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flieg wech

Genehmigungsverfahren für Flughäfen

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Größenwahn!

 

Aber man beachte die geplanten Bauzeiten und Plandaten und vergleiche mit BER.

Der Unterschied dürfte sein, dass man in der Türkei die Eröffnung eines Airports sicher nicht an solchen Kleinigkeiten wie Brandschutz oder Baumängel wird scheitern lassen wird.

was dann wiederum im Brandfall wesentlich größere Schlagzeilen und vor allem höhere Beerdigungskosten mit sich bringt. Man soll froh sein, daß man es in BER bei aller berechtigten Kritik immer noch ernst nimmt mit dem Brandschutz, wobei ich nicht sehe, warum das in Istanbul und Dubai anders sein soll.

Beim Bau des Airports in BER hat ja wohl das Projektmanagement vollkommen versagt und das lag nicht an den Bauvorschriften etc. (Aber das ist ja hinreichend diskutiert).

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Ob, Shanghai, Istanbul oder Doha, wir haben, was unser modernes Denken betrifft, den Zug verpasst. Das wird in nichts deutlicher, als diesem türkischen Projekt.

Die Abschaffung der Klagewege und ein EU-Austritt würden Deutschland helfen. Doha zeigt allerdings, dass die Bäume auch unter völlig anderen politischen Bedingungen und Kohle ohne Ende nicht in den Himmel wachsen.

 

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@ jared1966, Realo

 

man fasst sich manchmal wirklich an den Kopf, wenn man so etwas liest. Anstatt die Genehmigungsverfahren als einen demokratischen Wert zu betrachen, wird der unkritische Bau von Großflughäfen als Positivum per definition gesehen.

Dabei stört dann auch nicht weiter. daß China (Shanghai) und Doha nicht gerade Horte demokratischer Ideale sind.

Und wenn man in einer komplexen Gesellschaft lebt und die unterschiedlichen Interessen in der Bevölkerung ernst nimmt, dann dauern Bauvorhaben wir Flughäfen eben. Und der Airprt BER ist ja nicht verhindert worden, sondern verhunzt worden.

Ach ja wo soll denn der erträumte GERMANY CENTRAL gebaut werden (da würden alle Provinzfürsten in einen Bürgerkrieg ziehen, bevor da einer "seinen Standortvorteil" aufgibt.

 

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@ahoberg

Ich wollte nur einen Lösungsansatz liefern. Wenn man schneller bauen will dann müssen eben die Wege kürzer werden. ;)

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@ahoberg

Ich wollte nur einen Lösungsansatz liefern. Wenn man schneller bauen will dann müssen eben die Wege kürzer werden. ;)

Das ist nun aber mit Sicherheit kein Grund unseren Rechtsstaat in die Tonne zu treten.

 

Ich möchte Dich übrigens mal schreien sehen, wenn man Dir Dein gerade neu gebautes Eigenheim wegnimmt und abreißt, weil man der Meinung ist, dass genau dort ein Flughafen entstehen soll und Du darfst Dich nicht mehr wehren.

 

Ich will mal eine ganz provokante These aufstellen.

Die Genehmigungen werden in Deutschland viel zu schnell erteilt.

Hier müssten viel genauere, und damit langwierigere, Prüfungen erfolgen.

Das Ergebnis wären dann hoffentlich belastbare Planungen, auf die sich dann aber auch alle Beteiligten verlassen können.

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was dann wiederum im Brandfall wesentlich größere Schlagzeilen und vor allem höhere Beerdigungskosten mit sich bringt. Man soll froh sein, daß man es in BER bei aller berechtigten Kritik immer noch ernst nimmt mit dem Brandschutz, wobei ich nicht sehe, warum das in Istanbul und Dubai anders sein soll.

Beim Bau des Airports in BER hat ja wohl das Projektmanagement vollkommen versagt und das lag nicht an den Bauvorschriften etc. (Aber das ist ja hinreichend diskutiert).

 

Kamm vielleicht nicht so rüber, aber ich halte das Vorgehen in Deutschland für besser.

 

Wobei ich die Gefahren dort weit größer ansehe, schon wegen der Erdbebengefahr.

 

Und mit Größenwahn meine ich die Erwartungen in der Türkei, sowohl bei TK als auch bei dem Airport.

Das kann doch nicht gut gehen.

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Das ist nun aber mit Sicherheit kein Grund unseren Rechtsstaat in die Tonne zu treten.

 

Ich möchte Dich übrigens mal schreien sehen, wenn man Dir Dein gerade neu gebautes Eigenheim wegnimmt und abreißt, weil man der Meinung ist, dass genau dort ein Flughafen entstehen soll und Du darfst Dich nicht mehr wehren.

Smiley übersehen?

Trotzdem nochmal zum Beispiel. Sieht man sich Beispiele aus dem Bereich der Flugrouten an, dann wird der Einzelne ohnehin sehr häufig den Rechtsstaat in Frage stellen und auch in die Tonne treten. Zur Klage braucht man Kraft, Zeit und Geld. Letztendlich zählen dann übergeordnete Interessen. Der hochgelobte Rechtsstaat ist, aus meiner Sicht, eher ein "Vergleichsstaat". Richter haben häufig überhaupt keine Lust Urteile zu schreiben. Dauert zu lange und wenn die nachfolgende Instanz das Urteil kassiert, gibt es eventuell noch was zwischen die Hörner.

