martin.stahl Geschrieben 5. Januar 2009 Melden Geschrieben 5. Januar 2009 Schon seit Jahren bewunderte ich die Fotos der vielen interessanten russischen Maschinen auf dem Salzburger Flughafen um das orthodoxe Weihnachtsfest herum, hatte es in den letzten Jahren aber verpasst, rechtzeitig einen Flug nach Salzburg zu buchen. Im letzten Jahr buchte ich zeitig, um einen Tagesausflug für 99 Euro zu bekommen und pokerte daher, was das Flugzeugaufkommen betraf. Enttäuschend war für Flugzeugenthusiasten, dass Tupolews 134/154 und die MD80-Reihe aus Lärmschutzgründen Salzburg nicht mehr anfliegen dürfen, so dass sich der Verkehr weitgehend auf Airbus und Boeing beschränkte. Aber auch so gab es genügend Interessantes zu sehen. 03.01.09 OS 262 (durchgeführt von Tyrolean Airways), planmäßig 8:35 - 9:40, tatsächlich 9:05 - 10:07 Uhr Dash DH8-400 OE-LGA „Kärnten“, Gate B9, Startbahn 18, Landebahn 16 Platz 17 A Wie üblich wachte ich zu bald auf und machte mich in der Eiseskälte kurz nach 6 Uhr auf den Weg. Da die Fahrzeiten der öffentlichen Verkehrsmittel an diesem Tag nicht wirklich zu meiner Abflugszeit passten, fuhr ich mit dem Auto und stellte es seit langer Zeit wieder einmal im Parkhaus ab. Trotz der extremen Kälte sprang mein Wagen an, aber kurz darauf soff der Motor ab. Zum Glück stand ich so günstig am Berg, dass ich die Straße hinunterrollte und den Wagen wieder in Gang brachte. Die restliche Fahrt war ereignislos und ich kam zeitig am Flughafen an. Die Flüge waren fast ausgebucht und anscheinend reisten die russischen Schifahrer nicht nur mit den Charterflügen an, sondern auch mit Linienmaschinen über Frankfurt. Zumindest hörte ich am Gate um mich herum viel russisch. Mit dem Bus wurden wir zur Vorfeldposition im Westen des Flughafens nahe des Frachtbereichs gebracht, wo mittlerweile alle Austrian-Maschinen abgestellt sind. Kaum saßen wir startbereit in den Sitzen, kam aus dem Cockpit die Meldung, dass sich der Abflug um eine gute halbe Stunde verzögern würde. Wir hätten einen neuen Slot bekommen, da in Salzburg Nebel und bei der Frankfurter Flugsicherung Personalmangel herrschte. Kurz nach 9 Uhr ging es dann aber los und wir rollten das kurze Stück zur Startbahn West und hoben dort ohne weitere Wartezeit um 9:12 Uhr ab. Die Flugrouten: Nach einer Linkskurve über Mörfelden ging es zum Mainviereck. Der Untermain mit Aschaffenburg Mainviereck mit Wertheim und Marktheidenfeld (meiner alten Heimat) Wir flogen weiter nach Südosten über Bad Mergentheim und Rothenburg ob der Tauber, bis wir bei Ingolstadt die Donau erreichten. Der Bordservice bestand aus warmen und kalten Getränken und einem Croissant. Das überraschte mich, da Tyrolean für seinen guten Service bekannt war und wir noch im Sommer für die ungefähr gleich lange Strecke Nürnberg-Wien eine kalte Platte mit Salat und frische warme Brötchen bekommen hatten. Ich weiß nicht, ob die Verpflegung streckenabhängig stark variiert oder ob Tyrolean aus Kostengründen die Verpflegung nun auch eingeschränkt hat. Flughafen München, den wir brav umflogen (auf der Flugroute deutlich als Knick bei München zu erkennen) Beim Anflug auf Salzburg machte sich dann auch der Nebel bemerkbar. Die Sonne hatte aber noch genügend Kraft, den Nebel tagsüber aufzulösen, so dass mich in Salzburg ein strahlend blauer Himmel erwartete. Freilassing Um 10 Uhr setzten wir auf der Bahn 16 in Salzburg auf. Wir rollten noch ein ganzes Stück zur Parkposition, die sich etwas abseits des Vorfelds auf dem Bereich der allgemeinen Luftfahrt befand. Ich verschaffte mir einen kurzen Überblick über das überfüllte Terminal, in dem sich den ganzen Tag über die