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airliners.de

Gate- oder Vorfeldparkpositionen


klakala

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Geschrieben

Ich habe eine ziemlich allgemeine Frage, aber vielleicht kann ja jemand weiterhelfen.

 

Ich bin oft in HAM unterwegs und ich frage mich, ob die Stellplätze für einzelne Maschinen (Gate- oder Vorfeldstellplätze) nach einem bestimmten Muster zugewiesen werden.

 

In der Vergangenheit standen LX und TP-Maschinen z.B. nach meiner Beobachtung sehr oft ganz hinten im A40'er-Bereich, deswegen dachte ich, dass das so etwas wie ihr "Standard"-Platz wäre, heute steht die TP aber z.B. auf A16.

 

Auch wundert mich, warum z.B. EZY sehr oft Gate-Positionen hat, wohingegen "klassische" Fluglinien Vorfeldpositionen haben.... (wohlgemerkt sind das natürlich alles nur meine subjektiven Beobachtungen!)

 

Vielleicht kennt sich ja jemand damit aus?

 

Danke schon mal für eure Antworten.

Geschrieben

Nein, ein Experte für die Posirionsvergabe bin ich nicht. Und in Hamburg war ich auch schon länger nicht mehr.

Hier in Wien hängt es mit folgenden Sachverhalten zusammen:

 

1. Was hat die Airline eingekauft? Also Finger oder Vorfeld.

2. Mit was für einem Flugzeug kommt die Airline. Ist der Typ sozusagen "fingerfähig" oder nicht. Eine ATR ist aufgrund der ausklappbaren Türe nicht "fingerfähig"

Darüber hinaus spielt es ebenfalls eine gewltige Rolle, ob die MAschine "overnight" bleiben soll (Parken auf Vorfeld.

 

Wesentlich sind v.a. 1. ) und 2.), denn Vorfeld ist billiger als Finger.

 

Manche Airports basteln aber auch Zwischenlösungen: In Köln steht Ryanair immer vor dem Finger (aber ist nich angedockt). So können dies Paxe - wie von Ryanair gefordert - zu Fuß das Terminal erreichen.

10 Meter weiter steht Austrian und KLM und lassen per Bus vom Zwischenfeld transportieren.

Geschrieben

Ist der Typ sozusagen "fingerfähig" oder nicht. Eine ATR ist aufgrund der ausklappbaren Türe nicht "fingerfähig"

 

Das alleine hat aber noch nichts zu sagen. Die Fokker 70 hat beispielsweise auch eine Klapptür (gleichzeitig als Treppe verwendbar), geht aber trotzdem regelmässig an Finger, da die Treppe einfach vor dem Andocken unter dem Finger weggeklappt und dieser anschleissend über die Türöffnung "drübergestülpt" wird.

Geschrieben

Ja, die Fokker ist da aber die Ausnahme.

Konnte man übrigens nicht nur bei der F70, sondern auch bei der F100 haben.

 

Dazu gehört dann als Aussnahme auch CRJ. Letztens erlebt in LJU.

Geschrieben

Weitere Faktoren, die noch nicht genannt wurden:

Das Reiseziel des Fluges (Schengen oder non-Schengen, da die Flughäfen hierfür oft getrennte Abflugbereiche haben) und die "Ausmaße" der Parkposition (beispielsweise sollte man eine 757 nicht auf eine Parkposition stellen, die nur für Flugzeuge bis zur Größe eines A320 zugelassen ist).

Geschrieben

In der "Flughafen-Zeitung" (nenne das Blatt jetzt einfach mal so), steht dazu ein Artikel.

 

Es kommt auch auf das Flugziel an. Liegt das Ziel außerhalb des Schengen-Raums, kommt der Flieger auch an ein Non-Schengen-Gate. Soweit ich weiß C4, C5 (Standardplatz der EK), sowie die B-Gates.

 

Große Flugzeuge an Parkpositionen mit viel Platz und an Gates mit großen Warteräumen (bereichen).

 

Ob nun Fingerposition oder Vorfeldposition scheint von anderen Dingen abzuhängen.

 

Ob eine Maschine Overnight bleiben soll, spielt nicht eine so große Rolle. Es kommt doch recht häufig vor, dass eine Maschine nach der Ankunft am Finger andockt und für die Nacht dann auf eine Vorfeldposition geschleppt wird und am nächsten morgen zu einem anderen Gate geschleppt wird. Ein Großteil der LH und 4U Flieger wird nachts zur Technik rübergeschleppt und morgens wieder zurück.

