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airliners.de

Boeing dreht die Flügel um


grounder

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Geschrieben

Ich halte den Artikel an sich nicht für sehr seriös im Sinne von realistisch. Da wurde scheinbar wieder einmal ein Text der amerikanischen FT übernommen. Ob das jetzt Studien von Boeing-Ingenieuren sind oder 'nur' prämierte Ideen von Werksstudenten, dass vermag ich nicht zu sagen. Insgesamt sieht es mir eher aus wie aus den alten "Das neue Universum"-Büchern meines Vaters. Aber egal, ...

 

... selbst wenn es bei Boeing eine Projektgruppe gibt, die sich mit solch aussehennden Flugzeugen beschäftigt, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass ein solches Flugzeug auch nur annähernd Chancen auf Verwirklichung hat, wenn es nicht signifikante Potential hat und gegenüber Airbus einen wirklichen Quantensprung beinhaltet. Denn ansonsten wäre ein solches Flugzeug gegenüber konventionell ausgelegten Mustern auf dem Markt fast nicht zu positionieren und verkaufen. Abgesehen davon hat man bei Boeing im Augenblick dermassen viele offene Baustellen, die viel Resourcen und Manpower binden, dass man sich eher am derzeit machbaren orientiert.

 

Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren und stehe irgendwann staunend am Flughafenzaun ... :)

 

Geschrieben
Ich lache mich tot! :lol: Negative Pfeilung als Patent!?

 

Du hast schon gelesen, daß es hier um das ganze Flugzeug und nicht nur um den Flügel geht, oder?

 

@iai-kfir - Warum muss es denn unbedingt immer in "Quantensprung" sein, um ein Modell zu etablieren? Ich könnte mir schon vorstellen, daß der Entwurf, sollte er wirklich die Lautstärkeemissionen nach unten entscheidend reduzieren, durchaus Chancen hätte an Flughäfen, an denen sonst Nachtflugverbot herrscht. Vorausgesetzt natürlich die anderen Betriebswerte fallen nicht schlechter aus, als bei aktuellen Mustern.

Geschrieben
Du hast schon gelesen, daß es hier um das ganze Flugzeug und nicht nur um den Flügel geht, oder?

 

@iai-kfir - Warum muss es denn unbedingt immer in "Quantensprung" sein, um ein Modell zu etablieren? Ich könnte mir schon vorstellen, daß der Entwurf, sollte er wirklich die Lautstärkeemissionen nach unten entscheidend reduzieren, durchaus Chancen hätte an Flughäfen, an denen sonst Nachtflugverbot herrscht. Vorausgesetzt natürlich die anderen Betriebswerte fallen nicht schlechter aus, als bei aktuellen Mustern.

Also, ich bin ja in Aerodynamik im Studium kein Pfadfinder gewesen. Aber den Effekt erheblicher Geräuschreduktion (mindestens 5 dbA) sehe ich hier noch nicht.

Edit, damit ich richtig verstanden werde: Das sagt mir mein Bauch, nicht irgendwelche Fachkenntnisse.

Geschrieben
Du hast schon gelesen, daß es hier um das ganze Flugzeug und nicht nur um den Flügel geht, oder?

 

@iai-kfir - Warum muss es denn unbedingt immer in "Quantensprung" sein, um ein Modell zu etablieren? Ich könnte mir schon vorstellen, daß der Entwurf, sollte er wirklich die Lautstärkeemissionen nach unten entscheidend reduzieren, durchaus Chancen hätte an Flughäfen, an denen sonst Nachtflugverbot herrscht. Vorausgesetzt natürlich die anderen Betriebswerte fallen nicht schlechter aus, als bei aktuellen Mustern.

Dann stelle ich mal die Frage anders herum: Wieso soll ich ein komplett neues Flugzeug entwickeln (neue Zelle, neue Triebwerksunterbringung, neue Flügel), wenn es mir gegenüber einem bestehenden Muster nur wenige Verbesserungen bringt? Dann kann ich gleich aus einem bestehenden Muster eine NG oder NNG oder NEO machen. Das ist jetzt einmal mein kaufmännischer Ansatz. Das mögen andere Leute aber auch anders sehen.

 

Geschrieben
Wieso soll ich ein komplett neues Flugzeug entwickeln (neue Zelle, neue Triebwerksunterbringung, neue Flügel), wenn es mir gegenüber einem bestehenden Muster nur wenige Verbesserungen bringt?

