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ATN340

Kinofilm "Flug 93" - einmal >SACHLICH< disku

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Hallo Forum,

 

da der erste Thread zu diesem Thema mittlerweile weit off topic und geschlossen ist hier also eine Neuauflage mit meiner ausdrücklichen Bitte, den Film zum Hauptgegenstand zu machen:

 

Ich habe ihn mir gestern angesehen und fand ihn sehr realistisch.

Die Handlungen deckten sich zu über 90% mit Darstellungen in der Presse.

 

Der Focus hat vor geraumer Zeit mal Auszüge aus dem CVR von UA093 abgedruckt. Diese habe ich 1:1 wiederentdeckt.

 

Was mich etwas irritiert hat war das Chaos auf Behörden-Ebene.

Um meinen Eindruck mal leicht ironisch wiederzugeben

"Keiner ist zuständig - aber jeder will informiert werden und die Entscheidungsgewalt haben!"

 

Auch diverse Anfängerfehler sind kaum erklärbar, sollten sie so passiert sein.

Z.B. Ging man davon aus, dass es AA011 war, der ins Pentagon geflogen ist; Es war aber AA077 oder dass nicht UA093 betroffen war sondern DL098(?)

 

Auch hat mich irritiert, das in der Darstellung des Films die Maschine konstant am Limit geflogen wurde.

Mir kam es so vor, als wäre im Cockpit minutenlang ein einziges Konzert aus Warnsignalen abgespielt worden.

Insbesondere Overspeed-Warnings sind ja äußerst heikel in der Praxis (-->Strukturelle Überlastung).

 

Daher meine Frage, primär an mitlesende Piloten:

Wie lange hält ein Flugzeug eine Overspeed und/oder starke Kurven- und Sinkflüge aus?

 

Ob dies wirklich so war oder ob der Regisseur da (gewollt oder nicht) etwas überteiben hat wissen nur diejenigen die die Blackboxen ausgewertet haben.

 

Ich kann mich dunkel an einen Film über AA011 erinnern, in dem gesagt wurde dass die Kurvenmanöver am absoluten Grenzbereich einer 767 waren.

Demnach erscheinen mir zumindest kurzzeitig solche Manöver wiederum sehr realistisch da alle Terroristen die gleichen fliegerischen Vorraussetzungen hatten.

 

Würde mich freuen, wenn hier einige User nochmal zu den von mir aufgezeigten Punkten ihre Einschätzung abgeben würden![/b]

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Daher meine Frage, primär an mitlesende Piloten:

Wie lange hält ein Flugzeug eine Overspeed und/oder starke Kurven- und Sinkflüge aus?

 

bis es zerbricht

 

Ob dies wirklich so war oder ob der Regisseur da (gewollt oder nicht) etwas überteiben hat wissen nur diejenigen die die Blackboxen ausgewertet haben.

 

das werden wir wohl nicht erfahren. Allerdings durde die AA11 ein paar Minuten vor dem Einschlag noch auf Reiseflughöhe gesehen und muss entsprechend ganz schön runtergeknüppelt worden sein. Unrealistisch wird es nicht sein, die "Piloten" waren ja unerfahren wie nur was.

Auf der anderen Seite sollten solche Alarmmeldungen auch im Transcript auftauchen.

Demnach erscheinen mir zumindest kurzzeitig solche Manöver wiederum sehr realistisch da alle Terroristen die gleichen fliegerischen Vorraussetzungen hatten.

 

und die waren nicht sehr ausgeprägt:

 

"allowed them to take only two lessons before advising them to quit."

"We didn't kick them out, but they didn't live up to our standards."

"They seemed like nice guys," the instructor said, "but in the plane, they were dumb and dumber."

"Their English was horrible, and their mechanical skills were even worse," said an instructor, who asked not to be named. "It was like they had hardly even ever driven a car ..."

"neither man was able to pass a Stage I rating test to track and intercept."

