aaspere Geschrieben 9. April 2010 Melden Geschrieben 9. April 2010 Transall-Piloten sollen befristet auf dem Flugplatz Roitzschjora in Nordsachsen das Starten und Landen auf unbefestigten Plätzen üben. http://nachrichten.lvz-online.de/region/de...ch-a-25046.html Dagegen hat sich eine BI gegründet, wieder mit den üblichen Verdächtigen, und angeführt von einem evang. Gemeindepastor.
EDNX Geschrieben 9. April 2010 Melden Geschrieben 9. April 2010 Die Hauptprobleme in diesem Fall: 1. Informationspolitik durch BW / Sachsen gegenüber Anwohnern, Gemeinden etc. 2. Besondere Sensibilisierung für Militärflüge im Großraum Leipzig 3. Sinnhaftigkeit Es gibt über das Gebiet der ehemaligen DDR verteilt mindestens 20 große Ex-Militärplätze die heute im Zivil"betrieb" sind und wo genügend Platz wäre alles mögliche zu üben. Stattdessen entscheidet man sich ausgerechnet für diesen kleinen Verkehrslandeplatz ... Durch solche blödsinnigen Aktionen werden nur unnötige Ängste geschürt und Ablehnung gegenüber der Luftfahrt geschaffen.
Freddy Laker Geschrieben 9. April 2010 Melden Geschrieben 9. April 2010 Transall-Piloten sollen befristet auf dem Flugplatz Roitzschjora in Nordsachsen das Starten und Landen auf unbefestigten Plätzen üben. http://nachrichten.lvz-online.de/region/de...ch-a-25046.html Dagegen hat sich eine BI gegründet, wieder mit den üblichen Verdächtigen, und angeführt von einem evang. Gemeindepastor. Aus gutem Grund bin ich vor Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Ob sich der Herr Pastor nicht lieber um die Seelsorge seiner Gemeindemitglieder kümmern sollte, als in der Politik mitzumischen?
aaspere Geschrieben 9. April 2010 Autor Melden Geschrieben 9. April 2010 Die Hauptprobleme in diesem Fall: 1. Informationspolitik durch BW / Sachsen gegenüber Anwohnern, Gemeinden etc. 2. Besondere Sensibilisierung für Militärflüge im Großraum Leipzig 3. Sinnhaftigkeit Es gibt über das Gebiet der ehemaligen DDR verteilt mindestens 20 große Ex-Militärplätze die heute im Zivil"betrieb" sind und wo genügend Platz wäre alles mögliche zu üben. Stattdessen entscheidet man sich ausgerechnet für diesen kleinen Verkehrslandeplatz ... Durch solche blödsinnigen Aktionen werden nur unnötige Ängste geschürt und Ablehnung gegenüber der Luftfahrt geschaffen. Wenn Du den Bericht richtig gelesen hättest, wüßtest Du, daß 1. rechtzeitig und ausreichend informiert wurde, 2. wieso sollte man denn im Großraum Leipzig besonders sensibel bei Militärflügen sein, 3. der Sinn ergibt sich aus unserer vertraglichen Verpflichtung zur Teilnahme der Bundeswehr an diesem Einsatz. Deine angeführten Ex-Militärplätze sind befestigte Flugplätze und deshalb ungeeignet. Die Piloten müssen das Starten und Landen auf Graspisten üben, und diese Graspiste gibt es in Roitzschjora. Übrigens, das Bild in dem Artikel zeigt nicht Roitzschjora, sondern nur Transall-Maschinen. Das ist also keine Aktion, schon gar nicht eine blödsinnige, sondern notwendige Ausbildung. Und wieso wird dadurch Ablehnung gegenüber der Luftfahrt geschaffen?
