Zum Inhalt springen
airliners.de

Ultrakurze Zubringer nach FRA ?


APTSLOT

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Bin gerade so in Gedanken und da fällt mir folgene Frage ein :

 

Wie lang wird es noch die ULTRAKURZEN Zubringer der LH nach FRA geben ? z.B. ex HAJ, CGN, NUE , STR und evtl ex DUS ?

 

In Zeiten der immer schneller werdenden DB und den immer knapper werdenden Slots in FRA machen sie eigentlich kein Sinn mehr - oder werden die Kunden auf Zubringer bestehen , wenn sie nach Übersee oder innerhalb Europas fliegen wollen ?

Geschrieben

Im Airliners.de wurde doch mal geschrieben, dass LH die Zubringer (zumindest die Kurzen) auf die Schienen bringen wollte und auch zum Teil gemacht hat. Kann mich da an Verbindungen ex HBF Nürnberg erinnern. Bei den Kunden soll dies aber nicht so gut angekommen sein, sodass man bei den Flügen blieb. Aber Verbdindungen mit der DB gibt es noch. Köln-FRA läuft ja unter LH. Aber das Konzept alle kurzen Flüge auf die Schiene zu bringen ist wohl untergegangen.

Geschrieben

Das Problem dürfte das internationale Publikum sein, das vor der Alternative steht "Flugzeug + Flugzeug" mit KLM via AMS, mit BA via LHR, mit AF via CDG usw. oder "Flugzeug + Eisenbahn" mit LH via FRA. Für Außenstehende ohne positive ICE-Erfahrung dürfte letzteres nicht so gut zu vermitteln sein (allerdings gibt es natürlich oftmals die LH-Alternative mit flug via MUC),

Geschrieben

Ich muss dir Recht geben, das ergibt irgendwie keinen Sinn.

 

Zum STR-Zubringer:

Ich weiß nicht wann, aber seit geraumer Zeit gibt es ICE Züge unter LH Flugnummer nach ZWS (Stuttgart Railway Station). Doch zusätzlich gibt es immernoch etwa 6 Flüge pro Tag mit verschiedenem Gerät (B737, A32X, Avro). Doch das werden auch teilweiße eine Art Überführungsflüge sein.

Geschrieben

meine neueste Erfahrung: LH arbeitet kräftig gegen sich selbst: bei Freiflügen mit Meilen wird grundsätzlich ab CGN keine ICE-Verbindung mit LH-Nr. gebucht, sondern nur Flug. Wenn man Glück hat, ist man gerade 16-18 Min. in der Luft - und hat in FRA über 3 Stunden Umsteigezeit. Mit ICE ginge es besser und schneller...

Geschrieben

Mir fällt noch ein kleiner Grund ein. Die Businnes bzw. First Passagiere. Die auf die Bahn zu bekommen, dürfte wirklich schwierig werden. UNd wenn man wegen den schon nen Flieger in die Luft bringen muss, dann nimmt man gleich die uneinsichtigen -ich fahre nicht mit der Bahn zum Weiterflug- Kunden mit, zu denen ich im übrigen auch gehöre icon_smile.gif

 

Ein kleines Szenario 2010:

 

Nur noch kleine Bussines-only Flieger werde auf den Ultrakurzstrecken eingesetzt um die bei Stange zu halten. Eco wurde auf Ultarkurzstr. vollständig auf die Schiene gebracht.

Geschrieben

Vielleicht dumme Frage, aber ich bin auf Anschlußflügen immer der Bahn ausgewichen: Bietet den LH auf Flug+Bahn den gleichen Service wie auf Flug+Flug an? CheckIn für den gesamten Flug, Durchgechecktes Gepäck, Business/Eco Bereich inkl. Zeitschriften, Getränke und Imbiss (für Business)?

 

Wenn ich von mir aus nach FRA-City will, nehme ich den ICE (3`15h). Schneller bin ich City zu City mit dem Flieger insgesamt auch nicht. Vom Preis mal ganz abgesehen.

 

Wenn ich aber von FRA in ECO mit LH weiterfliegen will, dann checke ich doch lieber hier auf meinem leeren ( icon_cry.gif )Flughafen ein, als mich an die doch recht langen Schlangen in FRA anzustellen. Ausserdem hat man dann dieses schöne 'Fluggefühl' von Anfang an.

 

Vielleicht hat ja jemand mit dem Bahnservice Erfahrung?

