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asahi

Nordkorea 2012 mit IL-62 und TU-204 (340 Bilder)

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Nordkorea 2012 mit IL-62 und TU-204 (340 Bilder)

 

Wiedermal ein Reisebericht von mir.

 

Natürlich wie immer mit viel Bilder und wenig Text. Hab irgendwie kein Talent etwas gescheites zu schreiben.

 

Diesmal geht es in eins der abgeschottetsten Länder dieser Welt. Nordkorea.

 

Die Anreise über Rom nach Peking und die kleine Chinarundreise nach dem Trip über Qingdao, Nanjing und Shanghai werde ich hoffentlich irgendwann auch noch nachreichen. Hab ja auch noch den Argentinien und Taiwan Reisebericht zu schreiben, aber irgendwie keine Zeit.

 

Schaut man sich die Landkarte an, stellt man fest, daß ich in der Ecke so ziemlich jedes Land schon abgeklappert habe. Daher entstand auch der Reisewunsch in eins der “exotischsten“ Länder dieser Welt zu Reisen.

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Mir ging es nur um das Land und Leute und überhaupt nicht um das “kuriose“ System. Daher verzichte ich auch so gut es geht auf eine (meine) politische Meinung. Auch hab ich keinen Bock mich mit anderen auseinanderzusetzen, welche der Meinung sind, in so ein Land darf man nicht Fahren.

 

Die wichtigsten punkte hab ich auch mit Wikipedia verlinkt.

 

Da man als Individualreisender sich nicht frei im Land bewegen darf oder kann, hab ich mich entschieden bei einer “Pauschaltour“ ab/an Peking teilzunehmen. Gebucht hab ich über Nordkorea-Info.de eine 5 Tagestour (3 volle Tage) für 1.100€ im Einzelzimmer. Im Preis waren die beiden Flüge ab/an Peking, Hotel incl. Vollpension, Transport... Nur das abendliche Bier an der Bar, ein Blumenstrauß oder der Eintritt für Arirang mußten extra bezahlt werden. Da die Mindestteilnehmerzahl von 10 Personen nicht erreicht wurde, mußte ich noch 60€ drauflegen. War mir aber egal. Ich wollte ja in das Land. Das Visum, welches problemlos ausgestellt wurde, bekam ich ebenfalls über Nordkorea-Info und kostete nochmals 40€ extra.

 

Da nur ein Teil des Reisepreises in Deutschland angezahlt wurde und der Restbetrag in Pjöngjang in Bar zu Zahlen war, machte ich mich mit 1.000€ Bargeld auf den Weg nach Nordkorea. Ähnlich wie vor Jahren bei meiner Burmareise, wo es auch keinen Geldautomat gabt, muß man seine finanziellen Mittel mit ins Land bringen und hat dadurch einen ganzen Haufen Bargeld mitzuschleppen.

 

Besuchte Orte in Nordkorea.

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Visum

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Die Flugtickets bekam ich als PDF zugeschickt und das Abenteuer Nordkorea konnte beginnen.

Als dann noch die “Flug Revue“ in ihrer Augustausgabe über das Fliegen in Nordkorea und Air Koryo berichtete, war die Vorfreude noch größer.

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Auf der Anzeigetafel im Terminal 2 des Pekinger Flughafens bekam ich erstmal einen kleinen Schreck, da da eine andere Flugnummer und Abflugzeit stand. Aber glücklicherweise stand auf dem nächsten Monitor mein Flug mit der Flugnummer JS152. Es sollten also 2 Flüge innerhalb von einer Stunde nach FNJ gehen, wovon der erste Flug JS222 bestimmt ein Sonderflug sein.

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Am Check-In herrschte 3h vor Abflug reges Treiben.

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Das einchecken war auch kein Problem und der gewünschte Fensterplatz auch gesichert.

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Nachdem ich meinen Rucksack abgegeben hatte und die Bordkarte erhalten hatte schaute ich noch mal vor das Terminal. Da sah ich in einiger Entfernung das Leitwerk mit der Staatsflagge Nordkoreas. Aber irgendwie war das ein T-Leitwerk einer alten TU-154 oder IL-62 Russenkiste. Also schnell hin und nachgeschaut. Hinter einer Korean Air B737 stand diese wunderschöne IL-62. Aber sollte das meine Maschine sein? Es sollte ja innerhalb von einer Stunde 2 Flüge nach FNJ raus gehen. Auf der suche nach einer besseren Fotoposition sah ich dann im Hintergrund ein weiteres Leitwerk einer Air Koryo Maschine. Das war aber ein normales. Also konnte es nur das einer TU-204 sein. Na mal sehen mit was für einer Kiste es gehen sollte. Insgeheim hoffte ich aber auf die Iljuschin, da es ja von dem Teil immer weniger Flugfähige Vögel gibt.

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Am Gate dann die Erleichterung. Die TU-204-300 (P-632) stand am Gate 9 und die IL-62M (P-881) an meinem mit der Nummer 7.

Das ich die IL-62 noch mal erfliegen durfte, hatte ich nicht mehr gedacht. So kann die Reise weitergehen.

Neue Fluggesellschaft, neuer Hersteller und neues Muster. Was will man mehr.

 

Bei den Passagieren der TU-204 welche nur Koreaner waren, waren auch einige Olympiateilnehmer dabei. Man erkannte sie leicht an der Uniform.

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Süd und Nord...

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Die TU-204 auf dem Weg zur Startbahn.

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Dann stand auch schon das Boarding meines Fluges an.

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Jetzt konnte man auch bessere Fotos schießen, da nur noch eine Fensterscheibe die Sicht einschränkte.

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Geil...18 Cockpitfenster

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Gleich bin ich drin...

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Holzklasse. Der Flug war (so wie ich es einschätzen konnte) Ausgebucht. Jeweils zur hälfet Koreaner und Westler.

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Mein Fensterplatz 10A

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Blick in die Bordküche, welche genau in der Mitte war.

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Ich hab im Netz nicht gefunden, wie Alt das Flugzeug ist. Auf mich macht es aber einen wirklich guten Eindruck.

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Durchsichtige Fensterblende. Frage an die Profis. Gibt’s das auch bei anderen Modellen?

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Safety Card

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Auf dem Flug gab es natürlich auch was zu Essen und den ersten Schluck nordkoreanisches Bier.

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Blick aus dem Fenster kurz vor der Landung...(Sorry, die Fenster verzerren unheimlich)

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...und nach der Landung. Da kam uns die TU-204-300 (P-632) welche gerade eine Stunde vor uns von PEK nach FNJ geflogen ist, schon wieder auf dem Weg zum Start entgegen. Wohin sie ging weiß ich aber nicht.

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2x Il-76MD

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Da beim ausstieg die Passagiere aus dem hinteren Teil durch die Tür der Küche aussteigen mußten, konnte ich die Business noch schön ablichten.

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Geile Heckflosse der Fluggasttreppe.

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Auf dem Vorfeld herrschte dann ein reges Treiben, da so ziemlich jeder Tourist ersmal schöne Fotos schießen wollte.

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Diese Wunderschöne Kiste stand auch auf dem Vorfeld.

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Blick auf das neue (oder Übergangs) Flughafengebäude am Sunan Flughafen. Laut “Flug Revue 08/2012“ wird das alten Gebäude gerade umgebaut.

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Blick ins innere.

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Obwohl ich einer der letzten aus dem Flieger war, war ich einer der ersten im Terminal. Da wurden auch das erste Einreiseformular eingesammelt. Hat aber keinen interessiert, das ich das nur zur hälfte ausgefüllt hatte.

