Cumulus-Nimbus Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Die Kraftstoffersparnis ist enorm. In einer Schulung, die Quelle (Lehrgangsunterlagen) darf ich nicht veröffentlichen, war die Rede von ca. 400 kg Kraftstoff die im Schnitt für das Rollen eingeplant werden.Interessant, für welche Flieger kann man denn so im Schnitt 400k Kraftstoffverbrauch für den Rollvorgang an- setzen!?! Aber dies ist anscheinend geheim!!! Für die gängigen Flugzeuge wie z.B. Airbus 320 werden in der Kalkulation eher 150kg Taxifuel im Flugplan standardmäßig angesetzt.
Der_Stevie Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Klingt gut als Konzept, ist halt die Frage was es wiegt? Die Frage ist, ob es weniger wiegt als der Sprit, den man nicht mehr mitnehmen muss. Wenn die Spritersparnis tatsächlich 400 kg sein sollten, sind die für Motor, Verkabelung und Kühlflüssigkeit allerdings schnell verbraucht.
ilam Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Für die gängigen Flugzeuge wie z.B. Airbus 320 werden in der Kalkulation eher 150kg Taxifuel im Flugplan standardmäßig angesetzt. Lustigerweise schreibt LH in ihrer oben verlinkten Seite selbst von 3%. Davon wäre dann im Schnitt die Hälfte beim Flug noch an Bord. Wenn die Spritersparnis tatsächlich 400 kg sein sollten, sind die für Motor, Verkabelung und Kühlflüssigkeit allerdings schnell verbraucht. Es geht ja nicht nur um das Gewicht sondern auch darum, dass diese 400kg (oder 3% oder 150kg) Sprit ja auch jedesmal neu gekauft werden müssen. Ein wenig Mehrgewicht wäre also tolerabel.
Dummi Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Im Flugplan wird nur Taxyfuel fürs rausrollen gerechnet, fürs reinrollen wird davon ausgegangen dass man noch genug hat wenn die normalen Reserven nicht benutzt werden.
ChiefT Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Letztendlich geht es ums Geld, wie immer halt. Was kommt die airline günstiger: Das Mehrgewicht des WhellTug oder der Spritverbrauch. Danach dürfte entscheiden werden; natürlich kommt beim Mehrgewicht ggf auch ein leichter Performanceverlust z.B. bezüglich der Reichweite dazu. WheelTug verspricht 80% weniger Spritverbrauch beim rollen; für A320 und 737 gehen sie von ca. 50kg Sprit pro Rollminute aus. WheelTug bedienst sich aus der APU, die dafür wohl ca. 8 kg Sprit pro Minute benötigt. Man errechnet eine Ersparnis von 700TUSD pro Flugzeug und Jahr. Man kann das System allerdings nicht kaufen, sondern nur leasen, auch auf power-by-the-hour-basis.
ilam Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Im Flugplan wird nur Taxyfuel fürs rausrollen gerechnet, fürs reinrollen wird davon ausgegangen dass man noch genug hat wenn die normalen Reserven nicht benutzt werden. Also fällt auch nur das halbe Treibstoffgewicht weg, die Reserven kann man ja nicht verringern. Was man auch nicht vergessen darf: Die APU wird unter dieser Last ja auch ein wenig mehr als im Leerlauf verbrauchen, oder? Komplett ohne Spritverbrauch (oder Zusatzbatterien) lässt sich auch elektrisch nicht rollen...
ChiefT Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Genau. Quasi wie beim Hybrid-Auto mit Range-Extender... ;)
crosswind Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Power setting % fuel flow KG/sec fuel flow kg/hrs fuel flow kg/min idle 7 0,113 406,8 6,78 approach 30 0,338 1216,8 20,28 climb out 85 0,999 3596,4 59,94 take-Off 100 1,221 4395,6 73,26 Based on ICAO Engine Exhaust Emission Data bank Hier nur mal zur Veranschaulichung der Verbrauch eines CFM56-7B26, wie es an de 737-800 eingebaut ist. Also 50 kg/min bei Taxi Out können bei der 738 schon sein. Und Taxizeiten von 15 habe ich in FRA schon häufig erlebt.
