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airliners.de

Österreich zittert vor Emirates


TobiBER

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Geschrieben
der O&D Markt der Golfregion ist überschaubar.

Das kann man nun so nicht sagen.

 

Aber für 70 Flüge nach DXB & AUH allein wäre er es dann vielleicht doch. Oder: wesentliche Teile der dt. Pauschaltouristik müßte man von den Balearen nach Dubai umverlagern...

Geschrieben
Lese ich das richtig, dass Emirates bereits Tickets verkauft hat und viel Geld für Werbung ausgegeben hat, es aber "irgendwie" bisher nicht geschafft hat, für diese Verbindung überhaupt eine Genehmigung einzuholen?

 

Wenn das so stimmt, dann hat das nichts mit dem gerne beschworenen Protektionissmus zu tun, sondern ist schlicht eine überhebliche und arrogante Vorgehensweise einer Airline (Emirates) die glaubt es mit einem für sie kleinen und unbedeutenden Land (Österreich) schon machen zu können.

 

Ein ziemlich dummes Vorgehen!

 

Genauso dumm wie von LH mit der A380-Verbindung nach PEK zu werben und hinterher für eine Zeit gerade einmal eine jämmerliche Verbindung pro Wochen anbieten zu können...

 

Geschrieben
Das kann man nun so nicht sagen.

 

Aber für 70 Flüge nach DXB & AUH allein wäre er es dann vielleicht doch. Oder: wesentliche Teile der dt. Pauschaltouristik müßte man von den Balearen nach Dubai umverlagern...

 

Vergleicht man z.B O&D Nordamerika->Golfregion mit Zentraleuropa->Asien dann

dürfen die Ballermänner ruhig auf Malle bleiben. Vor allem, solange nicht raus

ist, ob Dubai etc. tatsächlich die Finanzzentren werden, die sie werden wollen.

Bis dahin wollen die Golfcarrier in fremden Gewässern fischen und bieten im Gegenzug

Angelscheine für die Wüste.

 

F

Geschrieben
Gab es zu PEK und A380 eine larmoyante Story in der "Gala"?

 

Im Gegenteil - beide Seiten haben das Gesicht gewahrt.

Genauso wie bei der völlig "zwangfreien" Verlagerung der Cargo-Aktivitäten gen Russland...

Geschrieben
Da bin ich ja mal gespannt, wass die UAE in Österreich im Gegenzug bestellt haben. In Frankreich waren es Kampfflugzeuge. Ob jetzt demnächst in Dubai vermehrt Red Bull oder Almdudler verkauft wird. ;-)

komm hoer auf, letztlich geht es nur um ein piffige FLugverbindung mehr oder weniger, und die Gewinnerwartungen dafuer werden sich im einstelligen Mio Bereich bewegen pro Jahr, wenn ueberhaupt.

Dafuer verschenkt selbst in den UAE niemand etwas.

 

Geschrieben

EK würde die Strecke auch aufnehmen, wenn sie rote Zahlen schreiben würde. Es geht doch nur darum, dem Konkurenten Nummer 1 eins auszuwischen. Und da Geld bei EK bekanntlich eine untergeordnete Rolle spielt, ist es schon klar, warum sie da so gegraben haben um die Rechte zu bekommen. Aber ganz ohne Entgegenkommen wird das nicht gelaufen sein.

Geschrieben
EK würde die Strecke auch aufnehmen, wenn sie rote Zahlen schreiben würde.

Ach was. Die Strecke ist etabliert. Für Lufthansa ist das mal wieder dumm gelaufen.

Die Einschläge kommen immer näher.

Emirates ist da nur ein Problem. Hainan in Zürich und Air China in DUS ein anderes.

Im Europaverkehr will die Lufthansa die Verluste stoppen. Die Langstrecke kann da in Zukunft kaum noch helfen.

Geschrieben
Selbst in einer Allianz muss man in erster Linie die eigenen Flugzeuge füllen. Da nützt selbst die rosarote Lufthansa-Brille nichts.

 

Dazu fällt mir nur ein bekanntes Zitat von Dieter Nuhr ein.

Speziell im Joint Venture ist das nicht mehr so wichtig, wobei es mit Air China noch keins gibt aber auf anderen Strecken sehr wohl.

Außerdem ist der O&D Markt DE-China um einiges größer, da kann man auch mehrere Flieger am Tag locker füllen. Nach Dubai geht das nicht. Und via Dubai in die Welt zu fliegen macht für LH aus wohl nachvollziehbaren Gründen keinen Sinn.