HUEY Geschrieben 9. April 2010 Melden Geschrieben 9. April 2010 Transall-Piloten sollen befristet auf dem Flugplatz Roitzschjora in Nordsachsen das Starten und Landen auf unbefestigten Plätzen üben. http://nachrichten.lvz-online.de/region/de...ch-a-25046.html Dagegen hat sich eine BI gegründet, wieder mit den üblichen Verdächtigen, und angeführt von einem evang. Gemeindepastor. Wenn ich das richtig verstehe, hat sich hier nicht extra eine BI gegründet, sondern eine bisher bestehende Anti M Bewegung sich nun auch dieses Planes angenommen. mein Vorschlag: Auf die Graspisten Landungen an diesem Ort verzichten. Dafür aber in dem Gebiet den Abwurf von Propaganda-Bomben üben :lol: Ich würde den Herren mal fragen, seit wann das Heer Transall fliegt :rolleyes:
jubo14 Geschrieben 10. April 2010 Melden Geschrieben 10. April 2010 @ EDNX Also über die Informationspolitik kann man in der Tat geteilter Meinung sein. (...) Denn warum bitte sollte man im Raum Leipzig militärischen Flügen gegenüber sensibler sein als z.B. im Raum Jever, Ramstein, Altenberg, oder sonst wo? Wenn Du die Sinnhaftigkeit ernsthaft in Frage stellst, dann hast Du entweder in den letzten Wochen konsequent jegliche Nachrichten-Quelle ignoriert, oder es ist Dir schlicht egal, dass deutsche Soldaten bei ihren Einsätzen zu Schaden kommen. Das ist zwar eine Meinung, aber eben eine ziemlich menschenverachtende! Erkläre mir auch bitte, wie Du Start und Landung auf einer unbefestigten Piste auf einer über 3000m langen Betonpiste für Kampfjets üben willst. Und hier geht es im Übrigen nicht um Ängste und Ablehnung der Luftfahrt, sondern um eine Bürgerinitiative, die jegliches Militär ablehnt, und Politiker, die daraus Kapital schlagen wollen. Die Bürgerinitiative kann ich sogar noch ein Stück weit verstehen, die Politiker .... (Da sag ich mal nix zu!)
snooper Geschrieben 10. April 2010 Melden Geschrieben 10. April 2010 Aus gutem Grund bin ich vor Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Ob sich der Herr Pastor nicht lieber um die Seelsorge seiner Gemeindemitglieder kümmern sollte, als in der Politik mitzumischen? Und das hast Du völlig richtig gemacht! Das ist ja das Problem mit den Kirchen, dass die als nicht legitimierte Kraft gesellschaftliche Entscheidungen mitbestimmen wollen. Hier handelt es sich um einen klassischen Bürger-Staat Konflikt, der vor der Verwaltungsgerichtsbarkeit entschieden wird. Der Pfaffe dürfte höchstens als normaler Bürger seinen Willen kundtun, aber nicht in der Eigenschaft als Kirchenfuzzi..
T.Ferramenti Geschrieben 10. April 2010 Melden Geschrieben 10. April 2010 Solche Typen, die jetzt gegen den "erwarteten Lärm" aufschreien, sind höchstwahrscheinlich die gleichen Kandidaten, die vor mehr als 20 Jahren noch in den Kampfgruppen der VEB "Krieg gespielt haben" und jeden verpfiffen hätten, der lautstark gegen den Fluglärm der Mig21 Jäger (z.B. in Marxwalde, heute Neuhardenberg) gemotzt hätte... Tja, so lebt es sich mit Schmidtmütze und Wackeldackel im Heck des Golf IV. Entweder Nachbarn anschwärzen beim illegalen Laubverbrennen oder eben vor lauter Langeweile sich einer BI anschliessen... Scheiss langweiliges Leben... :angry:
gefag Geschrieben 10. April 2010 Melden Geschrieben 10. April 2010 Schlimmer als FullForce wirds schon nicht werden :P
ChrischMue Geschrieben 10. April 2010 Melden Geschrieben 10. April 2010 Warum trainiert man diese Flüge ausgerechnet in Roitzschjora und nicht zum Beispiel in Wunstorf, wo es ja auch eine Gras Piste gibt! Nämlich die 1088m Lange und 40m Breite 08R/26L Hier auf dem Google Maps Bild auch zu sehen!
Gast boeing380 Geschrieben 11. April 2010 Melden Geschrieben 11. April 2010 Etwas "Anregung" von meiner Seite an diverse Poster in dieser Diskussion: Warum dürfen Leute keine eigene Meinung haben und diese auch vertreten? Nicht jeder muss allem immer zustimmen - das nennt man Demokratie... ;-) Und die Antwort auf die Frage, warum diese Flüge NICHT in Wunstorf stattfinden könnten, wie "ChrischMue" auch schrieb, fände ich sehr interessant. Fall es in Wunstorf ginge, könnten die Einwände gegen Roitzschjora durchaus berechtigt sein.
snooper Geschrieben 11. April 2010 Melden Geschrieben 11. April 2010 Fall es in Wunstorf ginge, könnten die Einwände gegen Roitzschjora durchaus berechtigt sein. Du könntest Dir aber vorstellen, dass es in Wunstorf ähnliche Proteste von ähnlichen Bürgern wie von T.Ferramenti beschrieben gibt..? Du könntest Dir vorstellen, dass das Problem nur verlagert wird..?