744pnf Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Und Taxizeiten von 15 habe ich in FRA schon häufig erlebt. Allerdings sind richtig grosse Flughäfen (mit derart langen Taxizeiten) im Streckennetz von AB doch eher die Ausnahme als die Regel. Ob sich die Anschaffung dieses Systems unterm Strich lohnt wird man also mit extrem spitzem Bleistift durchrechnen müssen.
Der_Stevie Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Also fällt auch nur das halbe Treibstoffgewicht weg, die Reserven kann man ja nicht verringern. Das Gewicht des Sprits fürs Rollen vor dem Abheben tut beim Flug ja nicht weh. Der ist beim Abheben schon verbraucht. Wenn der Sprit für die Zeit nach der Landung aus der Reserve genommen wird, gibt es beim Flug gar keine Gewichtserparnis durch weniger Sprit.
mitflieger Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Richtig, aber am Boden verbrannter Sprit kostet im Einkauf "ungefähr" genauso viel, wie Sprit der in 30000 Fuss höhe verbrannt wird.
ChiefT Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Nicht nur "ungefähr". Wir hatten ja auch das Seitenthema "Warmlaufphase": Referenz: FCOM A320 Warmup: Standard Engine Start At or near idle for at least 2 minutes before advancing the thrust lever to high power. Engine Start after prolonged shutdown period (more than 2 hours) At or near idle for at least 5 minutes before advancing the thrust lever to high power (taxi time at idle may be included in the warm-up period).
ilam Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 @Hinz: Hier handelt es sich doch -wenn ich es richtig verstanden habe- um rechtliche Rahmenbedingungen, bei deren Schaffung niemand daran gedacht hat, dass es mal Flugzeuge gibt, die zwar aus eigener Kraft aber nicht mit den eigenen Triebwerken am Boden unterwegs sind. Sowas kann man ja ändern oder was spricht dagegen, ein e-Taxi-Flugzeug (mindestens) genauso wie eines das per Triebwerk vorankommt, zu behandeln?
ChiefT Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 .,.. Aus meiner Sicht - keine Zukunft! Aber AB hat ja nun WheelTugs bestellt, andere Airlines in Europa (KLM, Alitalia, Corendon, Onur" ebenso. Natürlich unter dem Vorbehalt der Zertifizierung. Aber das scheint machbar zu sein, sonst würden die Airlines sich ja nicht so aus dem Fenster hängen... WheelTug muss ja allerdings nicht zurück zum Vorfeld..
Der_Stevie Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Richtig, aber am Boden verbrannter Sprit kostet im Einkauf "ungefähr" genauso viel, wie Sprit der in 30000 Fuss höhe verbrannt wird. Deswegen habe ich ja nur vom Gewicht des Sprits gesprochen.
Dummi Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Hinz redet glaube ich von autonomen elektrischen tow- bzw. Pushback Fahrzeugen die dann an der Bahn entkoppeln und zurückfahren. Das gibt es zwar, ist aber nicht das was hier angesprochen wird. Es geht hier um fest im Flugzeug installierte Systeme, damit gibt es keinerlei Bedarf für irgendeine bodenseitige zusätzliche Infrastruktur. Letztendlich geht es nur um den nächsten Schritt vom Single Engine Taxi Out zum autonomen No Engine Taxi Out.
BobbyFan Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 ...was hier einige vergessen ist die Hindernisproblematik von diesen e-taxis oder was auch immer! ... Lieber Hinz, dein "was auch immer" zeigt recht deutlich, das du die Links nicht benutzt hast. Du redest von TaxiBot - einem neuartigen Schlepper. Hier geht es aber um ein am Flieger verbautes System. Hier extra für dich noch mal die relevanten Links: eTaxi WheelTug
ChiefT Geschrieben 6. Juni 2013 Melden Geschrieben 6. Juni 2013 Ja, die liebe Mathematik. Habe mich in der Tat im Eifer des Gefechtes, und so nebenbei, vertan. Basierend auf den Angaben von WheelTug sind 26Ibs sind natürlich nur ca.12 kgs, 4Ibs sind ca. 1,9 kg. Sorry. Aber die finanzielle Einsparung soll 700,000 USD betragen, so die PM: http://www.marketwire.com/press-release/air-berlin-reserves-wheeltug-delivery-slots-1797829.htm
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