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Der neue ICE der Deutschen Bahn ist ein alter Bekannter


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Sinnvoll wäre es, dann aber auch mal die Schiene intensiv auszubauen. Wir brauchen Fahrtzeiten von max. 3 Stunden zwischen den 10 größten Metropolen in Deutschland (state of the art). Dann haben wir eine starke Schiene - und das Flugzeug innerdeutsch (P2P) abgehängt. Mit diesem Flickenteppich wie aktuell lohnt ein 320-km/h-Zug kaum.

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vor 2 Stunden schrieb Tomas Muller:

Sinnvoll wäre es, dann aber auch mal die Schiene intensiv auszubauen. Wir brauchen Fahrtzeiten von max. 3 Stunden zwischen den 10 größten Metropolen in Deutschland (state of the art).


Das Rollmaterial ist schnell bestellt, an die Infrastruktur soll es dank Deutschland Takt ja nun auch gehen. Es ist nur in diesem Land alles nicht so einfach...

 

3 Stunden halte ich in naher Zukunft (<30 Jahre) für utopisch und auch nicht unbedingt für nötig. 
 

Der Velaro-D hat nicht nur den Vorteil der hohen Endgeschwindigkeit, er ist auch mehrsystemfähig und stark in der Beschleunigung. Vmax auf der Schiene in D sind gemäß EBO sowieso 250km/h, mehr ist nur mit Sondergenehmigung möglich. 

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Es geht darum, nicht immer nur zu sagen, was mit der Union politisch geht oder nicht geht. Man muss auch mal ins Ausland schauen (Spanien, Frankreich, Japan, China) und dann feststellen: Das was die können, sollte Deutschland auch können! Und die magische Zahl zwischen Cities ist eben die 3. Ab 3h Bahnfahrtzeit fliegt P2P niemand mehr, weil dann die Bahn einfach schneller ist. In Klimawandelzeiten ist das nicht unwichtig. Es gibt durchaus einige (3) Routen in D. mit 300km/h und es werden gerade noch mehr geplant. 

Bearbeitet von Tomas Muller
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vor 36 Minuten schrieb Tomas Muller:

Es geht darum, nicht immer nur zu sagen, was mit der Union geht oder nicht geht. Man muss auch mal ins Ausland schauen (Spanien, Frankreich, Japan, China) und dann feststellen: Das was die können, sollte Deutschland auch können!

 

Was das mit der Union zu tun hat verstehe ich nicht so ganz. Frankreich ist beim Bahnverkehr auch nicht das Superland, was man gerne hätte. Die Metropolen dort sind oftmals auch nur über Paris und damit große Umwege über den wirklichen HGV verbunden.

Paris ist top angebunden, ja. Aber das Land ist eben auch maximal zentralistisch aufgebaut und damit das krasse Gegenteil Deutschlands.

In Japan und China sind die rechtlichen Vorraussetzungen zum Bau solcher Strecken eben andere. Japan ist mit dem Weg des komplett separaten Schienennetzes Shinkansen einen anderen Weg gegangen, der sich für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als erfolgreich dargestellt hat. Der ist in Deutschland nicht möglich.

 

Das was die können kann Deutschland auch, technisch. Nur wird hier jedes Ausbauprojekt beklagt bis in den Exitus. Das macht es schwierig. Wo es Jahrzehnte lange Planungen brauch um regionale Verbindungen wiederzubeleben sind wir von dem Neubau von Trassen quer durch das Land ganz ganz weit entfernt und brauchen uns wenig Hoffnung machen. Wo jede noch so kleine Strecke mit dem Argument "fEhLEnDe WiRtScHaFtLiChKeIt" in den Ruin geboxt werden kann, weil der KNF bei 0,999 liegt, während Provinzstraßen überhaupt nicht nach solchen Kriterien betrachtet werden noch viel weniger.

 

3 Stunden wäre ein Richtwert, nicht mehr und nicht weniger. 

Im übrigen haben wir sogar mehr Strecken die für >250km/h zugelassen sind. Aber eben nur durch Ausnahmen. Die Vmax könnte auch bei 500km/h liegen. Solange das Gesamtnetz aufgrund von Überlastung und Mängel instabil ist, bringt das rein gar nichts. Es wäre sinnvoll hier Prestigebauten mit Bestandsoptimierung zu kombinieren.

