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Crewlounge

LH Piloten werden zu CLH entsendet

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Lufthansa einigt sich mit Piloten

 

MÜNCHEN --Die Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt, kann das Regionalfluggeschäft ausbauen. Die Fluggesellschaft hat sich mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit auf eine entsprechende Vereinbarung geeinigt, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) in ihrer Dienstagausgabe berichtet. Danach wird Lufthansa im Regionalflugverkehr bald größere Flugzeuge einsetzen als bisher. Dies bestätigte ein hochrangiger Lufthansa-Manager der Zeitung.

 

Mit der neuen Vereinbarung kann die Fluggesellschaft die Produktivität ihrer Kurzstreckenflüge steigern, bei denen sie durch die Billigflieger unter Druck geraten ist. Ein Sprecher der Gewerkschaft bezeichnete die Vereinbarung gegenüber der Zeitung aber als eine Ausnahme.

 

Die Verhandlungen zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft laufen bereits seit Dezember 2004. Ende 2005 hatten die Piloten die Gespräche über die Neuordnung des Regionalflugs abgebrochen. Lufthansa hatte zuvor den Kauf von zwölf Kurzstreckenflugzeugen beschlossen, die größter sind als die bisherigen.

 

Dies war der Streitpunkt: Eine Tarifvereinbarung sieht vor, dass Flugzeuge mit mehr als 70 Sitzplätzen nicht von Piloten der günstigeren Konzerntöchter wie dem Regionalflieger Lufthansa Cityline geflogen werden dürfen, sondern von den Piloten der Lufthansa selbst. Die für Cityline bestellten neuen Flugzeuge des Typs Bombardier haben aber 84 Sitze. Sie ersetzen 20 kleinere Maschinen mit 50 Sitzplätzen. Cityline werde die ersten beiden neuen Maschinen im Juni einsetzen, der Rest werde bis Ende 2006 ausgeliefert, sagte der Lufthansa-Manager der "SZ".

 

Der Kompromiss zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft sieht nun vor, dass per Arbeitnehmer-Überlassung 30 Piloten der Lufthansa auf die neuen Flugzeuge der Cityline wechseln. Sie werden nach dem Konzern-Tarifvertrag der Lufthansa bezahlt, der bessere Konditionen hat als der von Cityline, aber nach den Arbeits- und Einsatzbedingungen der Regionaltochter arbeiten. Die Piloten der Lufthansa Cityline haben beispielsweise längere Arbeitszeiten.

 

Für weitere 30 Kapitäne und 60 Copiloten, die auf den neuen Flugzeugen fliegen werden, gelte der Tarifvertrag von Cityline komplett, also auch hinsichtlich der Bezahlung, sagte der Lufthansa-Manager. Der Wechsel von der Lufthansa AG zur Regionaltochter bedeute für die 30 Piloten eine schnellere Karriere. Sie erhielten sofort den Kapitänsstatus, während sie bei Lufthansa noch einige Zeit auf diesen Aufstieg warten müssten, so der Manager weiter.

 

Zugleich einigten sich Gewerkschaft und Lufthansa darauf, die Piloten-Ausbildung voranzutreiben, um die Pilotenknappheit zu beheben. Es gibt zu wenig Piloten am Markt, weil neue Fluggesellschaften einen großen Bedarf haben. Nach Worten des Lufthansa-Managers werden vom 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 alle 3.500 Piloten der Lufthansa AG auf zwei freie Tage im Quartal verzichten. Außerdem soll die Zahl der monatlichen Flugstunden um drei erhöht werden. Derzeit beträgt die reine Flugzeit 88 oder 91 Stunden, abhängig von der Anzahl der Tage des Monats.

 

Am 20. April beginnen nach Worten des Managers die Tarifverhandlungen für den Ende März ausgelaufenen Konzerntarifvertrag für die 3.900 Piloten der Lufthansa AG und der Frachttochter Lufthansa Cargo. Die Piloten haben eine zweijährige Nullrunde beim Gehalt hinter sich. Deshalb wird eine schwierige Tarifrunde erwartet. Seinen härtesten Tarifstreit hatte der Konzern 2001. Damals hatten die Piloten 30% mehr Gehalt gefordert und wochenlang gestreikt.

 

Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber drängt schon länger darauf, die Bezahlung neuer Mitarbeiter stärker als bisher am Wettbewerb zu orientieren. Die Fluggesellschaft bewege sich nicht mehr in einem geschlossenen deutschen Markt. Die Gehälter der Piloten seien höher als die der Konkurrenz, hatte Mayrhuber nach den gescheiterten Gesprächen zur Neuordnung des Regionalflugs gesagt.

 

DJG/nas

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Interessanter Kompromiss und vielleicht nur die Spitze des Eisberges. In den USA fängt ja NW z.B. auch an, Kapazitäten der Mainline (auszuflottende DC-9) schrittweise auf die Regionalen (per CR9 oder ER9) zu verlagern, um mit den Locos mithalten zu können.