Urlauber drängten und fand dann den Weg zur Dachterrasse, wo ich die nächsten Stunden verbrachte, unterbrochen von kurzen Aufwärmpausen im Terminal. Der Flugplan war während des ganzen Tags ziemlich durcheinander geraten. Während die Tyrolean-Maschine bei den restlichen Frankfurt-Salzburg-Flügen ihre Verspätung wieder aufholte, waren viele andere Maschinen aus der GUS, der Ukraine und Großbritannien verspätet. Jede Verspätung wurde per Lautsprecher bekannt gegeben, dass die jeweilige Fluggesellschaft bedaure, die Verspätung des Flugs XY aus operationellen Gründen bekannt geben zu müssen. Während die Landungen fast ausschließlich in südlicher Richtung auf Bahn 16 stattfanden, wurde ohne erkennbares Muster in beide Richtungen (also 16 und 34) gestartet. Vorfeldpanorama British Airways B733 nach London-Gatwick Den Verspätungen verdankte ich dieses Highlight, das ich sonst verpasst hätte: B757 der Air Bashkortostan, die das Flugzeug von VIM gemietet hatte. Aer Lingus (A320) und Rossiya (A319) Easy Jet A319 Ryanair B738 Rossiya B735 nach St. Petersburg Transavia B737 nach Brüssel Jet Time B733 nach Kopenhagen Blue 1 MD90 nach Helsinki Lauda Air B738 nach Dublin Smartwings B738 im Auftrag der ukrainischen Windrose nach Kiew Ural Airlines A320 nach Ekaterinburg Sky Express B735 nach Moskau Dniproavia Er145 auf dem Leerflug zurück nach Dniepropetrovsk in die Ukraine Eine der vielen Thomas Cook-Maschinen (hier B752) Malmö Aviation ARJ100 nach Malmö Thomsonfly B733, die die häufigsten Besucher in Salzburg waren. Es kam auch eine B752. Die DH8 der Tyrolean, die viermal am Tag zwischen Salzburg und Frankfurt pendelte. Die F70 der Tyrolean wird enteist. D328 der Welcome Air nach Bern B734 der ukrainischen Aerosvit nach Kiew Ein Highlight war die Tupolew 204 der Transaero: Monarch kam mit B752, A321 und diesem A300, der in der Dunkelheit nach London-Gatwick startete. OS 269 (durchgeführt von Tyrolean Airways), planmäßig 18:30 - 19:50, tatsächlich 18:39 - 19:52 Uhr Dash DH8-400 OE-LGA „Kärnten“, Gate 9, Startbahn 16, Landebahn 25 L Platz 6 F Als mein Flug soweit war, waren die größten Urlaubermassen vorüber und an den Sicherheitskontrollen kaum noch etwas los. Dafür drängten sich noch viele Menschen in den Flugsteigen, wobei Schengen- und Nicht-Schengen-Gates bunt gemixt waren und ich nirgendwo eine Passkontrolle sehen konnte. Überpünktlich wurden wir wieder mit dem Bus zu unserer Maschine gefahren, die nicht zur die gleiche wie am Morgen war, sondern auch wieder an der gleichen Position stand. Von dort war es auch nur ein kurzer Weg zur Bahn 16, auf der wir um 18:44 Uhr abhoben und sofort im Hochnebel verschwanden, der sich in der Abenddämmerung gebildet hatte. Nach einer Linkskurve ging es über Salzburg hinweg und über Niederbayern und Ingolstadt, Ansbach und Wertheim erreichten wir nach knapp einer Stunde den Spessart. Das Essen bestand diesmal aus einem Sandwich und einem Stück Apfelkuchen. Der Anflug auf Frankfurt bei Nacht ist schon ein ganz anderes Erlebnis als eine nächtliche Landung auf dem Hahn - hier ein Lichtermeer, dort einige vereinzelte Laternen. Sehr schön konnte man auch die Scheinwerfer der Autos auf der A3 bei Würzburg sehen. Einer Perlenschnur gleich gaben sie eine Vorstellung über den Rückreiseverkehr. Ich musste mit dem Auto zum Glück in die Gegenrichtung. Um 19:40 Uhr setzten wir auf der Südbahn in Frankfurt auf und hatten fast die gleiche Parkposition wie am Morgen. Martin Copyright aller Fotos: Martin Stahl
Webber Geschrieben 5. Januar 2009 Melden Geschrieben 5. Januar 2009 Schöne Bilder! Das mit dem Service ist inzwischen normal bei OS auf den Kurzstrecken.
