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CarstenS

[Tripreport] – NY, DC9, Chicago, Zug gen Westen, Seattle

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So, mal bisschen im Archiv gestöbert und dabei eine erzählenswerte Reise ausgegraben, wenn auch sie schon ein wenig zurück liegt.

 

Im Sommer 2010 begab ich mich auf den Weg, ein wenig die USA zu bereisen. Hauptgrund der Reise war, einmal eine längere Reise im Zug erleben und dabei eine mehr als einen Tag im Zug selbst zu verweilen und sich darin quasi einzuquartieren. Im westlichen Europa geht das nicht mehr, da dort nach spätestens einer Nacht die Schlafwagenzüge an ihrer Endstation sind. Bleiben nur Osteuropa und Russland sowie USA und natürlich Asien. Letzteres erschien mir dafür zu weit, und mit Russland kann ich mich von der Mentalität her nicht so recht anfreunden.

 

Also USA. Seit Amtrak die durchgehenden Coast-zu-Coast Services vor längerer Zeit eingestellt hat, geht es eigentlich nur noch von Chicago gen Westen. Die Route des 'Empire Builder’ war mir dabei am sympathischsten – diese führt von Chicago nach Nordwesten, ein Stückweit entlang des Mississippi, überquert diesen, dann durch die Great Plains, bevor vor dem Erreichen des Pazifiks noch die Rocky Mountains und die Cascade Mountains durchquert werden. Ziel ist dabei Seattle bzw. Portland (Zugteilung) im Bundesstaat Washington.

Der Start der Bahnfahrt in Chicago ließ sich wunderbar mit der DC9 der ehemaligen Northwest Airlines kombinieren, denn ich musste ja noch von New York nach Chicago. New York war natürlich ein Fixpunkt der Reise – daran vorbei ist für mich leider nicht ;)

Und von Seattle zurück sollte es dann transkontinentaler Flug geben. Die Wahl fiel auf Virgin America. Diese Airline scheint etwas frischen Wind in die amerikanische Luftfahrt zu bringen, da man mit Service punkten möchte, im Gegensatz zu den etablierten Airlines in den USA, die da eher immer weiter sparen. Und ich freue mich immer über ein Tablett vor mir... Dazu dann später mehr.

 

Erster Reisetag:

 

Tag der Reise in die USA – diesmal wieder mit swiss. Um die Reiseroute ein klein wenig abwechslungsreicher im Vergleich zu meinem Einerlei STR-FRA/ MUC/ ZRH-JFK zu gestalten, ging es via Genf – erstmalig für mich. Da es von Stuttgart keine Flüge nach Genf gibt, startete die Reise in Frankfurt und es stand am Morgen noch eine Bahnfahrt zum Frankfurter Flughafen an.

 

Sonnenaufgang am frühen Morgen über den Stuttgarter Bahnhof

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Nach einer guten Stunde erreichte der ICE3 pünktlich den Flughafen, und der Check-In war schnell gemacht – und dann auf den langen Weg in den Flugsteig A gemacht. Noch schnell ein Kaffee bei A26 genossen und dann kurz am Gate gewartet, nach 5 Minuten begann dann aber schon das Boarding.

 

Der erste von insgesamt 8 Flügen stand an – ein Bobby, das Arbeitstier der Lufthansa im Kontverkehr.

LH3662 Frankfurt/ Main (FRA) - Genève-Cointrin (GVA)

09.15 – 10.20

Lufthansa Boeing B737-500 D-ABII 'Lörrach'

 

LH hat den Flugsteig A in Frankfurt fest in ihrer Hand...

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Nach dem Start konnte man schön über die Wolken und den Himmel blicken.

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Dann gab es auch gleich den Service, auf dem 1:05 Stunden Flug wurde ein herzhaftes Frühstück serviert.

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Route ging entlang des Rheintals nach Süden und entlang des Alpenhauptkamm direkt Richtung Genf. Und damit eröffneten sich auch wunderbare Ausblicke auf den Alpenhauptkamm – nicht die letzten Berge, die ich auf dieser Reise sehen werde. Mein Sitznachbar – ein Pendler auf dieser Strecke – freute sich, mir die Berge und Gipfel erläutern zu können.

 

Die Berner Alpen mit 'Tschingelhorn' und 'Balmhorn', im Hintergrund der 'Dom’

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Das 'Mont Blanc’ Massiv

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Dann begann auch schon der Landeanflug auf Genf von Süden mit einem Blick ins Rhone Tal im Jura.

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Das Laufwasserkraftwerk 'Chancy-Pougny' an der Rhône, die Rhône bildet hier die Grenze zwischen Schweiz (hinten) und Frankreich (vorne)

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Genf ist zweitgrößte Flughafen der Schweiz und wird von allerlei Gesellschaften aus allen Ecken der Welt angeflogen, darunter auch einige Langstrecken, so finden sich regelmäßig United, Air Canada und diverse arabische Gesellschaften ein. Swiss selbst bietet hier nur Europa Strecken und die einen täglichen New York Flug an – sicherlich der Bedeutung Genfs als UN-Stadt geschuldet.

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In Genf musste ich abermals durch die Sicherheitskontrolle und außerdem ist der Flughafen sehr verwinkelt, weil es mehrere Anbauten und Erweiterungen des Terminals gibt.

Die Langstrecken werden in einem eher Baracken-ähnlichem Bereich abgefertigt, mit einem zentralen Wartebereich, von wo man einen langen Gang zur eigentlichen Gangway entlang muss. Es ist Sommer, der Flug ist gut voll, vorwiegend mit Schweizern der Französischen Schweiz.

 

Da stand das Vögelchen für den Flug gen New York – der A330-300 HB-JHC 'Bellinzona'

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Nett finde ich den Anhänger des Service Fahrzeuges mit dem einzelnen Reifen

 

LX22 Genève-Cointrin (GVA) - New York John F. Kennedy (JFK)

12.10 – 14.50

swiss Airbus A330-300 HB-JHC 'Bellinzona'

 

Nach dem Einsteigen sich im Sitz bequem gemacht, mein Sitz befand sich auf der linken Seite. Vorteil dieser Sitze ist der größere Fußraum da der Kasten unter dem Vordersitz auf einer Seite offen ist. Zur Begrüßung wurde ein Glas Champagner gereicht. Nach dem Sicherheits-Video und Push Back ging es los.

 

Start gen Norden mit Blick auf den Genfer See und der Fontäne 'Jet d’eau' als Wahrzeichen

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Stetig kletterte der Airbus auf Reiseflughöhe, beim Durchfliegen der Wolkendecke bot sich ein schöner Ausblick

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Eine halbe Stunde nach dem Start wurde das Mittagessen serviert: kleiner Salat, gekochtes Rindfleisch, gebackener Lachs, Schweizer Käse mit Birnenbrot und als Dessert Joghurt-Pannacotta

 

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Den Flug über in einem Buch versunken, Musik gelauscht und geschlafen, dazu eine Folge Simpsons – so verging die Reise recht schnell. Die swiss Crew war wie immer nett und hat einem jeden Wunsch erfüllt – so gibt es nun in der neuen Business Class einen Espresso an Bord – und natürlich weiterhin eine Auswahl an Tee.