 

Am Einreiseschalter wurde dann das 2. Formular einbehalten und der Pass abgestempelt. Gedauert hat das ganze nicht mal 2 Minuten. Dann war ich im Land. Der Rucksack war dann auch einer der ersten auf dem Band und nach dem Durchleuchten des gesamten Gepäcks und Abgabe des Handys stand ich auch schon vorm Reiseleiter, mit welchem ich/wir die nächsten Tage durch Nordkorea ziehen werden.

Noch was zum Handy. Da bekommt man nach der Ausreise wieder.

 

Flughafengebäude von der Landseite.

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Nach und nach trudelten die restlichen 6 Reiseteilnehmer dieser ungewöhnlichen “Pauschalreise“ ein und mit unseren 2 Reiseleitern für die nächsten Tage ging es mit dem Kleinbus Richtung Pjöngjang.

 

Wie schon zuvor bekannt, war der Verkehr recht schwach. Das einzige was eine Fahrzeug ausbremst sind die schlechten Straßen. Auch wenn sie wie vom Flughafen in die Stadt Zweispurig ist, begegnet man recht selten anderen Fahrzeugen. Innerhalb der Stadt waren die Straßen dann in einem besseren zustand und der Verkehr war auch etwas lebhafter, wenngleich das Verhältnis zwischen Fahrbahnbreite und Anzahl der Fahrzeuge einen eindeutigen Sieger hatte. Die Fahrbahnbreite.

 

Auf der Fahrt wurden wir von den beiden Reiseleitern auf die kommenden Tage eingestimmt und auch über das eine oder andere aufgeklärt, was wir zu tun und zu lassen hatten. So in etwa das Fotografierverbot militärischer Anlagen und Personen. Oder das selbständige verlassen der Reisegruppe oder gar des Hotels. War für alle der Reisegruppe irgendwie komisch, da die meisten doch eh immer als Individualreisenden durch die verschiedenen Länder ziehen. Bei dieser Tour zählt aber alles Individuelles nichts, da alles von A bis Z von der Reiseagentur arrangiert war. Da gab es keinen Platz für Sonderwünsche. Aber das war uns vorher bei der Buchung klar. Daher meckere ich jetzt auch nicht darüber, auch wenn ich bei der einen oder anderen Station gern länger geblieben oder gar einiges auf eigene Faust unternommen hätte.

 

Jetzt aber zum ersten Besuchspunkt. Noch bevor wir unser Hotel erreichten, hielten wir beim Triumphbogen, welcher 60m hoch und 50m breit größer als sein Vorbild in Paris. Erbaut wurde er für den 70. Geburtstag von Kim Il-sung 1982.

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Neben dem Triumphbogen befindet sich auch der 150m hohe Fernsehturm...

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...und das Kim Il-sung Stadion für 70.000 Zuschauern.

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Kino

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Erste Begegnung mit dem Personenkult.

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Untergebracht für die nächsten 4 Tage war ich im Yanggakdo Hotel auf der gleichnamigen Insel im Taedong Fluss.

 

Hier muß ich mich auch gleich mal für die teilweise schlechten Bilder entschuldigen. Viele hab ich nur aus dem fahrenden Bus, einiger Entfernung, falscher oder ungünstiger Standort, Uhrzeit und Sonnenstellung oder auch des Wetters aufnehmen können. So eine organisierte Tour ist halt nichts für gute Bilder. Dennoch will ich euch nichts vorenthalten.

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Das Hotel mit seinen 48 Stockwerken, welches nach verschiedenen Quellen mal 140m oder 170m hoch sein soll hat Internationalen Standard.

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Lobby

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Mein Zimmer im 43 Stock.

Im TV gab es neben einem nordkoreanischen auch russisch, japanisch, chinesisch und zur Erstaunung auch BBC World. So war man dann doch nicht ganz von der Welt abgeschnitten. Internet oder Telefon gibt es so gut wie nicht. Und wenn dann recht teuer über das Hotel.

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Blick Richtung Norden über den Taedong Fluss.

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1. Mai Stadion und Juche Turm.

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Große Studienhalle des Volkes, Kongresshalle und Mansu Hügel.

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Blick nach Süden über die Yanggak Insel mit der gleichnamigen Stadion, Brücke und dem Kinokomplex. Den Golfplatz zwischen Kino und Hotel dagegen gibt es nicht mehr. Da ist jetzt Baustelle.

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Das Abendessen gab es im Hotel.

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Danach ging es noch an die Bar im Drehrestaurant auf dem Dach des Hotels.

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Bier für 209 Won...

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...und hier der offizielle Wechselkurs. Der Schwarzmarktkurs soll etwa bei 1€ : 5.000 Won sein.

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Blick in die Speisekarte.

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Im Keller gibt es außerdem ein Kasino. Gezockt haben nur Chinesen...

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Am ersten vollen Besuchstag hat es früh geregnet. Dennoch ging es nach dem Frühstück zum Großmonument Mansudae auf dem Mansu Hügel.

Ursprünglich stand ab April 1972 nur eine Statue des “Großen Führers und ewigen Präsidenten“ Kim-Il-sung. Nach dem Tode seines Sohnes dem “Ewigen Generalsekretärs“ Kim Jong-il im Dezember 2011 wurde am 13. April 2012 (dem 100. Geburtstag von Kim-Il-sung) eine Doppelstatue beider eingeweiht.

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Das aktuelle Staatsoberhaupt Kim Jong-un ist der Enkel Kim-Il-sung´s und Sohn von Kim Jong-il.

Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern sieht man vom aktuellen Staatschef Kim Jong-un außer in einigen Zeitschriften und Broschüren im Land keinerlei Bilder.

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Hinter den Statuen befindet sich das Koreanisches Revolutionsmuseum mit dem 13x70m Wandmosaik des Paektusan Berges.

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Die Statuen sind eine der Heiligsten orte der Nordkoreaner und es legt eine Besuchergruppe nach der anderen Blumen nieder und verbeugt sich vor beiden.

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So ein Sauwetter...

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Danach sollte es eigentlich zum Myohyang-san Berg und der Freundschaftsausstellung gehen. Leider war laut Auskunft des Reiseleiters eine Brücke durch das letzte Hochwasser nicht passierbar. So änderte sich an diesem Tag die weiter Reiseplanung und es ging nach dem Besuch des Großmonumentes im Regen weiter zum recht unspektakulären Ryongak Berg der etwas außerhalb lag.

 

Da war es eigentlich recht kitschig und uninteressant.

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Danach sind wir zum Geburtshaus des großen Führers und ewigen Präsidenten gefahren. Das befindet sich im Vorort Mangyongdae. Glücklicherweise hat es auch aufgehört zu regnen. Trocken sollte es jetzt bis zum letzten Tag bleiben.

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Führerin in der Nationaltracht.

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Denkmal des jungen Kim-Il-sung mit seinen Großeltern.

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Gruppenfoto vor dem Geburtshauses.

Und ja, auch in Nordkorea gibt es Digitalkameras und die Oberschicht hat auch ein Handy.

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Hier merkte man aber auch, das die Nordkoreaner recht verschlossen gegenüber Ausländern sind. Man wurde recht wenig beachtet.

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Jetzt geht es einmal Quer durch die halbe Stadt zur Gedenkstätte des Vaterländischer Befreiungskampfes.

 

Von solchen freien “Pracht“ Straßen träumt man anderswo.

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Vorbei an verschiedenen Denkmälern und Propagandabildern.