TobiBER Geschrieben 5. Januar 2009 Melden Geschrieben 5. Januar 2009 Schick schick - du hast sogar mein derzeitiges Haus geknippst. ;o)
D-TAIL Geschrieben 6. Januar 2009 Melden Geschrieben 6. Januar 2009 War der Start in FRA wirklich auf der 18? Auf der Map siehts eher nach 25 aus... Aber sonst echt nette Fotos...
Charliebravo Geschrieben 6. Januar 2009 Melden Geschrieben 6. Januar 2009 Viele Lackierungen, die man nciht alle Tage sieht. Schade aus Flugzeufotografensicht, dass die Russenmuster mittlerweile weitgehend ersetzt worden sind. Dafür drängten sich noch viele Menschen in den Flugsteigen, wobei Schengen- und Nicht-Schengen-Gates bunt gemixt waren und ich nirgendwo eine Passkontrolle sehen konnte. Bei der Ausreise dürfte es egal sein. Kontrolliert werden muss bei der Einreise aus "Nicht-Schengen"-Land.
martin.stahl Geschrieben 6. Januar 2009 Autor Melden Geschrieben 6. Januar 2009 War der Start in FRA wirklich auf der 18? Auf der Map siehts eher nach 25 aus... Ja, es war die 18. Was auf der Karte nach Start auf der 25 aussieht, war das Rollen auf dem parallelen Rollweg zur 18. Martin.
klotzi Geschrieben 7. Januar 2009 Melden Geschrieben 7. Januar 2009 Der Bordservice bestand aus warmen und kalten Getränken und einem Croissant. Das überraschte mich, da Tyrolean für seinen guten Service bekannt war und wir noch im Sommer für die ungefähr gleich lange Strecke Nürnberg-Wien eine kalte Platte mit Salat und frische warme Brötchen bekommen hatten. Ich weiß nicht, ob die Verpflegung streckenabhängig stark variiert oder ob Tyrolean aus Kostengründen die Verpflegung nun auch eingeschränkt hat. Wurde Ende Oktober umgestellt. Jetzt gibt's tageszeitabhängig entweder Sandwiches, Kuchen etc.
Mamluk Geschrieben 7. Januar 2009 Melden Geschrieben 7. Januar 2009 Schöne Bilder - Salzburg ist halt für Spotter immer noch eine Reise Wert. (Was man in NUE nur eingeschrânkt behaupten darf...) Die Anzahl der Destinationen die angeflogen werden ist echt beeindruckend.Danke für den Bericht Dumme Frage -wie bekommst du deinen Flugverlauf auf die Google-Map ?
martin.stahl Geschrieben 7. Januar 2009 Autor Melden Geschrieben 7. Januar 2009 Dumme Frage -wie bekommst du deinen Flugverlauf auf die Google-Map ? Ich habe den GPS-Logger - es gibt dazu einen eigenen Thread hier im Forum, siehe http://www.airliners.de/forum/viewtopic.ph...light=gps+daten - , mit dem ich die Position des Flugzeuges über GPS aufzeichne und die Datei in Google Earth öffne. Martin
Larsi Geschrieben 8. Januar 2009 Melden Geschrieben 8. Januar 2009 Hallo danke für das Zeigen, der tollen Fotos!! Grüsse Larsi
Mamluk Geschrieben 8. Januar 2009 Melden Geschrieben 8. Januar 2009 Martin Danke- kannte die Details der Technik nicht und konnt mir nicht erklären wie man den Flug verfolgen kann,da ich irrtümlich davon ausging es werde ein Handy benutzt( was eber ja im Flugzeug abgeschaltet werden muss )
Hellerocky Geschrieben 12. Januar 2009 Melden Geschrieben 12. Januar 2009 Super Bilder !!! Durch die Flugroute konnte ich sehen, daß über Bad Mergentheim (mein Wohnort) eine Luftfahrtstraße führt. Leider kann man im Internet nicht sehr viel darüber erfahren. Es fliegen sehr viele (auch große) Maschinen in südöstlicher Richtung, die dann wohl 15 -20 Minuten zuvor in Frankfurt gestartet sind. Seltener sieht man auch Maschinen die sich relativ tief im Anflug auf Frankfurt befinden. Hellerocky
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