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American Airlines: Verspasster Anschlussanflug


Zych

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Geschrieben

Hallo,

 

bei meinem letzten USA Aufenthalt ist mir folgendes mit American Airlines passiert:

 

Ich war auf einem Flug von New York (JFK) über Chicago O'Hare (ORD) nach Little Rock (LIT) gebucht. (alles unter einer Ticketnummer).

 

Der Abflug war in JFK gegen 17:25 Lokalzeit geplant. Leider spielte das Wetter in New York an diesem Tag überhaupt nicht mit, und somit wurde der Abflug von JFK von ORD schon beim Check-In um eine Stunde auf 18:25 verzögert.

Da ich mir hier schon Sorgen um meinen Anschlussflug in Chicago machte, habe ich gleich einen Agent aufgesucht. Dieser versuchte alles mögliche um mich nicht auf einen anderen Flug zu bekommen, doch leider vergeblich. Bemerkenswert war hierbei insbesondere, dass er auch andere Fluglinien wie z.B. United, Delta und Continental auf Verfügbarkeit checkte. (diese hatte leider nur Verbindungen ab LGA und die Zeit war zu knapp). So blieb ich schließlich auf dem gebuchten Routing.

 

Kurz darauf wurde aus der einen Stunde Verspätung 2 und kurz darauf wiederum 3 Stunden, also neue Abflugzeit 20:25 New Yorker Zeit.

Der Agent am Gate meinte nur: "We're fogged in here at JFK..."

 

Als am Ende mit dem Boarding begonnen wurde, war es bereits nach 21 Uhr.

An meinen Anschlußflug war ohnehin nicht mehr zu denken. Dieser sollte Chicago um 20:00 Uhr CT verlassen...

 

Nach dem Push-Back in New York gabs dann noch ewig langes Rollen mit den ganzen Übersee-Flügen bis zur Startbahn, sodass wir in New York um 23:30 Ortszeit verlassen konnten.

 

Landung in Chicago O'Hare war dann gegen 0:30 Ortszeit. Bin dann natürlich gleich mit meiner Boardkarte zu einem Agent um mich umbuchen zu lassen und hoffte auch auf eine bezahlte Hotelübernachtung.

 

Die Umbuchung klappte und ich bekamm einen Platz auf dem Flug um 8:00 morgens von Chicago nach Little Rock.

Allerdings bekam ich keine Hotelübernachtung zugesprochen. Die banale Aussage war, dass sie mir wegen schlechten Wetters nicht ein Hotel bezahlen können, egal ob im Transit oder nicht. Supervisor war um diese Zeit natürtlich keiner mehr im Dienst.

Ich hab mich geärgert, aber es so hingenommen und die Nacht dann auf einer Bank im Transitbereicht von O'Hare verbracht.

 

Jetzt frage ich euch, ob es die gängige Praxis ist, dass man Transferpassigiere bei versäumten Anschlussflügen wegen schlechten Wetters nicht entschädigt bzw. eine Unterkunft zur Verfügung stellt.

Kann sowas auch in EU passieren oder ist unterscheiden sie da die Prozeduren zur USA.

 

Danke für eure Kommentare

Geschrieben

Ist mir und anderen schon genauso passiert, leider gibt es in den USA keinerlei Regelungen wie bei uns das EU-Fluggastrecht. Man hat uns z.B. bei UA mal einen 5.50 morgens Abflug von JFK gestrichen und uns auf den nächsten Tag mittags !!!! erst umbuchen können..... Die Staaten sind leider was Airline-Service und Kundenbindung/betreuung betrifft ein Dritte Welt Land

Geschrieben

In den USA sind, im Gegensatz zur EU, keine Hotelübernachtungen vorgeschrieben.

Bei Verspätungen wegen höherer Gewalt bleibt man in der Regel auf allen Kosten sitzen (respektive eine Nacht im Flughafen).

Geschrieben
Hier aber auch nicht - bei Wetter geben viele Airlines ein Hotel, wenn dann nur noch als "Goodwill" raus.

 

Das ist aber echt arg, wenn das in Europa auch so ist.

Wenn ich also einen Flug von A nach B über C buche und irgendein Flug (A nach C oder C nach B) fällt wegen dem Wetter aus, kann es mir passieren, dass ich selbst im Transit für eine Nächtigung aufkommen muss?? (Es sei denn Airline gibt Unterkunft als "Goodwill")

 

Dann werde ich in Zukunft aber aufpassen immer das möglichst direkte Routing zu nehmen und eventuell mehr dafür zu bezahlen. (im Endeffekt sogar billiger als irgendwo eine Nacht festzusitzen.)

Geschrieben

Ich persönlich habe das in Europa noch nicht erlebt, allerdings gibt es hier auch durchaus eine 2-Klassen Gesellschaft. Daher zählt es für mich auch manchmal mehr zu wissen, im Falle eines Falles gut aufgehoben zu sein, als im Zweifelsfall für 20 € weniger dumm dazustehen

Geschrieben

Was ist das Problem einfach mal ne Nacht auf dem Airport zu verbringen?

Sterben tut man dabei sicherlich nicht!

 

Ich bin auch mal HHN-STN-LBC über Nacht geflogen.

Für 2 Cent macht man das dann schon mal ;-)

Geschrieben
Was ist das Problem einfach mal ne Nacht auf dem Airport zu verbringen?

Sterben tut man dabei sicherlich nicht!

 

Ich bin auch mal HHN-STN-LBC über Nacht geflogen.

Für 2 Cent macht man das dann schon mal ;-)

 

Man stirbt dabei sicher nicht, muss es aber trotzdem nicht wirklich haben.

Für mich macht es eineng gewaltigen Unterschied, ob ich die Nacht in irgendeinem Bett verbringe, einige Stunden schafe und am nächsten Tag entsprechend fit bin, oder ob ich eine Nacht komplett wach am Flughafen verbringe (und da können die Nächte sehr lang werden), mich auf einen unbequemen Sitz lümmele und ständig mein Gepäck im Auge behalte und am nächsten Tag komplett übernächtigt weiterreise.

Wenn jemand das bewusst so im Rahmen eines Schnäppchenflugs einplant, bitte sehr, soll er gerne tun, aber wenn man am Abend ein Bett erwartet, möchte zumindest ich es dann auch gerne haben.

Natürlich stirbt man davon nicht, aber man überlebt auch viele andere Dinge und verzichtet dennoch gerne auf sie.

 

Martin

Geschrieben

Wenn ich das hier alles so höre, darf ich mich ja und alle Mifliegenden glücklich schätzen, dass bei einem gestrichenen Anschlussflug in Chicago mir ein Hotelgutschein, sowie ein Essensvoucher von immerhin $10,- von United zugestanden wurde. Dumm war nur, dass ich das Gepäck nicht bekam, es im Februar -25° war und ich ohne vernünftige Jacke außen zum Busshuttle-Terminal mußte. Der Kilometer war echt frisch.

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