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Hier mal keine Propaganda oder Personenkult – Werbung für ein Model der nordkoreanischen Marke Pyeonghawa Motors Corporation (PMC), welch ein Automobilwerk in Nampo haben.

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An deutschen Fabrikaten gab es auch einiges zu sehen. Auch wenn es insgesamt recht wenig Autos gab.

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Dieser Mercedes Benz W201 könnte als Pyeonghawa 410 “Made in Nordkorea“ sein. Siehe unter PMC.

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Vor dem Besuch der Gedenkstätte gab es erst noch was zu futtern.

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In dem Lokal gab es für 300 Won (ca.2,50€) auch Heineken.

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Eingangstor der Gedenkstätte des Vaterländischer Befreiungskampfes.

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In der nähe befindet sich auch das berühmte Ryugyong Hotel. Dazu aber später etwas mehr.

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Die Gedenkstätte ist zur Erinnerung an den Koreakrieg 1993 errichtet worden.

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Auf der asphaltierten Freifläche vor dem Eingangstor konnte man eine Spielende Kinder beobachten. Aber wie (fast) immer in Nordkorea beachteten sie einen recht wenig.

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Jetzt aber zum Ryugyong Hotel. Das Haus sollte ende der 80er Jahre mit 330m das höchste und 3.000 Zimmern auch eins der größten Hotels der Welt werden. Der Bau wurde 1987 begonnen und ist bis heute nicht fertiggestellt.

Bis vor einigen Jahre verschandelte der Betonklotz das Bild Pjöngjang´s. Kurioserweise wurde das weithin sichtbare Bauwerk während des Baustopps totgeschwiegen.

Seit 2008 wird am Gebäude weitergearbeitet und mittlerweile ist ist die Außenfassade dem Anschein nach fertig montiert. Wie es im inneren der 105 Stockwerke ausschaut, kann ich aber nicht beurteilen.

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Weiter mit dem Ausweichprogramm geht es jetzt auf der “Straße der jungen Helden“ in die Hafenstadt Nampo. Die 43km lange Straße wurde innerhalb 2 Jahre von jugendlichen Freiwilligen ohne Maschinenhilfe als achtspurige Autobahn ausgebaut. So schön breit wie die Straße ist, so schlecht ist auch ihr Belag. Eine Buckelpiste ist nichts dagegen und teilweise ging es nur mit 10-20km/h voran. Da es ja eh (fast) keinen Verkehr gibt, hätte ein zweispuriger Ausbau auch gereicht, dafür aber mit einigermaßen Oberbau wie Frostschutz usw.

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Blick aus dem Busfenster

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Jetzt sind wir endlich in der drittgrößten Stadt des Landes.

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Auch hier werden die verstorbenen Führer gehuldigt...

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...und immer neue Denkmäler geschaffen.

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“Propaganda“ für Verkehrssicherheit.

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Jetzt sind wir beim Westmeerstaudamm. Der Staudamm dient der Wasserscheide zwischen dem Meer- und Flusswasser des Taedong Flusses und damit auch dem Hochwasserschutz Pjöngjang´s, Bewässerung...

Laut Reiseleiter hat Kim-Il-sung selbst die Idee gehabt für den Staubdammbau.

Der 15km lange Staudamm wurde in den Jahren 1981-85 durch die Armee gebaut und war damals der größte Staudamm der Welt.

 

In der Mitte des Staudamms gibt es eine Insel mit Museum.

 

Irgendwie hab ich kein Gesamtbild des Staudamms? Daher nur dieser kleine Teil.

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Von den 3 Schleusen, für Schiffe bis zu 50.000 BRT hab ich aber Bilder. Ist schon ein Imposanter Bau.

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Blick auf das Museum.

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Drinnen gab es natürlich eine Führung, wo man auch erfuhr das Kim-Il-sung nicht nur die Idee für den Damm hatte, ihn natürlich auch selbst einweihte.

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Bei unserem Besuch kam auch noch eine Koreanische Besuchergruppe. Kurioserweise war da ein Junge recht aufgeschlossen und hatte nichts gegen ein Foto. Danach wurde er aber Zusammengeschissen und mir signalisiert das ich sie nicht weiter Fotografieren soll.

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Rückzu ging es natürlich wieder über die breiteste Buckelpiste die ich in meinem Leben kennenlernen und noch mehr Spüren durfte.

 

Abendessen mit einer neuen Biersorte.

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Jetzt sind wir wieder beim geplanten Programm. Es sollte (in meinen Augen) der Höhepunkt der Reise stattfinden. Der Besuch des Arirang Festivals.

 

Im Hotel und anderswo wo Touristen aufkreuzen hingen diese Plakate die die Vorfreude erhöhten.

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Das Wetter war im Gegensatz zum Morgen wunderbar und so konnte es in 1. Mai Stadion gehen. In das Stadion passen 150.000 Zuschauer rein. Es ist damit das zweitgrößte der Welt.

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Gigantisches Stadion

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Auch wenn die Tickets für die 2h Show in der billigsten Kategorie 80€ kosten, ist ein Besuch jeden EURO Wert. So eine Show gibt es nirgends auf der Welt nochmal.

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Gigantischer Innenraum.

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Gleich geht es los.

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Der name Arirang kommt von einem beliebten koreanischen Volkslied.

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Die Verschiedenen Bilder, Tänze, Gymnastik und gesamte Choreographie zeigen die Geschichte Koreas in verschiedenen Episoden. Bei über 100.000 Mitwirkenden so eine Präzision an den Tag zu legen ist schon Wahnsinn.

Ich zeige hier vielleicht nur jedes 5. Bild und von den Zirkusartaktionen unterm Stadiondach gar nichts. Wollte ja auch die Vorstellung genießen und nicht alles durch den Kamerasucher erleben.

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Geburtshaus Kim-Il-sung´s

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Triumphbogen

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Nordkoreanische Flagge

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Pistole Kim-Il-sung´s

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Befreiungskampf

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???

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Natürlich kommen auch die verstorbenen Führer vor

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Zwischendurch gab es auch Zirkusartaktionen wie am Hochseil, Trapez und fliegende Menschen, welche 30-50m durch die Luft flogen und in einem Netz landetet. Wirklich beeindruckend alles.

 

Verkehr

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Auf dem Land

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Fortschritt

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Taekwondo

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Wiedervereinigung

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Freundschaft mit China

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Korea

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Abschluss

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Die 2 Stunden vergingen wirklich wie im Fluge. So eine spektakuläre und präzise Show mit über 100.000 Mitwirkenden gibt es nirgends auf der Welt. Schon das allein ist eine Reise nach Nordkorea wert. Da ist jede Choreographie der Ultras in unseren Fußballstadien “kaltes Wasser“. Ich schwärme noch immer von der Vorstellung und bin richtig stolz einer der wenigen zu sein der das Spektakel mit eigenen Augen gesehen hat.

 

Morgendlicher Blick über Pjöngjang.

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Heute geht es in der früh zur Grenze zwischen dem Nord und Südteil der Koreanischen Halbinsel.

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Am Stadtrand befindet sich über der Tongil Straße, welche Pjöngjang mit Kaesong/Panmunjeom verbindet das Denkmal für die Wiedervereinigung. Das Denkmal stellt 2 Frauen in koreanischer Tracht dar, welche eine Tafel mit dem Vereinten Korea in die Höhe halten.

 

Blick aus dem Busfenster. Wie überall auf der Reise, recht wenig Verkehr.