 

Gruß

FJAELL

Geschrieben

Mitdem Flugzeug dauert es auf jeden Fall immer länger,wer knapp kalkuliert und mitdem Flieger von DUS,CGN kommt hat oft verloren...man hat 2 Std. Zeit um von CGN nach FRA zu kommen....11.00 Uhr ist Abflug....10.45 kommt der Flieger aus FRA an...Cleaning,Catering....Abfertigung,11.35 geht es los...12 Uhr kommt die Durchsage,wir kriegen keine Landegenehmigung,kreisen über FRA,12.05 im Bus zum Gate...12.25 sollte Flug nach FDH gehn....Gate ist schon zu,Tickets werden umgebucht...und das nicht einmal passiert,das nächste mal gehts mitdem ICE nach FRA,hab gelernt...

Geschrieben

Also bevor die ICE-Strecke zwischen Köln und Frankfurt eingeweit wurde gab es noch 6 tägliche Flüge, anschließend wurde es dann auf 4 reduziert. Gleichzeitig bietet die LH 12 Züge vom Kölner HBF unter ihrer Flugnummer an. Früher gab es auch mal mehrere Flüge von DTM, die sind auch unter dem Eindruck der schnellen Zugverbindungen eingestellt worden.

 

Also ich durfte mal den AirRail-Beauftragten der LH

auf einem Vortrag erleben. Und er war generell eher skeptisch bezüglich der Einstellung aller Ultrakurzstreckenflüge. Entscheident sei der Vergleich zwischen der Flugblockzeit und der Bahnfahrzeit. Und die Blockzeit für Köln ist 45min, für Stuttgart 50min. Im Falle Kölns kommt der ICE mit 56min dem recht Nahe, und verkehrt auch noch stündlich. Nach Stuttgart braucht der Zug schon 71min und wird hier z. Zt von der LH nur 2-stündlich angeboten. Das soll aber glaube ich demnächst auf stündlich verdichtet werden. Für Köln und vielleicht noch Stuttgart sind die Chancen also gegeben, dass LH mal alle Flüge einstellt.

 

Darüber hinaus fände ich es als Passagier schön, wenn man sich das schweizer Vorbild nehmen würde. Da kann man an über 20 Bahnhöfen direkt für Flüge der Swiss einchecken und auch schon das Gepäck aufgeben. Für ankommende Passagiere funktioniert das aber glaube ich noch nicht.

Geschrieben

Naja, Blockzeit hin oder her: Für mich ist immer noch die Gesamtreisezeit für die Wahl der Verkehrsmittel entscheident. Und im Privaten natürlich auch der Preis.

 

Im übrigen haben in der Schweiz nicht nur die SWISS dieses System, sondern -man höre und staune- auch die FINNAIR, m.W. übrigens auch in der Ankunft. Man kann nur hoffen, das dies auch trotz des Wegfalls des Oneworld-Beitritts weitergeführt und ausgebaut wird. Dabei spielt bei der Akzeptanz wahrscheinlich auch die geografischen Besonderheiten und der Infrastrukturausbau in der Schweiz eine gewichtige Rolle.

Geschrieben

Ich denke es ist immer auch eine Frage der Leistungsfähigkeit der Bahntrassen/-infrastruktur. Im Moment gibt es ab FRA nur eine Leistungsstarke NBS (Neubaustrecke) nach Köln, die nach Mannheim (die Anschluß nach Stuttgart bieten soll) ist genauso in unabgeschlossener Planung wie die nach Fulda (weiter NUE/HAJ/LEJ). Ihre Fertigstellung wird wohl nicht mehr in diesem Jahrzehnt zu erwarten sein (die Bahn selber spricht noch von 2011/12).

Der normale Umsteige Paxe (der eh irgendwo auschecken muß und deshalb anders zu sehen ist als ein O&D Pax) wird nur eine bestimmte Reisezeit im Zug akzeptieren, 55min nach Köln Hbf sind bei 45-50 min Flugtimetable akzeptabel, bei Stuutgart Hbf mit 80 Min zu 45-50 ist es knapp, Düsseldorf hätte theoretisch wohl ca. 75min mit der Bahn also zu STR vergleichbar, 2:20 nach NUE und HAJ sowie 3:15 nach LEJ hingegen erscheinen mir dann aber doch nur bedingt gegen ein Umsteigen an anderen Hubs attraktiv zu sein.

Erst wenn also die Bahninfrastruktur stimmt, werden weitere Verlegungen folgen können.