 

Tiefblauer Himmel über der Tragfläche

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Circa eine Stunde vor der Landung wurde noch ein kleiner Snack serviert – vom Servierwagen konnte man auswählen, was auf den Teller darf - griechischer Salat, gebratene Hähnchenbrust und warmer Kartoffel-Lauch-Quiche

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Der Landeanflug auf JFK erfolgte diesmal aus Norden entlang des Hudson Tals und nicht wie üblich aus Nordosten über Long Island.

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Überflug von Newark samt Flughafen

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Und im finalen Landeanflug von Norden dann ein Blick auf die Skyline Manhattans im sommerlichen Dunst

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Landung leicht verspätet mit knapp 15 Minuten Plus. Immigration war das übliche US-Prozedere, wobei man natürlich schnell aus der Maschine raus war und damit eher weiter vorne in der Schlange. Koffer war auch gleich da – und so ging es mit dem Airtrain auf zur subway – diesmal der A-train ab Howard Beach gen Manhattan.

 

Welcome (back) to New York!

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Den ersten Nachmittag einfach die Stadt genossen und ein paar Besorgungen gemacht, im Café gesessen, den Lieblings-Italiener und den Central Park besucht.

 

Die Sheap Meadow an einem sommerlichen Nachmittag.

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Die Skyline des Financial Districts in der Abenddämmerung etwas aus der Nähe

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Zweiter Reisetag

 

Guten Morgen New York!

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Ein Kreuzfahrtschiff fährt den Hudson hinauf

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Nach einem morgendlichen Lauf entlang des Hudson einen weiteren Tag das Stadtleben genossen. Unter anderem im Barnes & Noble nach Büchern gestöbert

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Blick über Chelsea Richtung Midtown mit dem Empire State Building

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Am Abend dann am St. Marks Place gewesen, Bekannte getroffen – da gibt es nette japanische Restaurants mit leckeren Ramen Suppen, dazu japanisches Bier und das Ganze im rustikalen japanischen Stil.

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Netterweise fielen Anfang Juli die Strahlen der Abendsonne genau in der Achse der Streets Manhatttans

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Dritter Reisetag

 

Heute war es an der Zeit New York nach 2 wunderbaren Tagen zu verlassen und die Reise durch die USA zu beginnen. Zuvor blieb aber noch ein Morgen in New York. Da meine online im Verlauf gekaufte Amtrak Fahrkarte noch in die eigentliche Fahrkarte getauscht werden musste, begab ich mich zur Penn Station – hätte ich auch später in Chicago machen können, aber warum nicht hier. Die Dame am Schalter wollte mir natürlich gleich noch eine Fahrkarte New York – Chicago verkaufen. Aber da war ja die Sache mit der DC9.

 

Eine der wenigen verbliebenen Kopfsteinpflasterstraßen New Yorks im Meatpacking District

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Kleine Bronzestatuen in der Subway station '14th Street' der IND Eighth Avenue Line

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Wartende Passagiere am gegenüberliegenden Bahnsteig

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Für die Reise nach Chicago bieten sich zig Möglichkeiten: Diverse Direktflüge oder Umsteigen über alle erdenklichen Hubs in Nord Amerika – da Chicago noch von der DC9 Flotte der Delta angeflogen wurde, war die Sache klar. Also mal alles hinten angestellt und rein auf die passenden Flugverbindungen mit entsprechenden Maschinen geschielt. Ergebnis: Mad Dog MD88 und DC9-50. Bei 2 Stunden Umsteigezeit in Detroit sollte ja auch alles klappen. Und irgendwelche Aircraft changes im Vorfeld sind mir glücklicherweise nicht dazwischen gekommen.

 

Somit einen Oneway LGA-DTW-ORD gebucht. Da Northwest von Delta aufgekauft wurde, fliegen die DC9 heute mit DL Flugnummer.

Mit New York La Guardia konnte ich auch einen neuen Flughafen besuchen, Detroit und Chicago sowieso

Nach der Rückkehr von der Penn Station mal losgemacht – diesmal mit Taxi zum Flughafen. LGA hat keinen subway Anschluss und mit dem Bus wollte ich heute nicht.

 

Das Taxi nahm den Weg über die Brooklyn Bridge und damit entlang der Chambers Street, wobei sich der hübsche Ausblick auf das 'Municipal Building' ergab.

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Weiter ging es über den Brooklyn Queens Expressway zum La Gardia Airport ans Delta Terminal.

Willkommen in der Welt der US Legacy Carrier! Da ich bei der Skyteam Allianz völlig ohne Status bin und ein normales Economy Ticket hatte, durfte ich die amerikanische Inlandsluftfahrt voll und ganz genießen:

- Check-In am Automaten, immerhin erkannte der Delta Air Lines Automat meine Air France Kundenkarte

- danach waren 25 USD für den Koffer fällig – der Automat akzeptierte mit Freude meine Kreditkarte

- Kassenzettel als Bordkarte erhalten

- und nun in die Schlange vor dem Drop Off Schalter. Diese war lang zu zog sich durch’s ganze Terminal um die Automaten herum. Dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich den Koffer los war.

- Schlange an der Security war dafür kurz, die Passagiere wurden ja alle am Baggage Drop-off Schalter aufgehalten...

 

Irgendwann dann alles erledigt und ab zum Gate und beim Tempel des Teufels (Starbucks) ein Kaffee getrunken – nix mit Lounge. Im Abflugbereich waren die Wartebereiche sehr voll (Sommerzeit) und alles ziemlich hektisch.

 

Ein Delta Airbus am Gate in LGA – meine MD88 war vom Terminal nicht gut einsehbar.

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DL2631 New York La Guardia (LGA) - Detroit Metropolitan Wayne County Airport (DTW)

10.50 – 12.59

Delta Air Lines McDonnell Douglas MD88 N926DL

 

Boarding war unspektakulär und los ging es – Blick auf das US Airways Terminal und den Tower in LGA

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Nach einer halben Stunde Warten an der Runway auf den Start gab es einen wunderbaren Blick auf New York

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Die Bronx mit Kurs Nordwest Richtung Detroit

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Manhattan mit dem riesigen Central Park

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Das grandiose Catering eines 2-Stunden Fluges in Economy – Nüsschen und ein Ginger Ale

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Überflug des Lake Erie

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Detroit kam in Sicht und damit der Landeanflug auf DTW – Downtown am Detroit River und Ambassador Bridge

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Areal des Ford Werks

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Der Flughafen Detroit hat mich positiv überrascht – gibt das neue 'Edward H. McNamara Terminal', welchen alleine von Delta und Skyteam bewohnt wird. Hier ist das frühere Northwest Drehkreuz angesiedelt und nach wie vor werden zahlreiche Langstrecken insbesondere gen Asien angeboten – erstaunlich empfand ich, wie eng AF, DL und KL kooperieren – alle drei Airline Namen sind gleichberechtigt überall als Corporate Identity an den Gates angeschrieben.

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Ein Skytrain mit 3 Stationen innerhalb des Terminals verkürzt die Wege des langgestreckten Baus

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Meine 2 Stunden Umsteigezeit waren gut bemessen, keinerlei Stress. So fand sich noch Zeit für eine Nudelsuppe in einem der Flughafen-Restaurants.