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Die Straße ist außerdem in besserem Zustand wie die nach Nampo tags zuvor. Dennoch gab es einige Schläge und das Fahrwerk des Busses mußte ganz schön leiden.

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Die Fahrt für die ca. 160km dauerte ca. 2,5h. Wir sind an recht wenigen Ortschaften und Städten vorbeigefahren. Die meiste Zeit an Feldern und was einem noch aufgefallen ist, es gibt wenig Bäume.

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Vor der DZM (Demilitarisierte Zone) oder auch Grenze genant, hieß es aussteigen aus dem Bus und zunächst in den Souvenirshop.

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Spezialitäten aus Kaesong.

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Danach ging es in den Nachbarraum zur Beschreibung des Grenzregion um Panmunjeom.

Hier an der Grenze ist so ziemlich der einzige Ort wo es ausdrücklich erlaubt ist Personen in Uniform zu Fotografieren.

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Grenzverlauf.

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Dann ging es auch schon weiter Richtung Grenze. Aber zunächst erstmal zu den Baracken, wo der Waffenstillstand ausgehandelt wurde. Die beiden Länder sind eigentlich noch im Krieg gegeneinander. Es existiert nur ein Waffenstillstandsabkommen, welches Nordkorea mit nicht mit Südkorea, sondern den USA und ihren UN Verbündetet unterschrieben haben.

 

Zuerst ging es in diese kleine Verhandlungsbaracke...

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...und danach in die 900m² große Hauptbaracke, welche extra zur Unterzeichnung des Abkommens innerhalb von 5 Tagen errichtet wurde.

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An den großen grünen Tischen wurde der Waffenstillstand unterzeichnet.

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Danach fuhren wir weiter zu den berühmten Blauen Baracken direkt auf dem Grenzstreifen.

Bis 50m an den Baracken war ich 2009 schon. Da hatte ich die Panmunjeomtour schon mal gemacht. Aber eben von der südlichen Seite. Damals gab es leider kurzfristige Unstimmigkeiten zwischen beiden Staaten und ich kam nur bis zur Rückseite des “Freedom House“. Da durfte ich dann den Bus nicht verlassen und dadurch natürlich auch die Blauen Baracken nicht besichtigen.

 

Zuerst besichtigten wir noch eine Inschrift Kim Il-sung´s...

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...und dann stand ich bei meinem 2. versuch endlich vor den Baracken.

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Blick von Nord nach Süd.

Gerade für uns deutsche, die sich mit einer Teilung gut auskennen, erzeugt so ein Besuch doch recht emotionale Gefühle. Bin ja selbst im Osten aufgewachsen und werde die Gefühle der Maueröffnung nie vergessen. Man kann wirklich nur hoffen das irgendwann die unterschiedlichen Interessen und Ansichten überwunden werden und es nur noch ein Korea gibt.

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Im inneren der Baracken. In der mitte des querstehenden Tisches befindet sich die Grenze.

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Hier bin ich jetzt auf der Südkoreanischen Seite der Baracke. Im inneren ist der einzige Ort, wo man ungestraft die Grenze überschreiten darf. Aber nur zu festgelegten Zeiten.

Da wir gleichzeitig mit anderen Reisegruppen (meist Chinesen) war ganz schön viel los in dem kleinen Raum.

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Nordkoreanische Wachen vor dem Ausgang, welcher in den Südteil geht.

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Blick aus dem Fenster auf nordkoreanische Wachen. Der 40cm breite und 7cm hohe Grenzstreifen, der das Land teilt.

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Blick in den Südteil.

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Leider hab ich es versäumt das Nordkoreanische “Panmun -gak“ Haus (das nordkoreanische Gegenstück zum Freedom House) zu fotografieren. Hab leider nur ein Bild von hinten.

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Vom Panmun-gak Haus hat man einen guten Überblick auf das ganze Areal...

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...und auf die beiden Fahnenmasten.

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Blick in die DZM.

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Jetzt geht es weiter nach Kaesong. Der alten Hauptstadt Koreas.

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Nam Tor im Stadtzentrum

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Blick in die Stadt. Was hier auffallend ist, Wo sind die ganzen Menschen? Es ist die fünftgrößte Stadt des Landes mit ca. 340.000 Einwohnern.

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Besuch im Koryo Museum incl. Konfuzius Schule und Tempel.

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Im inneren der Tempel.

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Hier fanden gerade 2 Hochzeiten statt.

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Danach gab es ein üppiges Mittagsessen in12 verschiedenen schälchen.

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Nachmittags waren wir wieder zurück in Pjöngjang.

 

Zunächst ein paar Bilder vom Stadtleben aus dem fahrenden Bus heraus.

 

Moderne Bauten.

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Überall in der Stadt gab es diese Kioske. Leider haben wir bei keinem gehalten. Überhaupt sind wir recht wenig gelaufen und die Innenstadt haben wir eigentlich nur vom Bus aus gesehen.

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Was noch auffällig war, das viele in Gruppen unterwegs waren.

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Jetzt stand wieder eine Show an. Im Schülerpalast Mangyongdae stand eine Kindervorführung auf dem Plan. Leider kamen wir etwas Spät an und konnte so einen Blick in einen der 600 Räume werfen.

Der Palast wurde wie so viele andere “Vorzeigebauten“ anlässlich der 13. Weltfestspiele der Jugend und Studenten 1989 erbaut.

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An der Front die üblichen Lobhuldigungen...

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...und im inneren der griff zu den Sternen.

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Blick ins Foyer.

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Im großen Saal fand dann eine Kindershow statt.

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Riesen Bühne...

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...mit kleinem Mädchen.

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Auch wenn vieles Propaganda war, war die Perfektion der Darbietungen schon beeindruckend. Da hat irgendwie alles gepasst und war wie tags zuvor bei dem Arirang Festival perfekt inszeniert und absolut Synchron.

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Alle beteiligten waren voll bei der Sache.

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Lustiges war auch dabei, auch wenn man oftmals nicht so recht wusste um was es genau geht.

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Akrobatik

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Auch diese Jungs gaben alles...

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...und er auch...

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...und sie sowieso.

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Nach der Vorstellung sahen wir vor dem Palast dies jungen Damen, welche irgendwie anders als die koreanischen Kinder/Jugendlichen waren. Sie waren lustig, heiter und machten Späße in ihre Kameras.

Es stellte sich schnell heraus, das die Mädchen aus Japan kamen und Koreanische Wurzeln haben und der Ch´ongryon Organisation nahestehen. Diese Organisation unterstützt von Japan aus den Nordteil.

Prominentes Mitglied dieser Organisation ist der für 1. FC Köln spielende Jong Tae-se.

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Auf dem Flug nach Peking waren die jungen Damen auch dabei. Beim Abflug hatten sie auch noch ihre Kim-Il-sung Abzeichen dran. Nach der Landung aber nicht mehr.

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Natürlich sind am Palast auch die Bilder der 2 verstorbenen Landesväter und der “Wagen der Freude“

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Abendessen...

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...diesmal mit Schnaps

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Nach dem Abendessen gab es auch die einzig spontane Aktion der ganzen Reise. Neben dem Restaurant gab es eine Eisbude und ich fragte spontan den Reiseleiter, ob ich mir ein Eis kaufen könnte. Zur allgemeinen Überraschung sagte er ja und ich konnte mir für 1€ ein Softeis welches recht lecker war holen.

Dieses kleine Erlebnis blieb leider der einzige Kontakt mit der “normalen“ Nordkoreanischen Bevölkerung und ihrem Leben was zuvor nicht arrangiert wurde.