Schlimmer noch: Ganz dummerweise plant man in München die NBS (nach NUE und STR) weit am Flughafen vorbei, und den Zug zum HBf und dann (vielleicht irgendwann in den Transrapid) zum Flughafen noch einmal umsteigen, das wird kein Airline Pax mitmachen. Die Flüge STR/NUE-MUC wird es also noch ewig geben.

Geschrieben

An und für sich ist die Idee ja prima, bin auch schon oft in den Gedanken versunken ob dies machbar wäre, theoretisch ist dies machbar, aber schaut euch mal die praxis an: die Deutsche Bahn ist ein einziger Sifftschuppen, ein Vorsitzender der von der Bahn nicht einen blassen Schimmer hat, Verspätungen jenseits von gut und böse, ungerechtfertigte Preiserhöhungen, zuverlässigkeit is eine katastrophe und das regionalnetz wird sträflichst vernachlässigt. Da brauch sich niemand mehr über den schlechten Ruf wundern.

Das schweizer System lässt sich nicht 1:1 übertragen, denn die Deutsche Bahn kann sich noch nicht einmal annähernd mit der schweizer messen, generell haben die Schweizer ein anderes Verhältnis zur Bahn, dies hat die Bahn nicht zuletzt ihrem verdienten guten Ruf zu verdanken.

Geschrieben

@Micha

Der Vergleich mit der Schweiz hinkt gleich an mehreren Stellen.

In der Schweiz fährt man -gerade auch geographisch/-logisch bedingt- seid jeher eine ganz andere Verkehrspolitik als in weiten Teilen des restlichen Europas. Durch die ernorme Knappheit an nutzbaren Flächen ist man gezwungen stärker auf Massenverkehrsmittel zu setzen als in Deutschland. Auch die Rolle der Lobby der Automobilhersteller in beiden Ländern läßt sich nicht vergeleichen.

Eine Jahrzehnte lange Schlechterstellung der Bahn zum individualverkehr hat es in der Eidgenossenschaft nicht gegeben. Hingegegen war in Deutschland der Posten es Bahnchefs schon immer ein Abstellgleis für potentiell zu versorgende politische Beamte/Freunde. Mehdorn ist der erste eigentliche Manager auf diesen Posten seit Kriegsende und der hat einen politischen Auftrag: Börsenbahn. Den Weg den er dorthin geht halte ich auch für fragwürdig. Schaut man über die andere Grenze, so bieten ÖBB und SNCF die positive Beispiele dafür, daß dies auch besser geht (die verstehen sich als Massentransportmittel und ihre Tarife liegen gut 40% unter denen der DB, deren Ziel es zu sein scheint nur ein betuchtes Publikum anzusprechen, insofern ist der TGV sehr spatanisch ausgestattet im Vergleich zum ICE, aber billiger).

Letztendlich verlangt von den SBB (und den Privatbahnen) in der Schweiz auch niemand, daß sie profitorientierte Unternehmen werden sollen, sie dürfen ein Unternehmen der gemeinwirtschaft bleiben.

Geschrieben

Ein paar Punkte sei hierzu auch von mir gesagt:

 

1. Den Service bereits im Bahnhof einzuchecken gab es in den 90igern berits einmal auf der IC-Linie Nürnberg - Köln über FRA-Flughafen. Auf (fast) allen Halten konnte man einchecken. Der Service wurde dann wieder abgeschafft, er hat sich wohl nicht rentiert....

 

2. Für die NBS Rhein/Main - Rhein/Neckar läuft das Raumordnungsverfahren. Hier haben die Politiker wieder mal Einsprüche erhoben.. aber das ist hier schon diskutiert worden.

 

3. Anbindung von MUC: Der Flughafen liegt leider zu weit abseits der Linie Ingolstadt - München HBF und hätte für die ICE's locker 20 - 30min mehr Fahrzeit beansprucht. Da die meisten Paxe aber in die City wollen ist dies nicht tragbar. denkbar wäre noch ein Umsteigen in Ingolstadt mit einem Flughafensprinter. Wäre die ABS über Augsburg gewählt worden, würde MUC total abseits liegen.

Geschrieben

Wobei man ganz klar sagen muss, dass sich derzeit auf Deutschlands Schienen einiges tut, und die Entwiclung in die richtige Richtung geht. Der größte Hemmschuh ist allerdings noch immer die DB bzw DB Netz da sie effektiv den Zugang zur INFRASTRUKTUR Schiene steuert, udn nur den zuläßt, den man auch zulassen muss (da wo es der Mutter DB nicht wirklich weh tut).

