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jubo14

Kundenservice von Austrian Airlines

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Da hier im Forum ja sehr viel über negatives mit diversen "Kunden-Monologen" geschrieben wird, möchte ich hier nun einmal vom Gegenteil berichten.

 

Am Dienstag, den 20.11. hätte ich um 18:20 Uhr von KLU nach VIE fliegen wollen.

Wollen deshalb, weil der Flieger in VIE ein technisches Problem hatte und der Flug, mangels Flugzeug, in KLU gestrichen werden musst.

Dummerweise war VIE aber nicht mein Endziel, sondern von dort sollte es nach DUS weiter gehen.

Nur wie das Leben so spielt, hatte meine Reisestelle, der lieben Kosten wegen, die beiden Strecken auf unterschiedlichen Tickets gebucht.

 

Nun am Flughafen wurde ich, zwar mit leichten Problemen, aber letztendlich wie dann von mir gewünscht, umgebucht, so dass ich mein Ziel DUS so früh als eben möglich erreichen konnte.

KLU-VIE um 6:00 Uhr und VIE-DUS weiter um 7:05 Uhr. (incl. der sehr sportlichen Umsteigezeit)

 

In KLU bekam ich ein Hotelzimmer im Airport, ein Abendessen, sowie ein Frühstück.

In VIE wurde ich am Flieger schon erwartet und dann mit einem weiteren Passagier per Bus direkt über das Flugfeld zum neuen Flieger gebracht. Stressfrei und komfortabel, und das trotz zweier unterschiedlicher Tickets.

 

Im Hotel in KLU hatte ich nun natürlich etwas Zeit und habe mich hingesetzt und mal eine Mail an den Austrian Kundenservice geschrieben.

Nach neuester Rechtsprechung des EuGH sind technische Probleme ja in den seltensten Fällen "außergewöhnliche Umstände", bei denen die Airline um die Kompensationszahlung herum kommt.

Also habe ich mein Problem ruhig und sachlich geschildert, auf die aktuelle Rechtsprechung hingewiesen, sowie meine Rechtschutzversicherung und meinen M&M-Status in die Waagschale geworfen.

Das ganze habe ich dann mit der Forderung nach 250,- € Kompensation für die Verbindung KLU-VIE verbunden. Für VIE-DUS habe ich weitere 250,- € ins Gespräch gebracht, obwohl ich mir der sehr dünnen Grundlage (unterschiedliches Ticket, Umbuchung ohne Gebühr trotz anders lautender Buchungsklasse) bewusst war.

 

Ernsthaft hatte ich beim Absender der Mail nicht mit einer brauchbaren Antwort in absehbarer Zeit gerechnet.

 

Und heute Mittag dann die Überraschung!

 

Eine Antwort des Kundenservice.

Zunächst einige wohl unvermeidbare Textbausteine, die mich schon böses ahnen ließen.

Dann jedoch eine exakte Auskunft über den Schaden der Maschine. Die Toilette war defekt!

Verbunden mit der Aussage, dass es sich hier aber eben doch um einen außergewöhnlichen Umstand handeln würde und man zu keiner Zahlung verpflichtet wäre.

Wäre, weil man mir dann "um einen Rechtsstreit zu vermeiden, und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" anbietet, 250,- € zu zahlen.

 

Geht doch!

 

 

 

 

 

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Wäre, weil man mir dann "um einen Rechtsstreit zu vermeiden, und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" anbietet, 250,- € zu zahlen.

Den Satz kenne ich auch und habe, nach einem vorherigen "Bestechungsversuch" mit drei Flaschen Rotwein, dann schlußendlich geantwortet:

 

Und dann kommt dieser Textbaustein, den ich so liebe: „Aus kundendienstlichen Gründen haben wir uns jedoch (und jetzt kommt es) ohne Anerkennung……….usw.“ Der Vorhang fällt, das Publikum tobt, die Kritiker sind des Lobes voll. Nur, in der letzten Reihe sitzt der Kunde und fragt sich, wenn LH meint, den Entlastungsnachweis führen zu können, warum lässt sich LH dann nicht verklagen? Wenn LH jedoch weiß, dass keine Chance besteht, einen Rechtsstreit auch zu gewinnen, warum wird dann dieser Satz geschrieben? Und sehen Sie, liebe Lufthanseaten, das hinterlässt einen etwas schalen Beigeschmack. Und das ist die kleine Katastrophe, psychologisch betrachtet.

 

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