Geschrieben

Okay?!!! Dann aber nur mit echter Hanglage, so tiefegelegt die CRJ sind.

 

Och, das will ich so nicht sagen.

 

Es gibt durchaus Flughäfen (vor allem in Kanada) mit etwas längeren Fluggastbrücken.

Da wird es selbst in die CRJ nicht so steil. Und das ist dann spätestens im kanadischen Winter durchaus angenehm.

(Zumindest ist dieses Einsteigen aber bequemer, als Busboarding einer 747 in LHR.)

 

Unerreicht ist aber immer noch das Boarding der A330 in UUS (Flughafen Khomutovo - Yushno Sakhalinsk)

Gut 300 Meter zu Fuss vom Terminal zum Flieger und dann an der Treppe die Bordkartenkontrolle!

Hätte lauschig sein können, wenn es nicht der 01.03.2013 gewesen wäre und die Außentemeraturen um -15°C geschwankt hätten und zudem ein recht starker Wind aufgekommen wäre, und nicht zuletzt der Flieger ausgebucht gewesen wäre. (30 Minuten nach unserem Abflug wurde der Airport übrigens für 72 Stunden wegen eines anhaltenden Schneesturmes geschlossen.)

Geschrieben

Danke schon mal für die zahlreichen Antworten.

 

 


 

Es gibt durchaus Flughäfen (vor allem in Kanada) mit etwas längeren Fluggastbrücken.

Da wird es selbst in die CRJ nicht so steil. Und das ist dann spätestens im kanadischen Winter durchaus angenehm.

 

 

Kann es sein, dass das Boarding von Vorfeld-Positionen (per Bus oder zu fuß) in Kanada und den USA genrell unüblicher ist als in Deutschland/Europa? Mir kommt es immer so vor, als ob dort selbst an die kleinsten Maschinen (z.B. CRJ 200/ERJ 135) noch Fluggastbrücken angedockt werden. Im Falle von Vorfeldboarding wird dann auch selten über die integrierten Treppen eingestiegen, sondern es werden oft noch aufwendige Rampen an die (kleinen) Flugzeuge herangefahren.

Geschrieben

Absolut, die haben da auch die tollsten Brücken entwickelt, die ich bislang gesehen habe.

Selbst von ebenerdigen Gateausgängen gibt es dann Fluggastbrücken die gefühlte 10 km lang sind mit Steigungen von 0,001Promille, um z.B. in eine MD80 zu kommen.

 

Cool finde ich auch die Busse in Altenrhein. Die gibt's in Nordamerika auch haufenweise, wobei ich das Gefühl habe, dass sie in den letzten JAhren weniger geworden sind.

Übringens in Altenrhein werden die Paxe mit Hubbussen an die E170 gebracht.

Geschrieben

Das mit dem Problem Schengen/Nonschengen hatte ich auch mal in FRA erlebt. Der A320 mit mir drinne dockte am Finger an (aus LHR kommend), der Weiterflug war dann innerdeutsch. Also durften wir nicht über Finger aussteigen, sondern über Treppen ab in den Bus zur Non-Schengen Ankunft....

Geschrieben

@jubo

 

Ich schließe mich deiner Beurteilung an:

 

Zumindest an größeren US-Flughäfen und ganz besonders an den HUBs ist mir eine Busabfertigung noch nicht wirklich untergekommen (oder ich habe es vergessen, resp. verdrängt). Geflogen bin dabei von der kleinen CRJ bis hin zu T7 eigentlich alles ex US-Departures.

 

Denke ich an BUR (Burbank, gelegen im Nord-Osten von LA-County) zurück, so fahren dort die Maschinen sehr nah ans Terminal heran.

Ein- und Ausgestiegen wird dann per mobiler Treppe und der (kurze) Weg zum Terminal per Pedes zurück gelegt.

 

RNO (Reno, mit Casinos gesegnet und Hauptflughafen für die Skigebiete am Lake Tahoe) ist trotz allem als tendenziell kleiner, regionaler Flughafen zu betrachten. Die punktuelle Hauptlast erzeugen Touris.

Hier gibt es zwei kleine "Concourses", über welche eigentlich alles außer einigen Heuwendern per Finger abgewickelt wird.

 

Dies ist nur eine auszugsweise Betrachtung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Es bleibt aber festzuhalten, dass insbesondere die (größeren) amerikanischen Airports sehr viel weniger auf Bus-Boarding setzen als viele Deutsche/Europäische.

Trotz allzeit transportierten kompletten Hausstand in der Kabine ist der Effizienz-Gedanke in der Transportkette bei den Amis ausgeprägter als bei uns.

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