SlowMove Geschrieben 11. April 2010 Melden Geschrieben 11. April 2010 Du könntest Dir aber vorstellen, dass es in Wunstorf ähnliche Proteste von ähnlichen Bürgern wie von T.Ferramenti beschrieben gibt..? Du könntest Dir vorstellen, dass das Problem nur verlagert wird..? In Wunstorf ist das LTG62 beheimatet und hat dort einen eigenen Militärflugplatz. Und der hat auch eine Grasbahn die genutzt wird. Da wirds nach zig Jahren wohl kaum plötzlich irgendwelche Proteste geben.
Gast boeing380 Geschrieben 11. April 2010 Melden Geschrieben 11. April 2010 Auch in Wunstorf gab/gibt es ähnliche "Probleme" mit Anwohnern, wie an jedem Flughafen. Dabei ging es aber nicht um die Nutzung der Graspiste, sondern die Erweiterung des Stützpunktes wegen Einführung des A400M. WENN allerdings in Wunstorf wirklich schon die Graspiste genutzt wird, kann ich die Meinung der Anwohner von Roitzschjora teilweise nachvollziehen. Dann stellt sich wirklich die Frage nach der Notwendigkeit.
HUEY Geschrieben 11. April 2010 Melden Geschrieben 11. April 2010 Natürlich werden Graspisten Landungen auch in Wunstorf trainiert. Das Problem daran ist, wenn das Missionsziel eine Landung in unbekannten Terrain vorsieht, und man selbst den Anflug schon zigmal vollbracht hat. Ähnlich gelagert ist es bei den Überflügen in Haj oder den Kurzpistenlandungen in Faßberg. Da müssen dann für die Missionsziele (Ausbildungsziele) manchmal Alternativen gesucht werden. Lustig war hier eine zeitlang, wenn Bo105 PAH plötzlich hinter einem Wald auftauchten und PKW´s auf einer Bundesstrasse ins Ziel genommen haben. Das waren noch Zeiten. :lol: 90% der PKW Fahrer haben von der Aktion nichts gemerkt. 9,9% sich gewundert. Und 0,1% sind dagen Protest gelaufen.
dase Geschrieben 12. April 2010 Melden Geschrieben 12. April 2010 Zum Thema, warum man im Raum Leipzig besonders sensibel gegenüber Militärflügen sein könnte: der Flughafen Leipzig / Halle wird seit mehreren Jahren für Logistiktransporte der Bundeswehr genutzt, dient als Basis der von der Nato genutzten An124 - Maschinen im Rahmen von Salis und wird täglich mehrmals von Zivilmaschinen angeflogen, die US-Militärangehörige aus dem Mittleren Osten in die USA und zurück bringen und damit im letzten Jahr, falls ich mich recht entsinne, > 200.000 Transitpassagiere generiert haben. Insbesondere was die letzten Flüge betrifft, die als Zivilflüge gelten, aber als Flüge auf besondere Anforderung trotz teilweisem Einsatz älterer Maschinen keinerlei Nachtflugrestriktionen haben, gibt es seit Jahren einen Streit in der Region. Wirtschaftlich profitieren Flughafen und Umgebung natürlich hiervon, nichtsdestotrotz sollte insbesondere im Zusammenhang mit der im Osten durchschnittlich immer noch höheren Nato-Skepsis für jeden, der sich mit dem Thema ein wenig beschäftigt, dass Militärflüge in der Region ein heisses Pflaster sind. Zusammen mit der kurzfristigen Ankündigung (ausgerechnet am 1. April, erste Flüge ab 19. April) hat man sich hier ein schönes Ei gelegt. Die Proteste sind affig und vollkommen bigott, waren aber absolut zu erwarten. Zustimmung also an EDNX, er hat das schon richtig erkannt.