 

Anschließend ging es noch zum Chuche Turm.

Der Turm wurde (wie so vieles) zum 70. Geburtstag Kim-Il-sung´s 1982 errichtet. Er ist 170m hoch und soll aus 25.550 Granitblöcken (je einer für einen Tag im Leben Kim-Il-sung´s bis zu seinem 70. Geburtstag) bestehen.

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Der Turm steht am Ufer des Taedong Flusses direkt gegenüber dem Kim-Il-sung-Platz und der Großen Studienhalle des Volkes, sowie einigen Modernen Wolkenkratzern.

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Große Studienhalle des Volkes

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Nächtlicher Blick auf den Taedong Flusses, der gleichnamigen Brücke das Yanggakdo Hotels.

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Am letzten vollen Tag stand zunächst die Große Studienhalle des Volkes auf dem Programm.

Sie befindet sich im Zentrum direkt neben dem Kim-Il-sung-Platz.

Die Studienhalle ist eine riesige Bibliothek mit über 600 Räumen auf 10 Stockwerken, 100.000 m² und 30 Millionen Büchern. Einige auch auf deutsch.

Auch der Monumentalbau wurde anlässlich des 70. Geburtstages Kim-Il-sung´s erbaut.

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Blick über dem Kim-Il-sung-Platz auf die Studienhalle. Auf der Tribüne davor mit den beiden Bildern des “Großen Führers und ewigen Präsidenten“ Kim-Il-sung“ sowie des “Ewigen Generalsekretärs“ Kim Jong-il“ nimmt der aktuelle Staatschef die Militärparaden ab.

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Im Eingangsfoyer der Studienhalle befindet sich natürlich auch eine Statue des Großen Führers.

Die Reiseleiter zeigten uns voller Stolz das “halbe“ Haus und wir konnten soviel Fotografieren wie wir wollten. Auch hatte niemand an den Arbeitsplätzen was gegen Bilder.

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Ein weiteres Foyer im 2. Stock...

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...mit Computer

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Lesesaal für die Werke Kim-Il-sung´s.

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Gesammelte Werke des Großen Führers.

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Natürlich hat er die Studienhalle eingeweiht und öfters besucht.

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Voller stolz zeigte man uns auch die Computerräume. Zwar gibt es in Nordkorea kein Internet, dennoch soll es ein Intranet geben.

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Hier wurden englisch Vokabeln gepaukt.

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Nicht schlecht staunten wir über den Raum mit den ganzen Gettoblastern.

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Insgesamt machte die Einrichtung einen Modernen Eindruck. Wir konnten uns auch halbwegs frei bewegen und den Leuten über die Schulter schauen. Auch wurde uns das Automatische Verteilsystem der Bücher gezeigt. Nach Eingabe kamen innerhalb kurzer Zeit einige deutsche Bücher. Beim durchblättern sah man das sie Teilweise vom Trödelmarkt oder ausgemusterte Bücher aus hiesigen Büchereien waren.

 

Blick in die Aula. Natürlich hingen hier wieder die bekannten beiden Bilder.

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Hier noch ein paar Propagandabilder aus der Studienhalle.

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Blick von einem oberen Balkon über die Dächer Pjöngjang´s. Das war die einzig brauchbare Möglichkeit einige Bilder der Stadt zu schießen.

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Blick über den Kim-Il-sung-Platz, Taedong-Flus zum Chuche Turm.

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Aussicht Richtung Mansu Hügel...

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… mit dem Revolutionsmuseum, Großmonument und im Hintergrund dem Fernsehturm.

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Moderne Hochhäuser...

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...und Bildnisse des Großen Führers und ewigen Präsidenten Kim-Il-sung sowie Ewigen Generalsekretärs Kim Jong-il.

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Auf dem Kim-Il-sung-Platz fanden Proben für verschiedene Massenchoreographien oder Aufmärschen statt. Wir sind ca. 5-6 mal am Platz vorbeigefahren und immer wurde geübt. Na ja, irgendwo muß ja die Synchronität der ganzen Aufführungen herkommen.

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Chuche Turm

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Danach ging es in eine Stickerei, wo man auch was kaufen konnte. War aber alles recht locker und nicht aufdringlich.

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Wem es gefällt, hätte ein gesticktes Bild des Geburtshauses Kim-Il-sung´s kaufen können...

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...oder die 7 Zwerge.

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Weiter ging es dann zum Filmstudio außerhalb der Stadt, wo es natürlich auch wieder jede menge Propagandabilder...

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… und Statuen mit den bereits bekannten Persönlichkeiten gab. Natürlich erfuhren wir auch das Kim-Il-sung das Filmstudio 24x besuchte. Sein Sohn Kim Jong-il über 600x. Es gibt auch noch das SEK Trickfilmstudio, welche wir aber nicht besucht haben. Da sollen auch amerikanische und europäische Animationsfilme Produziert worden sein.

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Hier wurde uns dann verschiedene Straßenzüge für Außenaufnahmen aufgebaut.

 

So wie hier ein alter Tempel...

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… koreanischer Straßenzüge der 20-30er Jahre...

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… und europäischer Häuser.

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Hier trafen wir auch eine junge Reisegruppe im Bus, welche doch etwas aufgeschlossen gegenüber Ausländern waren. Einige von ihnen ließen sich Fotografieren und freuten sich, als sie sich auf dem Kameradisplay sehen konnten.

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Nach dem Filmstudio fuhren wir wieder in die Innenstadt um eine Station mit der U-Bahn zu fahren. Die Bahn war die erste auf der Koreanischen Halbinsel. Es gibt aber nur 2 Linien mit ca. 24km Streckenlänge.

Der ÖPNV kommt in Pjöngjang eine Schlüsselrolle zu, da es fast keine privaten Autos gibt.

 

U-Bahn Station (nicht der Startpunkt der Fahrt. Das Bild zeigt die Kaeson Station am Triumphbogen)

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Wir sind mit der “Chollima-Linie“ eine Station von Puhung nach Yonggwang gefahren.

 

Fahrkartenschalter...

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...und Streckennetz.

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Fahrkartenkontrolle in der Puhung (Wiederauferstehung) Station.

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Die U-Bahn hat viele Gemeinsamkeiten mit der Moskauer Metro. Die Stationen sind sehr tief unter der Erdoberfläche und man fährt eine ganz schön lange Zeit mit der Rolltreppe.

Auch sind die Stationen recht Kunstvoll und man kann viel entdecken. Leider machten die Reiseleiter wieder Druck.

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Hier die Puhung (Wiederauferstehung) Station.

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Die Züge waren früher bei der Westberliner U-Bahn im Einsatz und ab 1998 hier in Pjöngjang.

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Im inneren der Wagen wachten wiederum die beiden Verstorbenen Landesväter über einen.

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Die ganze U-Bahn Fahrt zur nächsten Station dauerte nicht mal 5 Minuten und schon mußten wir bei der Yonggwang (Blühendes Licht - Hauptbahnhof) Station aussteigen.

Auch diese Station war wiederum recht schön anzuschauen und laut Reiseleiter sollen die Bunten Lampen an der Decke ein Feuerwerk darstellen. Die seitlichen Neonröhren den Schweif der Raketen.

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Ausgang der Yonggwang (Blühendes Licht) Station in der nähe des Hauptbahnhofs.

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In Pjöngjang gibt es auch noch Straßenbahnnetz. Die Fahrzeuge, meist alte Tatra Modelle aus der CSSR waren davor in Dresden, Leipzig, Berlin und Magdeburg im Einsatz.