 

Allerdings haben sich inzwischen auch so schon einige regionale Anbieter etablieren können, und dort wo sie aktiv sind hat die Schiene wieder deutlich an Fahrgästen dazu gewinnen können.

 

Es wäre mal ganz interessant zu analysieren, ob ein "Dedicated Rail Feeder" auf bestimmten Strecken für LH Sinn machen würde, der von einem privaten Betreiber bedient wird.

 

Gruß

728JET

Geschrieben

Nunja, ich selbst bin schon ultrakurz strecke bei LX geflogen, und ich fand es wesentlich angenehmer als mit der Bahn, fahrt nach Basel 30 Mins vorher einchecken, flug nach ZRH 10-15 Mins connection time knappe 30 Minuten da etwas Verspätung, hat alles Reibungslos funktioniert. Mit dem Zug wäre ich min. 1 Stunde nach ZRH gefahren + Checkin Time und Laufzeit zum Gate. Im Endeefekt ist der Jet vielleicht 20-30 Mins schneller gewesen, nicht viel aber doch vorzuziehen. Zumal bei Swiss ob Train oder Jet beides gleich viel kostet.

 

MFG Max

Geschrieben

Es gibt m.E. verschiedene Gründe, warum sich Bahn und Flug nicht so gut kombinieren lassen und die Fluggäste daher einen kurzen Zubringerflug vorziehen:

 

- Bequemlichkeit: Das Gepäck kann schon am Startflughafen abgegeben werden und man muss es nicht mit in den Zug schleppen (gerade bei Fernreisen mit viel Gepäck)

 

- Verspätungen: Dass die Bahn nicht immer pünktlich ist, wissen wir alle und wenn man da knapper kalkuliert und zu spät in FRA ankommt, ist der Flug schon weg und mit der Umbuchung gibt es dann Probleme (wenn man nicht gerade mit flexiblem Ticket reist), Ist der innerdeutsche Flug zu spät, muss die Airline einen umbuchen.

 

- Zeitersparnis: Die meisten Leute wohnen ja nun nicht gegenüber vom Hauptbahnhof, sondern der Weg zum Flughafen ist evtl. kürzer als in die Innenstadt (und hat auch seltener so viel Verkehr/Staus wie in der City)

 

Rühmliche Ausnahme ist der AiRail von Stuttgart und Köln. Da kann man das Gepäck abgeben, bekommt seine Bordkarte für den Anschlussflug und Verspätungen werden wie bei richtigen Flügen gehandhabt. Sicher macht man sich bei der LH Gedanken über eine Weiterführung des AiRails nach Düsseldorf und ich könnte mir Nürnberg sicher auch gut als AiRail Ziel vorstellen.

 

So mies ist der Service bei der Bahn im Fernverkehr auch nicht, wie viele ihn hinstellen. Gerade die ICE´s finde ich persönlich sehr angenehm und auch beim Erscheinungsbild der Bahnhöfe hat sich ja schon etwas getan. Auch kleinere Flugzeuge mit reiner Business Class, wie vorgeschlagen, lösen das Problem ja nun auch nicht: Dadurch gewinnt man keinen Slot mehr und entlastet die Umwelt nun auch nicht weniger (dies sind ja die Hauptgründe, die für eine Verringerung der innerdeutschen ultrakurzen Flüge sprechen).

Geschrieben

Hi,

 

ich finde es auch wesentlich komfortabeler mit dem Flugzeug. Oft ist es so, dass die Bahn gnadenlos überfüllte Züge (darunter auch ICE´s) fährt. Mir ging es mal so, da war der ICE so überfüllt, dass man nicht einmal auf die Reservierten Plätze kam! Es stimmt, zwar tut sich einiges auf den Schienen, doch wie heißt es so oft?, "Der ICE nach XX wird auf Grund technischen Problemen 30 Minuten später eintreffen"! Na toll! So kann man sein Anschluss Flug auch in der Pfeiffe rauchen. Dass muss zwar jeder für sich selber Entscheiden, aber ich einer von denen die das Flugzeug auch in diesen Fällen bevorzugt!

 

Gruß

 

Martin

Geschrieben

Guten Morgen!

