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airliners.de

FD ab Dienstag im Insilventverfahren


Gast

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Dass gerade kleinere, nicht so finanzstarke Unternehmen wie Fairchild Dornier von der Luftfahrtkrise geschüttelt wurden und werden, war und ist zu erwarten.

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Allerdings bin ich bei FD der Meinung, dass hier durchaus mal ne staatliche Förderung angebracht wäre. Auf Grund der Neuentwicklungen und des prognostizierten Bedarfs an Regionalflugzeugen(jets) sollte diese wirtschaftliche Chance nicht an andere Länder und Firmen abgegeben werden. Hier liegt meines Erachtens eine ganz andere Sachlage wie bei Holzmann vor.

Geschrieben

Das wäre dann schon der zweite Hersteller der innerhalb von kurzer Zeit die Pforten schliessen müsste. Der Konkurrenzkampf bei den Regionalflugzeugen ist anscheinend verdammt hart. Auch wenn ich die 728 nicht besonders ästhetisch finde, ist es schon schade, das der Einheitsbrei immer grösser wird.

Geschrieben

Geht mal davon aus das Boeing bei FD einsteigt. Allerdings wohl erst nachdem Insolvenz beantragt worden ist, damit wäre man dann die Altschulden los und das finanzielle Engagement von Boeing wäre insgesamt sinnvoller. Ich warte eigentlich nur noch auf den Zeitpunkt ein Bekanntgabe - wann die Linie in LGB geschlossen wird!

 

Gruß

728JET

http://fly.to/rorders

Geschrieben

Naja, der Zeitpunkt um jetzt Finanznot anzumelden ist doch mehr als günstig. Die 728 hat gerade ihren Rollout hinter sich -sprich: FD hat was handfestes zum vorzeigen, was wirklich investitionswürdig ist. Es gibt ja genug Unternehmen in der Luftfahrtbranche, die leider kaum was vorzeigen können und trotz innnovativer Ideen kaum Sponsoren finden. Ich glaube, daß FD schon bald alles in trockenen Tüchern hat, nur um das ganze richtig und sinnvoll erscheinen zu lassen, ist halt das ganze groß und darmatisch aufgezogen worden - das kennen wir ja aus der Politik icon_wink.gif

Geschrieben

Ich glaube auch an einer Weiterleben von FD, wenn auch vielleicht unter anderen Namen. Hoffnung macht mir die Kundenliste für die die 728. Ich glaube nicht, dass z.B. eine LH zuschaut, wie der Hersteller für ihren neuen Regiojet wegstirbt. Evtl. werden Airbus und Boeing ja auch von dieser Seite aus unter Druck gesetzt um bei FD einzusteigen. Zumindest finde ich es erstaunlich, wie ruhig die 728-Kunden dem Treiben zusehen.

Geschrieben

Heute ist es tatsächlich soweit:

 

02.04.2002 08:11

aus http://www.sueddeutsche.de

 

Pleite

 

 

Fairchild Dornier zahlungsunfähig

 

Die Suche nach einem zahlungskräftigen Partner ist gescheitert. Das Unternehmen hat Insolvenz beantragt.

Von Jens Flottau

 

 

 

Der traditionsreiche Regionalflugzeughersteller Fairchild Dornier hat Insolvenzantrag gestellt. Das wurde am Dienstag aus Branchenkreisen bekannt. Die Suche des deutsch-amerikanischen Unternehmens nach einem finanzstarken Partner ist damit gescheitert.

 

Fairchild Dornier hat 4300 Mitarbeiter, davon 3600 in Deutschland. Ein Firmensprecher wollte zunächst keinen Kommentar abgeben, kündigte aber eine Stellungnahme für den Vormittag an.

 

Das Unternehmen hatte seine Finanzprobleme unter anderem mit der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen in den USA begründet. Die Fluggesellschaften hätten ihre Bestellungen verschoben. Zudem verzögerte sich die Entwicklung der neuen Jet-Familie 728, in die der Konzern große Hoffnungen setzte.

 

Vor zwei Jahren hatte eine Finanztochter der Allianz gemeinsam mit der US-Investmentfirma Clayton, Dublier & Rice Fairchild Dornier übernommen.

 

 

 

 

 

ftd.de, Di, 2.4.2002, 8:47, aktualisiert: Di, 2.4.2002, 9:17

Fairchild Dornier zahlungsunfähig

 

Der Regionalflugzeugbauer Fairchild Dornier hat am Dienstag beim Amtsgericht Weilheim einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 4000 Mitarbeiter.

 

Der Antrag sei am Dienstag eingegangen, sagte eine Sprecherin des Gerichts der Nachrichtenagentur Reuters. Das in Oberpfaffenhofen bei München ansässige Unternehmen hatte in den vergangenen Wochen Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, um einen Insolvenzantrag zu verhindern. Fairchild Dornier zählt zu den drei größten Regionalflugzeugherstellern der Welt und beschäftigt 4300 Mitarbeiter, den Großteil davon bei der Produktion in Oberpfaffenhofen.

Ein Firmensprecher wollte zunächst keinen Kommentar abgeben, kündigte aber eine Stellungnahme für den Vormittag an.

 

 

 

Das Unternehmen hatte seine Finanzprobleme unter anderem mit der Luftfahrtkrise nach den Terroranschlägen in den USA begründet. Die Fluggesellschaften hätten ihre Bestellungen verschoben, hatte Fairchild Dornier erklärt. Zudem verzögerte sich die Entwicklung der neuen Jet-Familie 728, in die der Konzern große Hoffnungen setzte. Vor zwei Jahren hatte eine Finanztochter der Allianz gemeinsam mit der US-Investmentfirma Clayton, Dublier & Rice Fairchild Dornier übernommen.

 

 

Das deutsch-amerikanische Unternehmen baut kleinere Flugzeuge, die beispielsweise als Privat-Jets, Geschäftsflugzeuge und kleinere Linien-Maschinen eingesetzt werden. Für die nächsten Jahre hatte sich das Unternehmen ehrgeizige Wachstumsziele gesetzt, wurde aber von der Luftfahrtkrise nach den Anschlägen vom 11. September kalt erwischt.

 

© 2002 Financial Times Deutschland

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