"on three test runs during the second week of August, they found he had trouble controlling and landing the single-engine Cessna 172"

"declined to rent him a plane without more lessons."

 

..und was die Fluglehrer nicht alles über sie sagen.....

 

Gruß, Thomas

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...Allerdings durde die AA11 ein paar Minuten vor dem Einschlag noch auf Reiseflughöhe gesehen und muss entsprechend ganz schön runtergeknüppelt worden sein. Unrealistisch wird es nicht sein, die "Piloten" waren ja unerfahren wie nur was...

Da hast Du (vermutl. ganz unbewusst) ein Argument der VT-Theoretiker ins Spiel gebracht... dort liest man immer wieder das gerade weil so viele Manöver so extrem waren... und kurz darauf so präzise ins Ziel getroffen wurde (WTC war ebenso wenig sonderlich breit wie das Pentagon sonderlich hoch ist) müssen diese Cessna-Flugschüler recht begabt (zumindest talentiert) gewesen sein.

 

Ich habe den Film (noch) nicht gesehen, geht man denn dort von einem absichtlichen Absturz in den Acker aus - oder ist es ein Unfall gewesen weil es im Cockpit zu einem Handgemenge kam?

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Ich habe den Film gestern gesehen und fand ihn wirklich sehr gut und realistisch gemacht. Kein Vergleich zu früheren Filmen dieser Art.

 

Es wird dort so dargestellt, daß der Absturz wegen eines Handgemenges bzw. Kampf im Cockpit passiert ist.

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Das hätte ich noch erwähnen sollen:

Der Film endet damit, dass es den "revoltierenden" Paxen gelungen ist,

die beiden Bewacher in der Cabin zu überwältigen und sie anschliessend mit Hilfe eines Trolleys als Rammbock das Cockpit gestürmt haben.

Daraufhin kommt es zu einem Handgemenge und der fliegende Terrorist drückt das Steuer nur noch nach unten bis zum Aufschlag.

 

Gemäß dieser Darstellung fehlten den Paxen vielleicht 15 Sekunden, die sie noch gebraucht hätten um die Kontrolle wieder zu übernehmen!

 

Ich sehe die Attentäter wie Hepo auch als "talentiert" an.

Der Einschlag der UA ins WTC wird im Film aus der Sicht von Newark-Tower gezeigt.

Demnach ist der Vogel mit hoher Geschwindigkeit (es wurden damals 300-330KTS geschätzt) über NYC geflogen und punktgenau im 2. Turm eingeschlagen.

Wie bereits gesagt, auch der Pilot von UA093 hat den Vogel konstant am Limit bewegt.

Wer das nach ein paar Cessna-Stunden hinbekommt verdient aus fliegerischer Sicht Respekt

 

Über Motive, Ziel etc. muss man nicht diskutieren!

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müssen diese Cessna-Flugschüler recht begabt (zumindest talentiert) gewesen sein.

 

das sie es nach ihren Fluglehrern nicht waren ist nunmal Fakt, das man dann ein Mords Glück braucht um das Pentagon aus einer 270° Grad Kehre zu treffen oder zielgenau von FL300+ binnen <=8 min das WTC zu treffen ist mir schon klar.

 

Gruß, Thomas

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Ich sehe die Attentäter wie Hepo auch als "talentiert" an.

 

Wer das nach ein paar Cessna-Stunden hinbekommt verdient aus fliegerischer Sicht Respekt

Ihr solltet für ein Denkmal für die Glanzleistung der Attenttäter sammeln, damit deren fliegerische Leistung richtig gewürdigt wird.

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@101

 

ich weiss schon, warum ich "aus fliegerischer Sicht" + den Zusatz dadrunter vermerkt habe!

 

Es soll nicht der Eindruck entstehen,dass ich in irgendeiner Weise mit den Terroristen sympatisiere o.ä.

 

Ich habe auch mal Segelflugunterricht gehabt, bis ich aus gesundheitlichen Gründen "aussortiert" wurde.

