch für einen liberalen Markt. Da sollte sich keiner Einmischen, da es in dem Rest der Welt nahezu kein ähnliches Vorgehen gibt. @AC1984: Den Witz kannte ich noch nicht, ist gut; muss ich mir merken.
sk Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 Hier die offizielle LH Antwort: Lufthansa hat Auflagen des Kartellamtes erfüllt 16.08.02 Das Bundeskartellamt hat die längst genehmigte Erhöhung der Beteiligung von Lufthansa an Eurowings (EW) erneut ins Visier genommen. Nach Ansicht der Behörde soll Lufthansa Auflagen nicht erfüllt haben: Lufthansa wurde im September 2001 verpflichtet, insgesamt bis zu drei Slotpaare in Frankfurt, Düsseldorf oder München an einen Wettbewerber abzugeben, der innerdeutsche Liniendienste neu aufnehmen möchte. Drei Slotpaare bereits abgegeben Germania ist im November 2001 an Lufthansa herangetreten und hat die Überlassung von drei konkreten Slotpaaren in FRA für die Strecke FRA-TXL verlangt. Lufthansa hat Germania daraufhin die Überlassung von drei Slotpaaren, die mit einem zeitlichen Abstand von 45 Minuten dem Wunsch von Germania sehr nahe kamen, angeboten. Germania hat dieses Angebot der Lufthansa jedoch ausgeschlagen. Daraufhin hat Lufthansa drei Slotpaare in DUS an Hahn Airlines abgegeben, die eher als Germania auf das Angebot reagiert haben. Damit wurde die Auflage des Kartellamtes erfüllt. Rechtliche Prüfung Das Kartellamt wollte Lufthansa im März 2002 dennoch mittels einer Zwangsgeldandrohung verpflichten, die von Germania gewünschten Start- und Landerechte an diese abzugeben. Lufthansa will dies nun rechtlich prüfen lassen, hat Beschwerde beim Oberlandesgericht eingelegt und einen Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung gestellt. Diesem Antrag wurde stattgegeben, mit der Begründung, dass aufgrund der Auflagen aus der EW-Freistellung keine Verpflichtung zu einer Abgabe der von Germania gewünschten Start- und Landezeiten bestehe. Lufthansa ist nach wie vor der Auffassung, dass sie die Auflage des Kartellamts vollumfänglich erfüllt. Dennoch will das Bundeskartellamt Lufthansa nunmehr im Wege einer weiteren, abgeänderten Zwangsgeldandrohung verpflichten, bis zum 21. August 2002 drei Slotpaare an Germania abzugeben.
Gast Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 Das Kartellamt wollte Lufthansa im März 2002 dennoch mittels einer Zwangsgeldandrohung verpflichten, die von Germania gewünschten Start- und Landerechte an diese abzugeben. Lufthansa will dies nun rechtlich prüfen lassen, hat Beschwerde beim Oberlandesgericht eingelegt und einen Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung gestellt. Die Empfindlichkeiten in Person. LH verklagt aber auch alles und jeden, sogar wenn FR behauptet, ab einem Flughafen mit offiziellem Namen zu fliegen. Na ja, vielleicht ist auch deshalb der Verlust so groß
V8-RBJ Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 FR würde bestimmt nicht anders handeln, wenn LH irgeneinen Vorzug bekämme. Ich glaube allgemein, dass sich die Fluggesellschaften gegenseitig nicht einmal den Dreck unter den Fingernägeln gönnen . Wenn z.B. eine Carrier Subventionen bekommt, ist die Konkurrenz gleich am schreien!
sk Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 @Paddy0 Ja wenn's klagen hilft, tut das jeder auch FR Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Prozesskosten so sehr zu Buche schlagen
lh_pilot Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 Von Seiten des Kartellamts droht LH ja weiterer Ärger, wenn sie nicht bald Konkurrenz auf der Strecke Nürnberg-Berlin herkriegt,wie es in den Bedingungen des Kartellamts zur Beteiligung an EW steht.
sk Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 Ja ist schon richtig, aber was machen, wenn die Kartellbehörden einen Konkurrenten verlangen, aber selbst FR die Strecke nicht fliegen möchte.
lh_pilot Geschrieben 17. August 2002 Melden Geschrieben 17. August 2002 Wenn der Nürnberger Flughafen auf die ausbeuterischen Konditionen von FR eingegangen wäre, würden die bestimmt nach Berlin fliegen.
Gast Geschrieben 18. August 2002 Melden Geschrieben 18. August 2002 Wieso würde FR dann nach Berlin fliegen? FR startet alle neuen Routen zuerst ab ihren Hubs, meist STN. SXF wird ja noch nicht einmal angeflogen.
sk Geschrieben 18. August 2002 Melden Geschrieben 18. August 2002 Also wenn ich Paddy jetzt mal so richtig ärgern wollte, würde ich behaupten, dass FR absichtlich die Strecke nicht fliegt, um LH in die Falle der nichterfüllten Bedingungen läuft Aber dass unterstelle ich niemanden, keine Sorge. [ Diese Nachricht wurde geändert von: sk am 2002-08-18 10:38 ]
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