 

Ich möchte jetzt mal ein bisschen die Deutsche Bahn in Schutz nehmen. icon_smile.gif

Sicherlich gibt es bei der Bahn einiges was man verbessern könnte, aber insgesamt gesehen ist mir die Bahn sehr sympathisch. Wer über andauernde Verspätungen klagt möge sich mal bitte die Pünktlichkeitsstatistiken anschauen und man wird feststellen, dass die Bahn eigentlich gar nicht (mehr) so schlecht ist. Ich kann kaum zählen wie oft ich mit der Lufthansa schon mehr als 30 Minuten Verspätung hatte, aber ich kann mich sehr wohl noch dran erinnern wie oft die Bahn mehr als 30 Minuten zu spät in Hamburg Hbf angekommen ist.

Insbesondere bei winterlichen Verhältnissen ziehe ich die Bahn bei innerdeutschen Verbindungen dem Flugzeug vor. Wenn bei DB auf Grund von Schnee und Eis Verspätungen eintreten ist der Hamburger Flughafen schon längst gesperrt. Letztes Jahr bin ich 2 Mal vom Flughafen zurück zum Hauptbahnhof gefahren, da dort nichts mehr ging. Doch der ICE nach München, der fuhr und kam sogar pünktlich an.

Bordservice kann es in der Bahn gar nicht geben, da dort die Durchschnittsticketpreise trotz der Billigflieger noch bei weitem unter denen im Luftverkehr liegen. Mal ganz davon abgesehen, dass in einen normalen ICE mehr als 1000 Leute passen, das würde schon logistische Probleme bereiten das Essen überhaupt zu verstauen.

Sehr viele Bahnhöfe (im Norden fallen mir Kiel, Lübeck, Hamburg-Dammtor, Altona ein) wurden oder werden aktuell saniert und nähern sich immer mehr dem luxuriösen Flair von Flughäfen an.

Insofern kann ich absolut nicht sagen, dass die Bahn die Katastrophe ist als die sie immer hingestellt wird.

Mal ganz davon abgesehen, dass wir in Deutschland das dichteste Schienennetz der Welt haben...

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

nach dem ich schon eine Weile mitlese, möchte ich nun auch in meinem ersten Beitrag etwas zum Thema Ultrakurzstreckenflüge sagen.

 

Beim direkten Vergleich Bahn <-> Flugzeug im Bereich der Kurzstreckenzubringerflüge hat die Bahn gewisse Nachteile, die bereits geschildert wurden. Dazu gehören der Gepäcktransport, Anschlußsicherheit bei Verspätungen und der Service.

Ist natürlich von den persönlichen Vorlieben abhängig, inwieweit dies wichtig ist. Wenn man nicht direkt am Flughafen wohnt, muss man schließlich erst auch dorthin, ein Bahnhof ist meist näher.

 

Um den entgegen zu wirken, hat die LH mit DB AG zusammen den AIRail Service ins Leben gerufen, dieser verkehrt auf den Strecken Stuttgart Hbf (ZWS) - FRA und Köln Hbf (QKL) - FRA und soll diese Nachteile der Bahn ausgleichen.

 

Das beginnt damit, dass man in den Hauptbahnhöfen Stuttgart und Köln einen kleinen Lufthansa Check-In errichtet hat. Ganz wie am Flughafen. Dort kann man mit dem Flugticket einchecken, sein Gepäck aufgeben und erhält auch die Bordkarten für den Weiterflug ab Frankfurt. Desweiteren stehen alle Service Leistungen der Lufthansa zur Verfügung. Bei der Ankunft aus FRA in ZWS oder QKL erhält man sein Gepäck zurück. Der einzige Unterschied ist, dass man nicht im Flugzeug sitzt, sondern im ICE. Die Passagiere erhalten reservierte Plätze im ICE, also Stehen ist auch nicht angesagt.

Economy geht in die 2. Klasse, Business und First reisen in der 1. Klasse und erhalten Getränke und einen Snack am Platz, also vergleichbarer Service zum Flugzeug.

Die DB Lounge am Hbf steht den First Class Passagieren zur Verfügung.

 

Ich persönlich habe AIRail jetzt schon einige Mal genutzt, und habe es sehr schätzen gelernt. Für mich aus folgenden Gründen:

- Kurze Anreise zum "Flughafen", man muss nicht nach Echterdingen gurken.

- Der "Flug" ab ZWS ist etwas billiger als ab STR, da die Gebühren und Steuern niedriger sind (ca 25 EUR pro Hin- und Rückflug).

- Check-In Zeiten sind kürzer, man hat weniger Leerlauf.

- Der gewohnte LH Service ist vorhanden, im Warteraum am Hbf gibt es Kaffee und Tee, sowie aktuelle Tageszeitungen.