 

Ich glaube hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor: etwas zum Patant anzumelden heisst mitnichten, dass man es in absehbarer Zeit auch in die Praxis umzusetzen gedenkt.

Es handelt sich bei einer Patentanmeldung um ein reines "Verbietungsrecht", das lediglich Konkurrenten den Zugriff auf bestimmte technische Lösungen verwehren soll. Ob daran überhaupt Interesse besteht oder der Gegner bereits durch eigene Untersuchungen für sich intern vielleicht bereits die Untauglichkeit nachgewiesen hat steht auf einem ganz anderen Blatt.

Geschrieben
Ich glaube hier liegt ein grundsätzliches Missverständnis vor: etwas zum Patant anzumelden heisst mitnichten, dass man es in absehbarer Zeit auch in die Praxis umzusetzen gedenkt.

Es handelt sich bei einer Patentanmeldung um ein reines "Verbietungsrecht", das lediglich Konkurrenten den Zugriff auf bestimmte technische Lösungen verwehren soll. Ob daran überhaupt Interesse besteht oder der Gegner bereits durch eigene Untersuchungen für sich intern vielleicht bereits die Untauglichkeit nachgewiesen hat steht auf einem ganz anderen Blatt.

Noch was zum Patent. Es wurde ein amerikanisches Patent angemeldet, d.h. auf dem gesamten Rest der Welt darf diese Idee gebaut werden, nur nicht in USA. Also ist das nur ein schwerer Hammer für die gesamte Zivilluftfahrtkonkurrenz von Boeing in den USA. Wenn das ein Marketinggag war, dann sage ich ok, aber er war nicht gut. Ich würde die PR- Abteilung bei Boeing an den Ohren ziehen für so etwas.

Geschrieben

Warum sollte es ein Marketinggag sein? Es werden doch ständig irgendwelche Studien bezüglich neuer Flugzeugkonfigurationen durchgeführt und dann werden eben auch Patente angemeldet. Ein ganz normaler Vorgang wie es ihn in jeder anderen Branche auch gibt.

Geschrieben

Negativ gepfeilte Tragflächen sind jedenfalls ein ganz alter Hut. Und falls Boeing eine völlig neue 737 bauen würde, sähe sie aus wie eine kleine 787 und ganz sicher nicht wie sowas. Das ist so realistisch, wie es der "Sonic Cruiser" im Vergleich zur 7E7 war.

Geschrieben
Negativ gepfeilte Tragflächen sind jedenfalls ein ganz alter Hut. Und falls Boeing eine völlig neue 737 bauen würde, sähe sie aus wie eine kleine 787 und ganz sicher nicht wie sowas. Das ist so realistisch, wie es der "Sonic Cruiser" im Vergleich zur 7E7 war.

Nur die trauen sie sich noch nicht zu bauen,oder zu erwähnen, dass sie sie bauen, weil sie nicht wissen, ob die eine wirklich all das hält, was versprochen wurde.

Geschrieben

Eigentlich sind doch zwei Dinge letztendlich maßgebend:

- die wirklichen aerodynamischen Fähigkeiten/Vorteile

- die technische Umsetzbarkeit (gem. aktueller Technologie)

 

Auch die flugfähige B787 sieht nicht mehr ganz so aus, wie der Reißbrettentwurf.

 

Eigentlich sind doch zwei Dinge letztendlich maßgebend:

- die wirklichen aerodynamischen Fähigkeiten/Vorteile

- die technische Umsetzbarkeit (gem. aktueller Technologie)

 

Auch die flugfähige B787 sieht nicht mehr ganz so aus, wie der Reißbrettentwurf.

 

Ach ja, natürlich muss es ja auch noch "bezahlbar" sein :-)

Geschrieben

^^ Aus der Perspektive von Boeing ist es natürlich sinnvoll, die Aktionäre, Kunden, Geschäftspartner und die breite Öffentlichkeit mit einem völlig innovationsfreien "Patent" zu blenden. Ob sie bei der gescheiterten 787 das Ruder doch noch herumreißen können, ist völlig unklar. Immernoch haben sie keinen voll funktionsfähigen Prototyp präsentiert! Sie wagen es derzeit nicht, sich klar für oder gegen die Herunterskalierung der 787 auf ein Standardrumpfflugzeug zu positionieren.

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