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Nur dass es bei LH genau umgekehrt ist. Bei LH fliegen die teureren Konzernpiloten die Maschinen der Regionaltochter, bei NW die günstigen Regioflugzeuge die Strecken der Mainline...

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Das bedeutet, das Cityline bald in der regulären LH aufgehen dürfte. Und dann kriegt "jemand anderes", billigeres das Aufgabengebiet, der auch schon in CGN sitzt...

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Nur dass es bei LH genau umgekehrt ist. Bei LH fliegen die teureren Konzernpiloten die Maschinen der Regionaltochter, bei NW die günstigen Regioflugzeuge die Strecken der Mainline...

 

Naja, ganz so einfach ist das LH-Modell nicht. Es gibt da eine paar interessante Klauseln, die (nach meinem Verständnis) dazu führen, dass die LH-Piloten eben nicht Stundensätze und Salär 1:1 aus dem LH-Vertrag übernehmen können.

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Von den 60 neu entstehenden Kapitänsstellen auf den CRJ900 gehen 30 an LH, die restlichen 30 werden von CLH Kollegen bereedert - ist doch ein guter Kompromiss.

 

Gruß,

 

Nabla

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Bei mir tun sich hier Fragen über Fragen auf:

Wenn ich aber richtig rechnen kann reduziert sich die CLH-Flotte durch den Deal um 8 Maschinen und sinkt ist der Bedarf an CPT&FO bei CLH um ca 80. Wenn jetzt auch noch 30 CPT von Mainline hinzukommen, haben wir bei CLH ca. 110 Pioten zuviel. Was geschieht mit diesen?

Bedeutet das nicht, dass viele CLH FOs jetzt nicht noch länger auf den linken Sitz warten müssen oder gar das Cockpitpersonal abgebaut wird.

Oder werden im Gegenzug gar CLH-Piloten zu LH Pax/Cargo wechseln können?

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Nur dass es bei LH genau umgekehrt ist. Bei LH fliegen die teureren Konzernpiloten die Maschinen der Regionaltochter, bei NW die günstigen Regioflugzeuge die Strecken der Mainline...

 

Naja, ganz so einfach ist das LH-Modell nicht. Es gibt da eine paar interessante Klauseln, die (nach meinem Verständnis) dazu führen, dass die LH-Piloten eben nicht Stundensätze und Salär 1:1 aus dem LH-Vertrag übernehmen können.

Gehalt weiterhin zu (besseren) LH Konditionen, Arbeitszeit zu (schlechteren) CLH Konditionen.

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Nur dass es bei LH genau umgekehrt ist. Bei LH fliegen die teureren Konzernpiloten die Maschinen der Regionaltochter, bei NW die günstigen Regioflugzeuge die Strecken der Mainline...

 

Naja, ganz so einfach ist das LH-Modell nicht. Es gibt da eine paar interessante Klauseln, die (nach meinem Verständnis) dazu führen, dass die LH-Piloten eben nicht Stundensätze und Salär 1:1 aus dem LH-Vertrag übernehmen können.

Gehalt weiterhin zu (besseren) LH Konditionen, Arbeitszeit zu (schlechteren) CLH Konditionen.

 

Korrekt. Die Symbolik ist jedoch viel wichtiger - ist erst einmal das "Bollwerk" LH-Tarifvertrag/ Scope Clause (entschuldige jetzt bitte die laienhafte Ausdrucksweise) an einer Stelle gebrochen, so kann man sich ja ausrechnen, wie mittelfristig die Entwicklung weitergehen wird.

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Sorry, Crewlounge,wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

Da geht mir die Hutschnur hoch!

Ich hab mich lange aus diesem Forum zurückgehalten, und das ist auch NUR EIN Post um ein paar Dinge hier mal klar zu stellen!

 

1. würden sich die Jungs im KTV die Finger nach unseren Bedinungen abschlecken (MTV, und glaub JA nicht, das wir deutlich weniger verdienen, als deine Kollegen vorne im Cockpit!!! Wir werden etwa auf Basis von 60 Block hrs. bezahlt (105 FDZ!)- frag mal deine Kollegen, die etwa 30% mehr fliegen müssen oder bekommt ihr für 3 Std FOC Sitzerei Geld?

Bzw. frag mal einen Co, was der so in der 4 Stufe brutto am Monatsende rausbekommt- zu DM- Zeiten wäre das bei mir ein schöner 5 Stelliger Betrag gewesen). wenn man so ein großes Ego hat und sich deshalb nicht "herablassen" kann die unsere, naja, für mache ist das ja kein Flugzeug, zu fliegen- dann muß man wirklich arm sein! frag doh mal einige Ex- Leihmeier, die meisten würden lieben gerne wieder zuück kommen, wenn sie könnten (ich sag nur 9 Stationen in D für Kabine UND Cockpit!!!)