- Der Zug ab ZWS gilt als Flug, d.h. bei Verspätungen etc steht die LH dafür gerade und bucht einen kostenlos um.

- Das Reisen im Zug finde ich auch recht angenehm, zumal im von Stuttgart eingesetzten ICE ein Speisewagen vorhanden ist, OK der kostet Geld.

- Der Zweistundentakt ab Stuttgart ist ausreichend, es entstehen kaum längere Umsteigezeiten in FRA. Dort gilt auch bei AIRail die Mindestumsteigezeit von 45 Minuten. Der Stundentakt ab Köln ist natürlich besser. Die Gesamtreisezeit Wohnort - FRA ist für mich AIRail kürzer, das liegt aber auch daran wo man wohnt. Als Bewohner der Stuttgarter Innenstadt ist für mich der Hbf näher als Echterdingen.

 

Das Problem bei AIRail ist, dies dem Kunden klar zu machen. Insbesondere im Ausland, wenn die beim Buchen hören, ab FRA mit dem Zug, dann denken die meisten an "echtes" Zugfahren, mit all seinen Eigenheiten. Das Prinzip, das hinter AIRail steht, ist schließlich noch unbekannt, und muss erst mühselig erklärt werden. Oder aber, der Kunde sieht in seiner Anfrage "Zug ab FRA" und die Sache ist für ihn erledigt, denn er weiss ja, was Zugfahren bedeutet, und fragt nicht weiter nach.

Airline Mitarbeiter wissen es auch nicht immer: Bei einer Rückreise aus ARN wurde ich am dortigen Check-In vom SAS Mitarbeiter auch etwas ungläubig angeschaut, als ihm sein Computer gesagt hat, dass es für mich ab FRA mit dem Zug weitergeht...

 

Da der Service für Business Reisende vergleichbar dem Flugzeug ist können sogar diese AIRail nutzen, wenn sie den wissen, was es bedeutet.

 

Ein Problem für die endgültige Abschaffung der Flüge STR - FRA und CGN - FRA ist neben dem oben genannten auch die Kapazität. Die LH hat in dem verkehrenden ICE jeweils ca 30 Plätze gechartert, macht ab Stuttgart bei 6 Verbindungen 180 Plätze. Die 6 heute noch existierenden Flugzeugverbindungen bieten je nach Wochentag und eingesetztem Gerät ca 700 Plätze (737-300, A320, Avro RJ85), deren Auslastung kenne ich aber nicht. Ab Köln sind es 15 Verbindungen, das macht 450 Plätze, die 4 verbleibenden Flüge bieten ca 300 Plätze (Bunt verteilt: 737-500, Avro RJ85 und CRJ100/200)

Allerdings bessert sich langsam die Auslastung von AIRail. Bei der Einführung vin AIRail ab Stuttgart im März 2001 waren es ca 10 Prozent, mittlerweile sind um 30 bis 40 Prozent, einzelne Züge besser und schlechter.

Ab Köln sind bis heute ca. 50 Prozent der LH Passagiere umgestiegen. Liegt sicher an der kürzeren Reisezeit und dichterem Takt im Vergleich zu Stuttgart.

 

Letztlich ist AIRail mittlerweile recht erfolgreich, nach dem Motto "gut Ding will Weile haben". Die LH scheint es auch ernst zu meinen, denn schließlich wurde nicht unerheblich inverstiert. Insbesondere im Vergleich zu 1993 und dem damaligen Versuch. Und man beweist AUsdauer, ganze läuft in Stuttgart bereits 3 1/2 Jahre. In der Verknüpfung zwischen Flugzeug und Bahn ist AIRail auch einer weitgehensten Versuche, schließlich wurde das ganze Prinzip der Luftverkehrs auf die Bahn übertragen. Fehlt nur noch das Gate am Bahnsteig.

 

Für die Flughäfen NUE und HAJ steht das ganze noch nicht zur Debatte, der ICE ab Nürnberg Hbf benötigt ca 2h20, ab Hannover Hbf ca 2h30, dass ist noch zu lang, um damit die Passagiere zu locken.

Damit werden diese Flüge noch erhalten bleiben, aus Sicht der Lufthansa.

Auf diesen Strecken sind in absehbarer Zeit auch Bahnausbauten vorgesehen, die die Reisezeit in den Bereich von 1 bis 1 1/2 Stunden drücken.

 

Für den wahren der Flugzeug-Fan geht durch AIRail natürlich ein Flug verloren...

 

Grüße, Carsten

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...