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Daneben gibt es noch einige Taxis. Hier ein alter Lada.

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Neben der U- und Straßenbahn gibt es noch O- und normale Busse, welche den ÖPNV abdecken.

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Weiter ging es zur USS Pueblo.

Das Schiff ist ein amerikanisches Spionageschiff, welches im Januar 1968 vor der nordkoreanischen Küste gekapert wurde. Es ist das einzige amerikanische Kriegsschiff, welches sich in Feindeshand befindet.

 

Die Besatzung wurde erst im Dezember 1968 in die Freiheit entlassen.

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Brücke

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Einschüsse

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Abhör- und Spionageeinrichtung

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Bewaffnung

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Eindrücke vom Taedong Fluss

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Danach ging es zum Monument zur Gründung der Partei der Arbeit Koreas.

 

Das Monument zeigt das Parteizeichen der PdAK und wurde zu ehren des 50. Jahrestages erbaut. Daher ist der Durchmesser und die Höhe auch 50m. Entworfen wurde es im übrigen von Kim Jong-il.

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Links der Hammer für die Arbeiterklasse. In der Mitte steht der Pinsel für die Intellektuellen und rechts eine Sichel für die Bauern.

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Blick hinter das Denkmal. Die Pflanzen und Bäume soll ebenfalls Kim Jong-il gezüchtet haben.

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Beim Blick in die andere Richtung sieht man das Ryugyong Hotel und den Mansu Hügel.

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Jetzt geht es zum Friedhof der Revolutionshelden auf dem Taesong Berg etwas außerhalb der Stadt gefahren.

 

Blick über das Eingangstor auf Pjöngjang.

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Hier liegen Kriegshelden der Vergangenheit, aber es sind auch Plätze für noch lebende Helden vorbehalten.

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Danach sind wir wieder zurück in die Stadt gefahren und hatten die Möglichkeit zum Einkaufen.

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Laut Reiseleiter war das ein ganz normaler Laden, wo auch die normale Bevölkerung einkaufen könnten. Komisch nur, das kein einziger Besucher ein Nordkoreaner war.

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Auch hier gab es wieder lecker Eis.

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Das war es dann auch schon von Nordkorea.

Der Reiseleiter meinte noch, das es die nächsten Tage viel Regen geben soll. Da hatten wir ja recht viel Glück bei unserem Besuch, das es nur am 1. Vormittag geschüttet hat.

 

Den letzten Abend verbrachten wir an der Bar im 47 Stockwerk unseres Hotels.

 

Am nächsten morgen sind wir erst 1,5h vor Abflug zum Flughafen aufgebrochen.

So waren wir nicht mal 1h vor dem Start am Check In.

 

An diesem Tag war auch recht viel los. Sagenhafte 6 Flüge ins Ausland.

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Hier bekamen wir auch unsere Handys zurück und die Ausreise war ein Klacks.

 

Seltener Boarding Pass

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Blick aus dem Fenster zu den zwei TU-204. Links die -100 und rechts die 300. Richtiges Scheißwetter.

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Mit dem Bus ging es dann zu unserer TU-204-100 (P-633).

Da war ich echt glücklich, das es rückzu mit der Tupolew geht. Hinzu hatte ich ja schon die gute alte IL-62.

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Blick aus dem Fenster zu den Raritäten der Air Koryo.

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Moderne Kabine...

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...mit Deckenmonitoren. Da können sich einige Airlines was abschauen.

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Safety Card

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Blick in die Flugrevue. Auf dem Titelbild ist die zweite TU abgebildet. Die -300 Version.

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Während des Fluges lief über die Monitore nordkoreanische Karaoke-Propaganda

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Einen kleinen Snack gab es auch noch.

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Der kalte Hamburger war aber überhaupt nicht mit der Verpflegung auf dem Hinflug vergleichbar. Auch warte ich heute noch auf das bestellte Bier.

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Ansonsten war der Service wie auf dem Hinflug normal freundlich. Da kann man nicht meckern.

 

Vorm aussteigen noch ein Blick in die Holzklasse...

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...und Business Class.

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Diesmal gab es eine Außenposition und man konnte noch ein paar Bilder schießen.

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So das war das Abenteuer Nordkorea.

Wie ihr seht gab es eigentlich nicht besonderes. War im Nachhinein so ziemlich der einfachste Urlaub, den man sich vorstellen kann. Es wurde sich ja um alles gekümmert. Transport, Hotel, Essen, Eintritt..., einfach alles war zuvor vorbereitet und arrangiert. Aber das war für mich auch wieder recht ungewohnt, nicht das machen zu können was man will. Speziell der Kontakt mit der Bevölkerung und all das Spontane eintauchen in das Leben hat einem doch gefehlt.

Dennoch werde ich irgendwann wieder in das Land Reisen. Speziell die Tour alten russischen Flugzeugen reizt einen schon. Auch die Bergregionen nördlich von Pjöngjang will ich mir anschauen.

 

Ich hoffe das ich euch einige Eindrücke über das abgeschottete Land geben konnte.

 

Grüße

asahi

 

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Hier findet ihr noch ein paar ältere Reiseberichte von mir.

 

Kambodscha und Thailand über Weihnachten / Neujahr 2011-12 (300 Bilder)

 

Vielfliegertreff / Flyertalk ZRH-PEK SWISS Inaugural Flight Do - 11.02.2012 – 15.02.2012

 

Moskau im Herbst 2011

 

2 Wochen Südchina 2011- Kanton, Yangshuo, Guilin und Hong Kong (260 Bilder)

 

Hong Kong und Bangkok mit Emirates 2011 (300 Bilder)

 

2,5 Wochen Indien 2011 - 1. Teil - Kalkutta, Varanasi und Khajuraho (170 Bilder)

2,5 Wochen Indien 2011 - 2. Teil - Agra, Jaipur und Delhi (180 Bilder)

 

5 Tage Tokio 2010 (200 Bilder)

 

Burma 2010 (300 Bilder)

 

Korea und Hong Kong 2009 (200 Bilder)

 

Kuala Lumpur, Singapore und Bangkok incl. A380 - 2009 (120 Bilder)

 

3,5 Wochen CHINA 2009 – Peking, Xian, Kunming, Lijiang, Dali und Shanghai (220 Bilder)

 

9 Wochen Asien 2009 DXB - Philippinen - Singapore - Malaysia - Brunei - Thailand - Laos - HKG

 

5 Tage New York mit Emirates 2007 - First Class und Jugendherberge

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Frank, wie immer ein toller Bericht von dir! Vielen, Vielen Dank! Hast du es also auch noch in die blauen Häuser geschaft und die Il62 war natürlich auch ein nettes Goodie. Sieht mir ja fast so aus, also ob du sogar "recht" ungestört überall knipsen durftest.

 

Warum hat eure Reisegruppe denn nicht den Sarg vom großen Idiotenführer besucht?

 

Also, echt toll - hoffe ich komme auch nochmal in den Norden, obwohl ich mein Geld im Süden immernoch besser angelegt sehe, rein reisetechnisch.

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wahnsiinn dieser Bericht, endlich einmal wieder ein wirkliches Highlight nach so langer Zeit und dann auch bessere Fotos und auch besser geschrieben als der Bericht, der vor 2 oder 3 Jahren im SPIEGEL ueber eine Reise nach Nordkorea erschien. (damals ging es nur um das Verhaeltnis zum Reiseleiter und das der Redakteur sich nicht freibewegen konnte.)