 

Durch die Scheibe ein Blick auf eine DC9-40 – die habe ich nicht bekommen. Diese sind auch noch in Northwest Lackierung unterwegs, weil sie bald ausgeflottet werden

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Wasserspiele mit einer Boeing Triple Seven im Hintergrund

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DL1689 Detroit Metropolitan Wayne County Airport (DTW) - Chicago O'Hare International (ORD)

15.15 – 15.35

Delta Air Lines McDonnell Douglas DC9-50 N766NC

 

Nun war der kleine Schatz an der Reihe: die DC9-50 N766NC, Baujahr 1977, also 33 Jahre zum Zeitpunkt des Fluges – meine bis heute älteste Maschine zum Zeitpunkt des Reise. Selbst die DC10 bei Biman hat das nicht geschlagen.

 

Noch ein Blick auf die älteren Brüder am Nachbar Gate.

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Dann heulten die Triebwerke auf, Pushback und das Hörspiel für die Ohren begann. Der Flug war nur gute 80 Minuten. Service gab es auf diesem Flug keinen.

Überflug des zersiedelten Washtenaw County mit dem wie mit dem Lineal gezogenen Highways

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Tiefblauer Himmel über dem Calhoun County mit dem Interstate 69

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Überflug des W. K. Kellogg Regional Airport in Battle Creek

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Und da kam auch schon der Lake Michigan in Sicht und der Sinkflug begann

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Anflug auf Chicago O’Hare mit Blick auf die typische Skyline mit der Achse der Union Pacific/ Northwest Eisenbahnlinie – John Hancock Building und Willis Tower (früherer Sears Tower) sind klar erkennbar

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Willkommen im United/ Continental Land!

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Delta wird in Terminal 2 abgefertigt. Nach einem kleinen Fussmarsch ging es zum Delta Baggage Claim, in einer seperaten Ecke mit zwei einsamen Gepäckbändern. Koffer kam an und damit ging es zur CTA auf dem Weg in die Stadt. Die blaue Linie verbindet den Flughafen mit dem Stadtzentrum. Flughäfen mit Bahnanschluss sind wunderbar!

 

Chicago 'L'/ subway station 'O'Hare International Airport' - CTA Blue Line

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Nach einer guten halben Stunde Fahrt in die Stadt stand das Umsteigen in die rote Line an, mein Hotel befand sich im Viertel ‚Near North Side’ an der Chicago Avenue.

Chicago 'L'/ subway station 'Jackson' - CTA Blue Line

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Einfahrender Zug der roten Linie

Chicago 'L'/ subway station 'Jackson' - CTA Red Line

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Nach dem Bezug des Hotels eine Runde durch die Stadt gedreht, beginnend mit Downtown. Chicago hat eine interessante architektonische Geschichte, hier wurden die ersten Hochhäuser errichtet und bis heute gibt es eine beeindruckende Innenstadt

 

John Hancock Center

Chicago, 875 North Michigan Avenue

Architekten: Skidmore Owings and Merrill

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Olympia Centre

Chicago, 161 East Chicago Avenue

Architekten: Skidmore Owings and Merrill

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Gebäude um den Chicago Water Tower:

John Hancock Center

Chicago, 875 North Michigan Avenue

Architekten: Skidmore Owings and Merril

Water Tower Place

Chicago, 845 North Michigan Avenue

Architekten: Mafco Company

Olympia Centre

Chicago, 161 East Chicago Avenue

Architekten: Skidmore Owings and Merrill

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Das John Hancock Center von unten gesehen – hoch bin ich nicht

Chicago, 875 North Michigan Avenue

Architekten: Skidmore Owings and Merril

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Aber auch auf Reisen findet sich meist Zeit für die Simpsons 6 pm auf FOX:

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Blick auf den Lake Michigan in der Abendsonne

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Und weiter ging der Rundgang entlang des Chicago Rivers

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Das Wrigley Building beflaggt zum 4th of July

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Blick entlang der Michigan Avenue mit dem charakteristischen 'Smurfit-Stone Building'

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Weiter geht die Tour entlang historischer Meilensteine der Hochhäuser - '35 East Wacker Building'

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'Marina City I' and 'Marina City II' am Chicago River

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Und zu guter letzt ein Blick auf die Loop der Chicagoer Hochbahn – daher auch der Name 'The L'.

Chicago 'L'/ subway in der Nähe der Station 'Randolph/ Wabash'

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Ein paar nächtliche Eindrücke am Chicago Water Tower

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Das John Hancock Center abermals von unten gesehen

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Nach dem Abendessen wurde es dann langsam Zeit für’s Nest – ein ereignisreicher Tag mit vielen Eindrücken ging zu Ende.

 

Vierter Reisetag

 

Tag der Reise gen Westen ins unbekannte Land, aber am Vormittag blieb noch etwas Zeit, die Stadt nochmals zu erkunden – wollte der Hochbahn noch einen Besuch abstatten.

 

Der Tag begann mit einem Omelette im ’Tempo Café’

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Danach ging zu Fuß Richtung subway und weiter Richtung Downtown – vorbei an einem europäischen Buchladen

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Mit der Red Line – Chicago 'L'/ subway station 'Chicago' ging in Richtung der Loop

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Blick in den Tunnel der Red Line

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Samstag Vormittag war die Innenstadt erstaunlich tot, daher die vergleichsweise menschenleeren Bilder. Bin ich aus New York nicht gewöhnt.

Das Chicago Theatre in der North State Street

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Dann sich etwas der Hochbahn gewidmet, die Hochbahn ist ein Rechteck in der Innenstadt mit diversen Linienfortsätzen. Die 4 Ecken des Rechteckes sind ziemlich enge Kurven – hier an der Chicago 'L' station 'State/ Lake'

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An der südöstlichen Ecke biegt die Trasse in eine Häuserschlucht ein

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Die Stationsabstände sind teilweise sehr gering...

Chicago 'L' station 'LaSalle/ Van Buren' und im Hintergrund 'State-Library/ Van Buren'

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Dabei gab es auch einen Blick auf den 'Willis Tower' (früheren 'Sears Tower')

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Nordwestliche Ecke der Loop ist gleichzeitig die Verzweigung der grünen Linie gen Osten und der rosa Linie gen Norden

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Danach ging es zurück zum Hotel, das Gepäck einsammeln und dann auf zur Union Station – die Reise gen Westen beginnt.

Die Union Station in Chicago ist der bedeutendste Bahnhof im mittlerweile bescheidenen Fernverkehr der amerikanischen Bahnen. Dieser wird durch die staatliche Amtrak durchgeführt, die dazu meist die Gleise der privaten Güterbahnen befährt. Loks und Wagen der Fernzüge gehören der Amtrak.

Von Chicago kann man per Zug eigentlich fast jeden Bundesstaat der USA mehr oder minder direkt erreichen – Westen, Südwesten, Süden und Osten.

Vom alten Glanz der Eisenbahn zeugt nur noch das Union Station Empfangsgebäude – dass ich selbst aber versemmelt habe, weil ich von der falschen Seite kam und direkt in die Katakomben geleitet wurde, den die Gleise des Bahnhofs selbst sind komplett mit dem Gateway Center überbaut.

Abfahrt meines Zuges ist am frühen Nachmittag – um diese Zeit fahren auch einige andere Fernzüge ab, so dass der Bahnhof vergleichsweise geschäftig war.

Da ich meine Fahrkarte schon hatte, konnte ich direkt in den Wartesaal gehen. Und wegen der Einzelkabine, die ich mir gegönnt hatte (statt der Reise im Sitzwagen), durfte ich in die Warte-Lounge. Man kann, wenn man mag, Gepäck aufgeben, dass wird dann getrennt von einem im Gepäckwagen transportiert und man bekommt es am Aussteigebahnhof wieder. Während der Fahrt ist es dann aber unzugänglich. Meinen einen Koffer behielt ich.