 

 

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  • 4 Monate später...

Dann hat eben das Flugzeug auf Strecken über drei bis vier Stunden Fahrzeit die Nase vorn, na und?

Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene ist bei weitem nicht so energiesparend und umweltfreundlich, wie es die Bahn gerne Glauben machen will. 

"Feinde" der Bahn sind der mit der Geschwindigkeit exponentiell steigende Luftwiderstand, die Zwischenhalte und der niedrige Sitzladefaktor ausserhalb der Hauptverkehrszeiten. Einen A320 bekommt man leichter voll als einen ICE.

Siehe auch

https://www.airliners.de/energieverbrauch-bahn-flugzeug-apropos/36592

https://www.spiegel.de/reise/deutschland/ice-versus-tgv-warum-deutsche-schnellzuege-deutlich-langsamer-sind-a-1259209.html

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Die Aussage generell ist aber nicht korrekt, besonders wenn man auch Auslastung und andere wesentliche Faktoren mit berücksichtigt. Aktuell ist man im Fernverkehr bei rund 20% Auslastung. Gibt aber auch einige wenige Inlandflüge, weil stark reduziert mit 80 - 90 Auslastung derzeit. Der Begriff Kurzstreckenverkehr stört mich generell, weil hier auch länderübergreifende Flüge mit unterschiedlichen Auswirkungen (z. B. Alpen auf München - Mailand) im Weg sind und die Bahn keine echte Alternative ist.

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Am 13.12.2020 um 13:31 schrieb zrhstr:

Einen A320 bekommt man leichter voll als einen ICE.

 

Jein. Grundsätzlich muss man da unterscheiden. Ein 5-teiliger 415er mit seinen 250 Sitzplätzen ist da jetzt nicht so weit weg von einem A320 mit 180 Plätzen (Maximal). Vorteil der Bahn, und der ist ein grundsätzlicher, ist, dass man auf dem Weg mehr Leute anbinden kann.

Beispiel: Ein Flug MUC-HAM verbindet genau zwei Regionen: München und Hamburg. Ein ICE zwischen den Städten nimmt noch Nürnberg, Hannover, Hessen und andere Regionen mit, bildet Umsteigebeziehungen an Knoten ab, verkehrt in zeitlich oft besserem Takt (wenn auch ingesamt natürlich langsamer) und ist für die bereite Bevölkerung schneller erreichbar als einer der Flughäfen. Allein daher lässt sich nicht vergleichen was einfacher zu füllen ist.

 

Das ist aber auch nur eine Argumentationsbasis in der aktuellen Zeit, wo man die Frequenzen im Flugverkehr auf ein minimum drückt, der SPFV aber fast unverändert weiterfährt. Wenn ich irgendwann wieder bei 70% Auslastung bin, dann brauche ich schon 3 A320 um einen 12-teiligen ICE 4 zu substituieren. Spätestens die Energiebilanzen sind dann eindeutig.

 

Der größte Vorteil der Bahn im Vergleich mit den Flugverkehr (und auch dem Autoverkehr): Die Bahn hat die Möglichkeit ihre Energie zu einem großen Teil regenerativ zu beziehen.

 

Am 13.12.2020 um 13:31 schrieb zrhstr:

"Feinde" der Bahn sind der mit der Geschwindigkeit exponentiell steigende Luftwiderstand,

 

Der Luftwiderstand ist bei allen Verkehrsträgern weitestgehend gleich. Aufgrund der abnehmenden Dichte der Luft beim Flugverkehr nicht ganz, dafür muss dort die Gewichtskraft überwunden werden. Auch ein Widerstand.

Im übrigen steigt der Luftwiderstand nicht exponentiell sondern quadratisch mit der Geschwindigkeit. Und noch etwas: Da bei der Berechnung des Luftwiderstandes lediglich die Stirnfläche einfließt ist ein Zug mit seiner relativ kleinen Front im Verhältnis zur Gesamtlänge dort im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln eigentlich noch ganz gut unterwegs.

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