Preiswert ist das Ganze ja nicht wirklich, aber trotzdem echt cool.

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Sehr sehr guter und, vor allem, ein interessanter Bericht über ein Land hinter dem Bambusvorhang.

 

Wobei mich das Land überhaupt nicht interessiert (als Reiseland), bin ich dennoch begeistert vom RB und vor allem von den Bildern. Klasse.

 

Gruß

Günter

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Sehr schön. Mit dem Wetter hattet ihr ja wesentlich mehr Glück, als wir im Juli.

 

Die Ilyushin ist apropos Baujahr 1986. Mit 26 Jahren also eigentlich nicht wirklich alt.

 

Die Arirang-Games sind ja wirklich wahnsinn. Mal sehen, ob ich vielleicht nochmal nen Kurztrip hinmache...

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Der Bericht war ja echt klasse und mit den Sowjet-Bauten in St. Petersburg ist das absolut nicht zu vergleichen. Ich sage Danke für die Mühen, die tollen Bilder und den Einblick in deren Leben.

 

Trozdem weckt es nicht meine Reiselust, da mir das zu organisiert ist und beschränkt ist. :)

Oder ich brauche noch den "richtigen Draht"dazu ;)

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@all,

 

danke für euer Lob.

 

Frank, wie immer ein toller Bericht von dir! Vielen, Vielen Dank! Hast du es also auch noch in die blauen Häuser geschaft und die Il62 war natürlich auch ein nettes Goodie. Sieht mir ja fast so aus, also ob du sogar "recht" ungestört überall knipsen durftest.

 

Warum hat eure Reisegruppe denn nicht den Sarg vom großen Idiotenführer besucht?

 

Also, echt toll - hoffe ich komme auch nochmal in den Norden, obwohl ich mein Geld im Süden immernoch besser angelegt sehe, rein reisetechnisch.

Ja, über die IL-62 hab ich mich wirklich gefreut. So oft hat man ja nicht mehr die Möglichkeit mit so einer Rarität zu Fliegen. Will vielleicht nächstes Jahr die Flugzeugtour und die Bergregion noch mitmachen. Dieses Jahr hatte ich leider nur zu dem Termin im August Zeit.

Das Knipsen war ab und an nicht ganz einfach, da vielerorts Uniformierte waren. Hab mir auch 2 Rüffel vom Reiseleiter eingefangen, als ich zu offensichtlich geknipst habe. Viele Bilder sind auch nur durch die recht gute Kamera und Objektiv zustande gekommen.

 

Laut Reiseleiter ist der Kumsusan-Palast seit dem Tode Kim Jong-il geschlossen. Denke aber das er Umgebaut wird, für 2 Glassärge.

 

Ob das Geld im Süden oder Norden angelegt ist, ist doch egal. Hauptsache Korea.

 

 

wahnsiinn dieser Bericht, endlich einmal wieder ein wirkliches Highlight nach so langer Zeit und dann auch bessere Fotos und auch besser geschrieben als der Bericht, der vor 2 oder 3 Jahren im SPIEGEL ueber eine Reise nach Nordkorea erschien. (damals ging es nur um das Verhaeltnis zum Reiseleiter und das der Redakteur sich nicht freibewegen konnte.)

Preiswert ist das Ganze ja nicht wirklich, aber trotzdem echt cool.

Das mit dem festen Programm und sich nicht frei bewegen können ist auch nicht mein Fall. Aber um so eine Reise zu realisieren muß man halt Kompromisse eingehen. Man hat ja recht wenig davon, wenn man vor Ort auf Oberlehrer, Besserwisser oder gar Missionar auftritt. Damit tut man sich selbst, den Mitreisenden, dem Reiseleiter und nicht zuletzt auch dem deutschen Reisebüro keinen gefallen.

 

Der Preis für die paar Tage war schon hoch, aber für solch einen kuriosen und ungewöhnlichen Trip schon in Ordnung.

 

 

Sehr schön. Mit dem Wetter hattet ihr ja wesentlich mehr Glück, als wir im Juli.

 

Die Ilyushin ist apropos Baujahr 1986. Mit 26 Jahren also eigentlich nicht wirklich alt.

 

Die Arirang-Games sind ja wirklich wahnsinn. Mal sehen, ob ich vielleicht nochmal nen Kurztrip hinmache...

Ja, mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Das war auch meine größte sorge. Hat aber (fast) alles gepasst.

Hast du die Flugzeugtour ab 14.7. mit Juche Travel gemacht? Wenn ja, bitte auch hier berichten. Der Report auf a.net ist ja recht dürftig. Oder gibt es da noch irgendwo einen? Will die Tour eventuell nächstes Jahr machen.

Danke auch für das Baujahr.

Über die Arirang waren sich alle anwesenden Ausländer einig. So eine Wahnsinnsshow hat zuvor noch keine gesehen.

 

 

Der Bericht war ja echt klasse und mit den Sowjet-Bauten in St. Petersburg ist das absolut nicht zu vergleichen. Ich sage Danke für die Mühen, die tollen Bilder und den Einblick in deren Leben.

 

Trozdem weckt es nicht meine Reiselust, da mir das zu organisiert ist und beschränkt ist. :)

Oder ich brauche noch den "richtigen Draht"dazu ;)

Wie oben schon geschrieben. Wenn man unbedingt hin will, muß man kompromissbereit sein. Aber es hat sich gelohnt.

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Ja, mit dem Wetter hatten wir wirklich Glück. Das war auch meine größte sorge. Hat aber (fast) alles gepasst.

Hast du die Flugzeugtour ab 14.7. mit Juche Travel gemacht? Wenn ja, bitte auch hier berichten. Der Report auf a.net ist ja recht dürftig. Oder gibt es da noch irgendwo einen? Will die Tour eventuell nächstes Jahr machen.

Danke auch für das Baujahr.

Über die Arirang waren sich alle anwesenden Ausländer einig. So eine Wahnsinnsshow hat zuvor noch keine gesehen.

 

Jop, war auf der Juche Tour. In der Tat gibt es hierzu keinen wirklichen TR von dieser Tour derzeit. Nur bei dem indischen Aero Blogger hat Martijn etwas online gestellt: http://aeroblogger.com/home/blog/category/...ines/air-koryo/

Eigentlich sollte noch was für a.net von ihm folgen, aber das verzögert sich wohl noch.

Dafür war Tis nun auf der Oktober-Tour und der is ja bekannt, für die Wahnsinns-TRs die er beim flightforum.ch online stellt. Ist also nur eine Frage der Zeit :).

Ich selbst habe weit über 5000 Bilder gemacht und muss zugeben, dass ich es noch nciht mal geschafft habe, alle durch zu gehen.

Alternativ habe ich jedoch einige Videos in meinem Youtube-Kanal hochgeladen, die vielleciht auch für den einen oder anderen interessant sein könnten:

http://www.youtube.com/user/crowd1011

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Ich schau mir ja nun nicht jeden Reisebericht an. Aber dieser interessierte mich nun wirklich. Und der ist Dir wirklich sehr gut gelungen. Tolle Bilder und ausreichender Text. Bedrückend ist aber der Hang zur Gigantomanie, aber eben typisch für Diktaturen. Und zum Thema "Wiedervereinigung", das ja auch eines im Norden ist, aber von beiden Seiten eben völlig unterschiedlich interpretiert wird; im Gegensatz zu der Situation in Deutschland in 89/90.

