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MatzeYYZ

30 Schrauben fehlen nach Wartungsarbeiten...

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Gott sei dank ist nix passiert.

Aber das passt gut dadurch merken die "Grossen" evtl das sicher Wartung nicht billig zu haben ist sondern Sicherheit und Qualität ihren Preis hat.

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Man sollte sich aber bei Air France fragen, wo die eigene Endkontrolle war (sofern es eine gibt wovon ich aber ausgehe). Ich meine, wenn sie schon sowas an der Außenhülle übersehen, wie sieht es im inneren aus. Normalerweise werden beim D-Check (bzw. Equivalenz beim Airbus) jede einzelne Niete geprüft und das mit mehreren Instanzen + Endkontrolle.

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Sarkastischer Hörfunk-Kommentar (DLF):

 

Dutzende Schrauben eingespart, und nichts ist passiert: die Chinesen überholen uns jetzt auch beim Flugzeug-Leichtbau.

 

:D

 

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"Zu dem Fall der fehlenden Schrauben bei dem Airbus A340 der Air France wollte sich Lufthansa Technik mangels Detailkenntnis nicht äußern."

 

1. erschüttert über den Vorfall an der AF-Maschine

 

2. erschreckt, dass auch LH-Maschinen dort gewartet werden

 

3. wütend über soviel Ignoranz der LH-Technik gegenüber ihren zahlenden Fluggästen

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"Zu dem Fall der fehlenden Schrauben bei dem Airbus A340 der Air France wollte sich Lufthansa Technik mangels Detailkenntnis nicht äußern."

 

1. erschüttert über den Vorfall an der AF-Maschine

 

2. erschreckt, dass auch LH-Maschinen dort gewartet werden

 

3. wütend über soviel Ignoranz der LH-Technik gegenüber ihren zahlenden Fluggästen

Ich könnte mir aber durchaus vorstellen, dass die LH das immer gut überprüft hat und deswegen keinerlei bekannte Probleme hatte !

Beim Kauf neuer FLugzeuge sind vor allem die LH-Prüfer die kleinlichsten und genausten überhaupt !

Als Bsp. Wenn die Chinesen ihre Maschinen in Hamburg abholen, werden nur größere Fehler bemängelt, ansonsten hört man da wohl nur sowas wie: "Schönes Flugzeug, schönes Flugzeug" (Mit chinesischer Betonung ;) )

Die LH-Prüfer bemängeln sogar Dichtungsgummis die nicht die richtige Farbe haben, auch wenn sie sich an Stellen befinden, die kein Passagier jemals zu Gesicht bekommt !

 

Ich denke, die LH will das Problem so schnell wie möglich ins Vergessen drängen, damit sie nicht mit der schlechten Qualität der Chinesen in Verbindung gebracht werden, um somit einen Imageschaden zu verhindern !

Würde man jetzt sagen, man hätte alles oft überprüft und es hätte nie Probleme gegeben, dann klänge das echt nach Vertuschung !

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"Die LH-Prüfer bemängeln sogar Dichtungsgummis die nicht die richtige Farbe haben, auch wenn sie sich an Stellen befinden, die kein Passagier jemals zu Gesicht bekommt !"

 

Das sind 2 Paar Schuhe. Auf der einen Seite kaufst du ein Flugzeug und das willst du so günstig wie möglich. Daher nimmst du jede Kleinigkeit auf um den Preis zu Drücken. Es geht nurum Vertragserfüllung im Detail und evtl Mängel wenn auch nur Farbe von Dichtgummis.

 

Eine Maschine im D Check als Prüfer zu begleiten ist was anderes.

Ich will niemanden in Schutz nehmen es gibt auch keine Entschuldigung dafür.

 

Es sollte nur mit unterschiedlichen Augen betrachtet werden.

Desto länger ein Flugzeug beim Hersteller steht desto billiger wird der Flieger für die Airline.

Desto Länger ein Flieger beim Check steht desto teuerer wird der Flieger.

 

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Ich frage mich, ob diese Meldung auch so aufgebauscht würde, wenn es LH oder BA betroffen hätte.

Geht es nicht eher vielmehr darum, dass es (mal wieder) AF erwischt hat. Das ist doch ein gefundes Opfer...