 

Die Amtrak Warte-Lounge ist jetzt nix besonderes – Sitzgelegenheiten und ein Soda Getränkeautomat

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In den USA gibt es noch Bahnsteigsperren – man kann nicht einfach auf den Bahnsteig, sondern der Zug wird aufgerufen und dann bedarf es einer gültigen Fahrkarte.

 

Nach etwas Warten begann das Einsteigen – auf zu 2206 Meilen (bzw. 3550 Kilometern) Bahnfahrt in guten 46 Stunden!

 

Amtrak 7 'Empire Builder', Chicago Union Station, IL - Seattle King Street Station, WA

15.15 – 10.25 (+2)

 

Der Empire Builder fährt von den Nordgleisen des Bahnhofs, daneben bis zu 7 tägliche Züge nach Milwaukee des Amtrak Hiawatha Service, sonst verkehren in diesem Bahnhofsteil nur die 'Metra' Vorortzüge. Die anderen Fernzüge der Amtrak fahren von den Südgleisen ab.

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Amtrak Rangierlok P32-8WH (General Electric) auf den überbauten Gleisen des nördlichen Bahnhofteils.

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Die Fahrgäste pilgern zum Zug

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'Metra' Vorortzug mit MP36PH-3S (Motive Power)

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Das 'Roomette' genannte kleine Schlafwagen-Abteil des 'Superliner II' – mein Zuhause für die nächsten 2 Tage. Ist für 2 Personen ausgelegt, das obere Bett ist an die Decke geklappt.

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Alles verstaut – arg viel Platz und Fächer gibt es nicht, aber es reichte. Nun setzte sich der Zug langsam in Bewegen, kaum spürbar und nahm langsam Fahrt auf – der Zug kam unter der überbauten Gleisen hervor ans Tageslicht – in der Kurve ein Blick auf die Loks. Die Erste der 2206 Meilen ist geschafft.

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Dann kam die Schlafwagen Schaffnerin vorbei, stellte sich vor und erklärte kurz den Wagen und was und wann im Zug so abläuft. So dann gab es ein Welcome Drink – Sekt im Plastikbecher

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Der ‚Empire Builder’ folgt im ersten Teil der Reise den Gleisen der ‚Soo Line Railroad’, die heute der kanadischen ‚Canadian Pacific Railroad’ gehört, von Chicago über Milwaukee, La Crosse in die Twincities St. Paul-Minneapolis. Dabei passiert man die Bundesstaaten Illinois, Wisconsin und Minnesota.

 

Was nun begann, beschreibt das Programm der nächsten zwei Tage: aus dem Fenster schauen und das Landschaftskino genießen, den Gedanken freien Lauf lassen, wohin auch immer es sie zieht. Ansonsten sich m Buch vertiefen. Dazu dreimal am Tag eine Mahlzeit bekommen. Das schöne ist – man muss sich um nichts kümmern, dass macht alles das Zug Personal. Und das in der lockeren amerikanischen Art.

 

Der Südteil des Bundesstaates Wisconsin Richtung Chicago ist noch vergleichsweise dicht besiedelt – Kenosha County

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Erste größere Stadt in der gehalten wurde, war dann Milwaukee. Aussteigen war natürlich nicht bei wenigen Minuten Halt. Auch ist der Bahnhof eher in der Peripherie der Stadt. Aber die die amerikanische Eisenbahn dominierenden Güterzüge bewegten sich vor dem Fenster.

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Und das Harley Davidson Museum war aus der Ferne zu sehen.

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Von Milwaukee ging es nun nach Nordwesten entlang des ‚Pewaukee Lake’.

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Die Strecke führt durch endloses Farmland – in Wisconsin wird ja wenigstens noch Agrarwirtschaft betrieben, das wird weiter gen Westen auch weniger.

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Columbus, Wisconsin – amerikanische Provinz.

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Es wurde Nachmittag und der Speisewagen Steward kam vorbei, und fragte, wann man zu Abend essen möchte – der Zug hat nur einen Speisewagen mit 64 Plätzen, da wird quasi Schichtbetrieb gefahren, um alle Passagiere durchzubekommen. Im Preis des Schlafwagens sind alle Mahlzeit mit drin.

 

Nächster Halt Portage, Wisconsin

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Erstaunlich fand ich, wie viele Leute an den Pampa-Bahnhöfen auf diesen einen täglichen Zug gewartet haben – Hinbringen von Passagieren und Abholen. Die Bahnhöfe waren bei der Ankunft immer relativ belebt. Und fallen danach wieder ein Dornröschenschlaf bis zum nächsten Zug.

 

Passieren des Wisconsin River in Wisconsin Dells

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Mehr Farmen am Schienenstrang

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Hinter La Crosse kreuzte der Zug erstmalig den Mississippi.

 

Zeit fürs Abendessen – da man ja seine Reservierung aufgegeben hatte, wurde man per Durchsage aufgerufen, und der Platz am Tisch war gerichtet:

Heilbutt mit grünen Bohnen und Kartoffelbrei

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Blick auf den Mississippi in der Abendsonne

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Das verwunschene Stationsgebäude von Winona, Minnesota

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So langsam brach die Nacht herein und ich zog mich in mein kleines Abteil zurück und las - dazwischen bei Dunkelheit den Blick nach draußen genossen. Aber auch in der Nacht hielt der Zug an diversen kleinen Bahnhöfen – so in Red Wing, Minnesota

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Gegen 9 kam die Schlafwagenschaffnerin vorbei und bereitete einem das Bett. Der Speisewagen wurde auch geschlossen.

 

Um halb 11 erreichte der Zug St. Paul-Minneapolis Midway Station. Bisher hatte der Zug keine Verspätung eingefahren. Hier hielt der Zug 45 Minuten. Dabei wird ein Personenwagen am Zugende abgekuppelt und dem Gegenzug gen Chicago am nächsten Morgen wieder beigegeben. Man hatte auch Zeit, sich etwas die Beine zu vertreten. Der Bahnhof war gut in Schuss, auch das kleine Bahnhofsgebäude – erstaunlich, schließlich hält auch hier nur täglich jeweils einmal pro Richtung der ’Empire Builder’.

Das nächtliche Treiben am Bahnhof

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Abgestellter historischer Endwagen des 'Hiawatha' Expresszuges der ehemaligen 'Chicago, Milwaukee, St. Paul and Pacific Railroad'

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Pünktlich ging es wieder los – das Völkchen auf dem Bahnsteig wurde vom Personal wieder rechtzeitig eingesammelt.

Und nun war Ruhe im Zug. Speisewagen zu, Lounge Car ebenfalls und in den Sitzwagen war es dunkel. Nicht ganz meine Zeit, aber ich wollte es ja so. Der Zug zog gemächlich seine Bahn durch die Nacht – regelmäßig das war sanft das Horn der Lokomotive zu vernehmen – der Lokführer trötete fleißig auch in der Nacht. Also ins Bett gekauert und weitergelesen. Irgendwann schlief ich ein.