Geschrieben
Dazu fällt mir nur ein bekanntes Zitat von Dieter Nuhr ein.

Speziell im Joint Venture ist das nicht mehr so wichtig, wobei es mit Air China noch keins gibt aber auf anderen Strecken sehr wohl.

Zur Bewertung einfach mal die Air China-Preise ab DUS ansehen und damit die Preise der Lufthansa ab FRA oder DUS vergleichen. Da kann für die Lufthansa nur noch ein Bruchteil des eigenen Preises herausspringen.

 

Geschrieben
Dazu fällt mir nur ein bekanntes Zitat von Dieter Nuhr ein.

Interessant ist, wie mühelos neuerdings viele Diskussionen von einem beliebigen Thema (hier der Behauptung: "Österreich zittert") in Untergangs-"Prognosen" für bestimmte Unternehmen drehen, und wie zielsicher.

 

Wohl eine Art Vorwärts-"Verteidigung", mit kaum materialisierbaren Behauptungen am Rande der Verleumdung, auf die zu antworten regelmäßig Off-Topic-Beiträge erfordert.

 

1. LH Technik

...hatte im GJ 2010 einen Umsatzbeitrag von 14,7% am Konzernumsatz, 4018 Mio von 27324 Mio Euro (LH GB 2010, Seiten i und ii).

 

Skaliert auf den Umsatz von AB (GB 2010) von 3723 Mio hätte eine fiktive Air Berlin Technik AG damit einen Umsatz von 547 Mio Euro beisteuern können, und analog einen fiktiven operativen Ergebnisbeitrag von (268/4018*547=) +36 Mio.

 

Auf solche Weise wäre wenigstens das EBIT (berichtet ‒9,3 Mio) positiv geworden, allerdings nicht das Konzernergebnis (‒97,2 Mio).

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß AB ausgerechnet EBITDAR als operatives Ergebnis serviert (+619 Mio, GB S. 50 und 51), und damit eine Größe, in der Leasing und Abschreibungen nicht berücksichtigt sind - also das operative Ergebnis einer Airline ohne Flugzeuge.

 

Interessant ist weiterhin, daß EBITDAR zwar von 2009, 504 Mio auf 2010, 619 Mio gestiegen ist, das eigentlich als operatives Ergebnis anzusehende EBITDA (inklusive der cashwirksamen Leasingraten, aber exklusive der nicht cashwirksamen Buchabschreibungen) von 2009 auf 2010 gesunken ist, und zwar von 138 Mio auf 84 Mio, von 4,2% des Umsatzes auf 2,2% gesunken.

 

An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne erläutert, daß und wie Air Berlin von einer möglichst baldigen Aufnahme eines Fluges BER-DXB durch EK (perspektivisch 14/7), also durch mehr Wettbewerb, profitiert?

 

Träte natürlich Emirates mittelfristig der oneworld bei, wäre AB der Notwendigkeit einer "eigenen" teuren Langstreckenflotte enthoben, und British Airways erführe einen Boost der eigenen Karibikstrecken.

 

Geht nämlich es AB schlecht, hängt BBI in der Uhr.

 

2. China

... ist innerhalb dieses Threads nur das zweite Beispiel für die seit Jahrzehnten bestehende Notwendigkeit internationaler Verhandlungen, die oben bereits im Bezug zu Indien erwähnt wurde. Es gibt ein Abkommen, Lufthansa hat Wünsche vorgetragen, und China hat sich Bedingungen überlegt, wenn überhaupt. Dabei ist die neue Verbindung PEK-DUS höchstens marginal gegen Lufthansas unmittelbare Interessen, denn der Ostverkehr in DUS soll ja gestärkt werden, und im Falle China hat überdies aus der kombinierten LH/CA-Flotte CA das am besten geeignete Gerät für die Strecke, nämlich A332. Auch hinsichtlich der Umläufe ist eine Verbindung von Osten (Peking) aus günstiger - also u.a. billiger.

 

Zu den kabinenfüllenden Tarifen DUS-China könnte sich Realo ja einmal in Berlin an geeigneter Stelle umhören; ferner ist für die Preisgestaltung das Angebot AB/Hainan via Tegel zu berücksichtigen.

 

Realo bemerkt ja an dieser Stelle einmal durchaus realistisch:

 

Der Wettbewerbsdruck wird immer größer.

 

Geschrieben
An dieser Stelle hätte ich jetzt gerne erläutert, daß und wie Air Berlin von einer möglichst baldigen Aufnahme eines Fluges BER-DXB durch EK (perspektivisch 14/7), also durch mehr Wettbewerb, profitiert?

