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Pilot mit schlechtem Fachabitur werden


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Hallo liebe Community!


Schon seit Jahren ist es mein Traum Pilot zu werden, jedoch habe ich am Gymnasium schlechte Noten (dennoch ausreichend für die Versetzung), dies liegt einfach daran, dass ich mich nicht wirklich für die Themen in der Schule interessiere. Ich habe gehört, dass man über private Flugschulen dennoch die Lizenz eines Verkehrspiloten erwerben kann. Das nötige Kapital dafür kann ich aufbringen. Doch nun möchte ich wissen, ob das stimmt, dass man sozusagen trotz schlechter Noten mit „viel Geld“ trotzdem eine Lizenz erwerben kann.

 

Danke für eure Antworten 

Mit freundlichen Grüßen 

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Die Lizenz kannst erwerben, wenn du die Mindestvoraussetzungen erfüllst. Insbesondere im medizinischen Bereich, aber auch in allen anderen Bereichen, in denen Fähigkeiten gefordert werden.

 

Geld hilft insofern, dass du dir eben die Schulung leisten kannst und nicht irgendwann wegen Geldmangel abbrechen musst. Die nötigen Kenntnisse musst aber zum entsprechenden Zeitpunkt trotzdem nachweisen können, und da gehört ein gewisses Verständnis für z.B. Physik, Mathematik, Technik, Biologie (menschliches Leistungsvermögen nannte man das damals) etc dazu. Die Noten ansich sagen da erst mal nichts - mein Abi war auch unter aller Sau, und das deutlich schwierigere Studium später war mit mein bester Abschluss, den ich je gemacht hab.

Aber häufig gibt es eine gewisse Korrelation, und im falschen Moment angewendet ist Desinteresse oder Faulheit ein einfacher Weg, sich selbst rauszukegeln.

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Man kann sich auch Flugtheorie-Bücher mal vorab besorgen, dann kriegt man einen Eindruck, ob es einem liegt. Und man merkt auch, was in der Schule alles einen Luftfahrtbezug hat. Fliegen ist nun mal Physik und Wetter. Mathe ist mehr gemäßigt und angewandt, da gibt es Tabellen und Abkürzungen für, die es einem bequemer machen. Davon sollte man sich nicht abschrecken lassen.

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Als Einstieg ins Thema Luftfahrt auch ganz gut geeignet ist einer der vielen Luftsportvereine. Mal mitfliegen, vielleicht ne kleinere Lizenz sogar selbst erwerben, und mit den Leuten dort reden. Häufig findet man auch Mitglieder, die selbst in der professionellen Luftfahrt daheim sind und Ratschläge geben und von Erfahrungen berichten können.

 

Trotzdem bleibt es dabei, wie oben geschrieben. Noten heißen nichts. Aber die Arbeitseinstellung muss passen, sonst hast keine Chance.

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  • 4 Wochen später...
Am 20.4.2022 um 21:25 schrieb Derallerwahre282:

Hallo liebe Community!


Schon seit Jahren ist es mein Traum Pilot zu werden, jedoch habe ich am Gymnasium schlechte Noten (dennoch ausreichend für die Versetzung), dies liegt einfach daran, dass ich mich nicht wirklich für die Themen in der Schule interessiere. Ich habe gehört, dass man über private Flugschulen dennoch die Lizenz eines Verkehrspiloten erwerben kann. Das nötige Kapital dafür kann ich aufbringen. Doch nun möchte ich wissen, ob das stimmt, dass man sozusagen trotz schlechter Noten mit „viel Geld“ trotzdem eine Lizenz erwerben kann.

 

Danke für eure Antworten 

Mit freundlichen Grüßen 

 

Hi,

Abitur ist grundsätzlich keine Voraussetzung zum Erwerb einer kommerziellen Pilotenlizenz. Auch gibt es zahlreiche Airlines, die Abitur nicht als Grundvoraussetzung haben.  Abitur zu haben ist sicherlich ein Vorteil, die Noten in Auswahlverfahren meiner Erfahrung nach jedoch quasi unbedeutend, ich würde mir an deiner Stelle somit darüber keine größeren Gedanken machen.

Meines Wissens nach sind mittlerweile auch private EASA Flugschulen verpflichtet ein Competency Assessment vor Ausbildungsantritt durchzuführen um Grundvoraussetzungen der Anwerter auszutesten.

M.M.n.: wer die Theorie zum Berufspiloten schaffen will (!), der schafft es. Die "Aufgabenbeispiele" sind nicht endlos. Oftmals ist man mit selfstudy auf sich alleine gestellt. Natürlich im Idealfall mit Ansprechpersonen, dennoch muss man die Selbstdisziplin aufbringen und auch wirklich etwas dafür tun. Die Menge ist schon nicht zu unterschätzen und Pilot wird man nicht von heute auf morgen oder halbherzig im Vorbeigehen, das erwähnt am Rande.

 

Ein persönlicher Rat: Wähle eine namhafte Flugschule; nicht zwingend nach dem Preis. Ich möchte damit nicht sagen, dass billig gleich schlecht, und teuer gleich toll sein muss, aber Ausbildungsstätten haben ihren Ruf und Berufspilotenausbildung/Lizenz ist nicht gleich Berufspilotenausbildung/Lizenz. Manche gute, manche schlechte. Manche ziehen Arbeitgeber bei der Wahl ihrer Piloten in Betracht, manche bewusst nicht.

 

 

Alles Gute und viel Erfolg!
LG Max

Bearbeitet von max-x-150
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