 

Fünfter Reisetag

 

Soweit im Norden geht die Sonne früh auf, so das ich irgendwann aufwachte und nach etwas dösen dann mal aufstand. Und egal, was ich heute mache, in diesem kleinen Kabuff werde ich mich heute Abend wieder zu Bett begeben. Nach der Morgentoilette – es gibt einen Waschraum mit Dusche am Wagenende – die Landschaft betrachtet. Mittlerweile hatte der Zug North Dakota erreicht – endlose und weites gehend schwach besiedelte Prärie Landschaft. Nach St. Paul-Minneapolis verließ der Zug den Lauf des Mississippi und die Route führt durch in die Great Plains.

 

Morgendämmerung über der Prärie um den Devils Lake mit zahlreichen Tümpeln und Kanälen - in der Nähe von Crary, ND

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Die kleinen Siedlungen, in denen der Zug hält, stammen alle aus der Zeit des Eisenbahnbaus und viel los ist da wirklich nicht – Rugby, ND

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Zeit für die erste Mahlzeit des Tages – im Speisewagen lässt es sich durchaus aushalten

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Mir gegenüber saß eine Mutter mit ihren 2 Kindern auf dem Weg von Chicago nach Montana, sie haben den Zug nicht touristisch genutzt, sondern einfach als Transportmittel.

 

So ging die Fahrt weiter durchs weite Land und erreichte am Vormittag Minot in North Dakota. Ist ein kleiner Eisenbahnknoten, da hier die Strecke der Canadian Pacific die Strecke der BNSF – auf der es dann weiter nach Westen durch die Rockies geht – kreuzt.

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Quasi ein Tankstop... Diesel fassen.

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Treiben auf dem Bahnsteig während des längeren Haltes des 'Empire Builder'.

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Die typischen gelben Schemel als Einstiegshilfe. Werden beim Halten ausgelegt und vor der Abfahrt wieder eingesammelt.

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Seitenansicht der Superliner II Schlafwagens

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Kreuzungsbahnhof bei Wheelock, ND mit einem wartenden Gegenzug – Containerzug.

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Wolf Point, Montana – Blick in die South 5th Avenue; kann nicht ganz mit ihrer berühmten New Yorker Schwester mithalten ;)

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Glasgow, Montana – Blick in die 6th Street South von der Eisenbahnbrücke

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Weiter Himmel über den 'High Plains' von Montana (Great Plains) im Tal des 'Milk River' zwischen Glasgow, MT und Saco, MT – Blick auf Weideland und das hügelige Montana

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Und wieder Zeit fürs Essen – Hühner Curry mit Wildreis und warmer Apfelkuchen mit Streuselkruste.

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Nächster Halt war Havre, Montana – ein weiter Knoten der BNSF mit einem Betriebswerks und anderen Wartungseinrichtungen.

Einfahrt in den Bahnhof

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Havre, Montana Bahnhof mit Stellwerksgebäude. Die amerikanischen Strecken sind alle ferngesteuert und durchrationalisiert. Es gibt kaum noch Personal an den Strecken.

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Mal wieder die Beine vertreten – und endlose Güterzüge im Bahnhof

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Und man konnte einen Blick auf die Loks erhaschen, die mich seit über 24 Stunden zuverlässig durch die Gegend ziehen – Baureihe P-42DC von General Electric

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Und das nächste Pampastädtchen – Cut Bank, Montana

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Überquerung des kleinen Canyon des Flüsschens 'Cut Bank Creek'

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So langsam kamen die Rocky Mountains in Sicht und der Zug begann auch langsam an Höhe zu gewinnen.

Rocky Mountains, davor die westlichen Great Plains mit Schafen – bei Cut Bank, Montana

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Fliegende Überholung eines Containerzuges im Doppelgleisabschnitt von Cut Bank, Montana bis Blackfoot, Montana

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So langsam krabbelte der Zug empor – in den Ausläufern der Rocky Mountains kurz vor dem Bahnhof 'East Glacier Park', Montana

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Aufstieg der Bahnstrecke zum Marias Pass kurz vor der Passhöhe – Regenbogen über den Wäldern

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Der Pass selber ist dann recht unspektakulär und so begann der Zug wieder den Abstieg – nächster Halt ist Essex, Montana – Haltpunkt ohne befestigten Bahnsteig und ein einsames Stationsschild

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Und da war es wieder Zeit fürs Abendessen, man wurde ausgerufen und hatte abermals neue Tischnachbarn.

Gemischter Salat mit Blue Cheese Dressing, Brötchen und Butter, gefolgt von einem typischen amerikanischen Gericht – mit Knoblauchbutter mariniertes Rumpsteak mit Kartoffelbrei und grünen Bohnen

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Nach dem Abstieg vom Gipfel folgte der Zug dem 'Middle Fork Flathead River' in Montana

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Abendsonne über den Wäldern bei Whitefish, Montana

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Halt in Whitefish, Montana – Bahnhofsgebäude. Dieser Ort hat eine große touristische Bedeutung als Skigebiet und daher ein doch recht repräsentatives Bahnhofsgebäude.

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Zugkreuzung des 'Empire Builder' mit entgegenkommenden Güterzug in Whitefish, Montana

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Danach begann wieder Abendspiel, der Zug wurde dunkel, Speisewagen und später der Lounge Car wurden geschlossen und Ruhe kehrte ein. Der Zug fuhr durch die Nacht weiter gen Westen. Und immer das Horn dumpf im Hintergrund. Irgendwann hat der Zug mich dann in den Schlaf geschaukelt. In der Nacht hielt der Zug in Spokane, Washington. Dort findet die Zugtrennung statt – ein Zugteil fährt weiter nach Seattle, der andere nach Portland. Da wurde ich zwar kurz wach, aber schlief auch wieder schnell ein.

 

Sechster Reisetag

 

Und somit kam der nächste Morgen und der letzte Tag der Bahnfahrt. Mittlerweile war der Zug im Bundesstaat Washington angekommen und fuhr durch die Region zwischen den Rocky Mountains und des Cascade Mountains, die mich noch von Seattle trennten.

Hügel und Obstplantagen in der Nähe von Leavenworth, Washington in der Morgensonne

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Die Berge der 'Cascade Mountains' in der Morgensonne

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Irgendwann ging es durch einen langen Tunnel und das letzte Hindernis auf dem Weg zum Pazifik war überwunden.

 

Noch mal ein herzhaftes Frühstück – der Speisewagen verblieb in meinem Zugteil...

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Das Wetter war etwas regnerisch – die Wolken hingen vom Meer getrieben an den Bergen. Im Tal des 'Skykomish River' mit tiefhängende Regenwolken unterwegs.

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Zweitletzter Halt – Everett, Washington – ein modernes Bahnhofsgebäude. Für Luftfahrtinteressierte hat diese Stadt natürlich eine spezielle Bedeutung, aber davon war am Bahnhof nix zu sehen und ich reiste ja auch gleich weiter nach Seattle.

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Der Zug schlängelte sich nun entlang des Puget Sund gen Seattle – Blick in den südlichen Arm Richtung Seattle

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So langsam näherte sich der Zug der Endstation Seattle und die Bebauung war wieder wesentlich dichter. Überquerung der Salmon Bay in Seattle, Washington

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Bahnbetriebswerk der BNSF in Seattle, Washington

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Und damit war ich am Ziel der Reise – der Zug schlängelte sich durch die Downtown Seattles und kam schlussendlich nach 2206 Meilen zum Stehen.

Seattle, Washington – Bahnhof 'Seattle King Street Station'

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Ein letzter Blick auf die Zuggarnitur im Bahnhof.