 

Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich es schon etwas "merkwürdig" finde, dass europäische Fluggesellschaften ihre Maschinen in China warten lassen. Es mag ja preiswerter sein, aber auch etwas uneffizient (Ferry-Flug etc.).

 

Und ich kann mich noch gut an meine Flugbegleiter-Zeit bei LH erinnern, wo es aus dem Cockpit des öfteren mal hieß, "eigentlich dürften wir mit diesem Defekt nicht fliegen. Aber die Maschine wird gebraucht. Die Reperatur muss halt warten."

Daher denke ich mir, wird hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht!

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Interessanterweise ist der Flieger aber noch paar Tage geflogen, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Da werden von verschiedenen Leuten mehrere Rundgänge gemacht. Die Technik vor und nach dem Flug, der Kapitän vor dem Flug, Daily-Check,...

 

Der nächste Punkt ist, dass man sagt, wenn ein Flugzeug aus dem C-Check kommt, steht es erstmal. Ist natürlich überspitzt, aber manchmal ein Körnchen Wahrheit dran...

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Wenn die Chinesen ihre Maschinen in Hamburg abholen, werden nur größere Fehler bemängelt, ansonsten hört man da wohl nur sowas wie: "Schönes Flugzeug, schönes Flugzeug" (Mit chinesischer Betonung ;) )

 

Woher hast Du das denn schon wieder? Und sage jetzt bitte nicht "hab ich mal irgendwo gelesen bzw. gehört" sonst lache ich mich schlapp.

 

 

Die LH-Prüfer bemängeln sogar Dichtungsgummis die nicht die richtige Farbe haben, auch wenn sie sich an Stellen befinden, die kein Passagier jemals zu Gesicht bekommt !

 

Die Passagiere sind nur ein Teil der Personengruppe die in solch einmal Fall relevant ist, flight crew und Wartungspersonal sind mindestens genauso wichtig. Wer will schon wegen der Klärung von Unbedenklichkeiten einen Flug ausfallen lassen...

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Woher hast Du das denn schon wieder? Und sage jetzt bitte nicht "hab ich mal irgendwo gelesen bzw. gehört" sonst lache ich mich schlapp.

Nein, ich hab im Sommer bei Airbus in der Konstruktion des A350 Sektion 13-14 ein Praktikum gemacht, was mir sehr gut gefallen hat und wo ich mir die neuen Maschinen am Delivery Zentrum angucken konnte ! Dort haben wir uns noch mit einem Techniker unterhalten, der mir genau das erzählt hat ! Mit Gummi Dichtung und "Schönes Flugzeug" !!!

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... Dort haben wir uns noch mit einem Techniker unterhalten, der mir genau das erzählt hat ! Mit Gummi Dichtung und "Schönes Flugzeug" !!!

Lufthansa lässt ihre zukünftigen Flieger durch eigenes Personal während des Bauprozesses begleiten. Sie bietet diesen Service auch anderen Airlines an, falls diese nicht selbst Jemanden zu Airbus entsendet haben.

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Dort haben wir uns noch mit einem Techniker unterhalten, der mir genau das erzählt hat ! Mit Gummi Dichtung und "Schönes Flugzeug" !!!

 

Entweder der Kollege war noch sehr neu im Geschäft oder er wollte sich mit möglichst flapsigen Sprüchen vor Dir interessant machen. Egal wie, von viel Ahnung zeugen die Aussagen jedenfalls nicht.

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Nein, ich hab im Sommer bei Airbus in der Konstruktion des A350 Sektion 13-14 ein Praktikum gemacht, was mir sehr gut gefallen hat und wo ich mir die neuen Maschinen am Delivery Zentrum angucken konnte ! Dort haben wir uns noch mit einem Techniker unterhalten, der mir genau das erzählt hat ! Mit Gummi Dichtung und "Schönes Flugzeug" !!!

 

Wenn es dir dort gut gefallen hat und du vielleicht mal wieder dort arbeiten willst, würd ich mich mit solchen nicht nachprüfbaren Indiskretionen zweifelhafter Quelle zurückhalten... Sind ja schließlich die Kunden...

 

Im Übrigen kann ich diese Aussagen auch inhaltlich nicht nachvollziehen. Zumindest in meinem Umfeld(Zulieferer Schienenfahrzeugtechnik) sind Chinesen als sehr penible Prüfer bekannt.