Ich glaube aber nicht, dass ich dazu in der Lage wäre, in FL290 einen Jet zu übernehmen und zielgerichtet zu crashen.

 

Die Jungs hatten es aus fliegerischer Sicht wirklich drauf, was sie mit diesen Fähigkeiten gemacht haben kann man leider nicht in Worte fassen :(

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Verstehe Deine heimliche Bewunderung

den Vogel konstant am Limit bewegt
trotzdem nicht. Ich finde sowas einfach nur abstoßend.

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Ich glaube nicht das er die Terroristen bewundert. Er will nur zum Ausdruck bringen das es nicht so einfach ist ein solches Ziel zu treffen und die Fliegerische Ausbildung der Attentäter nicht so schlecht gewesen sein kann.

Also beruhige dich wieder, sonst läuft dieser Thread genauso aus dem Ruder wie der letzte.

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und die Fliegerische Ausbildung der Attentäter nicht so schlecht gewesen sein kann.

 

was nicht mehr und nicht weniger bedeuten würde das es nicht die Vier gewesen sein können...

 

Gruß, Thomas

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Ihr solltet für ein Denkmal für die Glanzleistung der Attenttäter sammeln, damit deren fliegerische Leistung richtig gewürdigt wird.
Man kann es auch in sofern übertreiben, als dass man mit solchen Aussagen eine sachliche Aufarbeitung der Tatsachen, durch eine ausgeprägte Emotionalität, verhindert.

Es würde ein ganzes Stück anders aussehen wenn die Täter hier zu Helden hochpoliert werden würden.

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Kein absichtlicher Absturz verdient aus fliegerischer Sicht Respekt.

 

Gilt das auch für die japanischen Flieger in WKII?

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Wie Du zu Fanatismus stehst, bleibt Dir überlassen.

Mir ging es um diesen Satz im vermeintlichen Kennerjargon und um Zivilpiloten:

 

Demnach ist der Vogel mit hoher Geschwindigkeit (es wurden damals 300-330KTS geschätzt) über NYC geflogen und punktgenau im 2. Turm eingeschlagen.

Wie bereits gesagt, auch der Pilot von UA093 hat den Vogel konstant am Limit bewegt.

Wer das nach ein paar Cessna-Stunden hinbekommt verdient aus fliegerischer Sicht Respekt

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Ich habe diesen satz nicht so verstanden, dass die terroristen damit "gelobt" werden sollten, sondern dass die wahrscheinlichkeit, die twin towers beide so zielgenau zu treffen, eigentlich recht gering war.

 

Es hätte genauso passieren können, dass die maschinen daneben gecrasht wären, in andere häuser oder in den hudson river. Das wäre zwar auch sehr schlimm gewesen und hätte viele tote geben (bei der variante river vermutlich nicht ganz so viele), .... es hätte aber nicht diese furchtbare symbolkraft der beiden einstürzenden türme gehabt, dieses bild das sich schon jetzt ins kollektive gedächtnis der menschheit eingebrannt hat.. Mir läuft es jetzt noch kalt über den rücken wenn ich an die bilder denke, auch wenn es schon 5 jahre her ist..!

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Ich sehe die Attentäter wie Hepo auch als "talentiert" an.

 

Wer das nach ein paar Cessna-Stunden hinbekommt verdient aus fliegerischer Sicht Respekt

Ihr solltet für ein Denkmal für die Glanzleistung der Attenttäter sammeln, damit deren fliegerische Leistung richtig gewürdigt wird.

 

ich dachte es ginge hier um fliegerische Fragen und nicht moralische!!?

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In der Flugerprobung wird eine Design Dive Speed geflogen (Vd), die seeeehr weit über den Vmo / Mmo Limits liegt.

Die Limits sind in erster Linie dafür da, um das Flugzeug im Flugalltag "haltbar" zu machen.