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Der Bahnhof Seattle liegt südlich des eigentlichen Stadtzentrums, aber mit Bussen kommt man gut in die Stadt – der Busfahrer gab mir auch einen Hinweis, als ich an der richtigen Haltestelle ankam. Noch ein paar Blöcke und ich war am Hotel. Konnte auch schon einchecken, obwohl es erst Mittag war. Also im Zimmer frisch gemacht, derweil besserte sich das Wetter.

 

Blick auf Downtown entlang der Pine Street - der Puget Sund im Hintergrund

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Also los gemacht und etwas die Stadt erkundet. Spaziergang entlang der Pine Street, von der 7th Avenue aus gesehen

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Seattle - Blick auf die Skyline der Innenstadt - mit der Uferstraße Alaskan Way, von Bell Harbour aus

Einige Gebäude: 'Washington Mutual Tower', 'Russell Investments Center', 'Columbia Center', 'Henry M. Jackson Federal Building', 'Wells Fargo Center' und 'Smith Tower' und die Stadien 'Qwest Field' und 'Safeco Field'

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Seattle - Blick auf Belltown, von Bell Harbour aus mit der Space Needle im Hintergrund

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Rainier Tower in Seattle Downtown

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Den Abend dann am Hafen ausklingen lassen mit einem leckeren Fisch in einem Restaurant mit einem netten Blick aufs Wasser.

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Hafen mit den Container-Terminals in der Abenddämmerung

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Blick vom Hafen Seattle (Pier 55) auf die 'Olympic Mountains' über den Puget Sund hinweg

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Abenddämmerung über dem Stadtteil Belltown

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Nächtlicher Blick auf Downtown entlang der Pine Street

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Nächtlicher Blick Richtung Norden der Downtown - in der letzten Abenddämmerung

Einige Gebäude: 'Westin Seattle South' und 'North Tower', 'Westin Building' und 'Space Needle'

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Siebter Reisetag

 

Guten Morgen Seattle mit einem Hapag Lloyd Containerschiff auf dem Weg durch den Sund zum Hafen!

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Am nächsten Morgen dann noch mal zum Public Market, diesmal durch den Markt selbst schlendern.

Station der Monorail zur Space Needle in der 5th Avenue, Ecke Pine Street

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Pine Place Market mit dem oft photographiertem Schild an der Kreuzung zur Pine Street

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Pine Place Market – Früchtestand

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Pine Place Market – Fischstand

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Pine Place Market – deutsche Bratwürste

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Danach durch die Stadt spaziert, unter anderem die Viertel ‚Belltown’ (Heimat des Grunge) und die Hügel hoch Richtung ‚Capitol Hill’

Seattle - Blick von Downtown (Ecke Boren Avenue/ Pine Street) entlang der Boren Street Richtung Queen Anne Hill mit den Funktürmen

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In einen Laden umgewandeltes Fabrikgebäude in Capitol Hill - Ecke East Pine Street/ Bellevue Avenue

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Seattle - Blick in der Abenddämmerung durch die Gebäude von Downtown den Puget Sund mit einem Fährschiff der Linie Seattle - Bainbridge Island und die 'Olympic Mountains' im Hintergrund

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Nach einem Abend in der Stadt ging mein letzter Abend in Seattle zu Ende. Am nächsten Tag stand dann am Nachmittag die Rückreise nach New York an. Wie schon angedeutet, mit Virgin Atlantic via San Francisco.

 

Achter Reisetag

 

Den Vormittag noch für ein Besuch des SAM (Seattle Art Museum) genutzt, bevor ich dann gepackt und ausgecheckt habe.

Virgin America bietet (oder bot) an, ab 6 Stunden vor Abflug gegen einen kleinen Obulus das Economy Ticket in die First abzugraden, sofern noch Plätze verfügbar sind. Kann man wunderbar online machen. Das schöne war, dass 6 Stunden vor der Abflugzeit meines ersten Fluges nach SFO bereits das Upgrade des Anschlussfluges nach New York ebenfalls möglich war, obwohl hier die 6 Stunden noch gar nicht erreicht waren. Platz gab es auch – wunderbar. Also waren ein bequemer Sitz und ein nettes Tablett gesichert.

 

Nun ging es zum Seattle-Tacoma International Airport – hier das Central Terminal mit Check-In Areal von Virgin America. Natürlich auch Automaten, aber stylische Monitore auf eleganten Tischen.

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Als noch junge Airline hat Virgin America keine eigenen Lounges und bietet nur in einigen wenigen Airports die Nutzung der Virgin Atlantic Lounges an – sofern vorhanden. Nicht in Seattle. Aber viel Wartezeit war sowieso nicht.

Für meinen Flug nach San Francisco bereit stehender Virgin America A319-100 N526VA 'Jane'

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Beim Einsteigen gab es dann auch einen Kopfhörer. Flug war in First (8 Plätze) zur Hälfte besetzt, in Economy schon deutlich voller.

 

VX759 Seattle-Tacoma International Airport (SEA) - San Francisco International (SFO)

17.10 – 19.25

Virgin America Airbus A319-100 N526VA 'Jane'

 

Nach dem Sicherheitsvideo (‚In case you’re one of the less than 1% of the passengers first time on a plane...’), startete die Maschine nach Norden und drehte gen Westen und weiter nach Süden. Der Flug ging entlang der Pazifikküste gen Süden. Also wieder Landschaftskino mit Bergen.

 

Steigflug mit Blick auf West Seattle und den Hafen.

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Das Kaskadengebirge mit Mount Rainier und dem Little Tahoma Peak an dessen Flanke und im Hintergrund Mount Adams (Washington).

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Boots’spuren’ im Puget Sund

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Entlang des Kaskaden-Gebirges – Blick auf Mount Rainier und Mount St Helens

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Dann wurde ein leckeres und saftiges Sandwich und dazu ein kleines Käsedessert serviert.

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Da die Flugbegleiterin nicht viel zu tun hatte, meinte sie es gut mit mir, und trichterte mir bis San Francisco die ganze Flasche Wein ein.

 

Wolkenformationen vor dem Fenster

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Zusammen mit einer Folge ‚Simpsons’ und dem Blick aus dem Fenster verging der Flug recht fix, und schon begann der Landeanflug auf San Francisco von Osten.

 

Südliche Bucht von San Francisco mit der San Mateo Brücke

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Südliche Bucht von San Francisco mit den Salzteichen

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Nach der pünktlichen Landung hatte ich gut 3 ½ Stunden in SFO Zeit. Virgin America war 2010 im internationalen Terminal angesiedelt. Spontan (sicher mit deutlicher Unterstützung durch die Flasche Wein) fand ich die Idee großartig, eine Runde durch die Stadt zu drehen. Also auf zum Bahnhof des BART – fuhr zum Glück gerade – und auf in die Stadt.

 

Fassade des International Terminal, entworfen von Skidmore, Owings and Merrill

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Bis zur BART Station 'Embarcadero' gefahren, um etwas durch Downtown in der Abenddämmerung zu spazieren.

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Blick entlang der Columbus Avenue auf das ‚Transamerica Pyramid’, vom Broadway aus

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Blick auf die San Francisco Bay vom Broadway aus

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Da wurde es auch schon dunkel und Zeit, sich zurück zum Flughafen zu begeben, schließlich dauerte die Bahnfahrt auch jeweils knapp 30 Minuten. So lange war meine Umsteigezeit ja auch nicht.

