burg2001 Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Das hochfahren der Kabinenhöhe (d.h. die Druckbeaufschlagung) beginnt i.d.R. schon am Boden und nicht erst in der Luft. nach dem Start wird der Druck ja zwangsläufig verringert und nicht erhöht (ist aber natürlich trotzdem höher als draußen). Meines Wissens bis auf eine Größenordnung von umgerechnet 2.000 bis 2.500 m ü.M. (beim Dreamliner um die 1.800m?) Wenn ich Euch richtig verstanden habe, wird der Druck also trotzdem zunächst erhöht (ggf. "unter Meereshöhe"), um direkt ab dem Start bereits einen Überdruck zu haben, wenig später wird er dann verringert. Wird der Überdruck dementsprechend dann auch bis nach der Landung aufrecht erhalten? burg2001
bueno vista Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Die Druckregelung ist ein komplexes System, was vielfältige Zustände zu lässt. Die Triebwerke erzeugen den Druck, mit dem die Kabinenluft in die Kabine geblasen wird. Ein Auslassventil steuert den genauen Druckwert. Mann kann also schon am Boden einen Differenzdruck aufbauen.
mangrove.fly Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Wenn ich Euch richtig verstanden habe, wird der Druck also trotzdem zunächst erhöht (ggf. "unter Meereshöhe"), um direkt ab dem Start bereits einen Überdruck zu haben, wenig später wird er dann verringert. Wird der Überdruck dementsprechend dann auch bis nach der Landung aufrecht erhalten? Ich habe mal aufgeschnappt, dass der Druck auch bei Start und Landung etwas ueber dem Aussendruck liegt, da die Kabine dann etwas stabiler sein soll. Weiss nicht ob das die Begruendung ist; also ob der Ueberdruck nicht nur ein technisches Nebenprodukt, sondern sogar gewollt ist? Mein GPSr mit barometrischem Hoehenmesser sinkt jedes Mal 20 - 40 Meter nach unten, nachdem die Kabinentueren geschlossen wurden. Und landet auch etliche Meter "unterhalb" der Runway.
PEOPLES Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Wenn ich Euch richtig verstanden habe, wird der Druck also trotzdem zunächst erhöht (ggf. "unter Meereshöhe"), um direkt ab dem Start bereits einen Überdruck zu haben, wenig später wird er dann verringert. Der Differenzdruck Innen-> Aussen ist ausnahmslos positiv, für den Fall das irgendwelche Rechner ect. bei einem sturzflugmäßigem Approach nicht hinterherkommen den Kabinendruck entsprechend anzuheben, sorgen "negative pressure relief valves" auf (einfach Klappen die nur nach innen öffnen). Der Rumpf ist nicht für "Unterdruck" ausgelegt. Weiss nicht ob das die Begruendung ist; also ob der Ueberdruck nicht nur ein technisches Nebenprodukt, sondern sogar gewollt ist? Wir leben in modernen Zeiten, sowas kann man tatsächlich steuern :D , diese "prepressurization" erhöht den Passagierkomfort weil es beim rotieren dann nicht zu "pressure bumps" kommt, weil bestimmte Abblasventile dann "im Wind" stehen. Tatsächlich stabilisiert der leichte Überdruck (~0.1 PSI) auch den Rumpf, allerdings benötigt man keinen Differenzdruck zum fliegen, das Flugzeug wäre auch ohne stabil genug. Das hier ist Beispielhaft und recht simpel dargestellt ein solches Flight-Profile: Beim Take-off wird der Innendruck erhöht = Kabine in "Keller fahren", auf dem Bild wird ersichtlich warum das so genannt wird. Nach der Landung wird dann der Kabinendruck der Umgebung wieder angepasst.
aaspere Geschrieben 27. November 2011 Autor Melden Geschrieben 27. November 2011 Super PEOPLES. Nun wissen wir es genau. Sehr gute Grafik. Tante Edith erinnert mich gerade, doch die Ergebnisse der beiden Sonntagsspiele zu posten. Das tu ich doch gerne. Werder vs. VFB: 2:0 Mainz 05 vs. FCB: 3:2 und damit Werder auf Platz 4 und der FCB auf 3. Damit kann ich gut leben.
PEOPLES Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Delta P wäre das Maß der Dinge und das liegt irgendwo bei ~8.3 PSI bei einem "normalen" Airliner, sprich Sea-Level sind in etwa 14.6 PSI (oder so, mal grob geschätz) dann könnte man theoretisch bis auf einen Aussendruck von 6.3PSI gehen, was ~440hPa sind und das wiederrum entspricht ~6500m. Bissi wenig für nen Airliner. Üblicherweise beträgt die Kabinenhöhe so 8000 Fuß = 2430m, das ist in etwa das, was auch einem "angeschlagenen" Menschen noch zumuten kann. Wer Schnupfen oder allgemein Probleme mit dem Druckausgleich hat, sollte das fliegen sein lassen. Wer oder wieviele Leute würde sowas den betreffen?
DM-STA Geschrieben 27. November 2011 Melden Geschrieben 27. November 2011 Luftdruck, der unter Standardbedingungen auf Meereshöhe herrscht: 1013,25 hPa. Davon abgeleitet: Luftdruck auf 6.000 Fuß Höhe: 828 hPa. Luftdruck auf 8.000 Fuß Höhe: 768 hPa. Luftdruck auf 40.000 Fuß Höhe: 191 hPa. http://www.engineeringtoolbox.com/air-alti...sure-d_462.html
744pnf Geschrieben 28. November 2011 Melden Geschrieben 28. November 2011 nach dem Start wird der Druck ja zwangsläufig verringert und nicht erhöht (ist aber natürlich trotzdem höher als draußen). Gut aufgepasst! Hatte mich tatsächlich verschrieben, denn "Druckbeaufschlagung" und "Hochfahren" ist irgendwie ein Widerspruch. Hätte natürlich "Herunterfahren" heissen müssen, mein Fehler. Interessante Effekte können übrigens auftreten, sofern der Flughafen extrem hochgelegen ist (>8000 ft. AMSL) und der Druck aussen beim Öffen kleiner wäre als innen.
PEOPLES Geschrieben 28. November 2011 Melden Geschrieben 28. November 2011 In dem Fall (bzw. macht er immer) versorgt der Flight Manager die jeweiligen Rechner mit Daten zur Landebahnhöhe und Ankunftszeitpunkt, auf Basis dieser Daten wird dann die Kabine vor der Landung eben wieder auf diese 500ft unter Platz gefahren, auch wenn das heist, das die Kabinenhöhe >8000ft geht.
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