 

Gruß,

 

Nabla

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Mann o Mann natürlich meint der ATN 340 dass nicht so als würde er die Dreckärsche die dieses Verbrechen begangen haben, hochzuloben. Nein er meint lediglich, dass diese menschlichen Wesen leider leider fliegerisch perfekt ihren Auftrag erfüllt haben. Und der war wohl, dass die Boeings in das Hochhaus reinrasen. Hört sich halt bissel blöd an, aber ich hab ihn verstanden wie ers meint.

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Ich denke es ist nach einem gewissen Maß an Interesse nicht sonderlich schwierig ein großes Flugzeug in etwa wohin auch immer zu steuern. Im Gegenteil, gerade ein großes Flugzeug lässt sich durch die technischen Hilfen grundsätzlich sehr einfach bewegen - wenn Du weisst wohin es Sinn machen könnte zu drücken also es zu bedienen.

 

Ich gehe sogar soweit mit dem geographischen und logischen Wissen eines FS 2004 Capitäns und etwas praktischem Wissen wie ein Cockpit tatsächlich aussieht und ein paar Stunden PPL triffst Du jedes 50. stöckige Gebäude bei Sonnenschein im Schlaf mit einer 767/757.

 

Das Flugzeug ist gestartet, getrimmt und fliegt, du stellst am AP herum, ggf. gasgeben und lenken. That's it!

 

Das ist weder eine Glanzleistung nach verdient diese Respekt. Auch wundert mich das nicht. Da wundert mich in der Geschichte eher wie ein Österreicher die ganze Welt in Schutt und Asche legen konnte und die Bevölkerung diesen Menschen auch noch gewähren lies, als wie 2 Duzend religiöse Phanatiker nach PPL und ausgiebiger Recherche Flugzeuge in irgendwohin gelenkt haben.

 

Sorry, aber rein nach dem fliegerischen Können, war das wirklich keine Glanzleistung.

 

Da war der Österreicher auf seinem Gebiet wesentlich "erfolgreicher" auch wenn dies bestimmt keinen Respekt verdient.

 

Gruß Suffi

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Ich gehe sogar soweit mit dem geographischen und logischen Wissen eines FS 2004 Capitäns und etwas praktischem Wissen wie ein Cockpit tatsächlich aussieht und ein paar Stunden PPL triffst Du jedes 50. stöckige Gebäude bei Sonnenschein im Schlaf mit einer 767/757.

 

Jaja - jeder zweijährige fährt ja auch mim Spielzeugfeuerwehrauto herum - also wenn seine Beine lang genuf wären, könnte er auch ein richtiges Feuerwehrauto lenken :-)

 

Das was du da oben beschreibst is für mich einfach nur blödsinn - tut mir leid!

 

lg P

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Ich sehe das aehnlich wie Suffi. Meine "Cockpiterfahrung" beruht auf 70er-Jahre Katastrophenfilmen, Internetrecherchen und, zugegeben, vielen Stunden Flight Simulator (4 bis 9). Zu meinem 30. Geburtstag bekam ich einen "Flug" im Lufthansa A320-Simulator in Frankfurt geschenkt. Ich habe den Airbus (unter Hilfestellung, aber ohne direkten Eingriff in die Steuerung) gestartet, hab in 10000 Fuss eine etwas ausgedehnte Platzrunde gedreht und bin danach wieder gelandet. Das ganze sah vielleicht teilweise nicht sonderlich elegant aus und der Grossteil der Passagiere waere vor Angst ohnmaechtig geworden, aber letztendlich gab es weder Todesopfer noch Sachschaden ;-)

Nebenbei bemerkt kann ich ein solches, leider recht teures "Flugabenteuer" jedem Interessierten empfehlen, der Flug an sich macht wahnsinnig Spass und im vorausgegangenen ausfuehrlichen (aber kurzweiligen) Briefing lernt man Einigies ueber die Physik des Fliegens (recht ausfuehrlich, z.B. Stroemungszonen an den Tragflaechen, Funktion von Steuerflaechen usw.).

 

Gruss

Kennny

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