Zum Inhalt springen
airliners.de

Asiana Airlines Crash in SFO, 06.07.2013


Max

Empfohlene Beiträge

  • 4 Monate später...
Geschrieben

Interessanter Link. Der Anflug kann ja gewesen sein, wie er will. Die Frage ist schlicht, warum man sich bei der Entscheidungshöhe dazu entschlossen hat zu landen - da sollten doch alle Entscheidungskriterien einen GA nahegelgt haben.

Geschrieben

Kritischer ist das Entscheidungsvakuum. Ob nun PF oder PNF das TOGA Knöpfchen drücken sollte egal sein. Da scheinen sich die anfänglichen Befürchtungen zu Beginn des Threads hinsichtlich mangelhaftem Crewmanagements wohl zu bestätigen. Korean Airlines kann ein Lied davon singen...

Geschrieben

Das wirft ein schlimmes Licht auf die Ausbildungsqualität bei der Airline, zumal das Wetter ziemlich optimal für einen Sichtanflug war.

 

Wie hätte das bei schlechtem Wetter nah an den Grenzen für einen Sichtanflug wohl erst ausgesehen?

 

und leider scheint CRM bei asiatischen Airlines oft ein Problem zu sein, wie mir ein Checkkapitän mal aus eigener Erfahrung mit der Ausbildung auch Asiatischer Piloten erzählt hat.

Geschrieben

Ja, Asien ist immer noch sehr hierarchisch in seinem Gesellschaftsdenken. Daher ist der Kapitän für den Co eine absolute Autoritätsperson.

Andererseits ist in Asien seit den verschiedenen Unglücken in den 80gern wo das CRM durchaus eine Rolle spielte sehr viel geschehen, so dass dieses Problem so nicht mehr auftreten sollte.

Auf den Untersuchungsbericht bin ich allerdings schon sehr gespannt.

Geschrieben
... sehr viel geschehen, so dass dieses Problem so nicht mehr auftreten sollte ...

 

Kommt darauf an welche Airlines Lehren ziehen mussten, Asiana ist da noch unbeleckt. Außerdem sind kulturell gewachsene Strukturen nur schwer aberziehbar.

Geschrieben

Klar, grundlegende kulturell gewachsene Strukturen lassen sich nicht einfach per Training und Deklaration auslöschen, aber dennoch warne ich - bevor echte Ergbnisse vorliegen - hier in diese Richtung zu spekulieren.

Meine Erfahrungen mit Kollegen der asiatischen Star Alliance Linien können diese Annahme jedenfalls nicht bestätigen.

Geschrieben

Man läßt sich sicher viel zu leicht zu einem vorschnellen Verdachtsmoment kommen, wenn eine Situation das Schubladendenken auslöst. Man sollte wirklich wenigstens einen Zwischenbericht abwarten.

 

Leider hat man zu oft lesen müssen, dass es wohl gut ausgegangen wäre, wenn die rechte Seite die Zweifel oder gar Warnungen der linken Seite ernst genommen hätte. Und leider kommt es in asiatischen Crews mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit vor.

 

Daher der vielleicht vorschnelle Verdacht.

  • 4 Wochen später...
  • 1 Monat später...
Geschrieben

Ich habe erhebliche Zweifel daran, dass man solche Denkweisen kurzfristig wird ändern können. Etwas das kulturell verwurzelt ist und die ganze Erziehung durch als "angebrachtes Verhalten" propagiert wird braucht mindestens eine Generation um nachhaltig verändert zu werden.

Geschrieben

Da stimme ich dir voll zu. Kulturelle Eigenarten werden schon im Kleinkindalter programmiert. Ein Wechselt braucht Geduld, Zeit und eine gewisse Einsicht.

 

Ich erlebe es im Job nämlich genau anders herum: Amerikanischer Konzern versucht seinen deutschen Standorten die Heimatkultur mit der Brechstange einzupflanzen. Bei manchem Opportunist klappt das ohne Gebrauch des Hirns, bei den meisten hinterlässt es einen faden Beigeschmack der Fremdbestimmung. Aber immerhin bekommen wir Seminare zur "interkulturellen Zusammenarbeit mit Amerikanern", anders herum wird leider nichts transferiert...

Archiviert

Dieses Thema ist jetzt archiviert und für weitere Antworten gesperrt.

×
×
  • Neu erstellen...