Sickbag Geschrieben 13. April 2010 Melden Geschrieben 13. April 2010 Man muss fair bleiben: Die Buergerinitiative und die Kirche engagieren sich seit Jahren gegen jegliche militaerische Aktivitaeten in der Region; dass es jetzt gegen fliegerische Aktivitaeten geht, ist "Zufall". Hier handelt es sich gerade nicht um friedensaktivistisch ummaentelte normale Anti-Fluglaer-Bewegungen. >>>Ob sich der Herr Pastor nicht lieber um die Seelsorge seiner Gemeindemitglieder kümmern sollte, als in der Politik mitzumischen? Wem, wenn nicht der Kirche, willst Du denn das Recht zugestehen, bedingungslos (und damit radikal) fuer Frieden einzutreten? Das ist doch nun wirklich seit "Linke Wange - rechte Wange" galubwuerdigste Kernkompetenz. Ich respektiere die Aktivitaeten absolut, auch wenn ich die ihnen zugrundeliegenden Ansichten nicht teile. Nicht teilen kann, leider.
Freddy Laker Geschrieben 13. April 2010 Melden Geschrieben 13. April 2010 Man muss fair bleiben: Die Buergerinitiative und die Kirche engagieren sich seit Jahren gegen jegliche militaerische Aktivitaeten in der Region; dass es jetzt gegen fliegerische Aktivitaeten geht, ist "Zufall". Hier handelt es sich gerade nicht um friedensaktivistisch ummaentelte normale Anti-Fluglaer-Bewegungen. >>>Ob sich der Herr Pastor nicht lieber um die Seelsorge seiner Gemeindemitglieder kümmern sollte, als in der Politik mitzumischen? Wem, wenn nicht der Kirche, willst Du denn das Recht zugestehen, bedingungslos (und damit radikal) fuer Frieden einzutreten? Das ist doch nun wirklich seit "Linke Wange - rechte Wange" galubwuerdigste Kernkompetenz. Ich respektiere die Aktivitaeten absolut, auch wenn ich die ihnen zugrundeliegenden Ansichten nicht teile. Nicht teilen kann, leider. Jeder Amtsträger/-in kann und darf sich nach Kräften engagieren - ganz wie er/sie es möchte. Ob der verbiesterte Kampf des betreffenden Pfaffen gegen die Übungsflüge der Luftwaffe in Roitzschjora allerdings automatisch den absoluten Frieden beschert, darf hier in Frage gestellt werden. Allergisch reagiere ich jedoch, wenn eine Kirche, die sich zwecks Eintreibung der "Kirchensteuer" dem Inkassoapparat des Staats ganz selbstverständlich bedient, dessen demokratisches legitimiertes Recht auf Verteidigung aber nach Kräften bekämpft. Da paßt was nicht zusammen - oder verzichtet der Herr Pfarrer etwa auf die Kirchensteuer derjenigen Gemeindemitglieder, die in oder für die Bundeswehr arbeiten? Zu den Fakten. Der Flugplatz Roitzschjora sieht zwar wie ein x-belieber Sportflugplatz mit Graslandebahn aus, ist es aber nicht. Tatsächlich wurde zu DDR-Zeiten unterhalb der Grasnabe das Erdreich chemisch verfestigt (ist also ähnlich hart wie Beton). Die Grasnabe darüber ist also nur noch Zugabe. Der Platz wurde ausgewählt, weil man wegen der geschilderten Bauart sicher sein kann, daß weder Flugplatz, noch Flugzeuge Schaden nehmen können. Die notwendige Tragfähigkeit ist dort nämlich gewährleistet. Es soll doch in Roitzschjora kein neuer Fliegerhorst gebaut werden, sondern lediglich (zeitlich begrenzt) Übungsflüge gemacht werden. Ist das wirklich so unzumutbar? Natürlich nicht! Grundsätzlich finde ich die in Deutschland mittlerweile vorherrschende Haltung "verschon' mein Haus, zünd' andre an" fatal. So wird doch jede Aktivität weggedrückt. Hauptsache die eigenen egoistischen Belange werden brutal durchgesetzt.
aaspere Geschrieben 14. April 2010 Autor Melden Geschrieben 14. April 2010 Die Aktion wurde abgeblasen. http://www.mdr.de/sachsen/leipzig/7242738.html
Empfohlene Beiträge
Archiviert
Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.