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Tja, wie fangen wir das Thema mal an...

 

Ich versuche es mal so: Die Wartung von Flugzeugen ist eine extrem kostenintensive Angelegenheit, gerade wenn es um die Großen Checks geht, die viele tausend Mannstunden an Arbeitsleistung benötigen. Hinzu kommt der Platz in der Halle: Für einen D-, IL- oder gleichwertigen Check belegt das Flugzeug einen adäquaten Hallenstellplatz in der Regel für etwa 4-6 Wochen. Schon alleine daraus ergibt sich für die meisten großen Operator der Zwang, Wartungskapazitäten an anderen Orten hinzuzukaufen.

So gehen also die großen Wartungsbetriebe ans Werk und suchen alternative Betriebe, die die Wartung durchführen können. Wichtig dafür ist in erster Linie die passende Zertifizierung durch die EASA oder FAA. Und direkt danach kommt meist der Preis. Auch hier geht es zu wie auf dem Last-Minute-Markt: Buche ich früh, habe ich meine Kapazitäten sicher, zahle dafür aber auch eine gewisse Summe. Buche ich spät, kann ich in jedem Falle den Preis drücken - muss aber eventuell mich bei der Auswahl des Wartungsbetriebes einschränken.

Je kleiner die Flotte, desto eher wird hier flexibel gebucht, je größer, desto eher baut man sich einen eigenen Betrieb im Ausland auf.

Da die Betriebe zertifiziert sind, dürfen sie die Wartung vollumfänglich durchführen, teilweise inkl. des abschließenden Prüffluges - der aber immer mit Kundenbeteiligung stattfindet.

Soweit so gut - so ist die offizielle Version auf dem Papier.

 

Das Problem ist nur - und hier wird es auch schwierig mit der Formulierung - dass in manchen Kulturkreisen Regeln und Vorschriften eben nicht so detailgetreu wie in Deutschland / Zentraleuropa umgesetzt werden. Desweiteren gibt es Kulturkreise, wo die Regeln zwar prinzipiell bekannt sind, aufgrund einer sehr starken Fluktuation in der Belegschaft ("Hire and Fire"-Politk) kaum ausreichend Fachwissen und Erfahrung gibt.

Diese Punkte sind insbesondere da von Relevanz, wo vor allem der Preis das Hauptverkaufsargument ist und die Strukturen dahinter entsprechend "schlank" sind.

 

Im Wissen um diese Umstände wurden daher Wartungsmaßnahmen von einer großen Anzahl von Prüfern und Ingenieuren des auftraggebenden Wartungsbetriebes überwacht. Sie haben schlicht nichts anderes gemacht als zu kontrollieren, ob das, was laut Arbeitskarte zu erledigen war und von den internen Prüfern des Auftragnehmers abgezeichnet wurde, auch tatsächlich so richtig passiert ist.

(Und ja, ich kenne genug Fälle, wo es eben nicht richtig gemacht wurde oder teilweise abgeschrieben wurde, ohne dass überhaupt etwas gemacht wurde...)

 

Leider kosten die Prüfer aber auch Geld und dem Controller ist schwer verständlich zu machen, wieso denn in einem voll zugelassenen Betrieb noch zusätzliche Prüfer hinzugezogen werden müssen. Insofern hat man die Anzahl der Prüfer in den letzten Jahren gekürzt (oder gar ganz gestrichen), so dass eben nicht mehr alles kontrolliert werden kann.

Last but not least steht am Ende der Abnahmeflug, den prinzipiell der ausführende Wartungsbetrieb auch durchführen kann. In der Regel sollte er aber vom Endkunden, also dem Flugbetrieb durchgeführt werden - wobei auch an diese Kosten herumgemäkelt wird (Der Wartungsbetrieb muss ja die Piloten meist von seiner Mutter, dem Flugbetrieb "einkaufen", um die Wartungsdienstleistung abschließen zu können.)

 

Die Ferryflüge zu den Betrieben hin werden nach Möglichkeit nicht komplett Ferry geflogen, man versucht oft zumindest Fracht noch mit einzuladen. Ansonsten werden diese Kosten natürlich in der Optimierunt mit berücksichtigt, sie fallen aber nicht allzusehr ins Gewicht.