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@crowd,

 

danke für die Infos und auch den Link zum Blogg. Deine Videos zieh ich mir in nächster Zeit auch rein. Hab auch ca. 5.000 Bilder in den 5 Tagen geschossen, aber mich “gezwungen“ den Reisebericht zeitnah zu schreiben. Sonst schiebt man es immer weiter nach hinten und irgendwann lässt man es dann ganz sein. Das wäre aber gerade bei dem Reiseland recht schade.

 

 

@aaspere,

 

danke auch dir für das Lob.

 

Ja, die Gigantomanie ist schon was seltsames. Ich kennst ja noch, aber so extrem war es bei uns im Osten ja auch nie.

Das Thema Wiedervereinigung ist aber “leider“ ein ganz anderes wie bei uns damals. Wir im Osten wussten ja, was um uns herum los war. Das ist aber im Norden überhaupt nicht der Fall. Daher seh ich das auch nicht so schnell kommen, obwohl der aktuelle Präsident minimale Veränderungen anschiebt.

Wie“einfach“ es aber sein kann, sein Land zu öffnen, zeigt z.Z. Burma.

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Sehr interessanter Bericht! Muss sagen dass mich Nordkorea auch reizen würde, allerdings habe ich vorher noch ne Menge anderer Ziele auf der To Do Liste. Mit Flugzeugen kann mich NK nicht reizen, ausser die Il 18 hab ich alles schon gehabt.

Hast du die Reg der zweiten Tu 204-100? Wusste bis eben gar nicht dass die nächste schon abgeliefert wurde.

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Ein super Bericht, auch tolle Texte obwohl Du schreibst das Dir nicht viel einfällt. Das war genial und dazu die vielen Bilder.

Da bekommt man einen Eindruck vom Land auch wenn die Bilder nur das zeigen können was die wollen.

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Hallo zusammen, ich möchte mich gern in das Thema einklinken. ich habe die special interest aviation tour nach Nordkorea jetzt bereits 2x mitgemacht, in diesem Jahr als Tour Guide der deutschen Tour. Auch 2014 werde ich die deutsche Tour von JTS wieder leiten. Ich kann Euch die Teilnahme nur wärmstens empfehlen. Nirgendwo sonst bekommt man so geballt noch alle russischen Flugzeuge - in hervorragendem Zustand übrigens - zu sehen, zu fotografieren und zu fliegen. Die Bedingungen sind wirklich sehr gut, man kann alles ausgiebig ablichten und ansehen. Die Reise wurde bewußt (für die deutsche Tour) modular aufgebaut. So kann jeder für sich selbst nach Geldbeutel und Wunsch entscheiden, womit er fliegen will. Im Grundpreis von 1675€ sind bereits die Flüge mit Tu-204 (2x von/nach PEK), Tu-134 (2x von/nach Sondok) sowie IL-18 (2x von/nach Mt. Peaktu) enthalten, ebenso alle Übernachtungen und Verpflegungsleistungen. Dazu kommen nur noch 50€ für das Visum NK. Der Rest ist optional. Flüge nach PEK gibt es zur Zeit für etwa 600€. Neben dem aviatischen Programm wird ein sehr umfangreiches touristisches Programm in einem Land extremer Gegensätze geboten (Tempel, Paläste, Monumente, Grenzgebiet zu Südkorea usw.). Es ist wie eine Zeitreise. Die Reiseführer sprechen deutsch, insofern gibt es umfangreiche Informationen. Wer Interesse an vertiefenden Informationen hat, kann sich gern jeder Zeit an mich wenden. Ich freue mich auf Eurer Interesse! Beste Grüße vom Neumitglied

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Auch ich muss sagen, dass es ein sehr interessanter und ausführlicher Bericht ist! Aber etwas brennt mir auf der Zunge... Darf ich fragen, warum es gerade Nordkorea sein sollte? Das soll wirklich kein Angriff oder Beginn einer Diskussion, mich interessiert lediglich, welche Bewegründe es gab; was dieses Land reisenswert macht. Wirklich nur eine Frage!

 

Liebe Grüße

 

Ina

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Hallo Ina, als Flugzeug- und Luftfahrtenthusiasten sind wir daran interessiert, mit seltenen Flugzeugtypen und Airlines zu fliegen. Dem Einen geht es dabei darum, mit möglichst vielen unterschiedlichen Typen zu fliegen, ein anderer "sammelt" Airports oder Airlines. Viele von uns kombinieren das Hobby dann noch mit touristischen Inhalten. Leider gibt es kaum noch alte russische Flugzeugtypen, die irgendwo auf der Welt regelmäßig im Einsatz sind. In NK ist dies noch geballt der Fall. Für die Jüngeren unter den Aviatik-Fans ist dies eine einmalige Gelegenheit, diese seltenen Flugzeugtypen noch kennenzulernen, für die Älteren ist es teilweise eine Nostalgiereise.

Bin schon gespannt, welche weiteren Meinungen hier im Forum noch dazu auftauchen ;-)

Beste Grüße

Lutz

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Auch ich muss sagen, dass es ein sehr interessanter und ausführlicher Bericht ist! Aber etwas brennt mir auf der Zunge... Darf ich fragen, warum es gerade Nordkorea sein sollte? Das soll wirklich kein Angriff oder Beginn einer Diskussion, mich interessiert lediglich, welche Bewegründe es gab; was dieses Land reisenswert macht. Wirklich nur eine Frage!

 

Liebe Grüße

 

Ina

 

Hallo Ina,

 

ich kann natürlich nur für mich sprechen, aber: Ich begreife Leute, die nach Mombasa in ein AI-Hotel fliegen und dort deutsche Küche erwarten oder gar auf den "Ballermann" schwören, bedeutend weniger, als jemand, der nach Nordkorea fliegt. Auch unabhängig vom Fliegen, ich möchte mir etwas Exotik und Nichtalltäglichkeit zumindest einbilden. Und was liegt da näher, als eines der abgeschottetsten Länder der Welt zu wählen?

 

Klar, es gibt dort keine Niagarafälle, kein Machu Picchu und kein Great Barrier Reef ... aber für mich haben sich derlei "Highlights" oft genug als der Punkt meiner Reisen herausgestellt, die ich zwar "abhaken" wollte, aber die längst nicht die entscheidende Erinnerung bilden.

 

Ich war nie dort, ich werde auch so schnell nicht hinfahren, aber ich kann sehr gut nachvollziehen, warum man sich diese Länder aussucht. Das gleiche galt bis vor ein paar Jahren für Bhutan oder Myanmar, heute vielleicht für Afghanistan. Welches Risiko man dabei eingeht, muss man glaube ich selbst wissen und entscheiden. Und was das Argument der Unterstützung einer durchgeknallten Familie angeht, ist das auf moralischer Ebene natürlich richtig, aber ganz ehrlich: Wenn Sanktionen auf Staatenebene nichts "helfen" (vorausgesetzt, man stellt sich auf einen prinzipiell interventionistischen Standpunkt), werden asahis 3000 Euro, die er gelassen hat, wahrlich nicht "kriegsentscheidend" sein ...

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Stimmt! Russland, Türkei, Ägypten....., wo will man da die Grenze ziehen, in welche Länder noch gereist werden sollte. Ich denke auch, hier hat jeder mit seiner Entscheidung Recht und letztlich doch keiner. Eine Entscheidung pro oder kontra kann nur jeder für sich selbst treffen. Soviel individuelle Freiheit sollte sein. Vielleicht trägt es auch zur Öffnung bei, Beispiele dafür gibt es ja. Aber ich will hier keine politische Diskussion lostreten, schließlich ist es ein Luftfahrtforum ;-)

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