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Und mit Größenwahn meine ich die Erwartungen in der Türkei, sowohl bei TK als auch bei dem Airport.

Das kann doch nicht gut gehen.

 

Vielleicht ist man dort der Meinung, dass die Vorteile, die heute schon für den Standort IST als Drehkreuz sprechen in Zukunft noch eklatanter werden. Mit jeder Klage zum Thema Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen trägt man übrigens dazu bei das dies genau so kommt, von den niedrigeren Lohn- und anderen Kosten die einen solch vordergründig unrealistischen Plan doch in den Bereich des Machbaren rücken haben wir dann aber noch gar nicht gesprochen.

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Das ist nun aber mit Sicherheit kein Grund unseren Rechtsstaat in die Tonne zu treten.

 

Ich möchte Dich übrigens mal schreien sehen, wenn man Dir Dein gerade neu gebautes Eigenheim wegnimmt und abreißt, weil man der Meinung ist, dass genau dort ein Flughafen entstehen soll und Du darfst Dich nicht mehr wehren.

 

Ich will mal eine ganz provokante These aufstellen.

Die Genehmigungen werden in Deutschland viel zu schnell erteilt.

Hier müssten viel genauere, und damit langwierigere, Prüfungen erfolgen.

Das Ergebnis wären dann hoffentlich belastbare Planungen, auf die sich dann aber auch alle Beteiligten verlassen können.

Naja, also wer mir erzählt, dass er beim BER von Planungsanfang bis Bauende keine Zeit gehabt haben wird, zu entfliehen, der ist langsamer als jede Nacktschnecke. Wer sich in Deutschland von Beamten und Politikern überraschen lässt, der sollte mal zu Neurologen. ;)

 

@ahoberg

Du weißt, wie ich es gemeint habe. Ich habe als Antwort auf Größenwahn geschrieben, dass das bereits allen unterstellt wird, die größer denken, als wir hierzulande.

 

 

 

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Ich denke, jedes politische System hat auch seine Vor- und nachteile.

 

Im deutschen System ist es halt auch oft so, dass Institutionen, die überhaupt nicht direkt betroffen sind, über Klagen jedes Projekt bis in die Unendlichkeit hinauszögern (Bund Naturschutz) können.

 

Das Ergebnis unseres Systems ist aber auch, dass wir zwar 3 große Internationale Flughäfen haben (FRA, MUC und bald BER) aber alle mit Nachtflugverbot, was eben insbesondere die gute Ausnutzung der Slots auch für Langstreckenflüge erheblich einschränkt. Durch diese und unzählige weitere Beschränkungen sowie grundsätzlich fehlende zeitlich kalkulierbare Expansionsmöglichkeiten (3. Bahn FRA und MUC) entsteht ein Wettbewerbsnachteil gegenüber Fluggesellschaften aus eben anderen Ländern.

 

Erschreckend ist eben auch, dass eine absolut nicht konstruktive "DAGEGEN-Mentalität" sich immer weiter durchsetzt. D.h. es werden nur die Haare in der Suppe gesucht, aber keine Verbesserungsvorschläge. Es regt sich z.B. niemand über die Lärmemission des vielen Autoverkehrs durch kleine Dörfer am MUC auf, die sich mit einer guten Fernverkehrs-Bahnanbindung hätten reduzieren lassen. Aber die bösen Flugzeuge.... Und da verstehe ich die Logik dann oft nicht mehr .

 

Die Problematik mit den Genehmigungsverfahren ergibt sich ja nicht nur bei Flughäfen, sondern auch bei Straßen und Bahntrassen, Stromleitungen. Jeder möchte nur die Vorteile von allem haben, aber ist nicht bereit, auch eben Kompromisse dafür einzugehen. Das kann aber auf Dauer nicht funktionieren und ist langfristig sogar schädlich. Und oft tut man auch den nachfolgenden Generationen keinen Gefallen damit. Ein Beispiel sind viele Bahntrassen, die im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut wurden. Viele Dörfer wollten die Bahn auf keinen Fall durch ihren Ort, also baute man sie 5 km daneben vorbei. Heute ist das Dorf 10 x so groß und man wundert sich, warum niemand die Bahn nutzt. Ja, weil keiner 5 km zum Bahnhof laufen will, eine ÖPNV Anbindung nicht vorhanden/wirtschaftlich ist und das Sprichwort gilt, wer einmal im Auto sitzt, bleibt darin sitzen...

 

Die vehementesten Gegner sind im übrigen oft diese, welche angesichts der langen Genehmigungsverfahren die Eröffnung des Infrastrukturprojekts gar nicht mehr erleben werden, dies ist auch oft ihre Motivation, sprichwörtlich. "Ich bin 70 Jahre alt, des brauchen wir nimmer....". Dass sie damit der nächsten Generation Steine in den Weg legen und sich verschlimmernde Probleme hinterlassen, ist denen wurscht, hauptsache, die nächsten Generationen zahlen denen die Rente. Eben dieselbe Generation hinterlässt uns aber ohnehin zusätzlich Milliarden € Staatsschulden, die den Handlungsbedarf unserer jungen Generation weiter einschränkt, und in immer höheren Belastungen durch Steuern, Gebühren, Abgaben, mündet.

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