 

Insofern wundert es mich nicht, dass es zu einem solchen Vorfall gekommen ist. Es wundert mich eher, dass dieser Vorfall in die Medien gekommen ist - vermutlich ist das Thema "Außenhaut des Flugzeugs" gleich so interessant, dass es sich lohnt, auch wenn es u.U. nur eine Panelklappe o.ä. war.

 

@LX100: Ich würde mal vermuten, dass Du das falsch verstanden hast. Es gibt viele Defekte, wo man sagt: "das müsste eigentlich mal repariert werden", mit denen man aber trotzdem fliegen DARF. Für solch Fälle gibt es die MEL, die Minimum Equipment List, die angibt, mit welchen Defekten - unter welchen Einschränkungen - noch geflogen werden darf. Das ist so zugelassen und akzeptiert, auch wenn es teilweise nicht wirklich schön ist.

 

Gruß,

 

Nabla

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Ich finde den Spiegel Artikel recht reissererisch. Wenn aber stimmt, was die dort schreiben, kann ich die Aufregung hier noch weniger verstehen.

 

Zitat:

Die Schrauben hätten einen Teil der Verkleidung zwischen dem rechten Flügel und dem Rumpf fixieren sollen.

 

Vermutlich Belly Fairing. Davon dürfen sogar 10 Prozent Schrauben fehlen, 30 sind vielleicht etwas mehr, aber abfallen tut da nix.

 

Und beim Walkaround sieht das auch kein Pilot, von unten kann man nicht unbedingt erkennen, ob der dunkle Punkt ein Loch oder ein Schraubenkopf ist. Oft genug selber welche übersehen. Das passiert, Menschen machen Fehler, man sollte aber nicht jeden Fliegenfurz zum Topthema der Tagesschau machen, vor allem, wenn man keine Ahnung hat...

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@ nabla

kann dir nur zustimmen, hätte ich nicht besser schreiben könnne. ;)

Noch kurz zu den Ferryflügen, gerade bei großen Airlines hat man meist eh ein Zielflughafen in der Nähe der Überholungsbasis, somit fallen die Ferry Flüge für die Langstrecke kaum ins Gewicht. Bei der Kurzstrecke sieht das anderes aus, weshalb man dort auch D-Checks gerne z.B. in Osteuropa macht.

Die Schrauben hätten einen Teil der Verkleidung zwischen dem rechten Flügel und dem Rumpf fixieren sollen.

 

Das hört sich sehr reißerisch an. Naja "rechter Flügel" zeugt jetzt auch nicht von Fachkompetenz. Aber bei Schrauben zwischen Flügel und Rumpf denke sicherlich viele Unwissende wieder, dass "die zwei Flügel seitlich an den Rumpf angeschraubt werden und da jetzt irgendwelche Schrauben fehlen, nicht dass da eine Flügel abfällt" ;)

Aber die

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...Vermutlich Belly Fairing. Davon dürfen sogar 10 Prozent Schrauben fehlen ...

Wow, mutige Aussage!

Ich würde empfehlen, erst mal den AMM Task 53-35-00 zu lesen...

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Insofern hat man die Anzahl der Prüfer in den letzten Jahren gekürzt (oder gar ganz gestrichen), so dass eben nicht mehr alles kontrolliert werden kann.

 

Bzw, es wird kontrolliert, aber nicht mehr von freigabeberechtigtem Personal, sondern Mitarbeiter "niedrigerer Qualifikation" kontrollieren ihre jeweiligen Arbeiten gegenseitig.

 

Mag sein, dass ich etwas überlesen habe aber gibt es überhaupt schon einen wirklich definitiven Beweis, dass die Schrauben bereits beim Verlassen der Halle in China gefehlt haben? Klar, dass AF alles unternehmen wird die Nachrichtenlage in diese Richtung zu treiben aber was ich bislang mitbekommen habe legt zwar diesen Schluss nahe, mehr als Indizien sind dies in Wirklichkeit jedoch nicht.

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Wow, mutige Aussage!

Ich würde empfehlen, erst mal den AMM Task 53-35-00 zu lesen...

naja dass im AMM nicht steht, 10% der der Schrauben können fehlen, ist ja wohl klar.. ;)

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