 

2.

Wer sagt, denn das die Flotte um 8 reduziert wird? Es werden genau 4 Flugzeuge weniger fliegen, wir werden im Sommer mit 20 CRJ 700, ab Juni bis Dez mit 12 CRJ900 und 39 CRJ 1/2 fliegen! Macht genau 4 Flieger weniger.

 

3. wird es keinen Personalabbau gehen, nur um einen Tarifvertrag durchzusetzen!

 

4. Wir bekommen einige Goodies, die hier nicht zur Diskussion stehen und auch keinen ausserhalb der Firma (Cockpit) was angehen!

Der Zeitungsartikel kennt nicht mal die hälte der Wahrheit!

 

Wie schon gesagt, spart euch eure Spekulationen für andere Themen! Hier haben ALLE vollkommmen daneben spekuliert! Basta!

 

Das war´s!

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Flaps Full

Was immer Du hier sagen willst, sei bitte höflicher. Foren mit Kasernenhofton gibt es schon genug.

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@FF/Nabla

 

Habe ich das jetzt richtig verstanden?

Der Wechsel zur Cityline ist für "grose Lufthanseaten" *GG* die Chance, sofort befördert zu werden, während sie bei der LH AG noch eine Weile rechts sitzen müssten?

 

Ist ggf. für die Jungs interessant, die von der Cityline zur Cargo gewechselt sind um in den Konzern zu kommen.

Ein Schritt zurück von der Big-Eleven zum Candy-Jet mit einer beförderung versüsst?

Besser geht es doch kaum, oder?

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Das wäre aber für die Kapitänsaspiranten von Cityline ungerecht. Denen werden künftig, wie bei 4U, LH-Jung-Kapitäne vor die Nase gesetzt. Kannst Dir ja mal bei pilots.de den Aufruhr gegen die VC durchlesen.

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Sorry, Crewlounge,wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!

Da geht mir die Hutschnur hoch!

 

Ich werde meine "Fresse", wie Du Dich auszudrücken beliebst, ganz sicher nicht halten, nur weil Du es sagst.

 

Ich möchte wissen, wie Du darauf kommst, dass ich "keine Ahnung" habe.

Ich habe lediglich wiedergeben, was in der SZ zu lesen war:

 

Der Kompromiss zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft sieht nun vor, dass per Arbeitnehmer-Überlassung 30 Piloten der Lufthansa auf die neuen Flugzeuge der Cityline wechseln. Sie werden nach dem Konzern-Tarifvertrag der Lufthansa bezahlt, der bessere Konditionen hat als der von Cityline, aber nach den Arbeits- und Einsatzbedingungen der Regionaltochter arbeiten. Die Piloten der Lufthansa Cityline haben beispielsweise längere Arbeitszeiten.

 

http://de.biz.yahoo.com/10042006/341/lufth...he-zeitung.html

Ich erwarte von Dir, dass Du Deine unflätige Bemerkung mir gegenüber zurückziehst. In einem solchen Ton spricht niemand mit mir, auch Du nicht.

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Es ist doch so wahnsinnig einfach an die korrekten Infos zu kommen. Die Presse berichtetet halt leider nie korrekt und daher sollte man diese Infos nicht verwenden.

 

Einfach mal auf www.vcockpit.de gehen, unter Mitglieder Informationen auf Tarif-Information klickern und sich die aktuellen Infos anschauen. Wenn man dazu nicht in der Lage ist (mangels Mitgliedschaft) sollte man eventuell einen der bei den betroffenen Unternehmen beschäftigten Piloten nach den aktuellen Infos fragen, FF zum Beispiel.

 

Allerdings war sein Ton schon etwas daneben.

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Es ist eben nicht einfach, hier an die korrekten Informationen zu kommen. Du nennst hier den nicht öffentlich zugänglichen Mitgliederbereich der VC als Quelle. Der sehr kontroversen Diskussion bei Pilots.de nach erfahren aber auch Piloten einen Teil der Vereinbarungen nur aus der Presse.

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@Full Flaps

Es war bei mir eine Frage anhand des in der Presse (12 statt 20 Maschinen) kolportierten welche Auswirkungen das auf die Arbeitsplätze hat, zumal eben Mainline-Piloten zu CLH kommen und keine Unterstellung, dass CLH jetzt Personalabbau betreiben würde.

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Sicher Nosig, gibt ja auch genug Piloten die nicht in der VC sind, auch bei tarifierten Airlines. Tatsächlich ist auch der Organisationsgrad eine sich massiv verändernde Grösse, das kann schon mal zwischen 20% und 90% bei einer Firma innerhalb eines Jahres schwanken.

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