Blick entlang der California Street Richtung Westen mit einem Cable Car in der Nacht, von der Drumm Street

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BART Station 'San Francisco International Airport'

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Da ich Bordkarte ja schon hatte, konnte ich direkt durch die Sicherheitskontrolle zum Gate. Blick auf eine B747-400 der Cathay Pacific vor einem Flug nach Hongkong.

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Viel Zeit war nicht mehr, aber am Gate passierte was interessantes und bisher noch nie erlebtes – der Kapitän des Fluges kam noch mal aus der Maschine und drehte eine Runde zwischen den wartenden Passagieren und stellte sich kurz jedem vor. Fand ich eine tolle Geste.

Also auf zum Transcontinental Flug – Gate Anzeige für den VX28 nach New York JFK

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VX28 San Francisco International (SFO) - New York John F. Kennedy (JFK)

23.05 – 07.50

Virgin America Airbus A320-200 N632VA 'Youtube Air'

 

Stimmungsbeleuchtung im der Kabine des Virgin America A320-200 mit den komfortablen Sesseln der First.

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Auf den nächtlichen Virgin America Transcontinental Flügen gibt es nur einen kleinen Snack, um mehr Zeit für die Nachtruhe zu haben – und der kam mir irgendwie bekannt vor...

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Neunter Reisetag

 

Danach nickte ich recht bald ein und wachte während des Landeanfluges auf New York JFK wieder auf – Morgendämmerung über den Wolken

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Virgin America nutzt in JFK das Terminal 4. Nach der Ankunft wird man in die Abflugsebene geleitet und kommt an ein einem einsamen Gepäckband heraus – abgetrennt von den internationalen Ankünften. Ich hatte nochmals eine Nacht in New York und begab mich wieder Richtung Manhattan.

 

Meine geliebte New Yorker subway – IRT Lexington Avenue Line am Union Square.

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Den Nachmittag verbrachte ich lesend und dösend im High Line Park – eine ehemalige aufgeständerte Güterbahn, die in einen Park umgebaut wurde – wie in den USA üblich durch eine Stiftung mit Spendengeldern.

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Sommerlicher Nachmittag über der West 14th Street bei den Holzbänken

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Am Abend dann nochmals Bekannte im East Village getroffen und etwas durch die Straßen gezogen.

 

Zehnter Reisetag

 

Nach einem Frühstück in der Sonne irgendwo in Chelsea und einigen letzten Besorgungen und Einkäufen stand leider die Rückreise nach Stuttgart an. Gleiches Spiel wie auf dem Hinflug – swiss via Genf nach Frankfurt. Mit der subway ging es wieder zum Flughafen JFK.

 

Vorfeld des Terminal 4 am Flughafen New York City John F. Kennedy mit zwei Airbus A330-300 der swiss für die Abendflüge nach Zürich und Genf einem kleinen Airbus von Virgin America

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LX23 New York John F. Kennedy (JFK) - Genève-Cointrin (GVA)

19.40 – 09.40 (+1)

swiss Airbus A330-300 HB-JHG 'Glarus'

 

Die üblichen peniblen Sicherheitskontrollen der TSA nach Schema F und dann konnte auch schon geboardet werden. Da der Flug inmitten der abendlichen Rushhour abfliegt, war noch einige Geduld vor dem Start erforderlich... Ein zweistellige Anzahl von Maschinen war vorher noch dran. Aber der Aperitif wurde schon mal während des Schlangestehens serviert.

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Zu Abend gab es dann einen kleinen Salat, Heilbutt mit Kräuterkruste und Sauce Béarnaise, gefolgt von einer kleinen Käseauswahl, als Dessert eine Vanille Creme.

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Zum Frühstück darf man dann ankreuzen was man möchte – mir reicht da etwas Obst und ein Croissant.

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Elfter Reisetag

 

Landung in Genf war pünktlich – nach der Landung, Einreise und Fummelbude galt es noch ca. eine Stunde Wartezeit zu überbrücken, dann ging es mit Lufthansa wieder nach Frankfurt. Diesmal stand ein A321 am Gate.

 

LH3663 Genève-Cointrin (GVA) - Frankfurt/ Main (FRA)

11.05 – 12.25

Lufthansa Airbus A321-200 D-AISF 'Lippstadt'

 

Nach dem Start gab es ein herzhaften Salat.

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Kurz vor dem Sinkflug wurde dann der Stuttgart Flughafen und auch die Stuttgarter Innenstadt überflogen... da will ich ja eigentlich hin ;) Aber erst noch einen Haken über Frankfurt schlagen.

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Vor dem Landeanflug auf Frankfurt gab es noch einen schönen Ausblick auf die Skyline von Mainhattan.

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Der Flug war pünktlich, das Gepäck kam auch schnell – so saß ich schon eine halbe Stunde nach der Landung im ICE nach Stuttgart.

 

Damit ging eine wunderbare Reise mit wunderbaren Eindrücken zu Ende. Die DC9 war ein lustiges Erlebnis, ebenso hat auch die 46stündige Bahnfahrt Freude bereitet. Dazu noch einen Eindruck von Chicago und Seattle bekommen – wunderbar.

Auch die Flüge waren gut, die Flugbegleiter immer freundlich – was will man mehr.

 

 

Ich danke für die Aufmerksamkeit und das Lesen!

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einer sehr schoener Bericht...Ist die Flugnummer JFK-GENF eigentlich immer noch 111?...und zur Eisenbahn in den USA, es mag aus europaeischer Sicht unmodern sein, was sich im Passagierbereich abspielt, aber im Frachtbereich koennen wir Europaer eine Menge lernen von den dortigen Gegebenheiten...so haben Frachtzuege auch auf Passagierstrecken Vorrang, wenn erforderlich, es gibt eine ganze Menge Strecken, die ausschliesslich fuer den Güterverkehr da sind, auch sind die Eisenbahngesellschaften hochprofitabel (45 Mrd. sind vor 2 Jahren fuer eine Gesellschaft gezahlt worden).

Und natuerlich ist die Bedeutung des Flugverkehrs in einem Land wie den USA ganz anders zu bewerten als in Europa.

 

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einer sehr schoener Bericht...Ist die Flugnummer JFK-GENF eigentlich immer noch 111? [...]

 

Ne, die Flugnummer Genf - New York ist mittlerweile LX22/ 23

 

Ja, die Eisenbahn in den USA ist voelliig anders strukturiert als in Europa. Nicht nur - wie du schon sagst - dass der Gueterverkehr dominiert, auch gibt es dort ein voellig anderes Betriebskonzept: wenige und dafuer sehr lange Zuege. Strecken mit mehr als 20 Zuegen/ Tag sind schon dicht befahren.

Dafuer ziehen die Loks in den USA gerne mal 2 bis 3 oder mehr km lange Zuege durch die Gegend. In Deutschland ist bei 700m Schluss.

 

Die Eisenbahn kann in Nordamerika auch aufgrund der Groesse der Laender ihre Staerke grosse Mengen auf langen Strecken zu transportieren voll ausspielen.

 

Carsten

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Vielen Dank für den umfangreichen Report, viel ausführlicher geht es ja kaum. :)

 

So eine lange Zugreise würde mich auch mal reizen, darf man fragen was das Ticket gekostet hat?