 

Zum Beispiel durch erhöhten Feederverkehr nach/von Berlin? Eine Zusammenarbeit dieserbeiden Airlines existiert ja bereits.

 

 

Träte natürlich Emirates mittelfristig der oneworld bei, wäre AB der Notwendigkeit einer "eigenen" teuren Langstreckenflotte enthoben, und British Airways erführe einen Boost der eigenen Karibikstrecken.

 

Dazu müssten letztere aber erst einmal wieder von LGW nach LHR verlegt werden, denn ein Transfer ist vom Aufwand her nicht ohne und die Zahl der BA-Strecken von Deutschland nach Gatwick überschaubar.

 

 

 

Bin übrigens gespannt, wann seitens LH/OS die ersten Sondertarife ex VIE auf asiatischen Konkurrenzstrecken gegen EK geschaltet werden, denn irgendetwas in dieser Art wird nun passieren müssen.

 

 

Geschrieben

Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass die zusätzlichen Frequenzen bislang

nur vorübergehend bewilligt sind, angeblich mit Rücksicht auf die bereits

gebuchten Passagiere. So berichtet dies jedenfalls ein bekanntes deutsch-östereichisches

Luftfahrtportal. Binnen 6 Monaten soll nun eine Lösung gefunden werden, die

Wettbewrbsnachteile der Austrian berücksichtigen soll.

 

F

Geschrieben

Es wurde zwar schon auf Seite 1 dieses Threads erwähnt, möchte aber aufgrund der Brisanz dieser Information nochmals darauf eingehen. Austrian Airlines beschwert sich über Emirates Airlines bzw. über Tatsache, dass rechtlich keine Legitimation, also keine entsprechenden Verkehrsrechte für eine allfällige Frequenzaufstockung exisitieren. Dabei haben sie selber schon die liberalere Handhabung des Abkommens, sei es das Urabkommen aus dem jahr 1991 bzw. das scheinbar nicht ratifizierte Open-Sky Abkommen, ausgenutzt, indem sie saisonal bis zu 2 tägliche Flüge nach Dubai durchgeführt haben. Wenn also die AUA zweimal täglich nach Dubai fliegt, ist es vollkommen okay, im Gegenzug jedoch unmoralisch und wettbewerbsverzerrend. Sowas regt mich auf! Des Weiteren hat die Lufthansa/AUA Group 500 Mio. € vom österreichischen Steuerzahler als Mitgift bekommen. Obwohl von der EU als nicht wettbewerbsverzerrend akzeptiert, trotzdem eine recht saftige Bezuschussung.

Geschrieben

AUA fliegt ja gar nicht zweimal. Vorübergehend flog AUA zweimal (B763 plus A320 iirc) und konnte daran die Erkenntnis gewinnen, daß die Strecke dies zu vertretbaren Tarifen nicht hergibt - und es ist ihr vorzüglichstes Recht, dies gesetzeskonform der österreichischen Behörde mitzuteilen. AUAs Flüge waren damals selbstverständlich seitens VAE genehmigt, anders hätten sie nicht stattfinden können.

 

Das ist aber in keiner Weise Präzedenz, daß nun Österreich verpflichtet wäre, B773 plus A332 zu genehmigen, obendrein bei möglicherweise sogar verfrühtem Vorverkauf durch EK.

 

Sorry.

 

Moral?

 

Des Weiteren hat die Lufthansa/AUA Group 500 Mio. € vom österreichischen Steuerzahler als Mitgift bekommen. Obwohl von der EU als nicht wettbewerbsverzerrend akzeptiert, trotzdem eine recht saftige Bezuschussung.

Darf ich sagen: tölpelhaftes Eingreifen in die Geschäftsvorgänge bei AUA durch die ös. Regierung haben leider Tradition?

Geschrieben

Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Mit OS ist die Reise in Dubai beendet, mit EK

geht sie dort erst los. Bei Austrian wäre man froh, könnte man

einfach den Service nach Dubai einstellen und dürfte dies gleichermaßen

von Emirates verlangen. Emirates geht es in erster Linie darum,

Asienverkehr über ihr Drehkreuz in Dubai zu leiten. Es geht also

vor allem um die Strecken nach Mumbai, Bangkok, Delhi und Peking.

 

 

Wenn also die AUA zweimal täglich nach Dubai fliegt, ist es vollkommen okay, im Gegenzug jedoch unmoralisch und wettbewerbsverzerrend. Sowas regt mich auf!

 

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