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Toller Tripreport! Auch schön zu sehen, dass es hier noch mehr gibt die nicht nur aufs Fliegen fixiert sind. Ich versuche auch auf meinen Reisen möglichst viele Transportmöglichkeiten einzuschließen.

 

Es würde mich daher auch mal interessieren wieviel du für das Ticket bezahlt hast, solch längere Strecken über mehrere Tage habe ich bisher nur in niedrigpreisigeren Ländern wie Indien und Tansania gemacht, und dann auch in niedrigeren Klassen...

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Also die reine Bahnfahrt Chicago - Seattle hat mit nur 153 USD zu Buche geschlagen. Für 3550 km und 46 Stunden ein recht günstiger Preis, möchte ich sagen.

 

Dazu kommt noch der Aufschlag für das Kabuff - genannt 'Roomerette', das/ die eigene(n) Bett(en). Man bezahlt 2 Betten, egal ob alleine oder zu zweit unterwegs. Dafür hat man eine Tür, die den eigenen Raum vom Gang und etwas Privatsphäre vor den anderen Passagieren.

Das muss jeder für sich entscheiden, ob dies einem der doch recht hohe Zuschlag von 660 USD wert ist. Als kleines Extra ist für alle Schlafwagen Passagiere die Verpflegung (3mal täglich) im Speisewagen inklusive.

Geht auch noch exlusiver mit dem Schlafwagenabteil mit eigenem WC und Dusche, aber da wird der Zuschlag 4-stellig.

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Deinen TR zu lesen ist natürlich auch eine Art, den Nachmittag zu verbringen, immerhin genung Lesestoff für ne Stunde intensives lesen und staunen! Per Zug die USA zu bereisen ist natürlich auch ne Möglichkeit und dass der Zug für ne drei Stunden Flugstrecke, ganze 46 Stunden braucht, ist auch beeindruckend! Alles in Allem vielen Dank für die netten Eindrücke!

 

Geht auch noch exlusiver mit dem Schlafwagenabteil mit eigenem WC und Dusche, aber da wird der Zuschlag 4-stellig.

vierstellig kann 1000USD, also ca. 800€, aber auch 9999 und damit 8000€ betragen, hast du da noch ne Zahl, z.B. 1500, oder so ?

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Vielen Dank fuer die ermunternden Kommentare! Da macht das schreiben solcher Reports doch gleich doppelt Freude!

 

vierstellig kann 1000USD, also ca. 800€, aber auch 9999 und damit 8000€ betragen, hast du da noch ne Zahl, z.B. 1500, oder so ?

 

Ich meine mich an irgendwas um die 1500 USD zu erinnern.

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Wow, einfach ein unglaublich guter Tripreport! Hast du bei den Landschaftsaufnahmen im Zug einige Filter benutzt, die Fotos haben echt Charme :)

Ganz ehrlich grade die Teile in der Prärie bzw. die kleinen "Städte" zeigen die USA wie ich sie mir vorgestellt habe.

 

Grüße

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Guest SA261
Wow, einfach ein unglaublich guter Tripreport!

 

Besser kann man es nicht ausdrücken... obwohl ich lange an den passenden Worten überlegte!

___________

 

Die USA ist ein riesiges Land, das Jeder meint zu kennen. Dabei kennen wir alle wohl nur ein paar Teilstücke von den vielen Staaten. Beim Lesen des Report fragte ich mich, was für Menschen man angetroffen hätte, wenn man irgendwo mittendrin aus dem Zug ausgestiegen wäre. Was für Leute sind dir in dem Zug begegnet?

 

Nochwas kam mir durch den Bericht in Erinnerung... der Nachteil des Fliegens. Man geht hier hoch und dort wieder runter, ohne ein Gefühl für das zu bekommen, was unter einem ist. Eine Zugfahrt... oder auch mit einer Fähre in einen Hafen einzulaufen, sind absolut andere Erlebnisse wie mit einem Flieger irgendwo zu landen.

 

Danke!

 

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Danke an Fluxlux und SA261 fuer euer Lob! Schoen, dass es fuer euch ein kurzweiliges Lesen war.

 

Hast du bei den Landschaftsaufnahmen im Zug einige Filter benutzt, die Fotos haben echt Charme :)

 

Nein, kein spezieller Filter - aber die Scheiben der Amtrak Wagen sind getoent, also ein indirekter Filter aller Bilder aus dem Zug ;)

 

Die USA ist ein riesiges Land, das Jeder meint zu kennen. Dabei kennen wir alle wohl nur ein paar Teilstücke von den vielen Staaten. Beim Lesen des Report fragte ich mich, was für Menschen man angetroffen hätte, wenn man irgendwo mittendrin aus dem Zug ausgestiegen wäre. Was für Leute sind dir in dem Zug begegnet?

 

Hatte ich jetzt im Report nicht erwaehnt, aber die Mitreisenden waren eine sehr interessante und wesentliche Erfahrung der Bahnfahrt, weil ganz unterschiedliche Menschen. Mal eine amerikanische Familie (Mutter mit 2 kleinen Kindern) auf dem Weg Chicago nach Montona - Familienbesuch. Also keine Touristen, sondern klassisches Verkehrsbeduerfnis von A nach B. Oder auch ein amerikanisches Ehepaar irgendwo aus dem Sueden der USA - sie waren erstmalig mit dem Zug unterwegs und auch sehr religioes, haben das auch schnell durchblicken lassen... Verbrachten ihren Urlaub mit dem Reisen durch die USA per Zug.

Meine Zimmernachbarin ueber den Gang war eine pensionierte Englisch Professorin von der Ostkueste, unterwegs zu einer Konferenz in Seattle und mochte das Fliegen nicht, also reiste sie per Bahn. Nahm sich dafuer auch die entsprechende Zeit. Und noch viele andere.

Klar gab es auch Touristen wie mich. Insgesamt sehr vielschichtig.

 

Aussteigen ist sicher auch eine interessante Erfahrung, da muss man sich dann aber eher treiben lassen. Da dieser Zug nur einmal am Tagg faehrt, muss man mindestens eine Nacht irgendwo verweilen - oder laenger, wenn es einem gefaellt.

 

Diese Bekanntschaften waeherend der Reise sind uebrigens der Grund, warum ich Schienenkreuzfahrten mit Schlafwagenzuegen nicht so sehr mag - da fehlen all die Leute, die den Zug einfach als Transportmittel nutzen.

 

Nochwas kam mir durch den Bericht in Erinnerung... der Nachteil des Fliegens. Man geht hier hoch und dort wieder runter, ohne ein Gefühl für das zu bekommen, was unter einem ist. Eine Zugfahrt... oder auch mit einer Fähre in einen Hafen einzulaufen, sind absolut andere Erlebnisse wie mit einem Flieger irgendwo zu landen.

 

Natuerlich bekommt man einfach durch die geringere Geschwindigkeit einen anderen Eindruck - aber das vorbeifahren im Zug ist auch nur nur ein 'drueber huschen' im Vergleich zu Aussteigen und wirklich vor Ort verweilen.

Fuer das kennenlernen der Mitreisenden ist es eher eine Frage der Zeit - ein Flug geht maximal 12 Stunden und damit ist einfach weniger Zeit und Bereitschaft vorhanden, sich auf die Mitreisenden einzulassen. Bei 2 oder mehr Tagen ist das ganz anders.

 

Danke!

 

Gern geschehen! :)

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